Sie sind hier: Home > Panorama >

Urteile gesprochen - Eltern mit Hammer erschlagen: Zwei Mal lebenslang

Urteile gesprochen  

Eltern mit Hammer erschlagen: Zwei Mal lebenslang

11.04.2019, 13:15 Uhr | dpa

Urteile gesprochen - Eltern mit Hammer erschlagen: Zwei Mal lebenslang. Polizisten und Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Anwesen des ermordeten Ehepaars in Schnaittach.

Polizisten und Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Anwesen des ermordeten Ehepaars in Schnaittach. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Nürnberg (dpa) - Wegen Doppelmordes an den Eltern des Mannes muss ein Paar aus dem mittelfränkischen Schnaittach bei Nürnberg lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den 26-jährigen Informatiker und seine drei Jahre jüngere Frau am Donnerstag zur Höchststrafe.

Die beiden Leichen hatte die Polizei erst einige Wochen nach der Tat entdeckt - eingemauert in einem Nebenraum im Anwesen der Eltern.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Deutschen zunächst die Eltern mit Pflanzensamen vom Rizinusbaum und mit einer Überdosis einer Partydroge vergiften wollten. Als dies scheiterte, erschlug der Sohn in der Nacht auf den 14. Dezember 2017 seine im Bett liegende 66-jährige Mutter mit einem Zimmermannshammer. Danach tötete er mit dem Hammer auch seinen 70 Jahre alten Vater.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten zusätzlich gefordert, die besondere Schwere der Schuld festzustellen und für ihn die Sicherungsverwahrung anzuordnen. Dem folgte das Gericht nicht. Die Verteidigung hatte verlangt, die Angeklagten von der Mordanklage freizusprechen und allenfalls gegen den Mann eine befristete Freiheitsstrafe wegen Totschlags zu verhängen.

Für eine Tatbeteiligung der Frau gebe es keine Beweise, hatte Verteidiger Alexander Seifert in seinem Plädoyer gesagt. Ob die Anwälte oder die Staatsanwaltschaft in Berufung gehen, sagten sie zunächst nicht.

Die gelernte Kinderpflegerin war nach Überzeugung des Gerichts zwar in der Tatnacht nicht im Haus der Eltern des Mannes. Jedoch handelten die beiden Angeklagten nach Ansicht des Gerichts gemeinschaftlich, auch wenn die Frau nicht unmittelbar an der Ausführung der Bluttat beteiligt gewesen sei.

Sie habe den Mann zu der Tat angestiftet, weil sie eine Heirat und ihren Einzug in das Haus davon abhängig gemacht habe, "dass die Eltern nicht mehr da" seien, sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Richter-Zeininger. Mit dieser Drohung habe die Angeklagte ihren Verlobten gezwungen, seine Eltern zu ermorden, weil sie den 26-Jährigen "für sich allein haben wollte".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal