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Zugunglück in Italien fordert mindestens 20 Tote

Frontal-Zusammenstoß  

Tote und Verletzte bei Zugunglück in Italien

12.07.2016, 15:48 Uhr | AP, rtr, dpa, AFP, t-online.de

Zugunglück in Italien fordert mindestens 20 Tote. Die beiden Züge, die in Süditalien zusammengestoßen sind. (Quelle: dpa)

Die beiden Züge, die in Süditalien zusammengestoßen sind. (Quelle: dpa)

In Italien sind zwei Züge frontal zusammengestoßen. Bei dem schweren Unglück in der Region Apulien nahe der Stadt Bari starben mindestens 20 Menschen. Dutzende weitere wurden verletzt. Die Ursache des Unglücks ist bisher unklar.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Andria bei Bari. Auf Fernsehbildern waren Rettungskräfte zu sehen, die sich bemühten, Zuginsassen aus zertrümmerten Waggons zu befreien. Dutzende Rettungsfahrzeuge, Krankenwagen, Polizisten und Feuerwehrleute befanden sich am Unglücksort.

Der Chef der Verkehrspolizei von Andria, Riccardo Zingaro, sagte Journalisten, einige der Waggons seien "vollständig verknautscht". Viele der von den Rettungskräften befreiten Menschen seien verletzt. Mindestens zwanzig Menschen seien gestorben, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Zivilschutz erklärte, die Zahl der Toten sei höher. 

Menschen in den Trümmern gefangen

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie die beiden Züge auf offener Strecke vollkommen verkeilt und einige Waggons total zerstört sind. "Es gibt viele Tote", sagte der Chef der Einsatzkräfte, Riccardo Zingaro. Medien berichteten, dass zahlreiche Menschen noch in den Trümmern gefangen seien. Der Unfallort sei nicht leicht zu erreichen. Angeblich waren viele Studenten und Pendler in den Regionalzügen.

Die Polizei konnte zunächst keine Angaben über das Ausmaß des Unglücks machen. Medienberichten zufolge war auch ein Kind unter den Überlebenden.

"Das ist ein Augenblick für Tränen"

Ministerpräsident Matteo Renzi brach eine Rede in Mailand ab und kündigte seine sofortige Rückkehr nach Rom an. "Das ist ein Augenblick für Tränen, in dem wir arbeiten müssen, um die Opfer und Verletzten zu bergen", sagte er. Die Tragödie müsse umfassend aufgeklärt werden, fügte er hinzu.

Ermittler schlossen menschliches Versagen nicht aus. Einer der beiden Züge soll an einem Bahnhof auf grünes Licht gewartet haben und dann auf der eingleisigen Strecke zwischen den Städten Corsato und Andria gefahren sein.

Letztes schweres Unglück im Jahr 2009

Beide Züge gehörten dem privaten Eisenbahnunternehmen Ferrotramviaria SpA, wie die nationale Bahngesellschaft Ferrovie dello Stato mitteilte. Die Firma betreibt etwa 20 kleine Elektrozüge.

Andria liegt im Südosten Italiens etwa zehn Kilometer von der Adriaküste entfernt und ist in Deutschland vor allem wegen des unter dem Stauferkaiser Friedrich II. gebauten Castel del Monte bekannt.

Ende Juni 2009 waren bei einem schweren Zugunglück in der toskanischen Küstenstadt Viareggio 26 Menschen ums Leben gekommen. Damals entgleiste ein Güterzug, ein mit Flüssiggas gefüllter Waggon explodierte. Es war das schwerste Zugunglück in Italien seit mehr als 20 Jahren.

Die Stelle des Zugunglücks in Süditalien. (Quelle: Google Maps)Die Stelle des Zugunglücks in Süditalien. (Quelle: Google Maps)

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