Sie sind hier: Home > Panorama >

Bislang 40 Opfer ermittelt: Bei Abriss in Lügde weiteres Kinderporno-Material gefunden

Missbrauchsfall  

Bei Abriss in Lügde weiteres Kinderporno-Material gefunden

30.04.2019, 17:16 Uhr | dpa

Bislang 40 Opfer ermittelt: Bei Abriss in Lügde weiteres Kinderporno-Material gefunden. Die zum Teil abgerissene Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz in Lügde.

Die zum Teil abgerissene Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz in Lügde. Foto: Guido Kirchner. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Nach dem Fund von weiterem kinderpornografischem Material beim Abriss des mutmaßlichen Missbrauchtatorts in Lügde treten unterschiedliche Auffassungen zwischen Innenministerium und Staatsanwaltschaft zutage.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wies am Dienstag jedoch Berichte über "Differenzen" zurück. "Aber es gibt unterschiedliche Sichtweisen, weil wir unterschiedliche Aufgaben haben", sagte er in einer Sondersitzung des Landtags-Innenausschusses in Düsseldorf.

Für die Justiz sei das nachträglich gefundene Material nicht mehr relevant, weil sie die Ermittlungen abgeschlossen habe. Für die Polizei könnten sich aber Hinweise auf neue Fälle und Opfer ergeben, sagte Reul. Der Innenminister hatte immer wieder Mängel bei den Ermittlungen zu dem massenhaften Kindesmissbrauch kritisiert, war wegen der Ermittlungspannen aber auch selbst in die Kritik geraten.

Beim Abbruch der von der Staatsanwaltschaft freigegebenen Behausung des Hauptverdächtigen hatte der Abrissunternehmer Mitte April mehrere Datenträger gefunden. Darunter war laut Reul auch eine CD-ROM mit kinderpornografischen Filmen. Auf weiteren Datenträgern, die auf einem Müllcontainer lagen, fanden sich keine ermittlungsrelevanten Inhalte. Teilweise konnten gefundene Datenträger nach Angaben Reuls jedoch nicht ausgelesen werden. Die Abrissarbeiten waren nicht von der Polizei beaufsichtigt worden.

Auf dem Campingplatz soll ein 56-jähriger Dauercamper mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer.

Der Prozess könnte im Juni beginnen. Der Entwurf für die Anklageschrift ist der Generalstaatsanwältin in Hamm zufolge "in Bearbeitung", wie ein Mitarbeiter des Justizministeriums im Ausschuss sagte. Ob im Fall der nachträglich gefundenen CD-ROM mit kinderpornografischem Material ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird, ist noch unklar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal