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Tornado wütet in Dramfeld im Landkreis Göttingen

500 Meter lange Schneise  

Tornado wütet im Landkreis Göttingen

04.09.2016, 20:48 Uhr | dpa

Tornado wütet in Dramfeld im Landkreis Göttingen. Eine Windhose deckte die Dächer von acht Scheunen im niedersächsischen Dramfeld ab. (Quelle: dpa)

Eine Windhose deckte die Dächer von acht Scheunen im niedersächsischen Dramfeld ab. (Quelle: dpa)

Im Landkreis Göttingen hat ein mutmaßlicher Tornado am Sonntag Dachziegel abgerissen und Bäume abgeknickt.  Zahlreiche Häuser und Autos vor allem in der Hauptstraße des Rosdorfer Ortsteils Dramfeld seien beschädigt worden. Das teilte die Polizei mit.

Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei bei rund einer halben Million Euro. "Die Schneise der Windhose ist etwa 500 Meter lang und geht durch den gesamten Ort", sagte Gemeindebrandmeister Martin Willing beim Einsatz. Selbst die Feuerwehrleute waren beeindruckt von der Stärke des Sturms.

Die Bilanz in Dramfeld: bei 24 Häusern und acht Scheunen in Dramfeld die Dächer teilweise abgedeckt, bei einer Scheune sogar vollständig. Herunterfallende Dachziegel beschädigten fünf Autos. Außerdem wurden mindestens 25 Bäume entwurzelt, darunter ältere und größere Bäume.

Spielunterbrechung wegen des Sturms

Augenzeugen berichteten, dass der Wind verschiedene Gegenstände hoch in die Luft schleuderte. Basketballkörbe, Stühle, Tische und anderes lagen wild verstreut umher. Ein Fußballspiel auf dem Sportplatz in Dramfeld wurde unterbrochen.

Der Sturm brach am Nachmittag gegen 15.45 Uhr los. Im Einsatz waren nach Polizeiangaben drei Ortsfeuerwehren mit 37 Feuerwehrleuten. Sie unterstützten die Bewohner, reinigten die Straße und die Gehwege. Die Polizei sperrte vorübergehend die Straße.

Keller in Bremen vollgelaufen

Die Bremer Feuerwehr verzeichnete wegen der Gewitterfront rund 35 Einsätze. Zahlreiche Keller liefen nach Angaben der Feuerwehr voll Wasser, auch Eisenbahnunterführungen konnten wegen des Wassers nicht mehr durchfahren werden. Außerdem wurde eine Tiefgarage überschwemmt, auf einer Fläche von 200 Quadratmetern stand das Wasser 20 Zentimeter hoch. Menschen wurden auch dort nicht verletzt.

Nach Angaben der Hansewasser Bremen GmbH registrierten die Regenmessstellen bis zu 25 Liter pro Quadratmeter - in 15 Minuten. Das entspreche rund der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge eines ganzen Monats.

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