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BASF: Sechs Menschen kämpfen noch um ihr Leben

Nach Explosion in Ludwigshafen  

Sechs Menschen kämpfen noch um ihr Leben

18.10.2016, 15:07 Uhr | vd, t-online.de, dpa

BASF: Sechs Menschen kämpfen noch um ihr Leben. Die Löscharbeiten dauerten nach der Explosion bei BASF in Ludwigshafen den gesamten Tag über. (Quelle: dpa)

Die Löscharbeiten dauerten nach der Explosion bei BASF in Ludwigshafen den gesamten Tag über. (Quelle: dpa)

Die Explosion bei BASF in Ludwigshafen hat zwei Menschenleben gefordert. Bei den Toten handelt es sich um Mitglieder der Werksfeuerwehr. Ein Mann wird noch vermisst. Zudem wurden bei der Explosion und den Löscharbeiten 17 Personen teils schwer verletzt.

Sechs davon befinden sich derzeit auf der Intensivstation. Ob sie überleben, ist ungewiss: "Es steht zum Teil nicht sehr gut um diese Menschen", sagte Dieter Feid, für die Feuerwehr zuständiger Dezernent der Stadt Ludwigshafen.

Wo sich die vermisste Person befindet, ist unklar - sie wird aber im Hafenbecken vermutet. Aufgrund der Gefahrensituation kann die Feuerwehr aktuell jedoch keine Taucher zur Suche ins Wasser schicken. Man gehe davon aus, dass der Vermisste kein Angehöriger der Werksfeuerwehr sei, so der Chef der Feuerwehr Ludwigshafen, Peter Friedrich.

Eine zweite Person, die gestern noch vermisst wurde, konnte im Krankenhaus identifiziert werden. 

Explosion durch Arbeiten an Pipeline ausgelöst

Nach Informationen der Feuerwehr kam es während Reparaturarbeiten an einer leeren Propylen-Pipeline zur Explosion und an zwei weiteren Orten anschließend zu Bränden. Zunächst löschte die Feuerwehr laut Friedrich die Brände. Die Problematik an dem Rohrgraben, in dem es zur Explosion kam, wurde mittels Löschschaum gelöst, so Friedrich.

Aktuell vermeldet man noch einen Austritt von Flüssiggasen aus der Schadensstelle, so Werksleiter Uwe Liebelt. Dabei handle es sich vermutlich um Ethylen oder Propylen. Beide Stoffe seien "mit großer Wahrscheinlichkeit" am Brand beteiligt gewesen, so Liebelt. Das könne man jedoch erst klären, nachdem der Löschschaum von den Rohren entfernt wurde.

Weder in der Luft, noch im Wasser und im Boden seien nach Messungen jedoch kritische Werte feststellbar. Auch ein Austritt in den Rhein könne ausgeschlossen werden.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Margret Suckale, Vorstandsmitglied bei BASF, sagte, dass man die zahlreichen Fragen der Anwohner ernst nehme. Die Warnung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, gelte deshalb weiterhin. Zudem hat BASF eine Telefonnummer für Bürger mit Fragen eingerichtet.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat wegen der Explosion auf dem BASF-Werksgelände in Ludwigshafen Ermittlungen eingeleitet. Ein Gutachter wurde zur Klärung der Ursache eingeschaltet, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. 

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