Sie sind hier: Home > Panorama >

Familie vermüllt Rettungsbus der Berliner Feuerwehr

Feuerwehrleute sind empört  

Gerettete Familie vermüllt Rettungsbus der Berliner Feuerwehr

 (Quelle: Autor)

Von Tibor Martini

04.03.2018, 18:19 Uhr
Familie vermüllt Rettungsbus der Berliner Feuerwehr. Ein Feuerwehrbus der Münchner Feuerwehr. Ein ähnliches Modell kommt auch bei der Berliner Feuerwehr zum Einsatz. (Quelle: dpa)

Ein Feuerwehrbus der Münchner Feuerwehr. Ein ähnliches Modell kommt auch bei der Berliner Feuerwehr zum Einsatz. (Quelle: dpa)

Bei einem Brand wurde die Wohnung einer Familie so stark zerstört, dass die Bewohner nun eine Notunterkunft brauchen. Die ersten Stunden konnte die Familie zunächst in einem speziellen Rettungsbus der Berliner Feuerwehr verbringen – danach musste er von Grund auf gereinigt werden.

Die Vorgeschichte: Am Freitag waren mehr als 80 Feuerwehrleute im Einsatz, um einen Brand in einem Berliner Mehrfamilienhaus zu löschen. Eine Wohnung im fünften Stock war in Brand geraten, mehrere Menschen hatten sich auf das Dach gerettet.

Neben Löschfahrzeugen war auch ein so genanntes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) im Einsatz. Der Stadtbus der Berliner Feuerwehr wird immer dann angefordert, wenn Menschen bei einem Unglück vorübergehend einen geschützten Platz brauchen, an dem sie sich aufhalten können.

Auch die gerettete Familie aus dem Mehrfamilienhaus konnte sich während der Löscharbeiten in dem MTF aufhalten. Als die Familie wenige Stunden später den Bus verließ, war der Bus allerdings stark verschmutzt.

In einem Video des „Morgenpost“-Redakteurs Alexander Dinger geht ein mutmaßlicher Feuerwehrmann durch den Bus und kommentiert die Szene: „Hier saßen sieben Leute. Davon zwei Kinder und haben sich hier drei Stunden im Bus aufgehalten, weil ihre Wohnung abgebrannt ist. Und so sieht der Bus aus, nachdem sie jetzt eine neue Wohnung zugewiesen bekommen haben. Lecker!

Respekt gegenüber Einsatzkräften nimmt ab

Der Vorfall im MTF der Berliner Feuerwehr ist nur das neueste Beispiel in einer ganzen Reihe an Respektlosigkeiten gegenüber Einsatzkräften. Immer wieder werden Feuerwehrleute und Polizisten bei ihrer Arbeit behindert oder sogar tätlich angegriffen.

Sturmtief "Friederike": Während Rettungskräfte bundesweit ihr Bestes geben, um die Schäden zu beseitigen, werden Sie immer wieder von Gaffern behindert. (Quelle: t-online.de)

In den letzten Monaten beklagten Einsatz- und Rettungskräfte abnehmenden Respekt gegenüber ihrer Arbeit. Am 24. Februar hatten Rettungskräfte zusammen mit der Gewerkschaft Ver.di eine Demonstration in Frankfurt organisiert, um auf Gewalt und Respektlosigkeit aufmerksam zu machen.

Arno Dick, der Fachgruppenleiter Feuerwehr bei Ver.di, sagte bei der Demonstration, die Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber Rettungskräften habe „in den letzten drei bis vier Jahren habe spürbar zugenommen“.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal