Sie sind hier: Home > Panorama >

Priester gesteht Sex mit traumatisiertem Flüchtling

Ein Jahr nach Selbstmord  

Priester gesteht Sex mit traumatisiertem Flüchtling

04.12.2017, 20:04 Uhr | Martin Küper

Priester gesteht Sex mit traumatisiertem Flüchtling. Der Pfarrer aus dem rheinland-pfälzischen Kirn ist seit dem Vorfall im vergangenen Jahr krank geschrieben (Symbolfoto). (Quelle: imago images/Alfred Schauhuber)

Der Pfarrer aus dem rheinland-pfälzischen Kirn ist seit dem Vorfall im vergangenen Jahr krank geschrieben (Symbolfoto). (Quelle: Alfred Schauhuber/imago images)

Das Geständnis ihres Priester löst in der katholischen Gemeinde Kirn in Rheinland-Pfalz Bestürzung aus. Der Geistliche hatte Sex mit einem hilfesuchenden Flüchtling – der sich kurz darauf umbrachte.

Für die katholische Kirchengemeinde Kirn in Rheinland-Pfalz beginnt die Weihnachtszeit mit einem schmerzhaften Geständnis. Im jüngsten Pfarrbrief beichtet der Gemeindepfarrer sexuelle Kontakte mit einem 23-jährigen syrischen Flüchtling, der im vergangenen Jahr Hilfe bei dem Geistlichen suchte.

Der 23-Jährige, "der durch seine Erfahrung von Krieg und Vertreibung schwer traumatisiert war", habe Hilfe und persönlichen Kontakt gesucht, schreibt der Geistliche. "Hier hat sich schließlich eine auch körperliche Intimität ergeben, die dieser Situation nicht angemessen war". Er habe das Vertrauensverhältnis ausgenutzt.

Vor dem Selbstmord stellte er Anzeige

Besonders belastend für den Pfarrer: Kurz nach ihrer sexuellen Begegnung, im Dezember 2016, nahm sich der Syrer das Leben. "Die Gründe sind vermutlich in seiner Traumatisierung zu suchen", schreibt dazu der Pfarrer. "Dessen ungeachtet belastet mich die Tatsache sehr". Der Pfarrer ist seither krank geschrieben.

Kurz vor dem Selbstmord hatte der junge Mann Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach gestellt. Diese habe das Verfahren aber kurz darauf eingestellt, weil kein Straftatbestand vorlag. "Er fühlte sich wohl ausgenutzt", sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass der Pfarrer sich in irgendeiner Form strafbar gemacht hat.“

Pfarrer gibt Stelle auf und beginnt Therapie

Der Pfarrer will nun trotzdem auf seine Stelle in der Gemeinde verzichten. Zugleich kündigt er an, sich in eine stationäre Psychotherapie zu begeben, "um eine gefestigte Handlungssicherheit für die Zukunft zu gewinnen".

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entspannen im großen Stil mit stylischen Ledersofas
Topseller bei XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal