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Münster: Polizei legt Abschlussbericht zur Amokfahrt vor

Nach sechzehn Monaten  

Polizei legt Abschlussbericht zur Amokfahrt in Münster vor

20.09.2019, 12:23 Uhr | dpa

Münster: Polizei legt Abschlussbericht zur Amokfahrt vor. Das Tatfahrzeug wird abgeschleppt (Archivbild): Im April 2018 wurden mit dem Kleinbus vier Menschen getötet. (Quelle: dpa/Marius Becker)

Das Tatfahrzeug wird abgeschleppt (Archivbild): Im April 2018 wurden mit dem Kleinbus vier Menschen getötet. (Quelle: Marius Becker/dpa)

Die Amokfahrt von Münster, bei der im April 2018 fünf Menschen ums Leben gekommen sind, hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst. Die Behörden haben dabei aber wohl nicht versagt.

Rund 16 Monate nach der Amokfahrt von Münster mit insgesamt fünf Toten hat die Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt. Bei der Staatsanwaltschaft seien Mitte August die letzten zwei von nun insgesamt 17 Verfahrensordnern eingegangen, sagte ein Behördensprecher.

Im April 2018 hatte Amokfahrer Jens R. mit einem Kleinbus vier Menschen in der Altstadt von Münster getötet, mehr als 20 Personen teilweise lebensgefährlich verletzt und sich anschließend selbst erschossen. "Unsere Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Sprecher Martin Botzenhardt.

Zuvor hatten die "Westfalenpost" und weitere Medien über den vorliegenden Abschlussbericht der Polizei berichtet. Dieser bestätige Botzenhardt zufolge unter anderem, das schon früher genannte Ermittlungsergebnis, dass die Schusswaffe von Jens W. aus Serbien stammte. Es bleibe aber ungeklärt, wie der Einzeltäter an sie gelangen konnte.

Polizei sieht kein Behördenversagen

Aus den Polizeiakten gehe hervor, dass "nicht einmal ansatzweise" ein strafrechtlich relevantes Versagen auf Behördenseite zu sehen sei. Der psychisch labile Täter habe sich zwar in Schreiben oder auch persönlich an einzelne städtische Dienste oder Behörden gewandt. Dabei habe es aber "keine Anzeichen für ein fremdaggressives Verhalten oder eine Selbsttötungsabsicht" gegeben.
 

 
Die Amokfahrt mitten in eine Außengastronomie am beliebten Denkmal Kiepenkerl hatte bundesweit Entsetzten ausgelöst. Botzenhardt sagte, es sei offen, wann man die Ermittlungen abschließen werde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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