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Patient in DĂŒsseldorf in kritischem Zustand

Von dpa, afp, rtr, ds, aj, nhr, mvl, mja, TiK, jmt

Aktualisiert am 03.03.2020Lesedauer: 135 Min.
Laboruntersuchung in Baden-WĂŒrttemberg: In mehreren BundeslĂ€ndern ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.
Laboruntersuchung in Baden-WĂŒrttemberg: In mehreren BundeslĂ€ndern ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. (Quelle: imago-images-bilder)
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In Baden-WĂŒrttemberg und Nordrhein-Westfalen sind erste Infektionen mit dem neuen Coronavirus aufgetreten. Dem Patienten in der DĂŒsseldorfer Uniklinik geht es schlecht. Alle Infos im Newsblog.

  • Angst vor der Pandemie:"Zeitfenster schließt sich sehr schnell"
  • Coronavirus: Symptome, Übertragung und Ursprung der Krankheit
  • Kommentar: Die Gefahr rĂŒckt nĂ€her

8.25 Uhr: Behörden beraten weiteres Vorgehen

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen berĂ€t am Mittwoch ĂŒber das weitere Vorgehen nach der ersten nachgewiesenen Coronavirus-Infektion in dem Bundesland. Es seien GesprĂ€che geplant, um die Situation zu bewerten, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Zustand des ersten Coronavirus-Patienten in NRW sei unverĂ€ndert kritisch. Bei der Ehefrau des Mannes, die ebenfalls mit Symptomen einer Viruserkrankung stationĂ€r behandelt wurde, handele es sich weiterhin um einen Verdachtsfall – ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Der Mann war am Montag mit Symptomen einer schweren LungenentzĂŒndung in einem Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen aufgenommen worden. Er wurde dort auf der Intensivstation isoliert und in der Nacht zu Mittwoch ins Uniklinikum DĂŒsseldorf gebracht. Nach dpa-Informationen ist der Patient Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung.

7.48 Uhr: Hongkong gibt Bargeld an BĂŒrger aus

Die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong begegnet der drohenden Wirtschaftskrise wegen des Coronavirus-Ausbruchs mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Alle dauerhaft in der Finanzmetropole gemeldeten Bewohner erhalten 10.000 Hongkong-Dollar (1.180 Euro) in bar, wie Finanzminister Paul Chan am Mittwoch ankĂŒndigte. Insgesamt stellt die Stadtregierung 120 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie zur VerfĂŒgung.

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Die Regierung in der Finanzmetropole hofft, dass die Menschen nach der Bargeldausgabe wieder mehr Geld ausgeben und damit die lokale Wirtschaft ankurbeln. Die Hongkonger Wirtschaft stehe vor einer "enormen Herausforderung", erklÀrte Chan. Es sei möglich, dass die Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise um bis zu 1,5 Prozent einbreche.

4 Uhr: SeehĂ€fen befĂŒrchten Folgen durch Coronavirus

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie dĂŒrften sich in absehbarer Zeit auch in den HĂ€fen von Wilhelmshaven und Bremerhaven bemerkbar machen. Zwar seien die konkreten Folgen fĂŒr den Seehandel mit China noch unklar. Aber: "Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird", sagte Bremenports-Sprecher Holger Bruns der Deutschen Presse-Agentur. Belastbare Daten dazu gebe es noch nicht.

Im JadeWeserPort in Wilhelmshaven ist nach Angaben des Terminalbetreibers Eurogate derzeit noch nichts zu spĂŒren. Aber mit Blick auf gestrichene Schiffsabfahrten in Asien sei das wohl nur eine Frage der Zeit, betonte Eurogate-Sprecher Steffen Leuthold. Eine Prognose ĂŒber das Ausmaß könne er noch nicht geben. Eines der grĂ¶ĂŸten chinesischen Logistikunternehmen investiert rund 100 Millionen Euro im JadeWeserPort. Bis 2021 will China Logistics, eine Tochter des Staatsunternehmens China Chengtong Holding Group (CCT), in Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen ein Logistikzentrum fĂŒr den Umschlag chinesischer Waren errichten.

FĂŒr die bremischen HĂ€fen hat China seit Jahren eine hohe handelsstrategische Bedeutung. Die Volksrepublik ist nach den USA und vor Russland der zweitwichtigste Handelspartner des kleinsten Bundeslandes. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) rechnen mehrere Branchen in den kommenden Wochen mit EngpĂ€ssen bei Lieferungen aus Fernost, unter anderem Elektro, Automobil, Pharma und Papier.

3.30 Uhr: US-Truppen melden ersten Infizierungsfall in SĂŒdkorea

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in SĂŒdkorea ist zum ersten Mal auch bei einem Soldaten der US-Truppen in dem Land das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Es handelt sich nach Angaben der US-StreitkrĂ€fte Korea (USFK) um einen 23-jĂ€hrigen Soldaten von der MilitĂ€rbasis Camp Carrol, die in der vom Ausbruch am stĂ€rksten betroffenen Region im SĂŒdosten des Landes liegt. "Der Patient befindet sich zurzeit in SelbstquarantĂ€ne in seinem Wohnsitz außerhalb der Basis", teilten USFK am Mittwoch mit. Die USA haben in SĂŒdkorea als Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen aus Nordkorea 28.500 Soldaten stationiert.

Mehr als einen Monat nach dem ersten nachgewiesenen Infizierungsfall in SĂŒdkorea stieg die Zahl der von dem Erreger Sars-CoV-2 befallenen Menschen ĂŒber Nacht auf mehr als 1.000. Die Gesundheitsbehörden meldeten 169 neue FĂ€lle, die Gesamtzahl erhöhte sich auf 1.146. Bisher brachten die Behörden elf TodesfĂ€lle mit dem Virus in Verbindung. Am Dienstag starb den Angaben zufolge zum ersten Mal ein AuslĂ€nder. Der Mann aus der Mongolei hatte sich mit dem Virus angesteckt.

Die Mehrheit der neuen InfizierungsfĂ€lle konzentriert sich erneut auf die sĂŒdöstliche Millionenstadt Daegu und die umliegende Region. Die Regierung hatte am vergangenen Freitag Daegu und die benachbarte Stadt Cheongdo zu Sonderkontrollzonen erklĂ€rt. Am Sonntag wurde dann fĂŒr das ganze Land die höchste Warnstufe fĂŒr Infektionskrankheiten ausgerufen. In keinem Land außerhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, gibt es mehr InfizierungsfĂ€lle.

3 Uhr: Mehr als 400 neue Infektionen in China – 52 Tote

Die Zahl der Todesopfer und Infizierten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen weitere 52 Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben. Die Gesamtzahl der Opfer in China stieg damit auf 2.715. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte um 406 auf ĂŒber 78.000. SĂ€mtliche neue TodesfĂ€lle und fast alle neuen Infektionen wurden aus der besonders betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo das Virus in der Millionenmetropole Wuhan ursprĂŒnglich ausgebrochen war. Auf den Rest des Landes entfielen nur noch fĂŒnf neue Infektionen.

02.55 Uhr:
El Salvador verhĂ€ngt ein Einreiseverbot fĂŒr Reisende aus Italien und SĂŒdkorea. Salvadorianische Staatsangehörige und Diplomaten, die aus diesen LĂ€ndern anreisen, mĂŒssen 30 Tage in QuarantĂ€ne verbringen, schreibt PrĂ€sident Nayib Bukele auf seinem Twitter-Account. SĂŒdkorea verzeichnet die meisten VirusfĂ€lle in Asien außerhalb Chinas, wo das Virus erstmals im Dezember 2019 in der Provinz Hubei entdeckt wurde. El Salvador hat bisher keine Coronavirus-FĂ€lle gemeldet.

2.30 Uhr: Womöglich erster Fall in Brasilien

In Brasilien ist am Dienstag vermutlich der erste Coronavirus-Fall registriert worden, wie das brasilianische Gesundheitsministerium auf Twitter mitteilte. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in SĂŒdamerika ĂŒberhaupt handeln. In der offiziellen Mitteilung des Ministeriums hieß es, man untersuche zusammen mit den stĂ€dtischen und bundesstaatlichen Gesundheitsbehörden einen Fall in SĂŁo Paulo.

Diesen soll nach einem Bericht des Portals "G1" das Krankenhaus Albert Einstein festgestellt haben. Demnach habe ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt. Er sei nun zu Hause isoliert. Im Institut Adolfo Lutz, so etwas wie dem akkreditierten Labor des Gesundheitsministeriums, soll noch ein zweiter Test gemacht werden.

"Klar bereitet uns das Sorgen", zitierte "G1" den brasilianischen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta. Die Millionenmetropole SĂŁo Paulo ist die grĂ¶ĂŸte Stadt des Landes.

1.42 Uhr: US-Fluggesellschaften und Hotels weiten Umbuchungsmöglichkeiten aus

Infolge der Ausbreitung des Coronavirus auf immer mehr LĂ€nder dehnen Fluggesellschaften und Hotelketten ihre kostenfreien Stornierungs- und Umbuchungsmöglichkeiten aus. Bei Delta Air Lines kommen Reservierungen bis zum 2. MĂ€rz auf FlĂŒgen nach Bologna, Mailand und Venedig in Norditalien fĂŒr eine Umplanung infrage. Air Canada hat auch Teile Italiens in ihre Liste aufgenommen. United Airlines und American Airlines Group haben ihre kostenfreien Umbuchungsmöglichkeiten noch nicht auf weitere LĂ€nder ausgedehnt, man beobachte die Entwicklungen in Italien noch. Hyatt Hotels gibt Reisenden aus SĂŒdkorea, Japan und Italien die Möglichkeit, ihre Hotelbuchungen kostenlos zu stornieren oder zu Ă€ndern. Die Stornierungen oder BuchungsĂ€nderungen bei Hyatt gelten fĂŒr Buchungen, die bis zum 31. MĂ€rz getĂ€tigt werden, teilt der US-Hotelbetreiber auf seinem offiziellen chinesischen Social-Media-Konto auf WeChat mit. Hyatts-Rivalen Marriott und Hilton haben bisher StornierungsverzichtserklĂ€rungen bis zum 31. MĂ€rz fĂŒr GĂ€ste erlassen, die von dem Ausbruch auf dem chinesischen Festland, Hongkong, Macau und Taiwan betroffen sind. Die Hotelketten reagierten nicht sofort auf Bitten um Stellungnahme, ob sie den Verzicht auch auf SĂŒdkorea, Japan und Italien ausdehnen wĂŒrden.

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00.35 Uhr: US-Notenbanker sieht noch keine Notwendigkeit zur Zinssenkung

Der PrĂ€sident der US-Notenbank (FED) in Dallas, Robert Kaplan, sieht nach Angaben des "Wall Street Journal" noch keine Notwendigkeit, auf die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Virus mit kurzfristigen Zinssenkungen zu reagieren. Kaplan sagte, wenn es um die Zinspolitik der Zentralbanken und das Coronavirus gehe, "ist es zu frĂŒh, um ein Urteil darĂŒber zu fĂ€llen, in welchem VerhĂ€ltnis es zur Geldpolitik stehen könnte", so der Bericht. Die FED werde in den kommenden Wochen weiter die Lage beobachten und entscheiden, ob eine KursĂ€nderung erforderlich sei.

Mittwoch, 26. Februar, 00.10 Uhr: San Francisco ruft wegen Coronavirus "proaktiv" Notstand aus

Die US-WestkĂŒstenmetropole San Francisco hat wegen BefĂŒrchtungen einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den Notstand ausgerufen. Dies sei ein "proaktiver" Schritt, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. "Zwar gibt es unter den Einwohnern von San Francisco noch keine bestĂ€tigten FĂ€lle, aber die globale Lage Ă€ndert sich rasch und wir mĂŒssen die Vorsorge verstĂ€rken", sagte BĂŒrgermeisterin London Breed.

Per NotstandserklÀrung können im Ernstfall rasch Gelder und andere Hilfsmittel mobilisiert werden. In Kalifornien wird bei Naturkatastrophen wie WaldbrÀnden oder Erdbeben oft der Notstand ausgerufen, um Soforthilfe besser zu koordinieren.

In Washington hatte am Dienstag die US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitungsgefahr des neuartigen Coronavirus auch in den Vereinigten Staaten gewarnt. In den USA sind laut CDC bisher 53 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Dienstag, 23 Uhr: Auch Frau des Patienten in DĂŒsseldorf zeigt Symptome

Auch die Ehefrau des Patienten in DĂŒsseldorf werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationĂ€r behandelt. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Die Diagnose, ob sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert habe, stehe noch aus. Der erkrankte Mann hatte nach Angaben des dortigen Landrats Stephan Pusch Kontakt mit einem Bekannten gehabt, der sich geschĂ€ftlich in letzter Zeit in China aufgehalten habe. Das meldete die "Aachener Zeitung". Ob sich dieser Mann auch in Behandlung begeben habe, konnte Pusch zunĂ€chst nicht sagen. Zuerst hatte die "Rheinische Post" ĂŒber den ersten Fall in NRW berichtet.

22.34 Uhr: Corona-Patient in NRW in kritischem Zustand

Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Erkelenz ist nach Behördenangaben kritisch. Wie der Kreis Heinsberg am Dienstagabend mitteilte, war der Mann am Montagmittag mit Symptomen einer schweren LungenentzĂŒndung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Der Mann ist nach dpa-Informationen Mitte 40, leidet aber an einer Vorerkrankung.

Im Kreis Heinsberg bleiben am Mittwoch Schulen, Kitas und die Kreisverwaltung geschlossen, wie ein Sprecher des Landkreises der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zurzeit werde auch noch ĂŒberlegt, den öffentlichen Personennahverkehr auszusetzen. Ein Krisenstab wurde im Landkreis eingerichtet. Man sei in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium in DĂŒsseldorf.

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22.23 Uhr: Schalke verzichtet wohl auf China-Reise

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus voraussichtlich auf seine im Sommer geplante China-Reise verzichten. "Es ist klar, dass China im Moment nicht geht. Wir haben mit unseren Kollegen drĂŒben darĂŒber gesprochen. Die haben gesagt, dass es schön gewesen wĂ€re, wenn wir gekommen wĂ€ren", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Der Revierclub war zuletzt hÀufig in der Sommerpause nach China gereist. In China sind bereits mehr als 2.660 Menschen durch das neuartige Coronavirus Sars CoV-2 ums Leben gekommen, bis zum 25. Februar waren dort 77.658 Menschen infiziert.

21.59 Uhr: Erste Infektion in Nordrhein-Westfalen

Nach Baden-WĂŒrttemberg ist erstmals auch ein Patient in Nordrhein-Westfalen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die Person aus Erkelenz solle nun in die Uniklinik DĂŒsseldorf gebracht werden, bestĂ€tigte ein Sprecher der DĂŒsseldorfer Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend. Wo sich der Patient angesteckt haben könnte, war zunĂ€chst unbekannt. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darĂŒber berichtet.

20.55 Uhr: Baden-WĂŒrttemberg meldet erste Infektion

In Baden-WĂŒrttemberg gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie das baden-wĂŒrttembergische Sozialministerium mitteilt, handelt es sich um einen 25-jĂ€hrigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich vermutlich wĂ€hrend einer Italienreise in Mailand angesteckt hat. Der Patient sei nach seiner RĂŒckkehr mit grippeĂ€hnlichen Symptomen erkrankt und habe Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen. Er solle noch am Dienstagabend in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden.

Gesundheitsminister Manne Lucha (GrĂŒne) breche seinen Urlaub ab und werde am Mittwoch gemeinsam mit Experten ĂŒber den Fall informieren. Er mahnte zur Besonnenheit: "Baden-WĂŒrttemberg hat sich schon frĂŒh auf diesen Fall eingestellt. Alle beteiligten Stellen arbeiten eng und intensiv zusammen", so der Minister. Es werde nun ermittelt, wer mit dem Patienten Kontakt hatte. Enge Kontaktpersonen wĂŒrden zu Hause isoliert und tĂ€glich nach ihrem Gesundheitszustand befragt, teilte das Ministerium weiter mit.

20.12 Uhr: Frankreich meldet zwei neue Infektionen

Frankreich hat zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Bei einem Betroffenen handele es sich um einen Franzosen, der sich zuvor in der italienischen Lombardei aufgehalten habe, sagte Gesundheitsdirektor JĂ©rĂŽme Salomon. Bei der zweiten Person handele es sich um eine junge Chinesin, die Anfang Februar aus China zurĂŒckgekehrt war. Der Gesundheitszustand beider Patienten sei nicht besorgniserregend, so der Gesundheitsdirektor. Sie wĂŒrden in Kliniken behandelt.

In Frankreich hatte es bisher einen Covid-19-Todesfall gegeben – Mitte Februar war ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist gestorben. Elf Menschen galten als geheilt. Mit den neuen FĂ€llen steigt die Zahl der insgesamt in Frankreich gemeldeten Infektionen auf 14.

19.50 Uhr: Gast in QuarantÀne-Hotel: "Einige sind wirklich beunruhigt"

Nach einem positiven Coronavirus-Test ist auf Teneriffa ein Hotel mit etwa 1.000 GĂ€sten abgeriegelt worden. Unter ihnen ist der Deutsche Lars Winkler. Hier schildert er die Lage im H10 Costa Adeje Palace.

19.18 Uhr: Venetien meldet elften Corona-Toten in Italien

In der norditalienischen Region Venetien ist ein weiterer Mensch an dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 76-jÀhrige Frau, die in der Stadt Treviso verstorben sei, teilte die Regionalregierung mit. Damit steigt die Zahl der dem Virus erlegenen Menschen in Italien auf elf.

18.36 Uhr: Grenzen zwischen Italien und NachbarlÀndern bleiben vorerst offen

Ungeachtet der starken Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien sollen die Grenzen zu den NachbarlĂ€ndern vorerst offen bleiben. Dies teilte der italienische Innenminister Roberto Speranza nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Kroatien und der Schweiz mit. Eine Schließung der Grenzen "wĂ€re ein Fehler und unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig".

18.17 Uhr: Österreichs Behörden sperren Hotel in Innsbruck wegen Coronavirus

Nachdem in Tirol ein junges Paar positiv auf das neue Coronavirus getestet worden ist, haben die österreichischen Behörden ein Hotel in Innsbruck abgeriegelt. Die erkrankte Frau soll dort als Rezeptionistin gearbeitet haben, wie die "Kronenzeitung" berichtet.

Demnach sperrte die Polizei das Hotel und den Wohnort der beiden Erkrankten ab. Die beiden 24-JĂ€hrigen stammen aus dem italienischen Bergamo in der stark betroffenen Region Lombardei und waren laut "Kronenzeitung" mit dem Auto nach Innsbruck gereist.

17.18 Uhr: WHO fordert Vorbereitungen auf Ausbruch weltweit

Die WHO drÀngt LÀnder weltweit zur Vorbereitung auf einen Corona-Ausbruch. Die jeweiligen Behörden sollten bei einem Auftreten der Krankheit rasch reagieren können, sagt der Chef der gemeinsamen Corona-Einsatzgruppe der WHO und Chinas, Bruce Aylward.

Krankenhausbetten und Isolierstationen sowie BeatmungsgerĂ€te fĂŒr schwere FĂ€lle mĂŒssten einsatzbereit sein. Aylward lobte nach seiner RĂŒckkehr aus China die dortigen Behörden: Ihre "extraordinĂ€re Mobilisierung" zeige, dass ein energisches Vorgehen die Ausbreitung der Krankheit eindĂ€mmen könne. "China weiß, wie Menschen am Leben erhalten werden."

17.11 Uhr: Zweiter Coronavirus-Fall auf Teneriffa

Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ist ein zweiter Coronavirus-Fall bekannt geworden. Die Ehefrau des mit SARS-CoV-2 infizierten italienischen Touristen sei ebenfalls positiv getestet worden, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Beide Patienten liegen isoliert in einem Krankenhaus auf der Kanareninsel.

Das Hotel, in dem das Ehepaar fast eine Woche lang Urlaub gemacht hatte, steht seit dem Morgen unter QuarantĂ€ne. Etwa 1.000 Menschen in dem GebĂ€ude sind betroffen. Insgesamt sind nun fĂŒnf Covid-19-FĂ€lle in Spanien bestĂ€tigt worden.

16.23 Uhr: Bayern will Italien-Reisende ĂŒber Coronavirus informieren

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in Italien will die bayerische Landesregierung Reisende so gut wie möglich aufklĂ€ren. In den Faschingsferien seien derzeit viele Menschen in Italien und kĂ€men per Flugzeug, Bus oder mit dem Auto zurĂŒck, so Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach einem Treffen mit Vertretern anderer Ministerien. So solle vermehrt in ZĂŒgen informiert werden, sagte Huml. Es sei ganz wichtig, "dass wir diejenigen, die betroffen sein könnten, erreichen". Das Infomaterial, das bisher stark auf China – als Ursprungsland der Epidemie – ausgelegt sei, solle aktualisiert werden. So habe das Robert Koch-Institut neue Risikogebiete benannt.

Von den 14 bisher in Bayern bekannten Coronavirus-FĂ€llen sollte der vorletzte am Dienstag entlassen werden, sagte Huml. Neue FĂ€lle gebe es nicht, und der Ausbruch rund um den Autozulieferer Webasto sei gut eingegrenzt worden. Mit Blick auf die aktuelle Lage in Italien sagte sie: "Es ist natĂŒrlich ein anderes, flĂ€chigeres Vorgehen notwendig." Über weitergehende Maßnahmen sagte sie: "An dem Punkt sind wir im Moment noch nicht." Denkbar sei aber, im Zweifelsfall etwa einzelne Schulen oder KindergĂ€rten zu schließen – wie es jetzt schon bei der Grippe gemacht wird. Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, mĂŒssten unter UmstĂ€nden auch Festveranstaltungen abgesagt werden.

Andreas Zapf, der PrĂ€sident des Landesamts fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sagte, jeder mĂŒsse eigenverantwortlich ĂŒberlegen, ob er nach Italien reist. Ansonsten gelte: "Auf der einen Seite sorgfĂ€ltig sein, auf der anderen Seite aber nicht panisch reagieren." Das Ansteckungsrisiko in Bayern sei minimal. Die Menschen sollten sich sorgsam verhalten und Hygieneregeln einhalten.

16.19 Uhr: Coronavirus in Barcelona – erster Fall auf spanischem Festland

Das neuartige Coronavirus ist jetzt auch auf dem spanischen Festland angekommen. In Barcelona wurde eine Frau nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Sie soll ihren Wohnsitz in Barcelona haben und kĂŒrzlich von einer Reise nach Norditalien zurĂŒckgekehrt sein, wo das Virus sich besonders stark ausgebreitet hat, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". Es handelt sich um den vierten bestĂ€tigten Coronavirus-Fall in Spanien.

In den vergangenen Wochen waren ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera und ein Brite auf Mallorca positiv getestet worden. Derzeit liegt ein an Covid-19 erkrankter Italiener auf Teneriffa isoliert in einem Krankenhaus. Das Hotel, in dem der 69-JÀhrige zuvor gewohnt hatte, wurde unter QuarantÀne gestellt. Die mehr als 1.000 GÀste sollen alle untersucht werden.

15.15 Uhr: "Deutschlands KrankenhÀuser sind auf das Coronavirus gut vorbereitet"

Mit der steigenden Anzahl von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien wÀchst auch in Deutschland die Sorge vor einem unkontrollierbaren Ausbruch. Wie gut das deutsche Gesundheitssystem darauf vorbereitet wÀre und warum die Gefahr einer Pandemie real ist, erklÀrt der Infektiologe Stefan Moritz im Interview mit t-online.de.

13.51 Uhr: Zwei Menschen in Österreich infiziert

Im österreichischen Bundesland Tirol sind zwei Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das erklĂ€rte Landeschef GĂŒnther Platter gegenĂŒber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Es sind die ersten Covid-19-Patienten in der Alpenrepublik.

Eine betroffene Person stamme offenbar aus der Lombardei. Noch sei unklar, wo sich die beiden Menschen angesteckt hÀtten. Die beiden 24-JÀhrigen seien nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert. Tests auf den Erreger seien positiv ausgefallen.

Auch in der Schweiz ist am Dienstag erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestĂ€tigt worden. Der Fall ereignete sich im Kanton Tessin. Das teilte das Bundesamt fĂŒr Gesundheit mit. NĂ€here Informationen kĂŒndigte das Amt fĂŒr den spĂ€ten Nachmittag an. Am Montag hatte Innenminister Alain Berset gesagt, das Land sei gut vorbereitet. Maßnahmen wie ReisebeschrĂ€nkungen wurden nicht ergriffen. Der Kanton Tessin ragt in die italienische Lombardei hinein, wo mehrere FĂ€lle aufgetreten sind.

13.43 Uhr: Irans Coronavirus-Beauftragter erkrankt selbst an Covid-19

Im Iran hat sich auch der stellvertretende Gesundheitsminister des Landes mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Vize-Minister Iradsch Harirtschi sei positiv auf das neuartige Virus getestet worden, teilte einer seiner Berater am Dienstag im Online-Dienst Twitter mit. Bei einer Pressekonferenz am Montag hatte der Vize-Minister zwischendurch gehustet und schien zu schwitzen.

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Harirtschi habe an "vorderster Front" gegen die Epidemie gekĂ€mpft, hieß es weiter in der Twitter-Botschaft. Bei der Pressekonferenz hatte der Vize-Minister VorwĂŒrfe eines Abgeordneten zurĂŒckgewiesen, die Regierung verschleiere das wahre Ausmaß der Epidemie. Die von dem Abgeordneten genannte Zahl von 50 TodesfĂ€llen infolge der Lungenkrankheit Covid-19 dementierte Harirtschi. Nach offiziellen Angaben haben sich im Iran bisher 95 Menschen infiziert, 15 Menschen starben an Covid-19. Sollten diese Zahlen zutreffen, so wĂ€re die Sterblichkeitsrate ungewöhnlich hoch. Ausgangspunkt fĂŒr die Verbreitung der Krankheit war die zentraliranische Stadt Kom.

In einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft Ă€ußerte sich Harirtschi zuversichtlich: "Seien Sie versichert, dass wir Coroana besiegen werden. Ich sage es aus ganzem Herzen. Geben Sie auf sich Acht. Dies ist ein demokratischer Virus, der weder Arme noch Reiche kennt."

12.03 Uhr: Hunderte dĂŒrfen Hotel auf Teneriffa wegen Coronavirus nicht verlassen

Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls bei einem Arzt aus Italien dĂŒrfen auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa hunderte GĂ€ste vorerst ihr Hotel nicht verlassen. Das Hotel sei unter "sanitĂ€re Kontrolle", nicht aber unter QuarantĂ€ne gestellt worden, sagte eine Sprecherin der örtlichen Gesundheitsbehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Verdachtsfall handelt es sich demnach um einen italienischen Urlauber, der selbst Arzt ist und in dem Hotel gewohnt hatte. "Wir können vom Fenster aus SicherheitskrĂ€fte vor dem Hotel und rund 50 Hotelangestellte sehen", sagte der britische Urlauber Christopher Betts in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die GĂ€ste hĂ€tten bislang keine Informationen erhalten.

GĂ€ste des Hotels "H10 Costa Adeje Palace", Foto vom 23. Februar. Auf der Kanareninsel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Die GĂ€ste des Hotels, in dem er ĂŒbernachtet hat, stehen unter QuarantĂ€ne.
GĂ€ste des Hotels "H10 Costa Adeje Palace", Foto vom 23. Februar. Auf der Kanareninsel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Die GĂ€ste des Hotels, in dem er ĂŒbernachtet hat, stehen unter QuarantĂ€ne. (Quelle: dpa-bilder)

Weitere Informationen dazu finden Sie HIER.

10.21 Uhr: Ausbreitung auch nach SĂŒditalien

Das Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich in Italien offenbar weiter aus – auch weit in den SĂŒden. Auf Sizilien gibt es den ersten Fall. Eine Frau aus Bergamo in der nördlichen, besonders betroffenen Region Lombardei sei in Palermo positiv getestet worden, erklĂ€rte RegionalprĂ€sident Nello Musumeci. Das Ergebnis sei nun nach Rom geschickt worden fĂŒr eine weitere BestĂ€tigung. Die Frau sei als Touristin mit einer Gruppe unterwegs gewesen. Italienische Medien meldeten zudem einen ersten Fall in der Toskana.

Außerdem meldete SĂŒdtirol den ersten wahrscheinlichen Fall. Bei einem Mann aus Terlan sei der zweite Test positiv gewesen, erklĂ€rte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Eine dritter Test soll den Fall nun endgĂŒltig bestĂ€tigen. Der Mann war zuvor in der Lombardei – dem Brandherd des Virusausbruchs.

Außerdem betroffen sind Venetien, Emilia-Romagna, Piemont und die Region Latium.

9.51 Uhr: Italiens Regierungschef sieht Mitschuld fĂŒr Ausbreitung bei Klinik

Die Ausbreitung des gefĂ€hrlichen neuartigen Coronavirus in Norditalien ist nach Angaben von Regierungschef Giuseppe Conte auch auf den fehlerhaften Umgang eines Krankenhauses mit dem Erreger zurĂŒckzufĂŒhren. Eine Klinik habe die Vorschriften nicht eingehalten, dort habe es "ungerechtfertigte AlleingĂ€nge" gegeben, sagte Conte am Montagabend im italienischen Fernsehen. NĂ€here Angaben zu dem Krankenhaus machte er nicht.

Italien ist binnen kurzer Zeit zum grĂ¶ĂŸten Herd des neuartigen Coronavirus in Europa geworden. Dort wurde bislang bei knapp 230 Menschen eine Infektion mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 nachgewiesen, sieben Infizierte starben bereits. Die meisten Infektionen wurden in der nördlichen Region Lombardei verzeichnet.

9.33 Uhr: Mannschafts-WM im Tischtennis verschoben

Nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat der Tischtennis-Weltverband ITTF die fĂŒr Ende MĂ€rz geplante Mannschafts-WM in SĂŒdkorea verschoben. Eigentlich sollte das Turnier vom 22. bis 29. MĂ€rz in der Hafenstadt Busan stattfinden.

Jetzt will die ITTF in den kommenden Wochen "die Situation beobachten" und danach entscheiden, ob die Weltmeisterschaften eventuell an einem eigens reservierten Ausweichtermin in der Zeit vom 21. bis 28. Juni stattfinden können. "Die Gesundheit und die Sicherheit von Spielern, Offiziellen und Fans haben oberste PrioritĂ€t", heißt es in einer Mitteilung der ITTF.

In Busan waren am vergangenen Freitag erste FĂ€lle des neuartigen Coronavirus bestĂ€tigt worden. Der Weltverband hielt daraufhin am Wochenende ein "Notfalltreffen" mit Vertretern der Stadt und des sĂŒdkoreanischen Verbandes KTTA ab.

9.03 Uhr: Spielabsagen in Japan – Fußball-Fans dĂŒrfen nicht singen

Die japanische Fußball-Liga hat aus Sorge vor dem neuen Coronavirus mehrere Spiele abgesagt. Wie die J-League bekannt gab, wurden sieben an diesem Mittwoch geplante Spiele beim YBC Levain Cup verschoben. Möglicherweise werden auch weitere fĂŒr Freitag und Sonntag geplante Begegnungen abgesagt, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete. Da das Gesundheitsministerium trotz der Ausbreitung des Virus bislang Veranstaltungen im Freien erlaubt, hatten die erste und zweite Liga die neue Saison wie geplant am Wochenende eröffnet.

Einzelne Klubs haben jedoch unabhĂ€ngig vom Kurs der Regierung ihre eigenen Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. So werden Zuschauer gebeten, Masken zu tragen. Zudem werden Desinfektionsmittel in den Stadien bereitgestellt. Der frĂŒhere Klub von Lukas Podolski, Vissel Kobe, ging laut Kyodo sogar soweit, dass Zuschauer angehalten sind, im Stadium nicht zu singen.

Unterdessen meldet Japan, das in 150 Tagen die Olympischen Spiele in Tokio ausrichten will, einen weiteren Anstieg der Infektionen mit dem neuen Coronavirus im Land auf 851. Davon entfallen allerdings 691 FĂ€lle allein auf Passagiere und Crewmitglieder eines Kreuzfahrtschiffes.

8.29 Uhr: Arbeiten an "Mission: Impossible VII" ausgesetzt

Wegen des Coronavirus sind geplante Dreharbeiten in Venedig fĂŒr den siebten Kinofilm der Action-Reihe "Mission: Impossible" ausgesetzt worden. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme fĂŒr die Crew, teilte die Produktionsgesellschaft Paramount Pictures mit. Auch werde damit das Anliegen der örtlichen Behörden berĂŒcksichtigt, Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit möglichst nicht stattfinden zu lassen.

Die Dreharbeiten in der Lagunenstadt sollten demnach drei Wochen lang dauern. Laut Paramount reiste Hauptdarsteller Tom Cruise noch nicht nach Italien. Jenen Crew-Mitgliedern, die sich bereits dort aufhielten, sei die vorlÀufige Heimkehr erlaubt worden. "Mission: Impossible VII" soll im Juli 2021 in den Kinos starten.

7.39 Uhr: Japan ruft zu Heim- und Schichtarbeit auf

Die japanische Regierung ruft die heimischen Unternehmen dazu auf, den BeschÀftigten nach Möglichkeit Heimarbeit und Schichtarbeit zu empfehlen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus aufgehalten werden.

7.12 Uhr: Gesundheitsminister beraten ĂŒber Ausbreitung in Italien

Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berĂ€t die italienische Regierung an diesem Dienstag mit den NachbarlĂ€ndern und Deutschland die Lage. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reist dazu nach Rom. An dem Treffen am Nachmittag sollen neben dem Gastgeber zudem seine Amtskollegen aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich teilnehmen.

6 Uhr: Trump-Regierung plant Haushaltsetat zur BekÀmpfung des Virus

Die US-Regierung fordert vom Kongress 2,5 Milliarden Dollar zur BekĂ€mpfung des Virus, darunter mehr als eine Milliarde fĂŒr die Entwicklung eines Impfstoffes. "Die Trump-Regierung nimmt die Ausbreitung der Covid-19 Coronavirus-Krankheit weiterhin sehr ernst. Am Dienstag ĂŒbermittelt die Regierung dem Kongress einen zusĂ€tzlichen Finanzierungsplan in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar, um die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, die Vorbereitungs- und ReaktionsaktivitĂ€ten zu unterstĂŒtzen und dringend benötigte AusrĂŒstung und VorrĂ€te zu beschaffen", sagt Rachel Semmel, eine Sprecherin des Finanzhaushaltes des Weißen Hauses.

Von dem Antrag in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar stellen 1,5 Milliarden Dollar neue Fördergelder dar. Der Rest wĂŒrde aus Mitteln kommen, die bereits vom Kongress budgetiert sind, wie zum Beispiel ungenutzte Mittel zur BekĂ€mpfung des Ebola-Virus. Die Regierung benötigt die Zustimmung des Kongresses, um diese Gelder umzuleiten. Die Demokratin Nita Lowey, Vorsitzende des Bewilligungsausschusses des ReprĂ€sentantenhauses, sagt, der Finanzierungsantrag sei "völlig unzureichend, um die Amerikaner vor dem Ausbruch des tödlichen Coronavirus zu schĂŒtzen".

3 Uhr: Auch SĂŒdkorea meldet weiteren starken Anstieg von Virus-Kranken

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen ist in SĂŒdkorea erneut stark gestiegen. Über die Nacht seien 60 neue FĂ€lle hinzugekommen, teilten die Zentren fĂŒr Krankheitskontrolle und PrĂ€vention mit. Damit sind in dem Land bisher 893 Infizierungen nachgewiesen worden. Auch wurde ein weiterer Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet, die Zahl kletterte damit auf acht.

Die Mehrzahl der neuen FĂ€lle in SĂŒdkorea konzentriert sich erneut auf die Millionenstadt Daegu und die Provinz Nord-Gyeongsang im SĂŒdosten des Landes. Die Regierung prĂŒfe derzeit "maximale QuarantĂ€nemaßnahmen" fĂŒr die Region einschließlich einer EinschrĂ€nkung der Bewegungen fĂŒr Menschen, wurde ein Sprecher der regierenden Demokratischen Partei von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Daegu und die unweit davon liegende Stadt Cheongdo waren am Freitag zu speziellen Kontrollzonen erklĂ€rt worden.

Die grĂ¶ĂŸte HĂ€ufung von InfizierungsfĂ€llen gibt es unter AnhĂ€ngern der in Daegu stark vertretenen christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu. Mehr als die HĂ€lfte aller FĂ€lle im Land entfĂ€llt auf Mitglieder der Sekte. Die Behörden untersuchen, ob die Infektionen möglicherweise von einem sogenannten Superverbreiter ausgingen.

Zudem wurden mehr als 100 Patienten und medizinisches Personal eines Krankenhauses in Cheongdo positiv auf das Virus getestet. Die stark betroffene psychiatrische Abteilung wurde unter Gruppenisolierung gestellt. Untersucht werden auch mögliche Übertragungswege des Virus zwischen Sektenmitgliedern und der Klinik. Die Behörden gehen davon aus, dass Sektenmitglieder vor einigen Wochen an einem Trauerzeremoniell teilgenommen haben, das in einer Halle der Klinik fĂŒr den verstorbenen Bruder des SektenfĂŒhrers Lee Man Hee abgehalten wurde.

01.52 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in China steigt weiter an

Die Zahl der Viruserkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 508 an. Am Vortag hatte es 409 neue FÀlle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.658. Die Zahl der Toten steigt um 71, nach 150 am Tag zuvor. Allein in der Provinz Hubei sind 68 der 71 Toten gemeldet und 499 der insgesamt 508 Neuerkrankungen. Insgesamt starben damit bislang 2.663 Menschen in China an den Virusfolgen.

1 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall in Spanien

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben einen neuen Coronavirus-Fall im Land diagnostiziert. Auf der Kanareninsel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Virus getestet worden, berichtete das Fernsehen in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden. Bei dem Mann handle es sich nach Informationen des Senders RTVE um einen 69-JÀhrigen aus der Lombardei, das im Moment am stÀrksten von dem Virus betroffene Gebiet in Norditalien.

Zuvor war bereits ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera positiv getestet worden. Der Mann ist inzwischen entlassen.

Auf dem Festland wurde nach RTVE-Angaben in Valladolid ein junger Mann untersucht, der vor Kurzem "mit Symptomen einer Atemwegsinfektion" aus Mailand zurĂŒckgekommen sei. Ein Untersuchungsergebnis stehe noch aus.

Dienstag, 25. Februar, 00.23 Uhr: NRW auf möglichen Ausbruch des Virus "gut vorbereitet"

Nach dem Corona-Ausbruch in Italien rechnet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann einem Zeitungsbericht zufolge auch mit Infektionen in Nordrhein-Westfalen. "Mit einem Import von einzelnen FĂ€llen auch nach Nordrhein-Westfalen muss gerechnet werden", sagte Laumann der DĂŒsseldorfer Zeitung "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

Die Gefahr fĂŒr die Gesundheit der Bevölkerung bleibe aber derzeit weiterhin gering.‎ "Wenn ein Fall oder mehrere FĂ€lle im Land auftreten sollte, sind wir gut darauf vorbereitet", so Laumann weiter. Das Ministerium verweist darauf, dass es in NRW-KrankenhĂ€usern rund 1.900 Isolierbetten der Kategorie B gebe. Hier könnten Covid-19-Patienten versorgt werden.

Der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, sagte dem Blatt: "Die Apotheken sind gut auf einen Ausbruch des Corona-Virus vorbereitet. In der Regel haben sie einen Wochenbedarf an Medikamenten vorrĂ€tig, Antibiotika sind fĂŒr mehr als einen Monat vorrĂ€tig." Mundschutz sei dagegen kaum noch zu bekommen. Die gĂŒnstigen und wenig wirksamen Masken seien nahezu vergriffen. Die teuren und wirksameren Masken, die rund zehn Euro pro StĂŒck kosten, wĂŒrden von den Herstellern kontingentiert.

24. Februar, 21.15 Uhr: Verdacht auf Coronavirus bei Kölner Italien-Tourist

In Köln wird seit Montag ein Italien-RĂŒckkehrer in einem Krankenhaus unter Verdacht auf das Coronavirus behandelt. Der Mann war laut einer Mitteilung der Stadt vom Rettungsdienst der Feuerwehr zunĂ€chst an eine medizinische Notfallpraxis verwiesen worden. Der Grund: Der Mann war aus der Lombardei nach Köln zurĂŒckgekehrt, der Stadt sei aber nicht klar gewesen, dass die Region vom Robert Koch-Institut als Covid-19-Risikogebiet ausgewiesen worden war.

Der Patient klage aktuell ĂŒber Fieber, teilte die Stadt mit. Dass die Lombardei seit Sonntag "Risikogebiet" sei, habe das RKI auf seiner Internetstartseite nicht mitgeteilt – erst auf einer "nachgeschalteten Internetseite" sei diese Information zu finden gewesen, so die Stadt Köln. TatsĂ€chlich habe der diensthabende Amtsarzt aber weiter mit dem Mann in Kontakt gestanden. Um seine Aufnahme im Krankenhaus habe er sich selbst gekĂŒmmert.

20.55 Uhr: Slowakische Regierung: MinisterprÀsident ist nicht an Coronavirus erkrankt

Der slowakische MinisterprĂ€sident Peter Pellegrini ist nach Angaben seiner Sprecherin nicht an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Pellegrini leide an einer LungenentzĂŒndung, "aber das ist alles", sagte seine Sprecherin Patricia Macikova. Zuvor hatten in BrĂŒssel GerĂŒchte ĂŒber eine mögliche Ansteckung des slowakischen Regierungschefs mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 die Runde gemacht.

18.37 Uhr: Blatt: USA will 1 Milliarde Dollar fĂŒr Corona-Nothilfe

Die US-Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge fast eine Milliarde Dollar fĂŒr den Kampf gegen das Coronavirus bereitstellen. Ein entsprechender Nothilfe-Etat zur Nutzung innerhalb des Landes könnte schon in den kommenden Tagen beim Kongress beantragt werden, meldet die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit dem Vorhaben vertraute Personen.

16.15 Uhr: Medienbericht: Siebter Todesfall in Italien

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist einem Medienbericht zufolge ein siebter Mensch gestorben. Bei dem Toten handele es sich um einen 80-jĂ€hrigen Mann, der in der vergangenen Woche nach einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus in der Stadt Lodi eingeliefert worden sei, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ärzte vermuten, dass er sich dort bei einem anderen Patienten angesteckt habe.

14.58 Uhr: Spahn spricht nach Italien von geÀnderter Lage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht nach den FÀllen in Italien von einer geÀnderten Lage. Die Epidemie sei nun in Europa angekommen. Es sei auch möglich, dass sich das Virus in Deutschland ausbreiten werde, sagte Spahn. Deutschland sei aber bestmöglich vorbereitet.

14.56 Uhr: Sechster Toter in Italien befĂŒrchtet

In Italien ist laut einem Bericht des Rundfunksenders RAI ein sechster Mensch im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs ums Leben gekommen.

14.14 Uhr: Experten: Neues Coronavirus kaum noch einzudÀmmen

Britische Mediziner sind sehr skeptisch, ob die weltweite Ausbreitung des neuen Coronavirus noch gestoppt werden kann. "Das Zeitfenster fĂŒr die EindĂ€mmung des Ausbruchs schließt sich nun sehr schnell", zitierte die britische Zeitung "The Telegraph" am Montag Devi Sridhar von der UniversitĂ€t Edinburgh, die zur weltweiten öffentlichen Gesundheit forscht.

Nathalie MacDermott, Expertin fĂŒr Infektionskrankheiten am renommierten King's College in London, nannte vor allem die Situation in Italien, SĂŒdkorea und Iran "sehr besorgniserregend". Dort sei nicht klar, bei wem sich die Menschen infiziert hĂ€tten. Dies weise darauf hin, dass sich die Betroffenen bei Personen angesteckt hĂ€tten, die keine oder kaum Symptome zeigten und nichts von ihrer eigenen Infektion wĂŒssten. Somit könne sich der Erreger schnell ausbreiten, bevor die ersten FĂ€lle ĂŒberhaupt nachgewiesen werden.

"Es ist klar, dass nun alle Voraussetzungen fĂŒr eine Pandemie vorhanden sind", sagte Bharat Pankhania von der UniversitĂ€t Exeter. "Es ist besser ehrlich zu sein und es zu sagen."

13.55 Uhr: Italienisches Flugzeug auf Mauritius blockiert

Nach dem Ausbruch des Coronavirus Covid-19 in Italien wurde auf Mauritius ein italienisches Flugzeug blockiert. Die Fluggesellschaft Alitalia erklĂ€rte am Montag, 40 Passagiere aus der Lombardei und aus Venetien seien aufgefordert worden, nach dem Aussteigen in lokale QuarantĂ€ne in dem Inselstaat zu gehen. Da sie dies abgelehnt hĂ€tten, wĂŒrden sie nun wieder nach Italien gebracht. An Bord der Maschine von Rom nach Mauritius seien 212 Reisende gewesen. Keiner an Bord hĂ€tte Symptome gezeigt, die auf das Virus hindeuten wĂŒrden.

In Venetien und in der Lombardei war in den letzten Tagen die Zahl der Infizierten rasant angestiegen. Das Außenministerium in Rom erklĂ€rte, die Lage werde verfolgt. Die Behörden stĂŒnden im stĂ€ndigen Kontakt mit Alitalia und der Botschaft in Pretoria (SĂŒdafrika), um die Versorgung der Passagiere zu garantieren.

13.30 Uhr: Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Die deutsche Industrie fordert die Bundesregierung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zum Handeln auf. "Neben dem Gesundheitsschutz muss die Politik ab sofort das wirtschaftliche Krisenmanagement in den Fokus nehmen", sagt der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang. Die Auswirkungen des Virus seien in Ausmaß und Dauer derzeit nicht einzuschĂ€tzen.

13.18 Uhr: Über 3.000 Infizierte im chinesischen Gesundheitswesen

Mehr als 3.000 Mitarbeiter im chinesischen Gesundheitswesen haben sich nach Angaben der Behörden inzwischen mit dem Coronavirus angesteckt. Die meisten FĂ€lle gebe es in der besonders betroffenen Provinz Hubei, vermutlich weil es an SchutzausrĂŒstung mangle oder aus Erschöpfung.

13.07 Uhr: FĂŒnfter Toter in Italien

In Italien hat der fĂŒnfte Coronavirus-Infizierte sein Leben verloren. Der 88-JĂ€hrige sei in der Lombardei verstorben, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Montag in Rom. Die Zahl der gemeldeten Infizierten stieg auf 219. Die Lombardei ist die am stĂ€rksten betroffene Region in Italien. Borreli warnte vor Panikmache - auch im Ausland. "Unser Land ist sicher, und man kann beruhigt hierher kommen." Alle Toten in Italien waren Ă€ltere Menschen, teils auch mit Vorerkrankungen. 23 Menschen seien auf der Intensivstation.

12.55 Uhr: Erster Coronavirus-Fall im Irak

Der Irak bestĂ€tigt den ersten Coronavirus-Fall in dem Golfstaat. Der Patient stamme aus dem Iran, teilt das Gesundheitsministerium in Bagdad mit. Behörden der fĂŒr Schiiten heiligen Stadt Nadschaf hĂ€tten eine Infektion bei dem Theologiestudenten nachgewiesen. Der Mann sei in den Irak gekommen, bevor GrenzĂŒbergĂ€nge geschlossen und die Einreise von Nicht-Irakern ĂŒber den Iran verboten wurden.

12.40 Uhr: Startverbot fĂŒr auslĂ€ndische LĂ€ufer bei Tel Aviv-Marathon

Israel hat aus Sorge vor einer Verbreitung des Coronavirus LĂ€ufern aus dem Ausland die Teilnahme am Marathon in Tel Aviv untersagt. UrsprĂŒnglich hĂ€tten am Freitag rund 3.000 AuslĂ€nder an der Sportveranstaltung teilnehmen sollen, bestĂ€tigte eine Sprecherin der Stadt Tel Aviv am Montag. Knapp 1.000 LĂ€ufer aus asiatischen LĂ€ndern hĂ€tten bereits abgesagt, weil Israel BĂŒrgern von dort derzeit die Einreise verbiete. Das Gesundheitsministerium habe nun entschieden, auch die Teilnahme von 2.000 weiteren auslĂ€ndischen LĂ€ufern nicht zu erlauben.

Der Marathon in Tel Aviv soll nun allein mit rund 40.000 israelischen Teilnehmern starten. Die auslĂ€ndischen LĂ€ufer erhalten laut Stadtverwaltung ihr Startgeld zurĂŒck. In Israel war am Freitag erstmals ein Mensch positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden.

12.25 Uhr: Bundesregierung plant derzeit keine Grenzschließungen wegen Coronavirus

Auch nach der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens plant die Bundesregierung derzeit keine Grenzschließungen. Entsprechende Überlegungen gebe es im Bundesinnenministerium nicht, sagte ein Ressortsprecher am Montag in Berlin. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, in Deutschland sei es bisher gelungen, Menschen, die mit dem Covid-19-Virus infiziert seien, zu isolieren und zu behandeln. FĂŒr eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland gebe es derzeit keine Anhaltspunkte, sagte der Sprecher unter Berufung auf das Robert Koch-Institut. Die LageeinschĂ€tzung könne sich aber Ă€ndern.

Die Sprecher versicherten, die Lage werde sehr genau beobachtet. Eine Sprecherin des AuswĂ€rtigen Amts verwies auf geĂ€nderte Reisehinweise fĂŒr Italien, nach denen man sich vor einem Reiseantritt gegebenenfalls beim italienischen Gesundheitsministerium unter der Telefonnummer + 39 1500 oder bei der betroffenen Region Lombardei unter 800 894545 informieren solle.

Italien ist aktuell das Land mit den meisten erfassten FĂ€llen in Europa. In der Lombardei stieg die Zahl der Infizierten am Montag auf 165.

12.00 Uhr: Lufthansa fliegt Italien weiter an

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat zunĂ€chst keine Auswirkungen auf den Flugplan der Lufthansa. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Sprecher der Airline am Montag. Aber bislang gebe es keine Änderungen oder Streichungen. Auch an Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Flughafen in Frankfurt war bislang nichts bekannt ĂŒber eingestellte FlĂŒge von und nach Italien, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Die Entscheidung darĂŒber liege aber bei den Behörden oder direkt bei den Fluggesellschaften.

11.10 Uhr: Österreichs Regierung warnt vor Hysterie wegen Coronavirus

Die österreichische Regierung hat vor Panik und Hysterie angesichts des Ausbruchs der neuen Lungenkrankheit Covid-19 im benachbarten Italien gewarnt. "Wir sind nach wie vor in einer sicheren, stabilen Situation", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Montag vor der Tagung von Fachgruppen und dem Einsatzstab. Es bestehe kein Grund zur Panik, bekrĂ€ftigte auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (GrĂŒne). Alle 189 Tests auf das Coronavirus, die bisher in Österreich erfolgt seien, seien negativ. Die Behörden seien international in engem Kontakt.

FĂŒr die Beobachtung der neuen Lungenkrankheit ist es laut Anschober gĂŒnstig, dass die klassische Grippewelle ihren Höhepunkt ĂŒberschritten habe. Als Vorsichtsmaßnahme hatte der Landeschef von KĂ€rnten, Peter Kaiser (SPÖ), am Sonntag vor Reisen ins nahe Norditalien abgeraten. Zwei ZĂŒge aus Italien waren in der Nacht am Brenner vorĂŒbergehend angehalten worden, weil bei zwei Reisenden der Verdacht auf das Coronavirus bestand, der sich aber nicht bestĂ€tigte.

10.30 Uhr: EU plant derzeit keine ReisebeschrÀnkungen wegen Coronavirus

Die EU kĂŒndigt trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Italien vorerst keine ReisebeschrĂ€nkungen an. Man wolle die Reisefreiheit nach dem Schengen-Abkommen derzeit nicht abschaffen, sagte der EU-Krisenbeauftragte Janez Lenarcic am Montag in BrĂŒssel. Allerdings arbeite man an verschiedenen PlĂ€nen zur EindĂ€mmung der Epidemie. Am Sonntagabend hatte Österreich den Zugverkehr ĂŒber den Brenner fĂŒr vier Stunden eingestellt, ihn dann aber wieder aufgenommen. Die Deutsche Bahn meldete am Montagvormittag keine EinschrĂ€nkungen im Passagier- und Frachtverkehr.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, BeschrĂ€nkungen im Reiseverkehr mĂŒssten koordiniert, angemessen sowie wissenschaftlich begrĂŒndet sein. "Derzeit hat die Weltgesundheitsorganisation weder BeschrĂ€nkungen fĂŒr Fracht noch Passagiere empfohlen", sagte sie. Eine Abordnung der Behörde werde am Dienstag nach Italien reisen, um die Lage zu analysieren.

10.00 Uhr: Vierter Toter bei Coronavirus-Ausbruch in Italien

In Italien ist der vierte Mensch nach dem Ausbruch des Coronavirus gestorben. Der 84 Jahre alte Mann sei in einem Krankenhaus in Bergamo ums Leben gekommen, berichtete am Montag die Region Lombardei. Der Mann habe andere Vorerkrankungen gehabt, erklÀrte RegionalprÀsident Attilio Fontana in einem Radiointerview. Die Zahl der Infizierten sei alleine in der Lombardei auf 165 gestiegen - am Vorabend waren es in ganz Italien nach Angaben des Zivilschutzes noch rund 150.

Die Lombardei ist die am stÀrksten betroffene Region in Italien. Fontana sprach sich gegen HamsterkÀufe aus. "Der Wettlauf um Lebensmittel hat keinen Sinn. Die Lieferungen sind gesichert", sagte er. Auf Fotos und Videos waren leergerÀumte Regale in SupermÀrkten in Mailand zu sehen - und lange Schlangen an Kassen.

In der Lombardei wurden zehn Gemeinden in der Provinz Lodi - die sĂŒdlich der Millionenmetropole Mailand liegt - zu Sperrzonen erklĂ€rt. Dort kontrollieren SicherheitskrĂ€fte, wer rein und raus darf. Zudem wurde eine Gemeinde in Venetien abgeriegelt.

9.30 Uhr: China vertagt Nationalen Volkskongress wegen Coronavirus

Wegen der Coronavirus-Epidemie verschiebt China die jĂ€hrliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Über einen neuen Termin fĂŒr das eigentlich im MĂ€rz geplante zehntĂ€gige Treffen entscheide der StĂ€ndige Ausschuss des PolitbĂŒros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem spĂ€teren Zeitpunkt, berichtete der Staatssender CCTV. Es ist demnach die erste Verschiebung des Volkskongresses seit der Kulturrevolution.

8.30 Uhr: Athen trifft erste Maßnahmen wegen Coronavirus in Italien

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Italien hat Griechenland erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem werden seit Montagmorgen die Besatzungen von FĂ€hren, die zwischen Italien und Griechenland pendeln, informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden mĂŒssen, damit mögliche VerdachtsfĂ€lle rasch isoliert werden. Dies berichtete am Montag der griechische Staatsrundfunk.

Bereits am Vorabend hatte Athen alle kĂŒnftigen Klassenfahrten nach Italien verboten. Die SchĂŒler von zehn Schulen, die sich zurzeit in Italien befinden, sollten zurĂŒck nach Griechenland kommen, teilte das Ministerium mit. "Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung", erklĂ€rte die griechische Bildungsministerin Niki Kerameos im griechischen Fernsehsender Open am Montagmorgen. In Griechenland sind bislang keine CoronavirusfĂ€lle erfasst.

8.20 Uhr: WHO-Experten erstmals seit Ausbruch von Covid-19 in Wuhan

Erstmals seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China haben Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die schwer betroffene Millionenmetropole Wuhan besucht. Eine von der WHO angefĂŒhrte internationale Expertengruppe habe zwei KrankenhĂ€user besichtigt, teilte die Nationale Gesundheitskommission in China am Montag mit. Eine der Kliniken sei provisorisch in einem Sportzentrum eingerichtet worden.

Der Besuch der WHO in Wuhan war der erste seit Ausbruch des Virus Ende vergangenen Jahres, ĂŒber den die chinesischen Behörden berichteten. Die Expertengruppe traf demnach auch den Chef der chinesischen Gesundheitskommission, Ma Xiaowei, und andere Verantwortliche des Seuchenschutzes der Provinz Hubei, in der Wuhan liegt. Die WHO-Vertreter waren den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche in China eingetroffen, um der Volksrepublik bei der Erforschung des Virus zur Seite zu stehen.

Die Elf-Millionen-Einwohner-Stadt Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Epidemie. Sie wurde vor einem Monat von den Behörden weitgehend abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung einzudÀmmen. Inzwischen wurden die drakonischen ReisebeschrÀnkungen dort etwas gelockert.

An der Lungenkrankheit Covid-19 starben in China bislang mehr als 2500 Menschen, die meisten davon in Wuhan. In der Volksrepublik sind mehr als 77.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Auch in mindestens zwei Dutzend anderen LÀndern gibt es Erkrankungs- und TodesfÀlle. Am Montag wurden erste Infektionen aus Kuwait und Bahrain gemeldet.

7.15 Uhr: Österreichische Bahn: Keine EinschrĂ€nkungen mehr im Bahnverkehr

Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs ĂŒber den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine EinschrĂ€nkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach MĂŒnchen gestoppt worden. Der Eurocity konnte um kurz vor Mitternacht weiterfahren, nachdem Entwarnung gegeben wurde.

Der Verkehr auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollte nun wieder nach Plan laufen, wie ein ÖBB-Sprecher am Montagmorgen sagte. Auch die Deutsche Bahn ging davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien am Montag planmĂ€ĂŸig verlĂ€uft.

4.27 Uhr: 409 weitere Erkrankungen, 150 Tote in China

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 409 an. Am Vortag hatte es 648 neue FÀlle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.150. Die Zahl der Toten steigt um 150, nach 97 am Samstag. Insgesamt starben damit bislang 2592 Menschen an den Virus-Folgen. Allein in der Provinz Hubei sind 149 der 150 Toten gemeldet und 398 der insgesamt 409 Neuerkrankungen.

3 Uhr: Chinesische Provinzen fahren NotfallplĂ€ne zurĂŒck

Vier chinesische Provinzen – Yunnan, Guangdong, Shanxi und Guizhou – fahren ihre Notfallmaßnahmen fĂŒr das Coronavirus zurĂŒck. Die örtlichen Gesundheitskommissionen teilten mit, dass Yunnan und Guizhou ihre Sofortmaßnahmen von Stufe I auf Stufe III senken wĂŒrden, wĂ€hrend Guangdong und Shanxi ihre Maßnahmen auf Stufe II herabstufen wĂŒrden. China verfĂŒgt ĂŒber ein vierstufiges Reaktionssystem fĂŒr öffentliche GesundheitsnotfĂ€lle. Es legt fest, welche Maßnahmen anzuwenden sind, wobei die Stufe I die schwerwiegendsten Maßnahmen bei einem Gesundheitsnotstand darstellt.

2.49 Uhr: 161 neue Infektionen in SĂŒdkorea

SĂŒdkorea meldete 161 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Land auf 763. Ein Erkrankter sei an den Folgen des Virus gestorben, womit die Zahl der Todesopfer in SĂŒdkorea auf sieben steigt.

2.24 Uhr: Trump will Erkrankte doch nicht in Alabama unterbringen

US-PrĂ€sident Trump will die am Coronavirus erkrankten US-Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" nun doch nicht wie ursprĂŒnglich angedacht in einer Bundeseinrichtung in Alabama unterbringen. "Ich habe gerade mit dem PrĂ€sidenten telefoniert. Er sagte mir, dass seine Regierung keine mit dem Coronavirus infizierten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess nach Anniston, Alabama, schicken wird. Danke, Trump, dass Sie mit uns zusammengearbeitet haben, um die Sicherheit aller Einwohner zu gewĂ€hrleisten", erklĂ€rte Senator Richard Shelby auf Twitter. Es bleibt zunĂ€chst unklar, wo die Patienten stattdessen unter QuarantĂ€ne gestellt werden sollen. Das Weiße Haus war nicht sofort fĂŒr eine Stellungnahme erreichbar.

2.20 Uhr: Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in MĂŒnchen angekommen

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity ist mit mehrstĂŒndiger VerspĂ€tung am frĂŒhen Montagmorgen in MĂŒnchen angekommen. Zahlreiche Passagiere – vereinzelt mit Gesichtsmasken, verließen den aus Venedig eingetroffenen Zug am Hauptbahnhof.

Montag, 24. Februar, 00.10 Uhr: Deutsche Bahn: Zugverkehr mit Italien am Montag wieder planmĂ€ĂŸig

Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien an diesem Montag wieder planmĂ€ĂŸig verlĂ€uft. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Sonntagabend in Berlin. Die Passagiere des Eurocity 86 von Venedig nach MĂŒnchen, der am Sonntagabend aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppt worden war, weil zwei deutsche Frauen an Bord Fieber hatten, seien inzwischen in den Eurocity 1288 eingestiegen. In KĂŒrze könne dieser Zug weiterfahren. Der Eurocity 1288 war ebenfalls am Brenner gestoppt worden, auch er war auf dem Weg von Venedig nach MĂŒnchen. Er werde nun mit einigen Stunden VerspĂ€tung in MĂŒnchen erwartet.

Sonntag, 23. Februar, 21.30 Uhr: Österreich stellt den Zugverkehr ĂŒber den Brenner nach Italien ein

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen sind zwei ZĂŒge auf der zentralen Brenner-Route zwischen Italien und Österreich am Sonntagabend gestoppt worden. Rund 500 Passagiere mussten stundenlang warten, bevor die Behörden in Österreich kurz vor Mitternacht grĂŒnes Licht fĂŒr die Weiterfahrt gaben. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bereits alle Passagiere des Eurocitys (EC) 86 von Venedig nach MĂŒnchen in den nachfolgenden EC 1288 ebenfalls mit dem Ziel MĂŒnchen umgestiegen.

Die österreichischen Behörden hatten darauf bestanden, dass zwei Ärzte an Bord gehen. Ausgelöst wurde der Zwangsstopp durch zwei fiebernde Frauen an Bord, die aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet wurden. Die Bahnpassagiere waren wĂ€hrend der Wartezeit von den ÖBB verpflegt worden.

Die italienische staatliche Eisenbahngesellschaft hatte die ÖBB zuvor ĂŒber die möglichen FĂ€lle informiert. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ein Teil des Zuges isoliert worden. Von der zeitweisen Sperre des Zugverkehrs ĂŒber den Brenner war auch ein Fernzug von Nizza nach Moskau betroffen. Er wurde laut ÖBB ĂŒber eine andere Route umgeleitet. Ein Regionalexpress aus Österreich in Richtung Italien kehrte am Abend um. Der Brenner ist die wichtigste Bahnstrecke von Italien nach Deutschland.

21.20 Uhr: EU-Behörde: Risiko fĂŒr EuropĂ€er niedrig bis moderat

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Italien hĂ€lt die europĂ€ische PrĂ€ventionsbehörde ECDC das Infektionsrisiko fĂŒr EuropĂ€er fĂŒr niedrig bis moderat. Das geht aus einer Risikobewertung hervor, die das ECDC am Abend auf seiner Website veröffentlichte. Das Risiko, dass anderswo in Europa Ă€hnliche Cluster wie in Italien auftreten könnten, werde zurzeit als moderat bis hoch betrachtet. Einmal importiert könne sich das Virus schnell ĂŒbertragen.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon erklÀrte, man rechne damit, dass es in den kommenden Tagen weitere FÀlle in Italien sowie möglicherweise auch in anderen Teilen der EU geben werde. Eine neue Risikobewertung sollte nach Angaben eines Sprechers der in Solna bei Stockholm ansÀssigen EU-Behörde aller Voraussicht nach am Montag veröffentlicht werden.

20.30 Uhr: Österreich stoppt Zug mit VerdachtsfĂ€llen an Grenze

Ein Zug aus Italien ist an der Grenze zu Österreich gestoppt worden, berichtet das Nachrichtenportal "oe24.at". An Bord befĂ€nden sich zwei Personen, bei denen der Verdacht einer Corona-Erkrankung bestehe. Die italienische Staatsbahn habe die österreichische Seite darĂŒber informiert, berichtete das Portal unter Berufung von Innenminister Karl Nehammer. Der Zug befinde sich am Grenzbahnhof des Brennerpasses auf italienischer Seite.

20.20 Uhr: Zahl der Infizierten in Italien steigt

Die Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten Menschen in Italien steigt. Es seien bisher 152 Personen positiv getestet worden, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die meisten Infizierten gibt es in der Lombardei. Es folgen die Regionen Venetien, Emilia-Romagna, Piemont und Latium.

Vom Robert Koch-Institut hieß es in Berlin, Reisende aus italienischen Regionen mit ErkrankungsfĂ€llen, die innerhalb von 14 Tagen nach RĂŒckreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Nach Möglichkeit sollten diese Menschen zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch die HĂ€nde regelmĂ€ĂŸig grĂŒndlich mit Seife zu waschen, wird empfohlen.

18.15 Uhr: Weitere Patientin stirbt in Italien

In Italien ist eine weitere mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Patientin gestorben, sagte der Chef der lombardischen Gesundheitsbehörde, Giulio Gallera, bei einer Pressekonferenz. Die 78-JÀhrige litt bereits unter Krebs, als das Virus bei ihr nachgewiesen wurde. Ob das Coronavirus die Todesursache war, war zunÀchst unklar. In diesem Fall wÀre die Frau das dritte Todesopfer durch den neuartigen Erreger in Italien.

15.30 Uhr: So leben die Menschen in Italiens GeisterstÀdten

Ein rasanter Anstieg von Coronavirus-Erkrankungen hat Italien ĂŒberrumpelt. Mehrere StĂ€dte im Norden des Landes wurden abgeriegelt. Experten fĂŒrchten, dass eine Pandemie nicht mehr zu verhindern ist. Lesen Sie hier mehr.

14.36 Uhr: Drei Tote, fast 700 Infizierte – Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" weiter im Fokus

Von den Crewmitgliedern und Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind weitere 57 positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am spĂ€ten Sonntagabend (Ortszeit). Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser FĂ€lle zĂ€hlt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium einen dritten Todesfall unter den Menschen von Bord der "Diamond Princess" gemeldet. Der Japaner in den 80ern sei einer LungenentzĂŒndung erlegen. Ob er positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, teilte das Ministerium nicht mit, da die Familie nicht ihr EinverstĂ€ndnis gegeben habe, berichteten Medien.

Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige QuarantĂ€ne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden. Bei einer zunĂ€chst negativ auf das neue Coronavirus getesteten japanischen Passagierin des Schiffs war nachtrĂ€glich das Virus SARS-CoV-2 festgestellt worden. Die Regierung hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, die "Diamond Princess" nach Ende der QuarantĂ€ne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, was auf UnverstĂ€ndnis stieß.

12.33 Uhr: SĂŒdkorea ruft höchste Warnstufe aus

Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in SĂŒdkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe fĂŒr Infektionskrankheiten ausgerufen. PrĂ€sident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem BĂŒro bekannt. In einigen Tagen werde ein "kritischer Moment" im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit SARS-CoV-2 in SĂŒdkorea im Verlauf des Tags um 169 auf 602. Die Zahl der TodesfĂ€lle in Verbindung mit dem Erreger habe sich von vier auf sechs erhöht.

12.17 Uhr: Dritter Passagier der "Diamond Princess" in Japan gestorben

In Japan ist mittlerweile der dritte Passagier des unter QuarantÀne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gestorben. Das berichtet der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Es handele sich um einen etwa 80-jÀhrigen Mann. Die "Diamond Princess" liegt im Hafen von Yokohama.

11.51 Uhr: Zahl der Coronavirus-FĂ€lle in Italien steigt auf mehr als hundert

In Italien ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus auf mehr als hundert gestiegen. Allein in der norditalienischen Region Lombardei seien 89 Menschen infiziert, sagte RegionalprÀsident Attilio Fontana am Sonntag dem Fernsehsender SkyTG24. Er forderte "verschÀrfte Kontrollen" an den Grenzen. Am Samstag hatte die Zahl der Infektionen in Italien noch bei 79 gelegen, zwei Menschen starben nach Behördenangaben an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

11.47 Uhr: Karneval in Venedig soll wegen Coronavirus beendet

Der berĂŒhmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der PrĂ€sident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

"Wir mĂŒssen uns drastischen Maßnahmen anpassen", sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zĂ€hle die Absage des Venezianischen Karnevals "und sogar noch mehr".

Mehr Informationen dazu finden Sie HIER.

11.14 Uhr: 180 SchĂŒler in Israel mĂŒssen zwei Wochen in QuarantĂ€ne

Fast 200 israelische Schulkinder mĂŒssen zwei Wochen lang zuhause bleiben, weil sie mit sĂŒdkoreanischen Touristen in Kontakt gekommen sein könnten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Die zweiwöchige QuarantĂ€ne fĂŒr 180 Schulkinder aus insgesamt drei Schulen beginne am Sonntag, teilte das israelische Bildungsministerium mit. Die Anweisung gelte auch fĂŒr 18 Lehrer und einen Aufseher.

10.53 Uhr: Acht Tote und 43 Infizierte im Iran

Im Iran sind bislang acht Menschen infolge des Coronavirus gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium in Teheran mit. Die Zahl der Infizierten sei auf 43 gestiegen.

8.21 Uhr: Viele Neuinfektionen – wieder fast hundert Tote in China

In China sind erneut fast 100 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Covid-19 genannten Krankheit in China auf 2442 gestiegen ist.

Die Zahl neu bestĂ€tigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang mehr als 1500 Infektionen und 19 TodesfĂ€lle bekannt. In SĂŒdkorea und Italien waren die Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 zuletzt sprunghaft gestiegen.

7.40 Uhr: Drei Serie-A-Spiele abgesagt

Die Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens hat zur Absage von drei fĂŒr Sonntag angesetzten Serie-A-Spielen gefĂŒhrt. Die Begegnungen zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo und US Sassuolo Calcio sowie Hellas Verona und Calgliari Calcio können nicht wie geplant stattfinden, da alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und Venetien abgesagt wurden.

Damit wollen die Behörden eine noch weitere Verbreitung des Virus eindÀmmen. In Italien sind mittlerweile 79 Coronavirus-FÀlle bestÀtigt, zwei Menschen sind bislang an den Folgen einer Infektion gestorben.

Samstag, 22. Februar, 16.56 Uhr: Italien schwer betroffen von Covid-19

Es ist der bisher schlimmste bekannte Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa: In Italien ist das Virus inzwischen bei mehr als 50 Menschen nachgewiesen worden, wie die Behörden mitteilten. 39 der Infektionen wurden in der norditalienischen Lombardei erfasst, 12 in Venetien. Der Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-JĂ€hrigen zurĂŒck, der seit Mittwoch schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet wurde. Zwei TodesfĂ€lle wurden mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-JĂ€hrigen aus der Lombardei wurde das Virus posthum nachgewiesen. Die Lungenerkrankung gilt auch bei einem 78-JĂ€hrigen aus Venetien als mutmaßliche Todesursache, wie ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mitteilte.

In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der GeschĂ€fte vorĂŒbergehend geschlossen. Rund 50.000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Maßnahmen vorbereitet, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Italiens MinisterprĂ€sident Giuseppe Conte kam zu KrisengesprĂ€chen mit der Zivilschutzbehörde des Landes zusammen.

12.13 Uhr: Coronavirus-Gefahr in Bayern noch nicht gebannt

Obwohl fast alle der 14 Coronavirus-Patienten in Bayern die Kliniken verlassen haben und es seit mehr als einer Woche keine neue bestĂ€tigte Infektion gab, bleibt die Gefahr nach EinschĂ€tzung von Gesundheitsministerin Melanie Huml bestehen. "Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung – deshalb hat fĂŒr uns der Schutz der Bevölkerung weiterhin oberste PrioritĂ€t", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in MĂŒnchen.

Eine chinesische Mitarbeiterin des Autozulieferers Webasto war im Januar zu einer Schulung in der Firmenzentrale in Gauting. Mit dabei hatte sie - unwissend - das neue Coronavirus. 14 Infektionen mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 zÀhlte das Ministerium seither. Allesamt sind Webasto-Mitarbeiter oder deren Angehörige.

"Ich freue mich auch sehr darĂŒber, dass fast alle der insgesamt 14 Patienten das Krankenhaus wieder verlassen konnten", sagte Huml. FĂŒr die meisten der mehr als 200 Kontaktpersonen sei zudem die QuarantĂ€ne aufgehoben worden. "Aber solange das Coronavirus nicht weltweit unter Kontrolle ist, können wir neue FĂ€lle nicht ausschließen."

10.42 Uhr: Iran setzt Pilgerreisen in den Irak wegen Virus aus

Der Iran setzt Pilgerreisen ins Nachbarland Irak wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Behörde, die die Pilgerreisen beaufsichtigt. Die meisten Infektionen im Iran wurden in der den Schiiten heiligen Stadt Ghom gemeldet. Die Behörden haben dazu aufgerufen, dort auf religiöse Versammlungen zu verzichten.

10.15 Uhr: Zweiter Coronavirus-Patient in Italien gestorben

In Italien ist einem Medienbericht zufolge ein zweiter mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das meldet die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Insider im Gesundheitswesen.

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10.01 Uhr: Virus-Fall in Samsung-Fabrik in SĂŒdkorea bestĂ€tigt

Der Elektronikkonzern Samsung berichtet von einem bestĂ€tigten Infektionsfall in seinem Werk in Gumi in SĂŒdkorea. Die Niederlassung, in der Mobiltelefone hergestellt werden, sei geschlossen worden.

7.07 Uhr: Chinesische Behörden – Inkubationszeit könnte 27 Tage dauern

Die Inkubationszeit könnte nach chinesischen Angaben lĂ€nger sein als die bislang angenommenen zwei Wochen. Ein 70-jĂ€hriger Mann in der Provinz Hubei habe sich mit dem Coronavirus infiziert, aber 27 Tage lang keine Symptome gezeigt, teilt die Provinzregierung mit. Eine lĂ€ngere Dauer von der Ansteckung bis zu den ersten Anzeichen der Krankheit könnte die BemĂŒhungen erschweren, die Epidemie einzudĂ€mmen.

6.30 Uhr: Passagiere von Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Berlin gelandet

Mehrere Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter QuarantÀne stand, sind in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen am Samstagmorgen im militÀrischen Teil des Flughafens Tegel, wie das AuswÀrtige Amt auf Twitter mitteilte.

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Dort sollten sie von einem Amtsarzt im Empfang genommen und untersucht werden. Laut Behörden sollten die RĂŒckkehrer zwei Wochen lang zu Hause isoliert werden. Über die Berliner Passagiere hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag gesagt, diese seien negativ auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden.

5.55 Uhr: Italien meldet ersten Todesfall durch neuartiges Coronavirus

Italien hat den ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jÀhrigen Italiener, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit seit etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden.

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung hatten die Behörden am Freitag bereits in mindestens zehn norditalienischen StĂ€dten die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen GebĂ€uden angeordnet. Auch LebensmittelgeschĂ€fte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens fĂŒr eine Woche geschlossen bleiben, teilte Gesundheitsminister Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer InfektionsfĂ€lle in Norditalien einberufen worden war.

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Virus getestet. Zwei weitere FÀlle waren in der Region Venetien von örtlichen Behörden bestÀtigt worden.

5.38 Uhr: Chinas Zentralbank will die Wirtschaft stĂŒtzen

Chinas Notenbank will die von der Epidemie belastete Wirtschaft des Landes stĂŒtzen. Die People's Bank of China (PBOC) wolle die Marktzinsen senken und fĂŒr ausreichend LiquiditĂ€t sorgen, sagte einer ihrer Vize-Gouverneure staatlichen Medien.

2.17 Uhr: China meldet erneut ĂŒber hundert Virus-Tote und Hunderte Neuinfektionen

Dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 109 Menschen zum Opfer gefallen. Zudem sei die Zahl der neu bestĂ€tigten Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 um 397 auf nun 76 288 FĂ€lle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking am Samstag mit. Die mit Abstand meisten TodesfĂ€lle und Infektionen wurden erneut aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo die Covid-19 genannte Lungenkrankheit ursprĂŒnglich in der Millionenstadt Wuhan ausgebrochen war. Außerhalb des chinesischen Festlands sind bislang 15 Tote und mehr als 1.300 Infektionen bestĂ€tigt worden, 16 davon in Deutschland.

Freitag, 21. Februar, 19.22 Uhr: Coronavirus bricht in Italien aus

Die Zahl nachgewiesener Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in der norditalienischen Lombardei hat sich am Freitagabend um weitere 8 auf 14 erhöht. Das teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit. Betroffen sind demnach auch fĂŒnf Angestellte des Krankenhauses der Kleinstadt Codogno, die sich angesteckt hĂ€tten, als das Virus noch nicht als Ursache der Erkrankung entdeckt war. Ein 38-jĂ€hriger Patient lag am Freitag in ernstem Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses. Zu den bisher positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Menschen in der Lombardei gehört zudem auch die schwangere Frau des Schwerkranken. Mit drei zuvor in Rom erfassten FĂ€llen gibt es nun insgesamt 17 Nachweise in Italien.

13.48 Uhr: Weitere deutsche China-RĂŒckkehrer in Stuttgart gelandet

Die RĂŒckkehrer aus der vom neuen Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei sind in Stuttgart gelandet. Die Maschine mit den 15 Passagieren setzte am am frĂŒhen Nachmittag auf dem Stuttgarter Flughafen auf.

"Allen geht es gut", sagte Stefan Brockmann vom Landesgesundheitsamt Baden-WĂŒrttemberg nach der Landung. Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) sind unter den RĂŒckkehrern vier Familien. Insgesamt handelt es sich demnach um zehn Erwachsene und fĂŒnf Kinder. Das jĂŒngste ist noch kein Jahr alt, das Ă€lteste fĂŒnf. Die RĂŒckkehrer sollen fĂŒr 14 Tage in einem Hotel in Kirchheim/Teck in QuarantĂ€ne bleiben.

13.36 Uhr: Dutzende weitere Covid-19-FĂ€lle in sĂŒdkoreanischer Sekte

In SĂŒdkorea sind dutzende weitere FĂ€lle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus unter den Mitgliedern einer Sekte bestĂ€tigt worden. Wie die fĂŒr die BekĂ€mpfung von Epidemien zustĂ€ndige Behörde des Landes mitteilte, wurden 39 neue InfektionsfĂ€lle bei Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu nachgewiesen. Die offizielle Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Sektenmitglieder stieg damit auf mehr als 80.

Die Verbreitung des Virus in der Sekte ging nach Angaben der Behörden von einer 61-jÀhrigen AnhÀngerin der Religionsgemeinschaft aus, die Virustests zunÀchst verweigert hatte und weiter zu Gottesdiensten gegangen war. Die Shincheonji-Gemeinschaft hat wegen des Virus landesweit ihre Einrichtungen geschlossen.

13.27 Uhr: Zwei weitere Covid-19-Patienten im Iran gestorben

Im Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei weitere Covid-19-Patienten gestorben. "In den letzten Tagen gab es positive Testergebnisse bei 13 weiteren Coronavirus SARS-CoV-2 Patienten und leider sind zwei von ihnen in der Zwischenzeit gestorben", twitterte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahnpur. Schon am Mittwoch waren in Ghom zwei Patienten an der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. In den iranischen Medien wird den BĂŒrgern immer wieder versichert, dass die Lage landesweit unter Kontrolle sei.

6.27 Uhr: China-RĂŒckkehrer werden in Stuttgart un Berlin erwartet

Nach einer neuen europĂ€ischen RĂŒckholaktion aus Wuhan sollen heute in Stuttgart mehr als ein Dutzend Heimkehrer eintreffen. Sie kommen zunĂ€chst mit anderen EuropĂ€ern in einer französischen Maschine nach Paris. Nach ihrer Ankunft am Vormittag auf dem Flughafen Stuttgart sollen die Reisenden zunĂ€chst untersucht und dann in eine QuarantĂ€ne-Station im Landkreis Esslingen gebracht werden. Die RĂŒckkehrer werden vom Deutschen Roten Kreuz betreut.

Sechs Deutsche, die in Yokohama noch auf der "Diamond Princess" waren, fliegen mit anderen EuropĂ€ern in einem italienischen Flugzeug nach Berlin. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio erfuhr, ist der Abflug fĂŒr Freitagmittag geplant. Das Schiff hatte zwei Wochen unter QuarantĂ€ne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv getestet worden und liegt in Japan im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher und seine japanische Frau aus MĂŒnchen wollen noch einige Tage in Tokio bleiben.

3 Uhr: Deutsche von Bord der "Diamond Princess" werden aus Japan ausgeflogen

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug fĂŒr Freitagabend 22 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) geplant.

Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter QuarantĂ€ne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus MĂŒnchen noch einige Tage in Tokio bleiben. Die ĂŒbrigen sechs Passagiere aus Deutschland reisen mit anderen EuropĂ€ern mit dem Flieger aus Italien aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

Unterdessen geht die Ausschiffung der negativ auf das Virus getesteten Passagiere von Bord der "Diamond Princess" weiter. Nachdem an beiden Vortagen zusammen 717 Passagiere das Schiff verlassen hatten, sollten am Freitag weitere rund 450 Menschen von Bord, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete.

2 Uhr: Ausschreitungen vor QuarantÀnestation in der Ukraine

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 haben in der Zentralukraine Anwohner eine Verbindungsstraße zu einer QuarantĂ€nestation blockiert. Dabei sei es zu Rangeleien mit der Polizei gekommen, teilten die Behörden in Poltawa am Donnerstag mit. SpĂ€ter habe es vor dem GebĂ€ude Ausschreitungen gegeben. Mehrere Hundert Polizisten und Demonstranten standen sich auch am Abend noch gegenĂŒber.

Es ist geplant, Dutzende Ukrainer in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew unterzubringen. Sie wurden am Donnerstag neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten. Alle Passagiere mĂŒssen fĂŒr zwei Wochen in QuarantĂ€ne, wie es vom Gesundheitsministerium hieß. ZunĂ€chst war unklar, ob dieser Plan angesichts der Proteste ĂŒberhaupt noch umgesetzt wird. In der Ukraine wurde bisher keine SARS-CoV-2-Infektion gemeldet.

PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich geschockt: "Die Versuche, Straßen, KrankenhĂ€user zu blockieren und BĂŒrger der Ukraine nicht in die Ukraine zu lassen – damit zeigen wir bei weitem nicht die beste Seite unseres Charakters." MinisterprĂ€sident Alexej Gontscharuk flog am Abend von Kiew in das Gebiet Poltawa, um sich ein Bild der Lage zu machen. Auch in westukrainischen StĂ€dten gab es Ă€hnliche Proteste.

2 Uhr: Ermittlungen in Russland – Mann mit durchgeschnittener Kehle

Auch in Russland wachsen die Vorbehalte gegenĂŒber möglichen Patienten mit dem neuartigen Virus. Nahe der Stadt Kursk im Westen des Landes wurde ein Chinese nach Berichten lokaler Medien mit durchgeschnittener Kehle in einem Hostelbett gefunden. Zuvor war der Mann wegen des Verdachts auf die Lungenerkrankung Covid-19 in einem Krankenhaus untersucht, aber als gesund entlassen worden. Die Ermittler wollten einen Zusammenhang zwischen dem Tod und Vorbehalten wegen des Klinikaufenthalts prĂŒfen.

1.50 Uhr: Irak schließt Grenze zum Iran

Aus Furcht vor einem Überschwappen des nun auch im Iran nachgewiesenen Coronavirus hat der Irak seine Grenze zum Nachbarland geschlossen. Iraner dĂŒrften die ÜbergĂ€nge nicht lĂ€nger passieren, und aus der Islamischen Republik einreisende Iraker wĂŒrden den vom Gesundheitsministerium angeordneten PrĂŒfungen unterzogen, teilte die irakische Grenzschutzbehörde am Donnerstag mit. Das Einreiseverbot fĂŒr Iraner soll demnach zunĂ€chst drei Tage lang gelten. Irakischen Medienberichten zufolge setzte die staatliche Fluggesellschaft Iraqi Airways zudem vorerst ihre Verbindungen zu iranischen Zielen aus.

Hintergrund sind zwei auf den Erreger SARS-CoV-2 zurĂŒckgefĂŒhrte TodesfĂ€lle in der iranischen Großstadt Ghom, die am Mittwoch von den Behörden gemeldet wurden – obwohl zuvor keine einzige Infektion im Land erfasst worden war. Bei den Toten soll es sich um zwei Ă€ltere MĂ€nner handeln, die den Angaben zufolge nicht außerhalb ihrer Heimatstadt Ghom gewesen waren. Auch Kontakt zu chinesischen Touristen hatten sie demnach nicht.Alle Schulen und Hochschulen in Ghom wurden vorlĂ€ufig geschlossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Die fast 1,2 Millionen Einwohner der 140 Kilometer sĂŒdlich von Teheran gelegenen Stadt wurden dazu aufgerufen, körperlichen Kontakt zu meiden.

Das genaue Ausmaß möglicher Infektionen im Iran ist unklar. WĂ€hrend das Staatsradio der Bevölkerung versicherte, dass alles unter Kontrolle sei, berief das Innenministerium eine Dringlichkeitssitzung ein. Da am Freitag Parlamentswahlen anstehen, bestand zudem die Sorge, dass Ängste vor dem Virus die Wahlbeteiligung senken könnten.

1 Uhr: China meldet wieder mehr als hundert neue Virus-Tote

An dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben – damit gibt es nun bereits 2.236 gemeldete TodesfĂ€lle in der Volksrepublik. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 auf insgesamt 75.465 FĂ€lle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.

Knapp die HÀlfte der offiziell neu bestÀtigten Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2 genannten Virus wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Der Anstieg fiel den zweiten Tag in Folge niedriger aus, nachdem China erneut die ZÀhlweise in der Statistik geÀndert hatte.

Donnerstag, 20. Februar, 12.32 Uhr: China: Deutlicher RĂŒckgang der Neuerkrankungen

Die chinesischen Behörden haben einen deutlichen RĂŒckgang der neu registrierten Coronavirus-FĂ€lle sowie Erfolge im Kampf gegen die Epidemie vermeldet. In der am stĂ€rksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei wurden nach Angaben der Regierung rund 600 neue FĂ€lle registriert – deutlich weniger als die 1.749 am Vortag gemeldeten Neuerkrankungen und die niedrigste Zahl neuer FĂ€lle seit Ende Januar.

"Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Kontrollmaßnahmen funktionieren", sagte Chinas Außenminister Wang Yi bei einem Treffen der Asean-Staaten in Laos. "Chinas energisches Handeln hat die Verbreitung des Virus in China und in andere Teile der Welt eingedĂ€mmt." Peking verfĂŒge ĂŒber "die FĂ€higkeiten und Entschlossenheit, diesen Ausbruch zu einem frĂŒhen Zeitpunkt zu ĂŒberwinden".

Insgesamt stieg die offizielle Zahl der AnsteckungsfĂ€lle in Festlandchina bis Donnerstag auf rund 74.500. Die offizielle Zahl der in Festlandchina an dem Coronavirus gestorbenen Menschen wuchs bis Donnerstag um 114 auf 2.118. Die meisten der neuen TodesfĂ€lle wurden wie schon bislang in Hubei verzeichnet. Die Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt.

12.16 Uhr: Deutsche Passagiere von Kreuzfahrtschiff kommen nach Berlin

Berlin erwartet am kommenden Wochenende deutsche Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", auf dem das neuartige Coronavirus grassiert. "Voraussichtlich an diesem Samstag wird es eine Landung in Tegel geben, wieder im militÀrischen Teil, weil auch zwei Berlinerinnen und Berliner unter den Passagieren sind", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus. Beide seien negativ auf SARS-CoV-2 getestet. Geplant sei, sie zunÀchst 14 Tage zu Hause zu isolieren. Das Verfahren sei mit allen beteiligten Behörden in Bund und LÀndern abgestimmt. Weitere Details nannte Kalayci nicht.

Vor knapp zwei Wochen waren 20 China-RĂŒckkehrer in Berlin gelandet und im Stadtteil Köpenick unter QuarantĂ€ne gestellt worden. Sie können die QuarantĂ€ne voraussichtlich am kommenden Sonntag verlassen.

10.49 Uhr: Dutzende FĂ€lle von Coronavirus in sĂŒdkoreanischer Sekte

Eine Sekte hat sich zu einer BrutstĂ€tte des neuartigen Coronavirus in SĂŒdkorea entwickelt: Allein 38 Mitglieder der Religionsgemeinschaft Shincheonji Church of Jesus in der Stadt Daegu erkrankten bisher an dem Virus, wie die Behörden mitteilten. Sie steckten sich demnach bei einer 61-jĂ€hrigen AnhĂ€ngerin der Sekte an, die Virustests zunĂ€chst verweigert hatte und weiter zu religiösen Messen gegangen war.

Nach Behördenangaben wurden rund tausend Menschen, die zuvor die gleichen Gottesdienste wie die erkrankte Frau besucht hatten, aufgerufen, sich in eine selbst auferlegte QuarantĂ€ne zu begeben. Die Behörden forderten die Einwohner von Daegu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Die Notaufnahmen aller großen KrankenhĂ€user wurden aus SicherheitsgrĂŒnden geschlossen.

Die Shincheonji-Glaubensgemeinschaft schloss derweil landesweit ihre Einrichtungen. "Wir bedauern zutiefst, dass wegen eines unserer Mitglieder, das seinen Zustand fĂŒr eine ErkĂ€ltung hielt, viele in unserer Kirche infiziert wurden", hieß es in einer ErklĂ€rung.

Die 61-JĂ€hrige hatte Medienberichten zufolge vor ihrer Coronavirus-Diagnose mindestens vier Gottesdienste besucht. Zuvor habe sie ĂŒber Fieber geklagt, sich aber zweimal geweigert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Bislang wurden 37 weitere FĂ€lle innerhalb der örtlichen Shincheonji-Gemeinde bestĂ€tigt, zudem soll die Frau im Krankenhaus einen weiteren Patienten angesteckt haben.

Die AnhĂ€nger der Shincheonji-Bewegung sind der Überzeugung, dass ihr GrĂŒnder Lee Man Hee den Mantel Jesu Christi angelegt hat und am Tag des JĂŒngsten Gerichts 144.000 Menschen mit Leib und Seele in den Himmel mitnehmen wird.

10.38 Uhr: Erstmals Patient in SĂŒdkorea gestorben

Erstmals ist in SĂŒdkorea ein Mensch gestorben, der mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert war. Die betroffene Person sei in einem Krankenhaus in der sĂŒdöstlichen Stadt Cheongdo in Behandlung gewesen, teilten die Zentren fĂŒr Krankheitskontrolle und PrĂ€vention mit. Die genaue Todesursache werde noch untersucht, sagte eine Sprecherin. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, wurde zunĂ€chst nicht bekannt gegeben.

Die Zahl der InfektionsfĂ€lle stieg derweil in SĂŒdkorea innerhalb eines Tages um 53 auf 104. ZunĂ€chst waren am Morgen 31 neue FĂ€lle gemeldet worden. Allein in dieser Woche kamen damit in SĂŒdkorea mehr als 70 bestĂ€tigte Infektionen mit dem Erreger der zuerst in China ausgebrochenen Lungenkrankheit Covid-19 hinzu.

5.29 Uhr: Zwei Passagiere der "Diamond Princess" gestorben

Zwei mit dem Coronavirus infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden "Diamond Princess" weiter.

Bis zum Vortag waren 621 Infektionen unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in KrankenhÀuser. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklÀrt.

Mittwoch, 19. Februar, 15.59 Uhr: China weist Journalisten aus

China weist aus Ärger ĂŒber einen Gastkommentar zum Coronavirus drei auslĂ€ndische Journalisten aus. Den drei Reportern der US-Zeitung "Wall Street Journal" sei die Presseakkreditierung entzogen worden, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Mittwoch. Er verurteilte den Artikel, in dem China als "wahrer kranker Mann Asiens" bezeichnet wird, als "rassistisch" und "reißerisch". Einen Tag zuvor hatte die US-Regierung die Kontrolle chinesischer Staatsmedien in den USA verschĂ€rft, was Peking heftig kritisierte.

Geng kritisierte bei einer Pressekonferenz, dass die Zeitung sich nicht offiziell fĂŒr die Überschrift "China ist der wahre kranke Mann Asiens" entschuldigt habe. Deshalb sei entschieden worden, die Akkreditierungen der drei Journalisten einzuziehen.

Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden der stellvertretende BĂŒrochef Josh Chin und der Reporter Chao Deng, beide US-BĂŒrger, sowie der australische Reporter Philip Wen angewiesen, das Land in fĂŒnf Tagen zu verlassen. Alle drei Reporter arbeiten im Nachrichtenressort der Zeitung, nicht im Meinungsressort, das ĂŒblicherweise fĂŒr GastbeitrĂ€ge zustĂ€ndig ist.

In dem Gastbeitrag von Anfang Februar hatte der US-Professor Walter Russell Mead die erste Reaktion der chinesischen FĂŒhrung auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus kritisiert. Der Artikel verleumde "die BemĂŒhungen der Regierung und des chinesischen Volkes zur BekĂ€mpfung der Epidemie", sagte Geng.

5.24 Uhr: Reederei: "Westerdam"-Passagiere negativ auf Corona getestet

Bei den noch in Kambodscha verbliebenen Passagieren des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei keine weiteren Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die 781 Reisenden seien negativ getestet worden, teilte die Holland America Line am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsministerium des sĂŒdostasiatischen Landes ĂŒber Twitter mit.

Mehrere asiatische LĂ€nder hatten dem Kreuzfahrtschiff aus Sorge vor einer möglichen Einschleppung des Virus SARS-CoV-2 das Anlegen untersagt, obwohl keine FĂ€lle an Bord bekannt waren. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.

Bei einer US-Passagierin der "Westerdam" wurde dann am Wochenende bei der Weiterreise in Malaysia ĂŒberraschend eine Infektion festgestellt. Da waren viele der rund 2.300 Menschen an Bord bereits an Land gegangen. Das Ausschiffen wurde gestoppt. Sowohl Reisende an Bord als auch in einem Hotel in der Hauptstadt Phnom Penh wurden getestet. Auch 57 deutsche Urlauber waren laut Reederei unter den "Westerdam"-Passagieren. Einige warteten noch in Kambodscha auf die Heimreise, andere sind bereits zu Hause.

5 Uhr: Erste Passagiere dĂŒrfen "Diamond Princess" verlassen

Nach zweiwöchiger QuarantĂ€ne wegen des neuartigen Coronavirus sind die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit. Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem Ă€ltere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschließend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Sie wĂŒrden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Wer zwar negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit spĂ€ter positiv getesteten Personen hatte, muss bis auf weiteres an Bord des Schiffes zur Beobachtung bleiben. Die Reederei werde entscheiden, wann ihre nicht vom Erreger betroffenen Crewmitglieder das Schiff verlassen, hieß es. Vor dem Schiff fuhren Busse auf.

Die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder war bis zum Vortag auf 542 gestiegen. Alle Betroffenen wurden in örtliche KrankenhĂ€user gebracht. Inzwischen seien sĂ€mtliche Personen an Bord getestet worden, hieß es. AnfĂ€nglich hatten sich rund 3.700 Menschen an Bord der "Diamond Princess" befunden, darunter zehn deutsche Staatsangehörige. Ein deutsches Ehepaar wurde spĂ€ter positiv auf den Erreger getestet.

Mittwoch, 19. Februar, 4 Uhr: Schon ĂŒber 2.000 Todesopfer in China

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen in China ist auf ĂŒber 2.000 gestiegen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2.004 gestiegen. Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1.749 auf 74.185 FĂ€lle. Allein in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei kamen 132 Tote und 1.693 neue Infektionen mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird. Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang fĂŒnf TodesfĂ€lle und fast 1.000 Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen, 16 davon in Deutschland.

18. Februar, 19.15 Uhr: Russland verhĂ€ngt Einreiseverbot fĂŒr Chinesen

Russland will von Donnerstag an keine chinesischen BĂŒrger mehr einreisen lassen. Diese Maßnahmen werde als PrĂ€vention gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen, teilen russische Behörden mit. Das Einreiseverbot solle befristet sein.

14.17 Uhr: Weitere Patienten in Bayern gesund aus Klinik entlassen

Die meisten der insgesamt 14 Menschen in Bayern, die sich seit Ende Januar mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert hatten, sind inzwischen gesund in ihren Alltag zurĂŒckgekehrt. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, sind derzeit noch vier der Betroffenen im Krankenhaus. Sie werden in der MĂŒnchen Klinik Schwabing betreut und sind weitestgehend symptomfrei. Voraussichtlich könnten sie bald ebenfalls das Krankenhaus verlassen, hieß es.

14.14 Uhr: Kein Coronavirus bei China-RĂŒckkehrern in Berlin

Bei den 20 China-RĂŒckkehrern in Berlin lĂ€sst sich weiter kein Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen. Die jĂŒngsten Tests auf das Covid-19-Virus seien erneut negativ ausgefallen, sagte Lena Högemann, Sprecherin der Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit, am Dienstag.

11.20 Uhr: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff steigt weiter

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes in Japan ist erneut deutlich gestiegen. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 88 auf inzwischen 542 FÀlle. Von den 88, die nun positiv getestet wurden, zeigten 65 keine Symptome wie Fieber oder Husten, meldete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio weiter. Alle Betroffenen wurden in örtliche KrankenhÀuser gebracht.

Nach zweiwöchiger QuarantĂ€ne sollen an diesem Mittwoch die ersten Menschen von Bord der "Diamond Princess" in Yokohama gehen dĂŒrfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, so das Gesundheitsministerium.

3.20 Uhr: Epidemie soll sich erst Ende April stabilisieren

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach EinschĂ€tzung eines fĂŒhrenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe SchĂ€tzung", sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. "Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt", mahnte der renommierte Mediziner zur Vorsicht. Er sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur EindĂ€mmung des SARS-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten.

Durch die jetzt laufende RĂŒckreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlĂ€ngerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest erwarte er "möglicherweise keinen großen Anstieg". Es seien sehr strenge Maßnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen worden, sagte Zhong Nanshan in dem Dienstag im Internet veröffentlichten Video von der Konferenzschalte am Vortag.

2.39 Uhr: Aus Japan ausgeflogene Menschen in den USA eingetroffen

338 US-BĂŒrger, die von Bord des in Japan wegen des Coronavirus unter QuarantĂ€ne stehenden Kreuzfahrtschiffs geholt worden waren, sind in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Das erste Flugzeug mit Menschen von Bord der "Diamond Princess" landete in der Nacht zum Montag (Ortszeit) auf der kalifornischen Luftwaffenbasis Travis, einige Stunden spĂ€ter traf die zweite Maschine mit Ausgeflogenen auf der texanischen Basis San Antonio-Lackland ein.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind unter den Heimkehrern 14 Menschen, die mit dem neuartigen Virus infiziert sind. Sie wurden in den Flugzeugen von den anderen Passagieren getrennt. 13 der 14 Infizierten wurden nach Angaben von US-Behördenmitarbeitern als "HochrisikofĂ€lle" eingestuft. Sie wurden fĂŒr weitere Tests und zur Behandlung zu einem medizinischen Zentrum der UniversitĂ€t von Nebraska weitergeflogen.

Alle in die USA zurĂŒckgeholten Menschen von Bord der "Diamond Princess" mĂŒssen zwei Wochen unter QuarantĂ€ne verbringen. Weitere rund 40 US-BĂŒrger von Bord des Kreuzfahrtschiffs werden derzeit in japanischen KrankenhĂ€usern wegen einer Infektion mit dem Virus behandelt. Unter den mehr als 3.700 Menschen, die mit der "Diamond Princess" nach Japan gereist waren, wurden inzwischen insgesamt 454 positiv auf das Virus getestet.

1.10 Uhr: Krankenhausdirektor stirbt an Coronavirus in China

Zum ersten Mal ist in China ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News. Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hĂ€tte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben wĂŒrde. Am Freitag war schon eine 59-jĂ€hrige Krankenschwester desselben Hospitals an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1.700 medizinische Helfer wie Ärzte und PflegekrĂ€fte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte.

1 Uhr: 1.886 neue Erkrankungen, 98 Tote in China

Die Zahl der neuen VirusfÀlle in China ist erneut um 1.886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte damit auf insgesamt 72.436 FÀlle. An der Covid-19 genannten neuartigen Lungenkrankheit sind in Festland-China damit schon insgesamt 1.868 Patienten gestorben. Die meisten FÀlle werden in Zentralchina in der schwer betroffenen Provinz Hubei gezÀhlt. Allein aus der Provinzhauptstadt Wuhan wurden am Dienstag 1.600 der neu erfassten Ansteckungen und 72 der neuen TodesfÀlle berichtet.

Dienstag, 18. Februar, 1 Uhr: Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose

Apple kassiert wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose fĂŒr das laufende Quartal. Bei iPhones gebe es LieferengpĂ€sse, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern am Montag mit. Außerdem sei der Absatz von Apple-GerĂ€ten in China selbst zuletzt gedĂ€mpft gewesen, da viele GeschĂ€fte – und auch die hauseigenen Stores der Firma – zeitweise geschlossen blieben.

Aus diesen GrĂŒnden werde Apple die erst Ende Januar gemachte Umsatzprognose fĂŒr dieses Vierteljahr verfehlen, hieß es. Apple hatte unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken damals bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben. Eine neue Prognose gab es jetzt nicht. Die EinschrĂ€nkungen fĂŒr das GeschĂ€ft seien nur vorĂŒbergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Die Werke der Apple-Fertiger wie Foxconn und Pegatron sowie der wichtigsten Zulieferer befinden sich zwar außerhalb der besonders vom Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei. Doch in China wurden auch anderswo die traditionellen Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest verlĂ€ngert, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Alle Produktionswerke liefen zwar wieder. Aber: "Die iPhone-LieferengpĂ€sse werden vorĂŒbergehend den Umsatz weltweit beeintrĂ€chtigen." Die Situation sei im Fluss – und mehr Informationen zu den Auswirkungen auf das Apple-GeschĂ€ft solle es erst mit den Zahlen zum laufenden Quartal im April geben.

Montag, 17. Februar, 18.29 Uhr: Daten deuten auf fallende Tendenz bei Corona-Infektionen hin

Die jĂŒngsten Daten aus China weisen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf eine fallende Tendenz bei Neuinfektionen hin. Allerdings könne sich die Epidemie immer noch in alle Richtungen entwickeln.

15.14 Uhr: Russland: Gericht zwingt Frau nach Flucht wieder in QuarantÀne

Eine Frau, die im nordrussischen St. Petersburg aus der Coronavirus-QuarantĂ€ne ausgebrochen war, ist per Gerichtsentscheid zurĂŒck in die Klinik zwangseingewiesen worden. Sie wurde am Montag gegen ihren Willen mit einem Krankenwagen direkt vom GerichtsgebĂ€ude zur Isolierstation gebracht, wie lokale Medien berichteten. Die Maßnahme galt lediglich bis Mittwoch.

Die 32-JĂ€hrige hatte vor anderthalb Wochen in der Klinik das elektronische Schloss einer TĂŒr geknackt und war aus dem GebĂ€ude geflohen. Die ChefĂ€rztin hatte daraufhin das Gericht eingeschaltet. Russische Medien sprachen von einer beispiellosen Entscheidung, weil niemand gegen seinen Willen in QuarantĂ€ne gestellt werden dĂŒrfe. In dem Gerichtssaal trug niemand eine Schutzmaske.

Die Frau hatte nach einer China-Reise ĂŒber Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr nach eigenen Angaben kein SARS-CoV-2 festgestellt wurde, sollte sie vorsorglich zwei Wochen zur Beobachtung in der Klinik bleiben, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden.

14.14 Uhr: Bundesregierung erwĂ€gt RĂŒckholung von Deutschen von unter QuarantĂ€ne stehendem Schiff

Die Bundesregierung erwĂ€gt eine RĂŒckholung der deutschen Passagiere von dem unter QuarantĂ€ne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess". Der Krisenstab des AuswĂ€rtigen Amts befasse sich am Montag mit der Frage, wie die "Betroffenen, die dies wĂŒnschen, möglichst bald zurĂŒckkehren können und ob dazu UnterstĂŒtzung der Bundesregierung nötig sein wird", sagte ein Außenamtssprecher am Montag in Berlin.

14.02 Uhr: Automesse Peking wegen Coronavirus verschoben

Fehlendes Personal und Betriebsschließungen: Das Coronavirus wirkt sich verstĂ€rkt auf die Wirtschaft Chinas aus. Die Automesse in Peking wird nicht wie geplant stattfinden. Das wird auch deutsche Autobauer belasten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

13.44 Uhr: Coronavirus schwer von Grippe zu unterscheiden

Laut Robert Koch-Institut kann das Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber fĂŒhren. Einige Betroffene leiden zudem an Durchfall. Bei einem schweren Verlauf kann es zu Atemproblemen und einer LungenentzĂŒndung kommen. Ähnlich kann aber auch eine Grippe verlaufen – der Verdacht einer Infektion erhĂ€rtet sich erst dann, wenn Sie sich im Risikogebiet aufgehalten haben, oder Kontakt zu einem Infizierten hatten.

11.10 Uhr: VersorgungsengpĂ€sse in Hongkong – Bewaffnete stehlen Klopapier

In Hongkong haben bewaffnete Personen eine Toilettenpapier-Lieferung an einen Supermarkt abgefangen und Ware im Wert von rund 1.700 Hongkong-Dollar (etwa 200 Euro) gestohlen. Zwei der drei VerdÀchtigen seien spÀter festgenommen worden, sagte die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone der Deutschen Presse-Agentur. Das Toilettenpapier sei sichergestellt worden.

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus SARS-CoV-2 tÀtigen viele Einwohner Hongkongs PanikkÀufe. Essentielle Dinge des tÀglichen Gebrauchs werden vielerorts knapp. Neben Klopapier und Schutzmasken sind auch Waren wie Reis, Konserven und Handdesinfektionsmittel nur noch schwer zu bekommen. Bisher wurden in der Stadt rund 60 Virusinfektionen gemeldet.

10.43 Uhr: Peking plant Verschiebung von Volkskongress

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus plant China, den diesjĂ€hrigen Volkskongress zu verschieben. Der FĂŒhrungskreis des StĂ€ndigen Ausschusses sei der Ansicht, es sei notwendig, die Einberufung auf einen angemessenen Zeitpunkt zu verschieben, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Eine endgĂŒltige Entscheidung soll demnach in der kommenden Woche getroffen werden.

Unter den fast 3.000 Abgeordneten im Nationalen Volkskongress seien viele, die derzeit an vorderster Front gegen die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 kĂ€mpfen. Dies habe derzeit oberste PrioritĂ€t. Das wichtigste politische Treffen des Jahres findet eigentlich jedes Jahr ab dem 5. MĂ€rz in der Großen Halle des Volkes statt.

4 Uhr: FDP fordert mehr wirtschaftliche Risiko-Vorsorge wegen Coronavirus

Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, Konjunkturgefahren durch das Coronavirus stĂ€rker in den Blick zu nehmen. Bundesminister Peter Altmaier (CDU) mĂŒsse einen Krisengipfel mit der Wirtschaft einberufen und Risiko-Vorsorge treffen, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies etwa auf EinbrĂŒche bei Tourismus und GeschĂ€ftsreisen sowie Werksschließungen in China. Bestehende EngpĂ€sse bei Arzneimitteln und Zulieferungen der Chemie- und Autoindustrie könnten sich verschĂ€rfen. Ein weltweites Rezessionsrisiko sei durch die Globalisierung heute höher als bei der Lungenkrankheit SARS 2002 und 2003.

Aus Sicht des RWI – Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung hĂ€ngen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie davon ab, wie lange die Produktion in China behindert wird. "Nach unserer SchĂ€tzung könnte das Wirtschaftswachstum in China im ersten Quartal um etwa 2,5 Prozentpunkte gedĂ€mpft werden", sagte Konjunkturexperte Roland Döhrn der dpa. Im Vergleich zum Vorjahr lĂ€ge es dann nur zwischen drei und vier Prozent statt wie erwartet bei sechs Prozent. "Diese Entwicklung wird sich auch in Deutschland bemerkbar machen, insbesondere durch geringere Exporte und eine stockende Lieferung von Vorprodukten durch chinesische Zulieferer", erlĂ€uterte Döhrn.

Altmaier hatte am Sonntag mit Blick auf das Coronavirus gesagt: "Im Augenblick glaube ich, dass dadurch keine große Belastung der Weltwirtschaft einhergeht." Die Ausbreitung der von China ausgehenden Krankheit sei eine ernstzunehmende Herausforderung. "Wir haben aber in der Vergangenheit gesehen, dass wirtschaftliche Auswirkungen eingrenzbar und beherrschbar sind", sagte er im Deutschlandfunk. Er sei mit den deutschen WirtschaftsverbĂ€nden dazu im GesprĂ€ch.

3 Uhr: Coronavirus dĂŒrfte Autobranche besonders stark treffen

Das Coronavirus in China könnte nach Ansicht von Beratern der globalen Autoindustrie krĂ€ftig schaden. Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei wĂŒrden an gut einem Dutzend Standorten fast zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr gefertigt, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG). Das seien etwa acht Prozent der Autoproduktion Chinas. Bei leichten Nutzfahrzeugen sei Hubei landesweit der wichtigste Produktionsstandort nach der Provinz Guangdong an der Grenze zu Hongkong. Doch nicht nur in Hubei seien ĂŒber Tage Anlagen heruntergefahren geworden, sondern in einer Reihe von Provinzen. Zum Vergleich: Der weltweite MarktfĂŒhrer VW hat 2019 gut 10,9 Millionen Autos verkauft.

Das Coronavirus habe schon viele Branchen in Mitleidenschaft gezogen, so BCG. "Aber die Autoindustrie sticht hervor als eine, die die Auswirkungen schnell und tief spĂŒrt angesichts der entscheidenden Rolle Chinas." So sei das Land der grĂ¶ĂŸte Absatzmarkt fĂŒr Neuwagen und zugleich wichtiger Standort fĂŒr Hersteller und Zulieferer. Ein Produktionseinbruch könnte globale Folgen fĂŒr Lieferketten haben, da China einer der grĂ¶ĂŸten Exporteure von Fahrzeugteilen sei – etwa Bremsen, Elektronik, Fahrgestellen und RĂ€dern. Jede dieser Kategorien stehe fĂŒr Exporte im Wert von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar, so BCG. Über die HĂ€lfte dieser Ausfuhren gehe in die USA und die EU.

China ist gerade fĂŒr deutsche Hersteller von großer Bedeutung: FĂŒr Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist die Volksrepublik der wichtigste Markt. Bei VW steht China fĂŒr gut 40 Prozent der Auslieferungen. Zuletzt hatte das Coronavirus dem ohnehin schwĂ€chelnden Automarkt in China zugesetzt.

2.50 Uhr: Reederei: "Westerdam"-Reisende werden daheim kontaktiert

Bei den Passagieren und der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei bislang keine weiteren FĂ€lle von Corona-Symptomen aufgetreten. Die GĂ€ste, die bereits nach Hause gereist seien, wĂŒrden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line am Sonntag mit.

Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende ĂŒberraschend eine Infektion festgestellt worden. Eine 83-jĂ€hrige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam" in Sihanoukville, wÀhrend andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die GÀste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

1.32 Uhr: USA holen Landsleute von QuarantĂ€neschiff in Japan zurĂŒck

Die USA haben Hunderte ihrer Landsleute von Bord des in Japan unter QuarantĂ€ne gestellten Kreuzfahrtschiffes ausgeflogen. Zwei von der US-Regierung gechartete Flugzeuge hoben am Montagmorgen (Ortszeit) wie geplant vom Tokioter Flughafen Haneda ab. Die "Diamond Princess" steht seit zwei Wochen im Hafen der Nachbarstadt Yokohama wegen des neuartigen Virus SARS-CoV-2 unter QuarantĂ€ne. Bislang sind 355 FĂ€lle des Erregers unter Menschen von Bord des Schiffes bestĂ€tigt. Von den rund 400 US-BĂŒrgern an Bord waren 44 positiv getestet worden. Sie wurden in örtliche KrankenhĂ€user gebracht.

Die USA ließen ihre Landsleute in der Nacht mit Fahrzeugen des japanischen MilitĂ€rs aus dem HafengelĂ€nde in Yokohama holen. Die Fahrer trugen dabei SchutzanzĂŒge. Die Betroffenen sollen zunĂ€chst 14 Tage auf US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkten in Kalifornien und in Texas in QuarantĂ€ne, hieß es. Auch Kanada, Hongkong und Israel bereiten sich nach japanischen Medienberichten vor, ihre eigenen Landsleute von Bord des Schiffes in Japan zurĂŒckzuholen. GegenwĂ€rtig befinden sich noch rund 3.000 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff.

Unterdessen landete eine fĂŒnfte Chartermaschine der japanischen Regierung mit 36 Landsleuten und 29 ihrer chinesischen Familienmitglieder, die aus der schwer vom neuartigen Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan stammen, auf Tokios Flughafen Haneda. Zuvor hatte Japan bereits 763 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen.

Montag, 17. Februar, 1 Uhr: Zahl der FĂ€lle in China ĂŒbersteigt 70.000

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 ĂŒberstiegen. Mit 105 neuen TodesfĂ€llen innerhalb eines Tages sind jetzt 1.770 TodesfĂ€lle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission am Montag in Peking mitteilte. Die bestĂ€tigten Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten landesweit 70 548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zÀhlende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. Dort sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 TodesfÀlle durch das SARS-CoV-2 genannte Virus bestÀtigt.

Mit einem Fahrverbot fĂŒr privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Außenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale BeschrĂ€nkungen der Bewegungsfreiheit erlassen worden. In StĂ€dten der Provinz dĂŒrfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des tĂ€glichen Bedarfs auf die Straßen.

16. Februar, 20.12 Uhr: IWF-Chefin: Coronavirus könnte Weltwirtschaft zwischenzeitlich hemmen

Die Epidemie des Coronavirus könnte nach EinschĂ€tzung des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) das Wachstum der Weltwirtschaft zwischenzeitlich hemmen. Das Wirtschaftswachstum könne wegen der Epidemie geringer ausfallen, der RĂŒckgang liege aber nur im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Sonntag beim Weltfrauenforum in Dubai. Wenn die Epidemie schnell unter Kontrolle gebracht werde, könne es nach einem schnellen RĂŒckgang aber "einen sehr schnellen Wiederaufschwung" geben.

19.35 Uhr: 40 Amerikaner auf Schiff infiziert

40 der Amerikaner auf dem in Japan liegenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" haben sich nach offiziellen Angaben mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das sagte der Direktor des Nationalen Instituts fĂŒr Allergien und Infektionskrankheiten in den USA, Anthony Fauci, am Sonntag dem Fernsehsender CBS. Sie wĂŒrden nicht in die USA ausgeflogen, sondern zunĂ€chst in KrankenhĂ€usern in Japan behandelt.

Die ĂŒbrigen amerikanischen Passagiere auf dem Schiff sollen mit CharterflĂŒgen in die Vereinigten Staaten zurĂŒckgebracht werden. Das US-Verteidigungsministerium teilte am Sonntag in Washington mit, die beiden Maschinen sollten auf MilitĂ€rstĂŒtzpunkten in Texas und Kalifornien landen. Die Betroffenen mĂŒssen dann zunĂ€chst 14 Tage in QuarantĂ€ne verbringen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind insgesamt fast 400 US-BĂŒrger an Bord der "Diamond Princess".

13.24 Uhr: Bayern: Weitere Coronavirus-Patienten aus Klinik entlassen

In Bayern sind am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in MĂŒnchen mit. Die Entlassungskriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) seien erfĂŒllt, sagte eine Ministeriumssprecherin. NĂ€here Angaben zu den Betroffenen wollte die Behörde nicht machen.

Der erste der insgesamt 14 im Freistaat registrierten Patienten war am vergangenen Donnerstag aus einer MĂŒnchner Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollstĂ€ndig gesund und nicht mehr ansteckend, hatte das Krankenhaus mitgeteilt.

Alle 14 Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger im Januar bei einer Dienstreise eingeschleppt. Der Stammsitz war wegen der Infektionen zwei Wochen geschlossen und hatte am vergangenen Mittwoch wieder geöffnet.

12.15 Uhr: "Westerdam": Doch ein Coronavirus-Fall unter Passagieren

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jĂ€hrige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise ĂŒber Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Die Reederei wollte vor einer Stellungnahme zunĂ€chst weitere Tests abwarten.

Die Amerikanerin sei eine von 145 Passagieren gewesen, die ĂŒber Malaysia nach Hause fliegen wollten, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Bei der Ankunft seien bei der Frau und bei ihrem Ehemann Symptome des neuen Virus festgestellt worden, weshalb sie ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Die 83-jĂ€hrige werde jetzt auf der Isolierstation behandelt. Der 85-jĂ€hrige Ehemann, bei dem die Tests negativ ausgefallen waren, werde im Krankenhaus ĂŒberwacht.

Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische GewĂ€sser hinter sich gebracht, da mehrere LĂ€nder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Freitag durften schließlich die ersten von knapp 2300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

An Bord der "Westerdam" waren laut Reederei auch 57 Deutsche. FĂŒr sie ging die Heimreise nach Twitterangaben der deutschen Botschaft am Freitag und Samstag in Richtung Frankfurt.

8.38 Uhr: QuarantĂ€ne fĂŒr China-RĂŒckkehrer endet

Nach rund zwei Wochen endet die QuarantĂ€ne fĂŒr die ĂŒber 100 China-RĂŒckkehrer in einer Bundeswehrkaserne im pfĂ€lzischen Germersheim. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wĂŒrden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche StaatsbĂŒrger und Familienangehörige waren aus der vom SARS-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden. Die angedachte QuarantĂ€nezeit von 14 Tagen rĂŒhrt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert. Neben den RĂŒckkehrern haben auch 22 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes die vergangenen Tage in der Kaserne verbracht.

8.12 Uhr: Chinas PrÀsident Xi Jinping rechtfertigt sich

Mittlerweile offenbarte eine bislang unveröffentlichte Rede von Chinas PrĂ€sident Xi Jinping, dass er offensichtlich schon frĂŒher als bislang bekannt an der BekĂ€mpfung des Ausbruchs beteiligt war. In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag verbreiteten, sprach der PrĂ€sident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekĂ€mpfen. Öffentlich Ă€ußerte er sich erst zwei Wochen spĂ€ter.

"Ich habe wĂ€hrend einer Sitzung des StĂ€ndigen Ausschusses des PolitbĂŒros am 7. Januar gefordert, den Ausbruch einzudĂ€mmen", wurde der PrĂ€sident zitiert. Auch verdeutlichte die Rede, dass Xi Jinping persönlich die strengen Reisekontrollen in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo zahlreiche StĂ€dte seit Wochen abgeriegelt sind, angestoßen hatte.

Mit der Veröffentlichung will die Staatspropaganda offenbar demonstrieren, dass die Zentralregierung und der Parteichef bereits von Anfang an im Kampf gegen das Coronavirus engagiert waren. Allerdings ist damit auch klar, dass die stark unter Kritik geratene Lokalregierung nicht alleine die Entscheidungen traf.

In den vergangenen Tagen mussten in Hubei und der Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprĂŒnglich ausgebrochen war, eine ganze Reihe hochrangiger Politiker abtreten.

7.11 Uhr: "Diamond Princess": Inzwischen 355 Coronavirus-FĂ€lle an Bord

In Japan sind an Bord des unter QuarantÀne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" 70 neue Coronavirus-FÀlle festgestellt worden. Damit erhöhe sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 355, sagte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Sonntag im Sender NHK. Bislang seien 1.219 Passagiere getestet worden, davon 355 positiv. 73 der positiv Getesteten zeigten keine Symptome, sagte Kato.

Die kanadische Regierung holt wiederum einen Teil ihrer StaatsbĂŒrger ab, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befinden. Passagiere, die keine Krankheitsymptome zeigten, wĂŒrden mit einem Flugzeug in die Heimat gebracht, teilte die Regierung mit. Mit dem Coronavirus infizierte StaatsbĂŒrger wĂŒrden dagegen dem japanischen Gesundheitssystem ĂŒbergeben, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

7.01 Uhr: China: Zahl der Infektionen und TodesfÀlle ist gestiegen

Die Zahl der Infektionen und TodesfÀlle durch das neuartige Coronavirus ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, starben an der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit erneut 142 Patienten, womit die Gesamtzahl der Opfer in China nun bei 1.665 liegt.

Zudem wurden 2.009 neue Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit sind damit 68.500 FÀlle in China bestÀtigt worden. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer.

Samstag, 15. Februar, 14.36 Uhr: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert

Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am spÀten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen belÀuft sich die Zahl der positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter QuarantÀne gestellten "Diamond Princess" auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche KrankenhÀuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spĂ€testens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die ĂŒber das Schiff verhĂ€ngte QuarantĂ€ne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast mĂŒsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. FĂŒr jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die QuarantĂ€nezeit verlĂ€ngert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

13.20 Uhr: Chinas Außenminister sieht Fortschritte

Der chinesische Außenminister Wang Yi sieht große Fortschritte bei der EindĂ€mmung des neuartigen Coronavirus in seinem Land. Als Ergebnis chinesischer Anstrengungen sei bisher nur ein Prozent der FĂ€lle außerhalb der Landesgrenzen aufgetreten, sagte der Minister auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz. Die 1,4 Milliarden Einwohner Chinas fĂŒhrten den Kampf in diesem "Krieg ohne Rauch" entschlossen. Er dankte der internationalen Gemeinschaft fĂŒr die Hilfe. So habe Pakistan alle in Lagern vorhandenen Gesichtsmasken nach China geschickt. "Die chinesische Nation ist eine dankbare Nation."

11.55 Uhr: China schickt Geldscheine in QuarantÀne

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schicken Chinas Banken nun auch alte Geldscheine in QuarantĂ€ne: Wie der Vize-Chef der Zentralbank Fan Yifei mitteilte, desinfizieren die Banken derzeit alle gebrauchten Banknoten, versiegeln sie dann und lagern sie fĂŒr sieben bis 14 Tage ein – je nach der Schwere des Ausbruchs in ihrer jeweiligen Provinz. Erst danach kĂ€men sie wieder zurĂŒck in den Umlauf.

Nach Angaben des stellvertretenden Zentralbank-Gouverneurs sind alle Banken derzeit gehalten, ihre Kunden möglichst nur mit neuen Geldscheinen zu versorgen. In der am schwersten betroffenen Provinz Hubei wurden nach seinen Angaben vor Beginn der Ferien zum chinesischen Neujahr am 25. Januar zusÀtzliche Banknoten im Wert von vier Milliarden Yuan (knapp 530 Millionen Euro) gedruckt. Damit soll eine mögliche Ansteckung durch kontaminierte Scheine verhindert werden.

11.15 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Europa

In Europa ist erstmals eine Person am Corona-Virus gestorben. Dabei handele es sich um einen Àlteren chinesischen Touristen, der in einem französischem Krankenhaus behandelt worden sei, teilt die französische Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Lesen Sie hier mehr.

11 Uhr: FluggÀste aus China werden genauer zu Coronavirus befragt

Flugpassagiere aus China werden vor der Landung in Frankfurt und MĂŒnchen nun genauer nach einem möglichen Kontakt mit dem neuen Coronavirus befragt. Bei DirektflĂŒgen muss dafĂŒr ab sofort eine Selbstauskunft mit drei Fragen an Bord verteilt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium und die Fachressorts in Hessen und Bayern am Samstag mitteilten. Dabei geht es darum, ob Reisende mit infizierten Menschen Kontakt hatten oder sich im Infektionsgebiet in China aufgehalten haben. Schon bisher mĂŒssen es Piloten beim Tower melden, wenn Passagiere offensichtlich krank sind. Die Selbstauskunft soll dem Bordpersonal eine weitere Entscheidungshilfe dafĂŒr geben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Das ist eine der Lage angemessene Methode, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa zu verhindern." Das zusĂ€tzliche Verfahren war im Kreis der EU-Ressortchefs abgestimmt worden. Sollte ein Passagier mit Krankheitsanzeichen gemeldet werden, geht den Angaben zufolge eine Information an den Medizinische Dienst am Flughafen. Ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet ĂŒber das Vorgehen.

9.30 Uhr: USA wollen BĂŒrger von "Diamond Princess" in Sicherheit bringen

Die USA wollen ihre StaatsbĂŒrger von dem vom neuartigen Coronavirus betroffenen Riesen-Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Sicherheit bringen. Dazu soll am Sonntag ein Flugzeug nach Japan geschickt werden, wo das Kreuzfahrtschiff seit Anfang Februar im Hafen von Yokohama unter QuarantĂ€ne gehalten wird, teilte die US-Botschaft mit. Die Betroffenen mĂŒssen anschließend noch fĂŒr zwei Wochen in den USA in QuarantĂ€ne.

Auf dem Schiff sind mehr als 200 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 erkrankt und wurden in örtliche KrankenhÀuser gebracht. Insgesamt sitzen noch etwa 3.500 Menschen an Bord fest.

8 Uhr: Bill Gates: Coronavirus könnte zu "sehr schlimmer Lage" fĂŒhren

Das neuartige Coronavirus könnte die Welt nach Ansicht von Microsoft-GrĂŒnder Bill Gates möglicherweise in eine "sehr schlimme Lage" bringen. "Es stellt uns vor eine riesige Herausforderung", sagte Gates bei der Konferenz des weltgrĂ¶ĂŸten Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) in Seattle.

"Es gibt viel, was wir nicht ĂŒber diese Epidemie wissen, aber es gibt auch viel, was wir wissen, das zeigt, dass sie sehr dramatisch werden könnte – besonders, wenn sie sich in Gegenden wie dem sĂŒdlichen Afrika oder dem sĂŒdlichen Asien ausbreitet", sagte Gates weiter. "Diese Krankheit wird, wenn sie nach Afrika kommt, dramatischer sein als in China – und ich will das, was in China passiert, nicht verharmlosen."

7.30 Uhr: Weitere Infektion in Thailand

In Thailand ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person gemeldet worden. Insgesamt ist die Zahl der Coronavirus-FÀlle in dem Land laut Gesundheitsministerium damit auf 34 angestiegen. Bei dem neuen Fall handele es sich um eine 35 Jahre alte ThailÀnderin, die sich bei der Behandlung von Patienten mit dem Virus angesteckt hat.

4 Uhr: Zahl der Infektionen in China steigt auf ĂŒber 66.000

Die Zahl der bestĂ€tigten Infektionen und TodesfĂ€lle durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, wurden landesweit 143 neue TodesfĂ€lle bestĂ€tigt. Damit sind nun nach offiziellen Angaben 1.523 Opfer auf dem chinesischen Festland bestĂ€tigt worden. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg dort um 2.641 auf 66.492 FĂ€lle. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang etwa 600 Erkrankungen bestĂ€tigt, davon 16 in Deutschland.

Freitag, 14. Februar, 18.53 Uhr: Ägypten meldet ersten Coronafall in Afrika

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine auslĂ€ndische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur NationalitĂ€t machte das Ministerium keine Angaben.

Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestÀtigte FÀlle des Virus SARS-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

12.27 Uhr: Rund 1.700 Ärzte und medizinische Helfer in China erkrankt

Ein Ende der Covid-19-Epidemie ist weiter nicht absehbar. Die Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in China stiegen mit einer neuen ZĂ€hlweise der Infektionen am Freitag wieder stark. Landesweit sind derzeit in der offiziellen Statistik knapp 64.000 Infektionen erfasst, knapp 1.400 Menschen starben demnach. Die Dunkelziffer liegt Experten zufolge aber deutlich höher. Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, dass sich im Kampf gegen Covid-19 bereits mehr als 1.700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt haben. Mindestens sechs Helfer kamen demnach ums Leben.

9.50 Uhr: Lufthansa setzt alle FlĂŒge nach China aus

Wegen des neuartigen Coronavirus hat die Lufthansa jetzt alle FlĂŒge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. MĂ€rz ausgesetzt. Bis dahin werden nun die FlĂŒge von Lufthansa sowie der Lufthansa-Gesellschaften Swiss und Austrian Airlines von und nach Peking und Shanghai gestrichen, wie das Unternehmen mitteilte. Diese FlĂŒge waren zunĂ€chst bis zum 29. Februar gestrichen worden.

Ihre FlĂŒge nach Nanjing, Shenyang und Qingdao hatte die Lufthansa bereits zuvor bis zum Ende des Winterflugplans ausgesetzt. Das Flugprogramm von und nach Hongkong wird leicht reduziert: Beim Kernunternehmen Lufthansa werden vereinzelte FlĂŒge gestrichen, Swiss setzt im MĂ€rz auf den FlĂŒgen von und nach Hongkong kleinere Flugzeuge ein.

8.30 Uhr: Aida beendet Asien-Saison vorzeitig

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden Coronavirus SARS-CoV-2 und der zunehmenden ReiseeinschrÀnkungen in dieser Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Lesen Sie hier mehr.

8.50 Uhr: Sechs Krankenhausmitarbeiter in China gestorben

In China sind nach Behördenangaben sechs Krankenhausmitarbeiter an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Volksrepublik insgesamt liegt inzwischen bei mehr als 64.000.

Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der EngpĂ€sse bei SchutzanzĂŒgen und Atemschutzmasken bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien. Vor allem in Wuhan fĂŒhrten die EngpĂ€sse zuletzt dazu, dass Ärzte dieselbe Schutzbekleidung mehrfach tragen mussten. Ein Arzt aus Wuhan sagte der Nachrichtenagentur AFP, er und 16 seiner Kollegen hĂ€tten Symptome, die auf eine mögliche Coronavirus-Infektion hindeuteten. Dazu gehören Husten und Atemnot.

Die chinesischen Gesundheitsbehörden legten die Zahlen eine Woche nach dem Tod des jungen Augenarztes Li Wenliang vor, den an dem Erreger gestorben war. Li hatte als einer der ersten vor dem Virus gewarnt. Nach seiner Schilderung versuchte die Polizei jedoch, ihn mundtot zu machen. Sein Tod löste in chinesischen Online-Diensten große BestĂŒrzung aus, vielfach wurde der Ruf nach Meinungsfreiheit laut.

4 Uhr: Erste Kreuzfahrt-Passagiere gehen in Kambodscha von Bord

Nach tagelanger Irrfahrt und ZurĂŒckweisungen durch mehrere asiatische LĂ€nder ist das US-Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in einen kambodschanischen Hafen eingelaufen. Die Passagiere konnten am Freitag in Sihanoukville nach 14 Tagen auf See endlich wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen spĂŒren. Regierungschef Hun Sen begrĂŒĂŸte die ersten Urlauber persönlich am Hafen, sie wurden mit Blumen und traditionellen Schals behĂ€ngt.

Die "Westerdam" war am 1. Februar in Hongkong mit 2.257 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord zu einer 14-tĂ€gigen Ostasien-Kreuzfahrt in See gestochen. Doch Japan, Guam, die Philippinen, Taiwan und Thailand wiesen das Schiff aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus ab. Schließlich erklĂ€rte sich Kambodscha bereit, die "Westerdam" einlaufen zu lassen. An Bord war kein Fall des Virus nachgewiesen worden.

3 Uhr: Zahl der VirusfÀlle in China steigt weiter rasant auf fast 65.000

Nach der neuen ZĂ€hlweise der VirusfĂ€lle in China ist die Zahl der bestĂ€tigten Ansteckungen erneut stark gestiegen. Allein in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina kamen innerhalb eines Tages 4.823 nachgewiesene Infektionen hinzu, wie die Gesundheitskommission der Provinz laut Staatsfernsehen am Freitag berichtete. Damit steigt die Zahl landesweit auf fast 65.000. In Hubei starben allein 116 Patienten an der Krankheit. Damit sind landesweit fast 1.500 Tote zu beklagen. Experten betrachten aber auch die neuen Zahlen mit Vorsicht und befĂŒrchten eine hohe Dunkelziffer.

Donnerstag, 13. Februar, 16.29 Uhr: Absage der Handymesse MWC versetzt Smartphone-Branche in Aufruhr

Die kurzfristige Absage des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat die Smartphone-Branche kalt erwischt. Mehrere Monate der Vorbereitung sind jetzt umsonst. Auf die Veranstalter kommen hohe Geldforderungen zu. Und damit fangen die Probleme gerade erst an. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

14.15 Uhr: Erster Corona-Patient aus MĂŒnchner Klinik entlassen

Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollstĂ€ndig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Alle vom Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und einem wissenschaftlichen Expertengremium diskutierten Entlasskriterien seien erfĂŒllt, dazu zĂ€hlten mehrere negative Tests auf das Virus SARS-CoV-2.

Alle in der MĂŒnchen Klinik Schwabing zur klinischen Überwachung mit entsprechender Isolation verbleibenden acht Patienten sind klinisch stabil und blicken auf Grundlage der neuen Kriterien ebenfalls einer absehbaren Entlassung entgegen. Weitere Infizierte Patienten werden in Trostberg behandelt.

14.10 Uhr: Frau in Russland flieht aus QuarantÀne

Eine Frau in St. Petersburg wollte nicht lĂ€nger wegen einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 in QuarantĂ€ne bleiben und ist aus einem Krankenhaus geflohen. Nun wird nach der 32-JĂ€hrigen gesucht. Die ChefĂ€rztin der Klinik wolle mithilfe eines Gerichts eine Zwangsunterbringung erwirken, teilte die Justiz am Donnerstag in der nordrussischen Metropole mit. Das Gericht wies die Klage Medienberichten zufolge allerdings wegen fehlender ZustĂ€ndigkeit zurĂŒck. Die Frau hatte am vergangenen Freitag das Schloss einer TĂŒr geknackt und sich aus der Klinik geschlichen. In sozialen Medien ist das im Land mittlerweile ein heiß diskutiertes Thema. Dort veröffentlichte die Frau auch ihren Fluchtplan.

Nach Ansicht der Behörden hat die 32-JÀhrige mit der Flucht aus dem Krankenhaus eine Ordnungswidrigkeit begangen, weil sie die Gesundheit anderer gefÀhrde. Experten sagen aber, Patienten in Russland könnten nur mit eigener Zustimmung in QuarantÀne bleiben.

Nach Angaben der Ärzte waren die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Frau sollte vorsorglich zwei Wochen in der Klinik bleiben, um sicher sein zu können, dass sie nicht mit dem Covid-19-Virus infiziert ist. Sie sagte lokalen Medien, die Fenster in ihrem Zimmer hĂ€tten sich nicht öffnen lassen, Mahlzeiten seien durch eine Luke geschoben worden.

Die 32-JĂ€hrige war vor gut zwei Wochen von einer China-Reise zurĂŒckkehrt und hatte danach nach eigenen Angaben ĂŒber Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr kein SARS-CoV-2 festgestellt worden sei, habe sie entgegen ihrem Willen in der Klinik bleiben sollen. Die russischen Behörden sind wegen der Ausbreitung der neuen Krankheit im Nachbarland China nervös. In Russland gab es bislang zwei bestĂ€tigte FĂ€lle.

14 Uhr: Erstes Todesopfer in Japan wegen Coronavirus

In Japan ist erstmals ein mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend (Ortszeit) bekannt gab, handelt es sich bei dem Opfer um eine Frau in ihren Achtzigern in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa. Nach Erkenntnissen der Behörden war die Frau in letzter Zeit nicht auf Auslandsreisen gewesen. Bislang sind in Japan mehr als 200 InfektionsfÀlle bestÀtigt. Die meisten davon sind Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das in Yokohama zunÀchst noch bis zum Mittwoch der kommenden Woche unter QuarantÀne gestellt ist.

Bei der nun gestorbenen Frau war das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt worden. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sollen in weniger als sechs Monaten die Olympischen Spiele in der Hauptstadt Tokio stattfinden.

10.55 Uhr: DirektflĂŒge zwischen Berlin und Peking vorerst gestrichen

Die einzige direkte Flugverbindung zwischen Berlin und Peking ist wegen des Coronavirus bis Ende MĂ€rz ausgesetzt. Die zustĂ€ndige Fluggesellschaft Hainan habe alle FlĂŒge zwischen dem 13. Februar und dem 28. MĂ€rz gestrichen, sagte eine Flughafensprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Grund sei der Coronavirus, der inzwischen offiziell den Namen SARS-CoV-2 trĂ€gt. Betroffene Passagiere seien gebeten, sich auf der Internetseite der Fluggesellschaft ĂŒber ihre FlĂŒge zu informieren. Hainan Airlines fliegt in Deutschland nur ab dem Berliner Flughafen Tegel.

10.40 Uhr: Psychologe spricht ĂŒber Belastungen auf QuarantĂ€ne-Schiff

Sie mĂŒssen auf der "Diamond Princess" ausharren – wegen des Coronavirus. Ein Experte erklĂ€rt, was die Isolation mit den Tausenden Menschen dort machen kann.

10.34 Uhr: China – neue Diagnosemöglichkeiten anerkannt

Wie die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf chinesische Experten erlĂ€uterte, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und der epidemiologischen Vorgeschichte beruht. Bislang waren demnach nur Tests im Labor maßgeblich, um eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen. Mit diesem Verfahren waren aber wohl viele Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests auch tatsĂ€chlich als SARS-CoV-2-Infektion erkannt worden.

4.35 Uhr: Parteichef der Provinz Hubei entlassen

Der Chef der Kommunistischen Partei in der chinesischen Provinz Hubei ist seines Amtes enthoben. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Shanghais BĂŒrgermeisterin Ying Yong ersetzt Jiang Chaoliang, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das Zentralkomitee der Partei.

4.15 Uhr: 44 neue Infektionen auf der "Diamond Princess"

Japan erlaubt Personen ĂŒber 80 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen die QuarantĂ€ne des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" vorzeitig zu verlassen. UrsprĂŒnglich sollten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder erst am 19. Februar von Board gehen, berichtet der japanische Sender NHK. Nach Angaben des Gesundheitsministers Katsunobu Kato sind auf dem Schiff 44 Neu-Infektionen gemeldet worden.

4.15 Uhr: Japan hÀlt trotz Virus an Olympischen Spielen fest

Japan will ungeachtet der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wie geplant die Olympischen Spielen im Sommer austragen. Der Chef des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, bekrĂ€ftigte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Tokio, dass die Planung fĂŒr die Spiele nicht durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 beeintrĂ€chtigt werde. "Ich möchte noch einmal klarstellen, dass eine Absage oder Verschiebung der Tokio-Spiele nicht erwogen wurden", sagte Mori zum Auftakt eines zweitĂ€gigen Vorbereitungstreffens mit dem IOC. Man werde mit der japanischen Regierung zusammenarbeiten und "ruhig" mit jeglichen Problemen infolge des neuartigen Virus umgehen, sagte Mori.

3.48 Uhr: Hongkong lÀsst Schulen lÀnger geschlossen

Die Regierung in Hongkong erklĂ€rt, dass sie die Schulen noch bis zum 16. MĂ€rz geschlossen halten werde. Es sei fĂŒr SchĂŒler "keine Eile" geboten, in die Stadt zurĂŒckzukehren.

2.49 Uhr: United Airlines verlĂ€ngert Aussetzung der FlĂŒge nach China

Die US-Fluglinie United Airlines wird ihre Verbindungen nach China bis Ende April weiterhin aussetzen. UrsprĂŒnglich sollte die Strecke ab dem 21. Februar wieder bedient werden. Mit der AnkĂŒndigung der United mit Sitz in Chicago haben nun alle US-Passagierfluggesellschaften, die China regulĂ€r anfliegen, ihre FlĂŒge bis Ende April aus ihren Flugplan gestrichen. Grund sei ein dramatischer RĂŒckgang der Nachfrage.

2.31 Uhr: MS Westerham darf endlich Hafen anlaufen

Die "MS Westerdam" der Reederei Carnival hat einen Hafen in Kambodscha angelaufen. Das Kreuzfahrtschiff erreicht nach Angaben einer Schiffsverkehrseite einen Ankerpunkt in der kambodschanischen Hafenstadt Sihanoukville. Obwohl keine Passagiere an Bord an dem Virus erkrankt sind, wurde das Schiff von Japan, Taiwan, Guam, den Philippinen und Thailand abgewiesen und kreuzte 2 Wochen auf See.

1.18 Uhr: Zweite Person in San Diego erkrankt

Eine zweite Person ist in San Diego (Kalifornien) an Covid-19 erkrankt. Das berichtet der Sender CNBC unter Berufung auf die US-Zentren fĂŒr Seuchenkontrolle und -prĂ€vention (CDC). Einzelheiten wurden zunĂ€chst nicht bekannt.

1.30 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Infektionen in Hubei

Die Zahl der TodesfÀlle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Mittwoch deutlich um 242 auf 1.310 gestiegen. Zudem seien 14.840 neue FÀlle registriert worden, teilt die Gesundheitskommission mit.

Zum Vergleich: mit nur rund einem Zehntel an Neuinfektionen am Vortag von 1.638 deutete sich ein RĂŒckgang der Infektionsrate an. Der sprunghafte Anstieg der Neuerkrankungen sei laut der Gesundheitskommission auf ein neues Verfahren bei der Diagnose des Coronavirus zurĂŒckzufĂŒhren. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 59.865.

Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das neue Virus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen FĂ€lle besonders fĂŒr lokale Stellen kompliziert. Die tĂ€glich berichteten Zahlen reprĂ€sentieren laut Experten somit eher die FĂ€higkeiten, FĂ€lle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der Epidemie.

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Mittwoch, 12. Februar, 20.30 Uhr: WHO: Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt sich

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es einen Hoffnungsschimmer. Die Zahl bestĂ€tigter neuer AnsteckungsfĂ€lle in China habe sich seit der vergangenen Woche stabilisiert, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf mit. Allerdings mĂŒsse diese Entwicklung mit großer Vorsicht bewertet werden. "Der Ausbruch kann sich immer noch in alle Richtungen entwickeln", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. In China war am Mittwoch die kleinste Zahl an neuen ErkrankungsfĂ€llen pro Tag seit zwei Wochen registriert worden.

Der WHO-Experte Mike Ryan erklĂ€rte, die neue Entwicklung sei beruhigend. Das Virus verbreite sich außerhalb der chinesischen Provinz Hubei weniger schnell. Dies sei auf Vorsorge-Maßnahmen der chinesischen Regierung zurĂŒckzufĂŒhren. Hubei ist Ausgangs- und Schwerpunkt der Ansteckungen mit dem Coronavirus. Ryan schrĂ€nkte ein, es sei noch zu frĂŒh, um vom Ende der Epidemie zu sprechen. Die Zahl der TodesfĂ€lle durch das Virus auf dem chinesischen Festland ist laut Behörden bis Dienstagnacht um 97 auf 1.113 gestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen in China kletterte um 2.015 auf 44.653. In Deutschland wurden bislang 16 Infektionen nachgewiesen. Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusÀtzlich zur BekÀmpfung des Coronavirus aufwenden.

20.14 Uhr: Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona abgesagt

Die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe MWC wird in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Gefahr abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Mittwochabend mit. Zuvor hatten viele große Aussteller angekĂŒndigt, dem fĂŒr Ende Februar angesetzten Branchentreff fernzubleiben.

19.59 Uhr: WHO hofft auf vier Impfstoff-Kandidaten gegen Covid-19

Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19 will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten beschleunigen. Darauf hĂ€tten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwochabend in Genf. Es gebe vier mögliche Kandidaten fĂŒr einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan. Zu den drĂ€ngendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

Tedros kritisierte, dass das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in mehreren HĂ€fen in Asien nicht anlegen durfte, obwohl es keine Hinweise auf Infektionen an Bord gab. "Einzelpersonen oder LĂ€nder zu stigmatisieren kann unsere Arbeit nur behindern", sagte er. Die WHO werde zusammen mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der UN an Regierungen appellieren, die freie Passage von Schiffen und die Rechte von Passagieren zu respektieren.

Nach Angaben von Swaminathan könnten schon in drei bis vier Monaten erste Impfstoff-Tests an Menschen beginnen. Ein zertifizierter Impfstoff fĂŒr weitreichenden Einsatz stehe aber wahrscheinlich erst in 18 Monaten zur VerfĂŒgung. Mehrere bereits existierende Medikamente wĂŒrden zur Zeit daraufhin geprĂŒft, ob sie Covid-19-Kranken helfen können. Die WHO werde so schnell wie möglich Richtlinien dafĂŒr ausarbeiten.

19.52 Uhr: US-Schnelltest fĂŒr Coronavirus funktioniert nicht richtig

Ein US-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus, der bereits von 36 LĂ€ndern bestellt wurde, funktioniert nicht richtig. Das rĂ€umte am Mittwoch die US-Gesundheitsbehörde CDC ein, die den Test entwickelt hat. Bei einer ÜberprĂŒfung in Laboren in mehreren US-Bundesstaaten hĂ€tten die Tests kein eindeutiges Ergebnis - also positiv oder negativ - erbracht, sagte die CDC-Direktorin fĂŒr Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier. Vermutlich funktioniere einer der drei Stoffe zum Nachweis des Virus nicht einheitlich.

Die CDC hatte in der vergangenen Woche damit begonnen, die Schnelltests an zertifizierte Labore in allen 50 US-Bundesstaaten sowie ins Ausland zu schicken. Der Behörde zufolge haben 36 LÀnder den Test bestellt, der innerhalb von vier Stunden eine Diagnose liefern soll.

Durch das neue Virus namens Covid-19 wurden weltweit bisher ĂŒber 44.000 Menschen infiziert, die meisten von ihnen auf dem chinesischen Festland. In Deutschland gibt es 16 nachgewiesene Infektionen, in den USA 13. Der Erreger der Lungenkrankheit war zuerst im Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. Seitdem starben mehr als 1.100 Menschen und damit mehr als bei der SARS-Epidemie vor rund 17 Jahren.

14 Uhr: Spahn fordert mehr Geld aus BrĂŒssel im Kampf gegen Coronavirus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine stĂ€rkere finanzielle Beteiligung der EuropĂ€ischen Union am Kampf gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gefordert. Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister an diesem Donnerstag in BrĂŒssel sagte Spahn, er wĂŒnsche sich eine Einigung auf Mittel aus dem EU-Haushalt zur Forschung im Kampf gegen das Virus.

"Und ich möchte auch erreichen (...), dass die Bitte der Weltgesundheitsorganisation nach finanzieller Hilfe nicht nur von den Nationalstaaten beantwortet wird, sondern dass auch die EuropĂ€ische Union mit Haushaltsmitteln sich verantwortlich fĂŒhlt", so Spahn nach einer Unterrichtung des Gesundheitsausschusses des Bundestags am Mittwoch in Berlin.

13.37 Uhr: EU-Parlament-Fraktion fordert Fragebogen bei Einreisen

Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister hat die Fraktion der EuropĂ€ischen Volkspartei im Europaparlament (EVP) eine einheitliche Reaktion der EU auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gefordert. In den einzelnen Mitgliedsstaaten gebe es unterschiedliche Herangehensweisen, kritisierte der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber, am Mittwoch in Straßburg. Die EU mĂŒsse endlich eine gemeinsame Strategie haben. Die Fraktion schlug vor, dass alle Reisenden bei der Einreise in die EuropĂ€ische Union einen Fragebogen ausfĂŒllen mĂŒssen, um einer weiteren Verbreitung des Virus besser vorbeugen zu können.

In dem Fragebogen sollten beispielsweise neben grundsĂ€tzlichen Kontaktdaten auch Reisen nach China und Asien eingetragen werden, erklĂ€rte der italienische EVP-Abgeordnete Antonio Tajani. Auch ob in den 30 Tagen vor Einreise Grippe-Symptome vorlagen, solle festgehalten werden. Falsche Angaben mĂŒssten geahndet werden, sagte Tajani. Alle EU-LĂ€nder mĂŒssten einen einheitlichen Ansatz beim Umgang mit Einreisenden haben, betonte Vize-Vorsitzende Esther de Lange. Die Fraktion appellierte auch an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Die EU hat in der Frage nach der Reaktion auf die Virus-Epidemie generell nur wenig Kompetenz, diese liegt primĂ€r bei den Mitgliedsstaaten selbst. Die EU-Gesundheitsminister sollten am Donnerstag zu einem Sondertreffen zum Coronavirus in BrĂŒssel reisen. FĂŒr Deutschland wollte Gesundheitsminister Jens Spahn an dem Treffen teilnehmen.

7.20 Uhr: Bisher keine Deutschen auf Kreuzfahrtschiff in Japan infiziert

Unter den positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff in Japan befinden sich nach Angaben der Botschaft keine Deutschen. Das berichtete die deutsche Vertretung in Tokio am Mittwoch. Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium bei weiteren 39 Menschen – 29 Passagiere und zehn Crewmitglieder – eine Infizierung festgestellt, damit stieg die Zahl der Infizierten auf 174. Vier Personen zeigten ernste Symptome.

3.52 Uhr: Wieder fast 100 Tote in China

Die Zahl der Todesopfer durch den Coronavirus-Ausbruch auf dem chinesischen Festland ist laut Behördenangaben zum Ende des Dienstags um 97 auf 1.113 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen ist in China um 2.015 auf 44.653 gestiegen, erklÀre die nationale Gesundheitskommission.

3 Uhr: Webasto-Zentrale öffnet wieder

Der Autozulieferer Webasto will heute seine wegen mehrerer Coronavirus-FĂ€lle seit zwei Wochen geschlossene Unternehmenszentrale in Stockdorf wieder öffnen. Eine Spezialfirma hatte das GebĂ€ude in dem MĂŒnchner Vorort zuvor gereinigt und desinfiziert. Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise eingeschleppt. Trotz zwei am Dienstagabend neuen bestĂ€tigten Corona-FĂ€llen werde die Zentrale wieder öffnen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Vorstandschef Holger Engelmann will heute Morgen ein Pressestatement geben. Es sehe so aus, als habe Webasto durch sein schnelles und konsequentes Handeln nach dem ersten positiven Test die Infektionskette im Unternehmen unterbrochen.

Alle nunmehr 14 Corona-FÀlle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich unter anderem acht Mitarbeiter sowie vier Angehörige. Alle befinden sich noch in KrankenhÀusern.

2.34 Uhr: Erste US-BĂŒrger dĂŒrfen QuarantĂ€ne verlassen

In den USA können die ersten Personen die QuarantĂ€nestation in Kalifornien verlassen. Die 195 US-BĂŒrger - die meisten davon Mitarbeiter des US-Außenministeriums - waren am 29. Januar aus Wuhan ausgeflogen worden. Bei keinem der RĂŒckkehrer wurde das Coronavirus festgestellt. "Sie brauchen keine zusĂ€tzlichen Tests, sie mĂŒssen nicht gemieden werden, sie haben kein neuartiges Coronavirus", sagte der Amtsarzt der Region, Cameron Kaiser. Seine Abteilung hatte ein Foto veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie die Menschen ihre Masken in einer QuarantĂ€ne-Abschlusszeremonie wegwarfen.

1.31 Uhr: Dutzende neue Infektionen auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das in Japan unter QuarantÀne vor Anker liegt, sind 39 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Darunter befÀnde sich auch ein QuarantÀneoffizier, erklÀrte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Damit belaufe sich die Gesamtzahl der Infizierten auf dem Schiff auf 174, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK mitteilte.

Dienstag, 11. Februar, 19.38 Uhr: Zwei neue Coronavirus-FĂ€lle in Bayern – nun 16 in Deutschland

In Bayern gibt es zwei neue bestĂ€tigte Coronavirus-FĂ€lle. Damit ist ihre Zahl in Deutschland auf 16 gestiegen. Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer Webasto aus Stockdorf bei MĂŒnchen, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in MĂŒnchen unter Berufung auf das Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Einzelheiten zu den neuen FĂ€llen wollte das Ministerium am Mittwoch bekannt geben.

Das Unternehmen Webasto hatte den Stammsitz in Stockdorf am 29. Januar vorsorglich geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig spĂ€ter zurĂŒck in ihre Heimat flog. Alle nun insgesamt 14 bestĂ€tigte CoronafĂ€lle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. In Deutschland wurden zudem zwei am 1. Februar aus China nach Frankfurt/Main ausgeflogene Menschen positiv auf das Virus getestet.

16.48 Uhr:WHO gibt neuartigem Coronavirus offiziellen Namen

Das neuartige Coronavirus trĂ€gt nun offiziell den Namen "Covid-19". Der Name ersetze die bisherige Bezeichnung 2019-nCoV, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf mit. "Co" steht demnach fĂŒr "Corona", "vi" fĂŒr "Virus" und "d" fĂŒr "disease" (Krankheit).

2019-nCoV war demnach der provisorische Name fĂŒr das Virus, nachdem die Krankheit in Erscheinung getreten war. Die neue Bezeichnung Covid-19 sei ausgewĂ€hlt worden, weil sie einfach auszusprechen sei und kein Land und keine bestimmte Bevölkerung stigmatisiere, sagte WHO-Chef Tedros.

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Er sehe zudem eine realistische Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Wenn wir jetzt investieren, haben wir eine realistische Chance, diesen Ausbruch zu stoppen", sagte Tedros.

14.37 Uhr: Forscher aus Hongkong: Coronavirus könnte 60 Prozent der Weltbevölkerung infizieren

Hongkongs fĂŒhrender Epidemiologe Gabriel Leung befĂŒrchtet, dass sich bis zu 60 Prozent der Menschen weltweit mit dem neuen Coronavirus infizieren könnten, wenn es nicht gelingt, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Er gilt als weltweit anerkannter Experte auf seinem Gebiet.

"Wir mĂŒssen uns darauf vorbereiten, dass sich die bisher begrenzte Epidemie zu einer (lĂ€nderĂŒbergreifenden) Pandemie ausweiten könnte", sagte Leung in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Guardian". Es seien rasche "drakonische" BeschrĂ€nkungen der MobilitĂ€t der Menschen nötig. Man sollte erwĂ€gen, Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Lungenseuche nach chinesischem Vorbild zu ergreifen.

Leungs Annahme beruht auf einer Modellstudie zum Coronavirus 2019-nCoV, die er und seine Kollegen Ende Januar veröffentlicht haben. Ob tatsÀchlich 60 Prozent der Menschheit infiziert werden, sei unklar, sagte Leung weiter. "Vielleicht nicht. Vielleicht kommt das in Wellen. Vielleicht wird das Virus seine Tötlichkeit abschwÀchen, da es ihm sicherlich nicht hilft, wenn es alle auf seinem Weg tötet, weil es dann auch stirbt", so Leung.

14.21 Uhr: Pharmaexperten warnen vor Antibiotika-EngpÀssen

ProduktionsausfĂ€lle in China wegen des Coronavirus könnten nach Ansicht von Pharmaexperten schlimmstenfalls zu Antibiotika-EngpĂ€ssen in Deutschland fĂŒhren. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwĂ€nden die LagervorrĂ€te fĂŒr die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Kurzfristig reichten die Antibiotika-LagerbestĂ€nde aus, um die Produktion aufrecht zu erhalten, doch bei einem lĂ€ngerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten LieferengpĂ€sse.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhĂ€ngig von China, da die Herstellung in Europa nicht lohne. So wĂŒrden etwa Vorstufen der Penicilline vor allem in der Volksrepublik produziert. Zwar sei die Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan nicht der einzige, aber ein maßgeblicher Standort fĂŒr die Wirkstofferstellung, sagte Hosseini der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn sich die Situation in den chinesischen ProduktionsstĂ€tten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen." Erschwerend komme dazu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin geruht habe.

Im Fall von LieferengpĂ€ssen könnten indische Produzenten einspringen, aber nicht kurzfristig in der benötigten GrĂ¶ĂŸenordnung, sagte Hosseini. In Deutschland wĂŒrden etwa nötige Vorstufen von Antibiotika seit dem Produktionsende am Pharmastandort Frankfurt Höchst 2017 gar nicht mehr hergestellt, so eine Studie von Roland Berger. Behörden sehen indes noch keinen Grund zur Sorge. Es lĂ€gen "bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder VersorgungsengpĂ€ssen kommen wird", teilte das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

13.45 Uhr: WHO-Chef – Neuartiges Coronavirus ist "sehr ernste Bedrohung" fĂŒr die Welt

Das neuartige Coronavirus ist nach EinschĂ€tzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit "ernste Bedrohung". Zwar beschrĂ€nkten sich derzeit noch rund 99 Prozent der InfektionsfĂ€lle auf China, doch stelle das Virus auch eine "sehr ernste Bedrohung fĂŒr den Rest der Welt dar", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie.

"Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten", sagte Tedros vor den rund 400 Forschern und Experten aus aller Welt. "Gemeinsam können wir das schaffen", fĂŒgte er hinzu. Der WHO-Chef forderte alle betroffenen LĂ€nder erneut auf, ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten zu teilen. Gleichzeitig rief er zu globaler "SolidaritĂ€t" auf.

Das zweitĂ€gige von der WHO organisierte Treffen soll zur EindĂ€mmung der Krankheit beitragen. Tedros hoffe, dass eines der Ergebnisse dieses Treffens ein gemeinsamer Fahrplan fĂŒr die Forschung sein wird, an dem sich Wissenschaftler und Spender weltweit orientieren könnten.

13.11 Uhr: Virus-Angst – Kreuzfahrtschiff darf nicht in Asien andocken

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus kann in Asien ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff nicht andocken – obwohl keine FĂ€lle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul erklĂ€rte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass das Schiff festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei "Holland America Line" schilderte.

UrsprĂŒnglich wollte das Schiff rund 120 km sĂŒdöstlich von Bangkok anlegen. Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha versicherte, der "Westerdam" wĂŒrden bei Bedarf Treibstoff, Wasser und Lebensmittel gebracht. An Bord sind nach Angaben der Reederei rund 1.500 GĂ€ste und 800 Besatzungsmitglieder.

Die Reederei schrieb vor einigen Tagen auf ihrer Homepage, die GĂ€ste seien in Sicherheit. Es werde fĂŒr sie gut gesorgt. Das Schiff sei nicht in QuarantĂ€ne. Es gebe kein Grund anzunehmen, dass es FĂ€lle des Coronavirus an Bord gebe. Auf der Homepage schilderte die Reederei auch eine Reihe von medizinischen Vorsorgemaßnahmen, die getroffen wĂŒrden.

12.24 Uhr: Zwei negativ getestete Japaner haben doch Coronavirus

Zwei aus Wuhan evakuierte Japaner sind an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, obwohl ihre Tests zuvor negativ ausgefallen waren. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurde einer von ihnen sogar zwei Mal getestet, ohne dass das Virus entdeckt wurde. Beide MĂ€nner waren Ende Januar aus Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, ausgeflogen worden.

Den Angaben zufolge wurde bei dem Mann zwölf Tage nach dem zweiten Test nun doch die Atemwegserkrankung nachgewiesen. Seit seiner RĂŒckkehr nach Japan am 29. Januar wurde er in einem Hotelzimmer unter QuarantĂ€ne gestellt. Der zweite Mann war laut Gesundheitsministerium am 30. Januar zurĂŒckgekehrt und zunĂ€chst ebenfalls negativ getestet worden. Ein zweiter Test am Montag habe dann das Virus nachgewiesen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO betrĂ€gt die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus rund 14 Tage.

9.35 Uhr: China zÀhlt Infizierte ohne Symptome nicht mehr in Statistik

China fĂŒhrt nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierte Personen, die aber keine Symptome zeigen, nicht mehr in seiner Statistik der Ansteckungen. Das ging am Dienstag aus neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking hervor, die schon am vergangenen Freitag erlassen wurden. Erst wenn Krankheitssymptome auftrĂ€ten, werde die Person als "infiziert" gefĂŒhrt, heißt es darin. Wie viele Infektionen damit gar nicht erst erfasst werden, ist unklar. Generell dĂŒrfte die Dunkelziffer nicht registrierter FĂ€lle immens sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte in ihren tĂ€glichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt betont, dass rund 80 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf nĂ€hmen.

Ein Grund, warum die Statistik geĂ€ndert wurde, wurde nicht genannt. Seit Ende vergangener Woche wĂ€chst der tĂ€glich verkĂŒndete Anstieg der neu nachgewiesenen Ansteckungen mit der Lungenkrankheit nicht mehr so stark wie zuvor. In welchem Ausmaß die neue Art, die Zahlen zu erfassen und zu berichten, dahinter steckt, war zunĂ€chst unklar.

Die neue Definition widerspricht den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die als Infizierten jemanden betrachtet, bei dem eine 2019-nCoV-Infektion durch ein Labor bestĂ€tigt wurde – "ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome". Mit dem Coronavirus infizierte Personen können in der Inkubationszeit schon selbst ansteckend sein. Experten gehen in der Regel von bis zu 14 Tagen aus.

8.15 Uhr: "Super-Verbreiter" aus Großbritannien soll Menschen in drei LĂ€ndern angesteckt haben

Ein britischer GeschĂ€ftsmann soll nach Medienberichten weitere Briten in mindestens drei LĂ€ndern mit dem Coronavirus angesteckt haben. Insgesamt mindestens elf Menschen soll er infiziert haben. Über den "Superspreader" hatte unter anderem der "Guardian" berichtet.

Der Mann hatte sich wahrscheinlich auf einer Konferenz in Singapur bei einem anderen Teilnehmer angesteckt. Er war geschĂ€ftlich fĂŒr ein Gasanalyse-Unternehmen unterwegs. Nach seinem Aufenthalt in Singapur sei er zurĂŒck nach London gereist und sei erst nach seiner RĂŒckkehr ĂŒber den Coronavirus-Vorfall auf der Konferenz informiert worden. Als er sich daraufhin auf das Virus testen ließ, trug er es bereits etwa zehn Tage in sich.

3 Uhr: China feuert Chefs der Gesundheitskommission in Hubei

Der Ausbruch des Coronavirus in China zieht personelle Konsequenzen nach sich: Wie Chinas Staatsfernsehen am Dienstag berichtete, sind die Chefs der Gesundheitskommission in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei entlassen worden. Zhang Jin, ParteisekretÀr der Gesundheitskommission von Hubei, und Liu Yingzi, der Direktor der Behörden, wurden demnach von Wang Hesheng, dem stellvertretenden Leiter der Nationalen Gesundheitskommission, abgelöst.

Zuletzt war in China immer mehr Kritik an der UntĂ€tigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch laut geworden. FĂŒr landesweite BestĂŒrzung und Anteilnahme sorgte vergangene Woche der Tod des Arztes Li Wenliang, der frĂŒhzeitig vor dem Ausbruch des Coronavirus gewarnt hatte, aber laut Berichten gezwungen wurde, diese "GerĂŒchte" nicht weiter zu verbreiten. Der 34-JĂ€hrige starb, weil er sich mit dem Virus angesteckt hatte.

0.20 Uhr: Zahl der Toten in China auf mehr als tausend gestiegen

In China sind inzwischen mehr als tausend Menschen an der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die Regionalregierung der zentralchinesischen Provinz Hubei am Dienstag mitteilte, starben dort seit dem Vortag 103 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina wuchs damit auf mindestens 1.011 an. Die allermeisten Infektions- und TodesfÀlle gibt es weiterhin in Hubei, von wo die Epidemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte. Nach Angaben der dortigen Behörden wurden seit Montag weitere 2.097 AnsteckungsfÀlle in der Provinz verzeichnet. Die offizielle Gesamtzahl der AnsteckungsfÀlle in Festlandchina stieg damit auf mehr als 42.200.

Der chinesische Staatschef Xi Jinping, der sich seit Ausbruch der Epidemie weitgehend von der Öffentlichkeit ferngehalten hatte, zeigte sich am Montag mit Atemschutzmaske. Beim Besuch eines Krankenhauses in Peking mit infizierten Patienten nannte er die Lage "immer noch sehr ernst" und forderte "entschiedenere Maßnahmen", wie der Staatssender CCTV berichtete.

Xi sprach per Videoschaltung auch mit Ärzten in der Millionenstadt Wuhan in Hubei. In Wuhan war das neuartige Virus erstmals bei Menschen festgestellt worden. Zudem ließ sich der Staatschef bei einem Besuch eines Pekinger Viertels mit ausgestrecktem Arm die Körpertemperatur messen. Auf Bildern des Staatsfernsehens war ferner zu sehen, wie Xi mit einigem Abstand mit Anwohnern sprach.

Montag, 10. Februar, 19.08 Uhr: Internationale Konferenz zu Impfstoff beginnt

Die Weltgesundheitsorganisation richtet ab Dienstag eine internationale Konferenz zur Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus aus. Das zweitĂ€gige Treffen soll zur EindĂ€mmung der Krankheit beitragen. An ihr starben bereits mehr als 900 Menschen, zumeist in China. Wissenschaftler in aller Welt forschen derzeit sowohl an einem Impfstoff als auch ĂŒber die Verbreitungswege der Atemwegserkrankung.

17.21 Uhr: Expertenteam der WHO nimmt Arbeit in China auf

Die Weltgesundheitsorganisation hat ein Expertenteam nach China geschickt, um weitere Informationen ĂŒber das Coronavirus zu sammeln. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, dass das Team nun die Grundlage legen solle fĂŒr ein dann grĂ¶ĂŸeres, internationales Expertenteam. Tedros betonte, dass dem Team freie Hand gelassen werde bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Die Expertengruppe solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team.

14.38 Uhr: Inkubationszeit möglicherweise deutlich lÀnger als angenommen

Die Inkubationszeit beim neuen Coronavirus könnte Analysen zufolge in seltenen FĂ€llen bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommenen gut fĂŒnf Tage, ergab eine Auswertung des renommierten Experten Zhong Nanshan nach Angaben der "China Daily" vom Montag.

Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur EindĂ€mmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1.099 FĂ€lle aus 552 KrankenhĂ€usern in China untersucht. Es handelt sich allerdings um vorlĂ€ufige Ergebnisse, die weiterer BestĂ€tigung bedĂŒrfen. Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunĂ€chst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, sagte der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner CharitĂ© zu der Analyse in China.

10.50 Uhr: Großbritannien verschĂ€rft Schutzvorschriften gegen Coronavirus

Die britische Regierung hat das neuartige Coronavirus als "ernste und unmittelbare Gefahr fĂŒr die Volksgesundheit" eingestuft und damit ihre Schutzmaßnahmen verschĂ€rft. Menschen können nun gezwungen werden, in QuarantĂ€ne zu gehen, wie das Gesundheitsministerium am Montag in London mitteilte. Dies komme nicht nur den Betroffenen zugute, sondern könne auch weitere Ansteckungen mit dem Erreger verhindern. In Großbritannien stĂŒnden dafĂŒr zwei Einrichtungen in Wirral und Milton Keynes zur VerfĂŒgung.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich ein Brite im Januar in Singapur mit der Lungenkrankheit infiziert hatte und inzwischen mit mindestens sieben weiteren FĂ€llen in England, Frankreich und Spanien in Verbindung gebracht wird. Er hatte sich mit anderen Personen ein Chalet in einem Skigebiet nahe des Mont Blanc in den Alpen geteilt.

9.31 Uhr: Bei China-RĂŒckkehrern in Berlin kein Virus nachgewiesen

Die 20 China-RĂŒckkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der RĂŒckkehrerinnen und RĂŒckkehrer in Berlin sind negativ", teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. "Die 14-tĂ€gige QuarantĂ€ne fĂŒr die Dauer einer lĂ€ngstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schĂŒtzen." Der Bevölkerungsschutz habe höchste PrioritĂ€t fĂŒr sie, betonte Kalayci.

Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine QuarantĂ€ne-Station auf dem GelĂ€nde der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.

7.05 Uhr: 60 weitere Coronavirus-FĂ€lle auf Kreuzfahrtschiff

An Bord des unter QuarantÀne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 FÀlle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete.

Die ĂŒbrigen der insgesamt 2.666 Passagiere und 1.045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.

2 Uhr: Zahl neuer Infektionen steigt weiter

Die Zahl neuer Infektionen und TodesfĂ€lle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue TodesfĂ€lle bestĂ€tigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3.062 auf 40.171 FĂ€lle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprĂŒnglich ausgebrochen war, kamen 2.618 Infektionen und 91 TodesfĂ€lle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestĂ€tigt, davon 14 in Deutschland.

Sonntag, 9. Februar, 13.15 Uhr: Flugzeug mit 20 deutschen RĂŒckkehrern aus Wuhan in Berlin gelandet

Ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe mit 20 Deutschen aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ist am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. An Bord der Maschine seien außerdem auch 17 Menschen aus weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern gewesen, erklĂ€rte Außenminister Heiko Maas (SPD). Die deutschen StaatsbĂŒrger und deren Familienangehörige werden laut der Berliner Gesundheitsbehörden nun in ein DRK-Krankenhaus in Berlin-Köpenick gebracht, in dem sie 14 Tage in QuarantĂ€ne bleiben werden.

"Ich bin erleichtert ĂŒber die Ausreise von weiteren 20 Deutschen und Familienangehörigen mit einer britischen Chartermaschine aus Wuhan", erklĂ€rte Maas. Die RĂŒckkehrer waren am Samstagabend in Großbritannien gelandet, nachdem sie mit einem britischen Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden waren. "Unser großer Dank gilt unseren britischen Freunden, mit denen wir in den letzten Tagen intensiv und vertrauensvoll daran gearbeitet haben, die Ausreise möglich zu machen", fĂŒgte der Außenminister hinzu.

Die 17 weiteren Wuhan-RĂŒckkehrer reisen nach Angaben des AuswĂ€rtigen Amtes am Sonntag unmittelbar mit SonderflĂŒgen von Berlin-Tegel nach Luxemburg, die Niederlande, Österreich und RumĂ€nien weiter.

09.30 Uhr: Maschine mit RĂŒckkehrern aus Wuhan in Großbritannien gelandet

Eine britische Chartermaschine mit RĂŒckkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist in Großbritannien angekommen. Das Flugzeug mit 200 Menschen, darunter etwa 20 Deutschen, an Bord sei am Sonntag um 07.30 Uhr (08.30 Uhr MEZ) auf dem MilitĂ€rflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford gelandet, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die deutschen RĂŒckkehrer werden noch am Sonntagvormittag in Berlin erwartet. Das AuswĂ€rtige Amt hatte sich am Samstagabend per Twitter bei den britischen Behörden bedankt: "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden fĂŒr die große Hilfe!"

6.45 Uhr: Mehr Tote durch neuartiges Coronavirus als durch SARS

Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus hat die der SARS-Pandemie vor 17 Jahren ĂŒberstiegen. Mit 89 neuen TodesfĂ€llen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestĂ€tigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) waren 2002/2003 laut WHO 8096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 TodesfĂ€lle geben.

Samstag, 8. Februar, 15 Uhr: Bundesregierung holt weitere Deutsche aus China zurĂŒck

Die Bundesregierung holt weitere BundesbĂŒrger aus der Region Wuhan. 20 Deutsche sollten voraussichtlich am Sonntag in Berlin ankommen, teilt die Senatverwaltung fĂŒr Gesundheit mit. Nach ihrer Ankunft wĂŒrden sie fĂŒr 14 Tage isoliert. "Berlin ist gut vorbereitet. Alle AblĂ€ufe stehen", erklĂ€rt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Alle wĂŒrde auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis sei am Montagmittag zu rechnen.

11.57 Uhr: FĂŒnf Briten positiv getestet

In Frankreich ist nach Angaben der Regierung bei fĂŒnf britischen StaatsbĂŒrgern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sie hĂ€tten in den französischen Alpen in derselben Unterkunft ĂŒbernachtet wie ein weiterer Brite, der aus Singapur angereist und bei dem die Erkrankung kurz zuvor festgestellt worden sei, teilt Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Unter den neu Infizierten sei auch ein Kind. Die Gruppe sei in gutem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus der Region eingeliefert worden. Die Briten hielten sich in dem Ski-Ort Contamine Monjoie am Mont Blanc auf. In Frankreich gibt es jetzt elf Corona-FĂ€lle.

10.44 Uhr: Wuhan eröffnet nĂ€chste Klinik fĂŒr Infizierte

In Wuhan ist Medien zufolge ein zweites neues Krankenhaus fĂŒr Corona-FĂ€lle eröffnet worden. Die ersten Ärzte- und Pflegerteams seien bereits eingetroffen, berichtet das staatliche Fernsehen. Noch am Samstag sollen die ersten Patienten in der 1.500-Betten-Klinik aufgenommen werden. Am Montag war ein erstes neues Krankenhaus zur Isolierung von Coronavirus-Patienten eröffnet worden. Der Bau hatte acht Tage gedauert.

8.56 Uhr: Zwei AuslÀnder sterben am Coronavirus

In Wuhan ist ein Amerikaner an einer Corona-Infektion gestorben. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag mitteilte, erlag der 60-JĂ€hrige der Krankheit am Donnerstag in einer Klinik der zentralchinesischen Stadt. Nach Hunderten TodesfĂ€llen durch das Virus unter Chinesen ist der US-BĂŒrger das erste bestĂ€tigte Todesopfer mit anderer NationalitĂ€t. Auch ein Japaner starb nach EinschĂ€tzung des Tokioter Außenministeriums in Wuhan an der Krankheit.

Bei dem Mann im Alter zwischen 60 und 70 Jahren habe der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestanden, so das Ministerium unter Berufung auf chinesische Behörden. Wegen Schwierigkeiten bei der Diagnose sei aber eine LungenentzĂŒndung als Todesursache angegeben worden. In Wuhan war die Epidemie ausgebrochen und grassiert dort weiterhin besonders stark.

7.20 Uhr: Bericht: Regierung will erneut Deutsche aus China ausfliegen

Die Bundesregierung will noch einmal deutsche BĂŒrger aus der Krisenregion Wuhan in China evakuieren. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. 35 Personen sollen demnach nach Deutschland gebracht werden, darunter auch Menschen aus Österreich und Luxemburg. Dabei soll zunĂ€chst ein von der britischen Regierung gecharterter Flieger mitgenutzt werden. Die Luftwaffe holt die Deutschen dann aus England ab und bringt sie nach Berlin, so die "Bild" weiter.

6.25 Uhr: Zahl der Virus-Opfer steigt weiter

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China erneut schnell gestiegen. Bis Samstag kletterte die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, innerhalb eines Tages um 3.399 auf 34.546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Die Zahl der Toten legte um 86 auf 722 zu. Allein die besonders schwer betroffene Provinz Hubei, wo das Virus ursprĂŒnglich in der Metropole Wuhan ausgebrochen war, meldete 81 neue Todesopfer. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend LĂ€ndern ĂŒber 270 weitere FĂ€lle, davon 14 in Deutschland.

Freitag, 7. Februar, 19.48 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 14

In Bayern ist ein weiterer Coronavirus-Fall entdeckt worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland auf 14. Der Erreger wurde bei der Frau eines Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Frau werde medizinisch ĂŒberwacht und ist in der MĂŒnchen Klinik Schwabing isoliert. Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit. In Bayern allein gibt es nun zwölf FĂ€lle, alle stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. Dort hatten sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt.

18.35 Uhr: U18-WM der Handballerinnen findet nicht in China statt

Die U18-Weltmeisterschaft der Handballerinnen wird wegen des Coronavirus nicht in China ausgetragen. Diese Entscheidung hat die Internationale Handball-Föderation in Absprache mit dem chinesischen Verband getroffen. "Die IHF dankt dem CHA fĂŒr seine UnterstĂŒtzung, sein VerstĂ€ndnis und seine Bereitschaft, die Rechte zur Austragung der Weltmeisterschaft zurĂŒckzugeben, da dies im besten Interesse der Spielerinnen ist und eine verlĂ€ssliche Planung fĂŒr alle Beteiligten gewĂ€hrleistet", hieß es in einer IHF-Mitteilung. Über den neuen Gastgeber fĂŒr die TitelkĂ€mpfe vom 18. bis 30. August will die IHF am 27. Februar auf einer Exekutivsitzung in Kairo entscheiden.

18.18 Uhr: US-Notenbank warnt vor massiven Auswirkungen auf Weltwirtschaft

Die US-Notenbank Fed hat vor massiven Folgen des Coronavirus fĂŒr die Weltwirtschaft gewarnt. Die Ausbreitung der neuartigen Erkrankung könne zu Verwerfungen in der chinesischen Wirtschaft fĂŒhren, die weltweit Niederschlag finden, erklĂ€rte die Fed in ihrem halbjĂ€hrigen Bericht zur WĂ€hrungspolitik. Vor diesem Hintergrund einer international schwĂ€chelnden Konjunktur und niedriger Inflation deutete die Fed an, dass Zinssenkungen durch die Zentralbanken weltweit zu erwarten seien.

16.26 Uhr: Thailands Gesundheitsminister außer sich

Die EindĂ€mmung des Coronavirus stellt die Behörden vieler LĂ€nder auf die Probe. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul verlor am Freitag im Kampf gegen den Erreger kurzzeitig die Nerven. Anutin verteilte an einem belebten Bahnhof der Hauptstadt Bangkok Atemschutzmasken, die jedoch von einigen westlichen Touristen offenbar abgelehnt wurden. "Solche Leute sollten wir aus Thailand rausschmeißen", empörte sich Anutin vor Journalisten.

SpĂ€ter entschuldigte er sich bei Facebook dafĂŒr, dass er "ausgerastet" sei, nachdem "einige AuslĂ€nder aus Europa" sich bei der Masken-Kampagne unkooperativ gezeigt hĂ€tten. In Thailand wurden bislang 25 Coronavirus-FĂ€lle registriert. Neun der Erkrankten haben sich von der Infektion bereits wieder erholt.

14.49 Uhr: Coronaviren halten sich bis zu neun Tage lang auf OberflÀchen

Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf OberflĂ€chen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt ĂŒberleben sie zwischen vier und fĂŒnf Tagen, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im "Journal of Hospital Infection". "KĂ€lte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch", sagte GĂŒnter Kampf vom Institut fĂŒr Hygiene und Umweltmedizin der UniversitĂ€tsmedizin Greifswald.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch ĂŒber HĂ€nde und OberflĂ€chen, die hĂ€ufig angefasst werden. "Im Krankenhaus können das zum Beispiel TĂŒrklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere GegenstĂ€nde im direkten Umfeld von Patienten", erklĂ€rte Kampf.

12.36 Uhr: Weltweite Knappheit an Virus-SchutzausrĂŒstung

Wegen der Coronavirus-Epidemie in China wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile weltweit SchutzausrĂŒstung knapp. "Die Welt ist mit einem chronischen Mangel an persönlicher SchutzausrĂŒstung konfrontiert", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere SchutzausrĂŒstung aus.

11.51 Uhr: Studie: Schuppentier möglicher ÜbertrĂ€ger von neuartigem Coronavirus

Das bedrohte und in China begehrte Schuppentier könnte einer Studie zufolge ÜbertrĂ€ger des neuartigen Coronavirus sein. Die Untersuchung von mehr als tausend Proben von Wildtieren habe ergeben, dass die Gensequenz von Viren beim Schuppentier zu 99 Prozent mit der des Coronavirus 2019-nCoV ĂŒbereinstimme, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag aus der Studie der SĂŒdchinesischen Landwirtschaftlichen UniversitĂ€t.

Details der Forschungsergebnisse wurden nicht genannt. Es wird davon ausgegangen, dass das neuartige Virus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht, sich von einem Markt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aus verbreitete. Auf dem Markt wurden auch exotische Wildtiere angeboten.

Als sicher gilt, dass bei dem neuartigen Coronavirus FledermĂ€use als sogenanntes Erregerreservoir dienen. Das bedeutet, dass das Virus in den FledermĂ€usen vorkommt, diese aber nicht davon krank werden. Einer unlĂ€ngst veröffentlichten Studie zufolge stimmen die Gensequenzen des Virus und des Virus bei FledermĂ€usen zu 96 Prozent ĂŒberein. Das Virus bei den FledermĂ€usen kann aber nicht an menschlichen Zellen andocken. Es muss also ĂŒber einen Zwischenwirt zum Menschen gelangt sein – und dabei könnte es sich um das Schuppentier handeln.

8.16 Uhr: Tod von Whistleblower-Arzt – China startet Untersuchung

Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frĂŒhzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus warnte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan.

Der Tod des 34-jĂ€hrigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit starb, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst. Sein Schicksal symbolisiert fĂŒr viele Chinesen die Folgen der UntĂ€tigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. Bei den Ermittlungen gehe es um Fragen des Volkes zu diesem Geschehen, hieß es.

Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl von mysteriösen VirusfĂ€llen in Wuhan vor einer Wiederkehr des SARS-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8.000 Infizierten und 774 Toten gefĂŒhrt hatte.

Acht Teilnehmer an der Chatgruppe waren danach von der Polizei wegen der Verbreitung von angeblichen "GerĂŒchten" vorgeladen und verwarnt worden. Auch mussten sie unterschreiben, dass sie nichts mehr ĂŒber den Ausbruch enthĂŒllen. Einige Tage spĂ€ter infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin.

2 Uhr: Chinesischer Arzt Li Wenliang ist gestorben

Ein prominentes Oper des Coronavirus wurde am Donnerstagabend der Augenarzt Li Wenliang, der bereits am 30. Dezember 2019 vor dem Virus gewarnt hatte. Nachdem erste chinesische Medienmeldungen ĂŒber seinen Tod noch dementiert wurden, bestĂ€tigte das Wuhan Central Hospital in der Nacht chinesischen Medien die Todesnachricht.

Li Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunĂ€chst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr ĂŒber den Ausbruch enthĂŒllen.

1.52 Uhr: Weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf einem vor Japans KĂŒste liegenden Kreuzfahrtschiff mit rund 3.700 Menschen an Bord sind mittlerweile 41 weitere positiv auf das Virus getestet worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 61, wie das Gesundheitsministerium in Tokio mitteilt.

1.43 Uhr: Japan will Wirtschaft unterstĂŒtzen

Der japanische MinisterprĂ€sident Shinzo Abe hat seine Regierung damit beauftragt, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Folgen des Virus-Ausbruchs fĂŒr die Wirtschaft abzufedern. Das teilt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura mit. Demnach geht es auch darum zu prĂŒfen, ob Haushaltsreserven angezapft werden.

1.28 Uhr: Mehr als 30.000 VirusfĂ€lle in China – erneut sterben 73 Patienten

Chinas Nationale Gesundheitskommission meldet 636 TodesfÀlle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das sind 73 mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der bestÀtigten Infektionen stieg demzufolge um 3.143 auf 31.161.

Donnerstag, 6. Februar, 19.42 Uhr: Bundesregierung will weitere Deutsche aus China holen

Die Bundesregierung will weitere deutsche StaatsbĂŒrger und ihre Angehörigen aus der Millionenstadt Wuhan in China zurĂŒck nach Deutschland holen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestĂ€tigte das AuswĂ€rtige Amt der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe in Wuhan "einzelne Personen", die sich erst nach dem RĂŒckholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hĂ€tten, hieß es aus dem Ministerium. "Wir bemĂŒhen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen."

Das gefĂ€hrliche Coronavirus hatte sich von Wuhan aus verbreitet. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine grĂ¶ĂŸere Gruppe von britischen StaatsbĂŒrgern ausfliegen soll. Auch fĂŒr die Neuankömmlinge aus China wĂŒrde eine 14-tĂ€gige QuarantĂ€ne gelten. Sie sollen nach Informationen des "Spiegel" in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden. Beim ersten RĂŒckholflug am Samstag hatte die Bundeswehr mehr als 100 Deutsche und einige Angehörige aus der Region Wuhan ausgeflogen.

14.10 Uhr: Weiterer Fall in Bayern – Frau von Infiziertem erkrankt

Mit einem weiteren Nachweis auf das Coronavirus ist die Gesamtzahl in Deutschland auf 13 gestiegen: Der Erreger wurde bei der Frau von einem der Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Es handele sich um die Ehefrau eines der infizierten Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben – ebenso wie die Mutter – symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus.

12.45 Uhr: Asiatin trĂ€gt Atemschutzmaske – Angriff in New York

In New York kam es in einer U-Bahnstation in Chinatown zu einem Angriff auf eine Asiatin mit Atemschutzmaske. Bevor sie geschlagen und nach ihr getreten wurde, soll der TĂ€ter sie nach Zeugenangaben als "kranke HĂŒndin" bezeichnet haben. Die Polizei wertet den Angriff als mögliches Hassverbrechen, das durch Ängste vor dem Coronavirus ausgelöst wurde. Das Gesicht der Frau war vollstĂ€ndig von einer gelben Gesichtsmaske, einer Brille und der Kapuze eines Parkas bedeckt. Videoaufnahmen der Tat kursieren in den sozialen Medien.

Donnerstag, 11.45 Uhr: Air France fliegt China bis Mitte MĂ€rz nicht an

Wegen des grassierenden Coronavirus wird Air France KLM China weiterhin nicht anfliegen. Bis zum 15. MĂ€rz wird die Fluggesellschaft demnach nicht auf das chinesische Festland fliegen. Ab 29. MĂ€rz soll den Angaben zufolge voraussichtlich wieder der normale Flugplan gelten.

1.48 Uhr: Zehn weitere FĂ€lle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter QuarantĂ€ne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn weitere FĂ€lle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf 20. Die Betroffenen wĂŒrden in örtliche KrankenhĂ€user gebracht, berichteten örtliche Medien weiter.

An Bord des Schiffes sind auch acht deutsche Staatsangehörige. Nach bisherigen Erkenntnissen sind sie nicht unter den Infizierten. Die ĂŒbrigen der insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die HĂ€lfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunĂ€chst fĂŒr weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

1.30 Uhr: 73 weitere Tote in China

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut deutlich gestiegen. Wie die chinesischen Behörden am Donnerstag mitteilten, starben seit dem Vortag weitere 73 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der TodesfÀlle in Festlandchina wuchs damit auf 563.

70 der neuen TodesfĂ€lle wurden in der zentralchinesischen Provinz Hubei verzeichnet, dem Zentrum der Epidemie. Von der Millionenmetropole Wuhan in Hubei hatte der Erreger im Dezember seinen Ausgang genommen. Die Provinz ist weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt. Auch in anderen Regionen verhĂ€ngten die chinesischen Behörden VerkehrsbeschrĂ€nkungen.

Seit Mittwoch wurden nach Angaben der Regierung in Peking insgesamt 3.694 neue KrankheitsfÀlle in Festlandchina durch das Virus registriert. Die offizielle Gesamtzahl der AnsteckungsfÀlle in Festlandchina stieg damit auf 28.018.

Mittwoch, 0.10 Uhr: Österreich fĂŒhrt Fiebermessungen am Flughafen Wien ein

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Wien verschĂ€rft. Ab Donnerstagmorgen werde am Flughafen der österreichischen Hauptstadt bei Passagieren, die per Direktflug aus Peking kommen, die Temperatur gemessen, kĂŒndigte Niederösterreichs GesundheitslandesrĂ€tin Ulrike Königsberger-Ludwig im Sender ORF an.

Sieben Österreicher, darunter ein Kind, waren am Sonntag aus der chinesischen Provinz Hubei, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte, ausgeflogen worden. Bislang fielen die Tests bei den RĂŒckkehrern nach Behördenangaben negativ aus. Sie befinden sich in Wien in QuarantĂ€ne.

Die österreichische Regierung kĂŒndigte UnterstĂŒtzung der chinesischen Behörden im Kampf gegen den Erreger an. Demnach werden 2000 medizinische Sicherheitsbrillen, 50.000 OP-Schutzmasken und 2,4 Millionen Untersuchungshandschuhe nach China geschickt. Von der Volksrepublik aus hat sich das Virus in mindestens 25 LĂ€nder ausgebreitet, darunter auch nach Deutschland.

Mittwoch, 5. Februar, 14.27 Uhr: WHO dementiert Heilmittel

Gegen das Coronavirus gibt es entgegen anderslautenden Medienbericht laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) derzeit noch kein Heilmittel. "Es gibt keine, bekannte wirksame Therapie gegen das Virus", sagte Sprecher Tarik Jasarevic. Ein chinesischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, ein Forscher-Team an der Zhejiang UniversitĂ€t habe ein effektives PrĂ€parat gegen das Virus gefunden. Der britische Sender Sky-News hatte von einem "Durchbruch" in der Entwicklung eines Impfstoffs berichtet. An den Börsen in Europa hatten Aktien daraufhin um mehr als ein Prozent zugelegt. Reuters konnte die Berichte ĂŒber die Forschungsergebnisse nicht verifizieren, aber mehrere HĂ€ndler fĂŒhrten die Börsenreaktion auf die Berichte zurĂŒck.

Russland dĂ€mpfte inzwischen ebenfalls die Erwartungen an die Entwicklung eines Impfstoffes. "Der Prozess braucht mehr als eine kurze Zeit. FĂŒr einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko.

14.15 Uhr: Lagarde: Coronavirus Risiko fĂŒr Europas Konjunktur

Das Coronavirus in China sorgt nach Worten von EZB-Chefin Christine Lagarde bei Europas Wirtschaft fĂŒr weitere Risiken. Die kurzfristigen Unsicherheiten fĂŒr die Konjunktur gingen vor allem auf globale Risiken wie die Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikte zurĂŒck - und jetzt auch "auf den Ausbruch des Coronavirus und seine potenziellen Auswirkungen auf das weltweite Wachstum", sagte die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB). "Doch wĂ€hrend die Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA und China zurĂŒckgegangen zu sein scheint, sorgt das Coronavirus fĂŒr weitere Unsicherheit." Die Notenbank beobachte dies weiter genau.

Die Konjunktur im WĂ€hrungsraum zieht derzeit nur leicht an. Im Schlussquartal 2019 hatte das Bruttoinlandsprodukt in den 19 Euro-LĂ€ndern nur minimal um 0,1 Prozent zugelegt. Das Wachstum sei schwach ausgefallen, aber im Rahmen der Erwartung der EZB, sagte Lagarde.

Das Ifo-Institut sieht kaum Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland, sollte sich das Wirtschaftswachstum in China wegen des Coronavirus abschwĂ€chen. Die deutsche Wirtschaft wĂŒrde nur um 0,05 Prozent weniger zulegen, sollte das Virus Chinas Konjunktur ebenso stark eintrĂŒben wie es 2003 durch die Infektionskrankheit SARS geschah, sagte Ifo-Experte Timo WollmershĂ€user der "Zeit". Die Folgen wĂ€ren so glimpflich, weil eine Epidemie vor allem die Konsumnachfrage dĂ€mpft - und damit Reisen, Restaurantbesuche und EinkĂ€ufe. "FĂŒr Deutschland ist es aber praktisch irrelevant, wenn der Konsum in China zurĂŒckgeht." Deutsche Firmen lieferten kaum KonsumgĂŒter dorthin.

11.03 Uhr: Österreicherin flieht von Isolierstation

In Österreich ist eine 31-JĂ€hrige aus der Isolierstation eines Krankenhauses getĂŒrmt. Sie stand unter Verdacht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und war deshalb im Landeskrankenhaus in Salzburg unter Beobachtung. Nach Angaben der Behörden war sie in der Nacht zu Mittwoch um drei Uhr aus ihrem Zimmer geflohen. Sie konnte am Vormittag in ihrer Wohnung aufgegriffen werden. Nun wird die Frau bewacht. Noch ist unklar, ob sie tatsĂ€chlich an dem Coronavirus erkrankt ist. Die Ergebnisse ihres Rachenabstrichs stehen noch aus.

10.45 Uhr: Hersteller aus China sagen Messe ab

Eine Lebensmittelmesse in Berlin muss wegen des Coronavirus auf einige Aussteller verzichten. Rund die HÀlfte der Aussteller aus China, die ihre Waren auf der "Fruit Logistica" prÀsentieren wollten, wird die Reise in die Hauptstadt nicht antreten. Das berichtet der RBB. Grund sei allerdings weniger das Virus an sich, als der wegen der Pandemie eingeschrÀnkte Flugverkehr von und nach China.

7.06 Uhr: Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff: Bislang keine FĂ€lle bei Deutschen

Unter den bislang bestÀtigten zehn FÀllen des neuen Coronavirus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan ist kein Deutscher. Wie die Reederei der "Princess Cruises" am Mittwoch bestÀtigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied aus den Philippinen. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht.

An Bord des Schiffes, das vorerst weiter unter QuarantĂ€ne gestellt bleibt, befinden sich nach frĂŒheren Angaben der Reederei auch acht deutsche Passagiere. Die 2.666 Passagiere, etwa die HĂ€lfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunĂ€chst fĂŒr weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Unter den Passagieren und Crewmitgliedern hĂ€tten 120 Menschen Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, so das Ministerium. Weitere 153 hatten demnach engen Kontakt mit dem 80 Jahre alten infizierten Mann aus Hongkong. Sie wurden als erste untersucht. Bei den bislang zehn bestĂ€tigten FĂ€llen des neuen Virus zeige keiner der Betroffenen ernste Symptome, andere hĂ€tten gar keine Symptome, hieß es weiter.

6.42 Uhr: USA fliegen wegen Coronavirus mehr als 300 weitere Menschen aus Wuhan aus

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China haben die USA mehr als 300 weitere Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan ausgeflogen. Zwei Flugzeuge seien am Dienstag (Ortszeit Washington) in der zentralchinesischen Metropole gestartet, teilte das US-Außenministerium mit. Nach Angaben eines Ministeriumsvertreters wurden die Passagiere vor dem Abflug untersucht.

1.05 Uhr: Zahl der Infizierten und Todesopfer in China steigt weiter

Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist am Dienstag in China auf 490 gestiegen. Das sind 65 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestÀtigten Infektionen ist am Montag um 3.887 auf 24.324 geklettert.

0.51 Uhr: United Airlines setzt FlĂŒge nach Hongkong aus

Die amerikanische Fluglinie United Airlines setzt ihre Flugverbindungen nach Hongkong vom dem 08. bis zum 20. Februar aus. "Wir werden die Situation weiter beobachten und falls nötig Änderungen an unserem Zeitplan vornehmen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. United fliegt die chinesische Sonderverwaltungszone im aktuellen Streckenplan drei Mal tĂ€glich an. Bereits am Dienstag hatte American Airlines den Flugdienst nach Hongkong eingestellt.

0.37 Uhr: Zehn Menschen auf Passagierschiff positiv getestet

An Bord eines unter QuarantÀne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn FÀlle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, konnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Tokio nicht sagen. Auch der Deutschen Botschaft in Tokio lagen zunÀchst keine Informationen vor. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere.

Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollten zunĂ€chst fĂŒr weitere 14 Tage an Bord bleiben, sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Anlass fĂŒr die QuarantĂ€ne-Maßnahme war ein 80-JĂ€hriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fĂŒnf Tage spĂ€ter in Hongkong von Bord der "Diamond Princess" gegangen, hieß es.

Die zehn Personen an Bord, die positiv auf den Erreger getestet wurden, seien ĂŒber 50 Jahre alt, meldeten örtliche Medien. In Japan sind damit bislang 33 FĂ€lle bestĂ€tigt.

Dienstag, 4. Februar, 19.01 Uhr: Wegen Virus-Scherz: Kanadischer Urlaubsflieger dreht um

Einen makaberen Scherz hat sich ein kanadischer Fluggast auf dem Weg nach Jamaika erlaubt. Auf halbem Wege zwischen Toronto und der Karibikinsel stand der Mann auf und behauptet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Maschine von WestJet Airlines mit 243 Passagieren an Bord sei daraufhin nach Toronto umgeleitet worden, wie eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP erklÀrte.

Der junge Mann machte bei seiner Aktion laut Augenzeugen mit dem Smartphone Fotos von sich. Die Flugbegleiter gaben ihm eine Maske und Handschuhe und befahlen ihm, sich in den hinteren Teil des Flugzeugs zu begeben.

"Aus einer FĂŒlle von Vorsichtsmaßnahmen heraus befolgte unsere Besatzung alle Protokolle fĂŒr Infektionskrankheiten an Bord", sagte die Westjet-Sprecherin. Bei der Ankunft in Toronto wurden die FluggĂ€ste von der Polizei und Gesundheitsbeamten in Empfang genommen.

Der 29-jÀhrige Scherzbold wurde von Medizinern untersucht, die keine Infektion bei ihm feststellten. SicherheitskrÀfte nahmen ihn daraufhin fest. Er wurde wegen Unruhestiftung angeklagt. Die gestrandeten Passagiere wurden am Dienstagmorgen mit einem Tag VerspÀtung nach Jamaika geflogen.

16.52 Uhr: Vor allem Menschen ĂŒber 60 unter Toten

Das neuartige Coronavirus ist nach Angaben der chinesischen Behörden vor allem fĂŒr Ă€ltere Menschen mit Vorerkrankungen tödlich. 80 Prozent der bislang 425 Toten in China seien ĂŒber 60-JĂ€hrige gewesen, drei Viertel litten an Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck, erklĂ€rte die Nationale Gesundheitskommission. Die Sterblichkeitsrate liegt demnach bei 2,1 Prozent und damit bislang weit unter den 10 Prozent der SARS-Epidemie Anfang der 2000er-Jahre.

Mehr als 97 Prozent der Opfer des neuen Erregers kamen laut der Kommission aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, die als Zentrum des Virenausbruchs gilt. Das bislang jĂŒngste bekannte Todesopfer soll ein 36-JĂ€hriger ohne Vorerkrankungen aus der Millionenmetropole Wuhan sein. Es wird vermutet, dass der Erreger der Lungenkrankheit auf einem mittlerweile geschlossenen Markt in der Elf-Millionen-Stadt von einem Wildtier auf den Menschen ĂŒbergegangen ist. Außerhalb von Hubei soll die Sterblichkeitsrate unter 0,2 Prozent liegen.

14.49 Uhr: Acht Deutsche an Bord von QuarantÀne-Schiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama in Japan unter QuarantÀne steht, befinden sich auch acht deutsche Passagiere. Das berichtet "Bild" unter Berufung eines Sprechers der Reederei Princess Cruises.

Die Behörden in Japan hatten das Schiff mit 3.700 Passagieren festgesetzt, nachdem bei einem chinesischen Reisenden, der im vergangenen Monat mit der "Diamond Princess" unterwegs war, das Coronavirus diagnostiziert worden war. Die Reederei hatte erklĂ€rt, dass sich die Umschlagszeit des Schiffes um etwa 24 Stunden verzögern werde, damit die Behörden die Gesundheit aller 2.666 GĂ€ste und 1.045 Besatzungsmitglieder an Bord ĂŒberprĂŒfen könnten.

14.40 Uhr: Britische Regierung rĂ€t BĂŒrgern zur Ausreise aus China

Die britische Regierung rĂ€t ihren BĂŒrgern zur Ausreise aus China. "Wir empfehlen britischen StaatsbĂŒrgern, das Land wenn möglich zu verlassen", erklĂ€rte Außenminister Dominic Raab in London. Die britische Regierung bemĂŒht sich seinen Angaben zufolge darum, die noch in der zentralchinesischen Provinz Hubei verbliebenen Briten, die ausreisen wollen, auszufliegen.

Am Samstag hatte Großbritannien bereits Personal aus seinen diplomatischen Einrichtungen in China abgezogen. Abgezogen wurden Angestellte der Botschaft in Peking und der Konsulate in China. Der britische Botschafter und eine Notfallbesetzung sollten aber in Peking bleiben. Briten haben in China also weiter Zugang zu konsularischer Hilfe.

14.29 Uhr: Deutschen Coronavirus-Patienten geht es weiterhin gut

Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es weiterhin gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurĂŒckgeholt worden waren, sind wohlauf. "Sie haben keine Symptome", sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt, RenĂ© Gottschalk. Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben mĂŒssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten mĂŒssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

Die zehn Coronavirus-Patienten in Bayern, die in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto stehen, befinden sich nach Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in einem stabilen Zustand. "Es geht den Patienten gut", sagte sie. Zwei von ihnen hÀtten leichtes Fieber. Zwei infizierten Kindern eines Mitarbeiters gehe es ebenfalls gut. Bei Webasto war eine infizierte Kollegin aus China zu Gast gewesen.

13.22 Uhr: China weitet MassenquarantÀne auf Nachbarprovinz von Shanghai aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie ergreift die chinesische Regierung immer großflĂ€chigere QuarantĂ€ne-Maßnahmen: In der an Shanghai angrenzenden Provinz Zhejiang schrĂ€nkten die Behörden am Dienstag die Bewegungsfreiheit fĂŒr rund zwölf Millionen Menschen massiv ein. Die drei von den neuen QuarantĂ€ne-Maßnahmen betroffenen StĂ€dte liegen an der OstkĂŒste Chinas, Hunderte Kilometer entfernt vom Zentrum der Coronavirus-Epidemie in Wuhan. Sie rĂŒcken damit immer nĂ€her an Shanghai heran. Von Hangzhou, wo sich der Sitz des chinesischen Internetriesen Alibaba befindet, sind es etwa lediglich 150 Kilometer bis zu Chinas Wirtschaftsmetropole.

In Taizhou sowie in mehreren Bezirken von Hangzhou und Ningbo darf vorerst nur noch ein Bewohner pro Haushalt jeden zweiten Tag fĂŒr EinkĂ€ufe das Haus verlassen. Die Behörden in Taizhou setzten zudem ab Dienstag 95 Zugverbindungen aus.

In Taizhou mĂŒssen Bewohner von Wohnkomplexen nach Regierungsangaben außerdem ihren Ausweis vorzeigen, wenn sie nach draußen gehen oder zurĂŒckkehren wollen. In Hangzhou wurde das Tragen von Atemschutzmasken angeordnet. Auch Ausweise und die Körpertemperatur der Bewohner sollen ĂŒberprĂŒft werden.

12.37 Uhr: Singapur meldet erste Ansteckungen innerhalb des Stadtstaates mit Coronavirus

In Singapur haben sich erstmals Menschen innerhalb des Stadtstaates mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium von Singapur meldete am Dienstag sechs neue FĂ€lle, darunter vier Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des Erregers. Insgesamt gibt es in Singapur damit 24 Coronavirus-FĂ€lle.

Bei den vier Erkrankten, die sich in Singapur ansteckten, handelt es sich den Angaben zufolge um vier Frauen. Zwei von ihnen arbeiten in einem GeschĂ€ft fĂŒr Gesundheitsprodukte, in dem viele chinesische Touristen einkaufen. Die dritte Frau arbeitet als Reiseleiterin und brachte chinesische Touristen zu dem GeschĂ€ft. Die vierte Frau ist eine Indonesierin, die als Hausangestellte fĂŒr eine der drei Frauen aus Singapur arbeitet. Bei den beiden anderen Coronavirus-FĂ€llen handelt es sich um Menschen aus Singapur, die aus Wuhan in China zurĂŒckgekehrt waren.

Trotz der vier Ansteckungen in Singapur könne noch nicht von einer "weitverbreiteten und anhaltenden" Übertragung des Erregers in Singapur gesprochen werde, erklĂ€rte das Ministerium. Im Falle einer starken Ausbreitung sei Singapur aber bereit, "menschliche Interaktionen" einzuschrĂ€nken, sagte Gesundheitsminister Gan Kim Yong.

11.40 Uhr: Formel-1-Teams sprechen ĂŒber China-Rennen

Die Formel-1-RennstĂ€lle diskutieren am Mittwoch angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus ĂŒber eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestĂ€tigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London. "Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen wĂŒrde", sagte Horner dem Fachportal "motorsport.com". Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionenmetropole ist fĂŒr den 19. April geplant. Zuvor hatte der Motorsport-Weltverband (FIA) bereits mitgeteilt, die Situation in China zu beobachten.

"Sie sind nicht nur fĂŒr das Wohl der Fahrer verantwortlich, sondern fĂŒr alle Menschen, die mitreisen. Und ich bin sicher, sie werden die notwendige Sorgfalt walten lassen, bevor sie sich dazu entscheiden, das Rennen zu verschieben oder es abzusagen", sagte Horner und ergĂ€nzte: "Wir mĂŒssen ihrem Wissen und Urteil vertrauen." Die GesprĂ€che finden im Rahmen eines Treffens der Strategiegruppe statt.

Die FIA beobachtet die Lage mit den zustĂ€ndigen Behörden und Mitgliedsvereinen. Man werde den Kalender der bevorstehenden Rennen bewerten und falls nötig, jede erforderliche Maßnahme ergreifen, um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schĂŒtzen.

11.29 Uhr: Sterblichkeitsrate durch Virus bei 2,1 Prozent – in Wuhan aber mehr

Die Sterblichkeitsrate der neuartigen Lungenkrankheit in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina erreicht sie allerdings 4,9 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent.

Bis Dienstag war die Zahl der bestÀtigten VirusfÀlle in China auf 20.438 gestiegen. Die Zahl der Toten in der Volksrepublik stieg um 64 auf 425.

11.03 Uhr: Entwarnung bei Coronavirus-Verdacht in Cottbus

Ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bei einem Mann in Cottbus hat sich nicht bestĂ€tigt. Das Gesundheitsministerium gab auch im inzwischen siebten Verdachtsfall in Brandenburg Entwarnung. Der Test sei negativ ausgefallen, berichtete ein Sprecher am Dienstag in Potsdam. Der jĂŒngste Verdachtsfall war am Montag gemeldet worden. Auch bei den vorherigen Patienten mit Anfangsverdacht – vier aus dem Landkreis Dahme-Spreewald, einer aus dem Landkreis MĂ€rkisch-Oderland und einer aus Potsdam – konnte Entwarnung gegeben werden.

9.44 Uhr: Erster Coronavirus-Toter in Hongkong – Pfleger streiken

Nach monatelangen Massenprotesten in Hongkong entzĂŒndet sich am Coronavirus-Ausbruch neuer Unmut gegen die FĂŒhrung der chinesischen Sonderverwaltungszone. Am Dienstag wurde in der Finanzmetropole ein erster Todesfall infolge des neuartigen Virus gemeldet, das zuerst im benachbarten Festland-China aufgetreten ist und vor allem dort um sich greift.

In Hongkong wurden Forderungen laut, die Grenze ganz zu schließen. Das hat Regierungschefin Carrie Lam bisher abgelehnt, drei ÜbergĂ€nge sind weiterhin geöffnet. Dagegen begehrt vor allem das Personal örtlicher KrankenhĂ€user auf: Hunderte Pfleger und Krankenschwestern legten am Dienstag den zweiten in Folge die Arbeit nieder und gingen auf die Straße. Auf Transparenten war "Rettet HK jetzt" zu lesen.

9.04 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor mangelhaften Masken gegen Coronavirus

Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat vor dem Einsatz mangelhafter Atemschutzmasken gegen den Coronavirus in China gewarnt. Es sei "extrem wichtig", dass die Helfer vor Ort hochwertige Masken zur VerfĂŒgung hĂ€tten, sagte IFRC-GeneralsekretĂ€r Jagan Chapagain am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings wĂŒrden infolge eines internationalen Hilferufs der chinesischen Regierung viele Masken nach China geschickt, die nicht diesen Normen entsprĂ€chen.

Unzureichende Masken vermittelten den Menschen ein "falsches GefĂŒhl von Schutz" und blockierten Lager fĂŒr medizinische AusrĂŒstung, sagte Jagan Chapagain. Zugleich wehrte er sich gegen Kritik an Mitarbeitern seiner Organisation, denen vorgeworfen wurde, in der chinesischen Metropole Wuhan die Auslieferung gespendeter Masken in KrankenhĂ€user verhindert zu haben. Allerdings stehe es den Mitarbeitern frei, Masken von schlechter QualitĂ€t abzulehnen, betonte der IFRC-GeneralsekretĂ€r.

8.49 Uhr: Macao schließt Kasinos wegen Lungenkrankheit fĂŒr einen halben Monat

Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit hat das GlĂŒcksspiel-Eldorado Macao seine Kasinos fĂŒr einen halben Monat geschlossen. Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungsregion, Ho lat Seng, ordnete die Schließung am Dienstag an, nachdem neun der zehn Virus-Infektionen in Macao in der GlĂŒcksspielindustrie festgestellt worden waren, wie die Nachrichtenagentur China News berichtete. Er forderte die mehr als 600.000 Einwohner auf, "in dieser kritischen Zeit" zuhause zu bleiben und nur vor die TĂŒr zu gehen, wenn sie einkaufen mĂŒssten.

Mit der Schließung der Kasinos verliert Macao seine wichtigste Einnahmequelle. Die UmsĂ€tze der GlĂŒcksspielindustrie in der ehemaligen portugiesischen Enklave sind grĂ¶ĂŸer als in Las Vegas. Besonders viele Chinesen reisen ĂŒber die Grenze nach Macao, um dort zu spielen.

3.45 Uhr: Erster Toter in Hongkong

In Hongkong ist laut dem lokalen Nachrichtensender TVB erstmals eine Person an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei dem 39-jĂ€hrigen Mann hĂ€tte vor der Ansteckung mit dem Virus bereits eine Grunderkrankung vorgelegen, erklĂ€ren die örtlichen Behörden. Der Mann ist der zweite Tote außerhalb Chinas, der an dem Erreger gestorben ist. In Hongkong sind 15 infizierte Personen bestĂ€tigt, darunter eine, die sich nicht in China, sondern in Hongkong angesteckt hat.

3.30 Uhr: Japan stellt Kreuzfahrtschiff unter QuarantÀne

Japan lĂ€sst Tausende von Passagieren und Besatzungsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff auf das neue Coronavirus hin untersuchen. Anlass ist der Fall eines 80 Jahre alten Mannes aus Hongkong, der das Schiff am Samstag in Hongkong verlassen hatte und anschließend positiv auf den Erreger getestet worden war. Keiner der 2.500 Passagiere und 1.000 Mannschaftsmitglieder an Bord der in Tokios Nachbarstadt Yokohama vor Anker liegenden "Diamond Princess" durfte das Schiff verlassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, berichteten örtliche Medien. Dutzende von mit QuarantĂ€neaufgaben befassten Beamten waren zuvor an Bord gegangen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sollen mindestens sieben Menschen an Bord ĂŒber Unwohlsein klagen. Bislang sind in Japan 20 FĂ€lle des neuen Virus bestĂ€tigt worden.

2.44 Uhr: PBOC pumpt 500 Milliarden Yuan in die Wirtschaft

Chinas Zentralbank will der vom Virusausbruch getroffenen Wirtschaft erneut zusĂ€tzliche finanzielle Mittel zur VerfĂŒgung stellen. Über sogenannte Repo-GeschĂ€fte wurden bereits am Montag LiquiditĂ€t im Wert von 1,2 Billionen Yuan (173,8 Milliarden Dollar) zugeschossen, nun kĂŒndigt die People's Bank of China (PBOC) einen weitere Finanzspritze am Dienstag in Höhe von 500 Milliarden Yuan (71,22 Milliarden Dollar) an.

2.17 Uhr: Taiwan fliegt 247 BĂŒrger aus Wuhan aus

Die Regierung in Taiwan fliegt 247 der rund 500 in Wuhan befindlichen BĂŒrger aus. Am spĂ€ten Montagabend landet die Maschine am internationalen Flughafen in Taipeh. Die Passagiere werden fĂŒr 14 Tage unter QuarantĂ€ne gestellt. Die taiwanesische Regierung beschwert sich, dass China zunĂ€chst nicht auf Forderungen eingegangen sei, betroffene BĂŒrger auszufliegen, obwohl Peking anderen Regierungen - einschließlich der Vereinigten Staaten und Großbritannien - eine solche Erlaubnis erteilt habe. Bisher sind in dem Land 10 FĂ€lle des Virus registriert, laut chinesischen Angaben soll auch ein Taiwanese in Wuhan infiziert sein. Die Regierung rationiert Gesichtsmasken auf zwei pro Person pro Woche.

2 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf ĂŒber 20.000

Die Zahl der bestĂ€tigten Infektionen und TodesfĂ€lle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20.438 bestĂ€tigte Erkrankungen – 3.225 neue FĂ€lle im Vergleich zum Vortrag.

Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stÀrksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der TodesfÀlle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 FÀlle in etwa zwei Dutzend LÀndern bestÀtigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen.

Chinas PrĂ€sident Xi Jinping forderte "rasche und entschlossene" Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Krankheit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bei einem Treffen des StĂ€ndigen Ausschusses des PolitbĂŒros der Kommunistischen Partei rief der Parteichef demnach am Montag zu einer "strikten Durchsetzung" von Anordnungen und Verboten auf.

Die Versorgung mit medizinischen Schutzmaterial mĂŒsse gesichert und die Infektions- und Sterblichkeitsrate gesenkt werden, wurde demnach weiter auf dem Parteitreffen betont. Parteikomitees und Regierungen auf allen Ebenen wurden aufgerufen, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, aber auch "die Ziele der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung" in diesem Jahr zu erreichen. Der Ausbruch sei ein "wichtiger Test fĂŒr Chinas System und die FĂ€higkeit zur RegierungsfĂŒhrung", hieß es auf dem Treffen.

Montag, 3. Februar 2020, 21.21 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Fall in Deutschland

Die Zahl der in Deutschland nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen ist auf zwölf gestiegen. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei MĂŒnchen, wie das bayerische Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Mann wurde in die MĂŒnchen Klinik Schwabing gebracht.

19.54 Uhr: Bei Kind nachgewiesen – Zahl der deutschen Infizierten steigt auf elf

In Bayern hat sich ein weiteres Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen. Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei MĂŒnchen nachgewiesen worden. Dazu kommen die beiden Kinder des einen Mitarbeiters. Der Firmensitz bleibt wegen der neuartigen Lungenkrankheit bis mindestens zum 11. Februar geschlossen. Zudem sind zwei Menschen infiziert, die am Wochenende aus der chinesischen Metropole Wuhan ausgeflogen worden waren. Sie werden in Frankfurt behandelt.

19.39 Uhr: DRK schildert Stimmung unter China-RĂŒckkehrern in QuarantĂ€ne

Die Stimmung unter den in QuarantĂ€ne untergebrachten China-Heimkehrern ist gut, das teilten die Behörden am Montag in Germersheim mit. Sie dementierten damit gegenteilige Informationen aus sozialen Netzwerken. Kurz bevor Landrat Fritz Brechtel vor die Presse trat, sei die Stimmung noch einmal abgefragt worden. Sie sei "gelöst, gut und freundlich", schilderte Brechtel. Wie Landratsamt und Deutsches Rotes Kreuz die Lage vor Ort mitbekommen und was fĂŒr die Menschen in QuarantĂ€ne getan wird, erfahren Sie im Video oben.

16.14 Uhr: China rÀumt "Fehler" im Umgang mit Coronavirus ein

Chinas FĂŒhrung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingerĂ€umt. Der StĂ€ndige Ausschuss des PolitbĂŒros der regierenden Kommunistischen Partei erklĂ€rte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System mĂŒsse daher verbessert werden.

Staatschef Xi Jinping sagte bei der Sitzung des PolitbĂŒros, eine EindĂ€mmung der Coronavirus-Epidemie werde einen "direkten Einfluss" auf die wirtschaftliche und soziale StabilitĂ€t Chinas "und auch auf Chinas Öffnung" haben. Angesichts der rasanten Ausbreitung des Erregers hat in China die Wut auf die Behörden immer mehr zugenommen. Vor allem den Behörden in Wuhan wurde vorgeworfen, Informationen zu dem Virus zu lange zurĂŒckgehalten zu haben.

16.07 Uhr: Airlines fliegen weiterhin nicht Peking an

Die Lufthansa lĂ€sst angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus China-FlĂŒge noch lĂ€nger ausfallen. Die Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines streichen Verbindungen von und nach Peking bis 28. Februar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sollen bis zum Ende des Winterflugplans am 28. MĂ€rz nicht angeflogen werden. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 FlĂŒge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach China weg. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe fĂŒr die Lufthansa Group oberste PrioritĂ€t, erklĂ€rte die Airline. Die 19 wöchentlichen FlĂŒge von und nach Hongkong heben weiter planmĂ€ĂŸig ab.

14.01 Uhr: Mögliches Coronavirus-Mittel treibt Kurs von Pharmafirma

Der mögliche Einsatz eines experimentellen Ebola-Mittels zur BekĂ€mpfung des Coronavirus ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gilead. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-GeschĂ€ft um gut 13 Prozent. Das ist der grĂ¶ĂŸte Kurssprung seit sieben Jahren. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge mit der chinesischen Regierung zusammen, um das Ebola-Medikament an Coronavirus-Patienten zu testen.

12.37 Uhr: Wuhan-RĂŒckkehrerin Ă€ußert sich zu QuarantĂ€ne-Bedingungen

Als eine der zurĂŒckgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die AblĂ€ufe im QuarantĂ€ne-Bereich in Germersheim als "gut organisiert" gelobt. "Jeder gibt sich MĂŒhe, auch die Zimmer sind angenehm", sagte die 22-JĂ€hrige telefonisch aus der SĂŒdpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur. "Alles lĂ€uft recht flĂŒssig. Die Menschen sind nett zueinander." Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben mĂŒsse. Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Corona-Virus betroffenen Stadt Wuhan zurĂŒckgekehrt. Muxfeldt lebte seit September in Wuhan und wollte fĂŒr zwei Auslandssemester bis Juli bleiben.

Am ersten Tag in der SĂŒdpfalz-Kaserne habe sie am Sonntag etwa die Möglichkeit vermisst, herumzulaufen. "Man kann schon raus aus dem GebĂ€ude, aber das abgesperrte Gebiet ist natĂŒrlich sehr begrenzt." Die Verpflegung sei gut. "Zum FrĂŒhstĂŒck gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit WĂŒrstchen." Ein Kiosk gebe GetrĂ€nke und Snacks aus. "Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht", sagte Muxfeldt.

11.46 Uhr: Webasto verlĂ€ngert Schließung von Firmenzentrale

Der vom neuartigen Coronavirus betroffene bayerische Automobilzulieferer Webasto verlĂ€ngert die Schließung seiner Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Bis einschließlich 11. Februar bleibe die Zentrale geschlossen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit blieben die Mitarbeiter insgesamt zwei Wochen zu Hause, was der von Experten angenommenen lĂ€ngsten Inkubationszeit von 14 Tagen entspricht.

Das Unternehmen macht allerdings eine Ausnahme bei der Schließung. Ab Dienstag sollen rund 20 Mitarbeiter im Bereich Testing und Prototypenbau fĂŒr Dachsysteme "auf freiwilliger Basis" und nach RĂŒcksprache mit dem zustĂ€ndigen Gesundheitsamt wieder in Stockdorf arbeiten. Dies sei nötig, um die Anforderungen der Kunden weiter zuverlĂ€ssig und auf höchstem QualitĂ€tsniveau erfĂŒllen zu können.

Bei Webasto war es zur ersten Coronavirusinfektion in Deutschland gekommen. Inzwischen sind sieben Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Zudem erkrankte ein Kind eines Mitarbeiters.

Webasto-Vorstandschef Holger Engelmann erklĂ€rte, "die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht fĂŒr uns an allererster Stelle." Deshalb werde ein Großteil der mehr als tausend Mitarbeiter weiter von zu Hause arbeiten. Trotz des mobilen Arbeitens des Verwaltungs- und Entwicklungszentrums sei es zu keinerlei EinschrĂ€nkungen im laufenden Betrieb gekommen.

11.32 Uhr: Kreuzfahrtbranche verhÀngt weltweit Schiffsverbote wegen Coronavirus

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus nehmen alle Kreuzfahrtreedereien des globalen Branchenverbands CLIA keine Besatzungsmitglieder oder Passagiere mehr an Bord, die in letzter Zeit in China waren. Das teilte der deutsche Ableger der Cruise Line International Association (CLIA) am Montag in Hamburg mit. Das Schiffsverbot gelte fĂŒr alle Menschen, die innerhalb der vergangenen 14 Tage vom oder ĂŒber das chinesische Festland gereist seien.

Alle Mitgliedsreedereien stĂŒnden in engem Kontakt mit Gesundheitsexperten und Aufsichtsbehörden und passten ihre Richtlinien und AblĂ€ufe laufend an, teilte der internationale Unternehmensverband mit. Dazu gehörten auch potenzielle Änderungen von Reiserouten. Die Branche sei Ă€ußerst erfahren im Umgang mit Gesundheitsthemen, ihre Schiffe verfĂŒgten ĂŒber entsprechende AusrĂŒstungen.

Zu Clia gehören alle großen internationalen Reedereien der Kreuzfahrtbranche wie MSC, Carnival, Costa, Royal Carribean und Norwegian Cruise Line. Auch die deutsche Aida-Reederei gehört dazu, sie ist eine Carnival-Tochter.

10.30 Uhr: Grafik zeigt Ausbreitung des Coronavirus

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10.31 Uhr: Dringender Hilferuf: China braucht Schutzkleidung aus dem Ausland

China hat das Ausland wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus um Hilfe gebeten. "Was China derzeit dringend braucht, sind medizinische Gesichtsmasken, SchutzanzĂŒge und Schutzbrillen", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet.

Chinas Fabriken könnten zwar 20 Millionen Masken pro Tag herstellen, aber die Coronavirus-Epidemie habe in dem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern einen Ansturm auf Schutzmasken ausgelöst. Auch in den KrankenhÀusern herrsche Mangel, so die Sprecherin.

9.20 Uhr: Drohnen in China verfolgen Menschen: "Tragen sie einen Mundschutz!"

Im Kampf gegen die Lungenkrankheit verfolgt die chinesische Polizei offensichtlich auch mit Drohnen einzelne Menschen, die keinen Mundschutz tragen. Über Lautsprecher werden sie aufgefordert, eine Atemmaske anzulegen oder nach Hause zu gehen, wie auf Videos im chinesischen Internet zu sehen ist.

"Sie sollten nicht draußen rumlaufen, ohne eine Maske zu tragen", sagt eine mĂ€nnliche Stimme aus dem Lautsprecher der Drohne zu einer Ă€lteren Frau, wie auf einem Video zu sehen ist, das die Global Times" auf Twitter veröffentlichte. "Besser, sie gehen jetzt nach Hause - und HĂ€nde waschen nicht vergessen!" Alle seien doch aufgefordert worden, zuhause zu bleiben. "Jetzt beobachtet sie eine Drohne."

An einer Straßenkreuzung wurden ferner Passanten von der Drohne aus aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. "Der Typ mit dem pinken Schutz am Motorrad", schallte aus der Luft die Stimme einer Polizistin, die mit Sprechfunk ĂŒber die Drohne spricht. "Ja, sie! Bitte tragen Sie eine Maske."

9.15 Uhr: Russland erwÀgt infizierte AuslÀnder aus dem Land zu werfen

Russland erwĂ€gt, mit dem Coronavirus infizierte AuslĂ€nder auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf MinisterprĂ€sident Michail Mischustin. Er schlage außerdem vor, das fĂŒr den 12. bis 14. Februar geplante Russische Investment Forum in Sotschi am Schwarzen Meer zu verschieben. Am Freitag hatte Russland die ersten beiden FĂ€lle von Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

7.30 Uhr: Höhepunkt der Epidemie in China doch erst spÀter als bisher erwartet

Chinesische Fachleute rechnen erst spĂ€ter als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. DafĂŒr mĂŒssten aber vorbeugende Maßnahmen verstĂ€rkt werden. "Wir dĂŒrfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen."

Damit korrigierte der Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch fĂŒr Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht. Obwohl die Ausbreitung des neuartigen Erregers zunimmt und das Virus bereits in jeder Provinz und Region Chinas nachgewiesen ist, rechnet er nach eigenen Worten nicht mit einem nationalen Ausbruch. "Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein", sagte Zhong Nanshan.

5.05 Uhr: Neues Krankenhaus in Wuhan nach 8 Tagen fertiggestellt

Das erste von zwei neuen chinesischen KrankenhĂ€usern zur Isolation von Coronavirus-Erkrankten in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden am Montag erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus "Huoshenshan" ("Feuergott Berg") umfasst 1.000 Betten. Mehr als 7.500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus "Leishenshan" ("Donnergott Berg") mit 1.600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die PlĂ€ne fĂŒr die Bauprojekte stammen von einem Ă€hnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur BekĂ€mpfung des SARS-Virus.

4.01 Uhr: Pakistan nimmt FlĂŒge nach China wieder auf

Kurz nach dem Aussetzen des Luftverkehrs mit China am Freitag nimmt Pakistan die Verbindung bereits wieder auf. "Ein Southern Airlines-Flug mit 145 Passagieren an Bord wird am Montag um 9 Uhr am internationalen Flughafen von Islamabad landen", teilt Abdul Sattar Khokhar vom Luftfahrtsministerium der Nachrichtenagentur Reuters per SMS mit. Immer mehr Fluggesellschaften haben FlĂŒge nach China wegen des Ausbruchs des Coronavirus und der schrumpfenden Nachfrage ausgesetzt.

3.47 Uhr: Australien fliegt 234 Menschen aus Wuhan aus

Die australische Regierung hat 243 BĂŒrger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung aus Wuhan mit Hilfe eines gecharterten Qantas-Jets ausgeflogen. "Wir haben schutzbedĂŒrftigen und isolierten Australiern PrioritĂ€t eingerĂ€umt, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass 89 der Australier auf dem Flug unter 16 und fĂŒnf unter zwei sind", sagt Außenministerin Marise Payne in Canberra. Rund 600 Australier sind in der Region Hubai registriert. Das Flugzeug verfĂŒge ĂŒber medizinische Luftfilter, die 99 Prozent aller Partikel, einschließlich Viren, eliminieren, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die 243 Menschen werden in einem umstrittenen Gefangenenlager auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean vor der NordwestkĂŒste Australiens unter QuarantĂ€ne gestellt. Das von Australien gefĂŒhrte Zentrum wurde in der Vergangenheit zur Inhaftierung von Asylbewerbern genutzt.

3.19 Uhr: Chinas AktienmÀrkte sacken um neun Prozent ab

Sorgen um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben Chinas AktienmĂ€rkte um rund neun Prozent absacken lassen. Die Börsen öffneten am Montag erstmals wieder nach den – wegen des massenhaften Ausbruchs der Lungenkrankheit verlĂ€ngerten – Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zum Handelsauftakt fiel der Shanghai Composite Index um 8,73 Prozent, wĂ€hrend der Component Index im sĂŒdchinesischen Shenzhen um 9,13 Prozent absackte.

Chinas Regierung versuchte das Finanzsystem zu stĂ€rken und die Auswirkungen der Epidemie abzufedern – unter anderem mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze. Die Zentralbank stellte den GeschĂ€ftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) LiquiditĂ€t zur VerfĂŒgung. Die Maßnahme soll die FunktionalitĂ€t des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems sicherstellen.

Das Geld fließt im Rahmen sogenannter Repo-GeschĂ€fte. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg ist die Geldspritze die grĂ¶ĂŸte seit 2004. Weltweit hat die Ausbreitung des Virus den Börsen in den vergangenen Tagen gehörig zugesetzt.

2.10 Uhr: WHO besorgt ĂŒber "massive Infodemie"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt ĂŒber die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: DafĂŒr gibt es keinen Beleg.

Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder PĂ€ckchen aus China sei hingegen ungefĂ€hrlich. Das Virus ĂŒberlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rĂ€t die WHO unter anderem zum regelmĂ€ĂŸigen HĂ€ndewaschen, auch wenn die HĂ€nde "nicht sichtbar dreckig" seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.

2.01 Uhr: Nach Video-Botschaft: Brasilien will BĂŒrger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene StaatsbĂŒrger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums vom Sonntag hervor.

Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den PrĂ€sidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto AraĂșjo wenden. Sie verwiesen darauf, dass andere LĂ€nder bereits Schritte unternommen hĂ€tten, um ihre BĂŒrger aus der Stadt zu retten. So waren zwei Brasilianerinnen, die auch die portugiesische StaatsbĂŒrgerschaft besitzen, an Bord einer französischen Maschine gegangen.

Bolsonaro hatte zuvor rechtliche Hindernisse fĂŒr eine solche Operation angefĂŒhrt. Es fehle in Brasilien an Gesetzen, um Menschen in QuarantĂ€ne zu nehmen. In der Mitteilung hieß es nun, dass die RĂŒckkehrer, sobald sie in Brasilien ankommen, entsprechend internationaler Verfahren behandelt werden sollten.

1.49 Uhr: Arbeit an Impfstoff geht voran

Der britische Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline arbeitet mit der weltweiten "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations" (CEPI) zusammen, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Ausbruch des Coronavirus zu unterstĂŒtzen. GSK stelle seine "adjuvante Plattformtechnologie" fĂŒr die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das 2019-nCoV-Virus zur VerfĂŒgung, heißt es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung von GSK und CEPI. Dies ermögliche die Produktion von mehr Impfstoffdosen und erhöhe daher die VerfĂŒgbarkeit fĂŒr mehr Menschen. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus, mehrere LĂ€nder und Organisationen arbeiten an der Entwicklung: Die französische Stiftung "Pasteur Institute" sagt, sie habe eine Task Force eingesetzt, um in 20 Monaten einen Impfstoff gegen das Virus zu herzustellen. Die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet, dass ein Impfstoff innerhalb von "ein paar Monaten" entwickelt werde.

1.29 Uhr: Trump lobt US-Maßnahmen gegen Ausbruch – 11 FĂ€lle in den USA bestĂ€tigt

US-PrĂ€sident Donald Trump bewertet die amerikanischen Maßnahmen gegen die Virusepidemie als erfolgreich. "Wir werden sehen was passiert, aber ja, wir haben es ausgeschaltet" (orig. "we did shut it down"), sagt er dem Sender Fox. Am Sonntagnachmittag (US-OstkĂŒstenzeit, Abend MEZ) treten in den USA neue verschĂ€rfte ReisebeschrĂ€nkungen in Kraft.

Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat derweil den elften Fall einer Infektion mit dem Virus in den USA bestĂ€tigt. Bei einem Ehepaar im San Benito County in Kalifornien ist der Mann kĂŒrzlich nach Wuhan gereist und hat die Krankheit offenbar an seine Frau ĂŒbertragen. Keiner der beiden Patienten sei im Krankenhaus, teilen die verantwortlichen Behörden mit.

Zudem seien eine erkrankte Frau und ihre Familie sei in ihrem Haus in Santa Clara unter QuarantĂ€ne. Sie sei nicht so krank, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mĂŒsse, teilen die verantwortlichen Behörden mit. Es gebe keinen Zusammenhang mit dem ersten Fall einer Ansteckung in Santa Clara. Auch die Frau ist kĂŒrzlich von einer Reise nach Wuhan zurĂŒckgekehrt. Die US-Gesundheitsbehörden stufen die Risiken fĂŒr die Vereinigten Staaten weiterhin niedrig ein.

Sonntag, 2. Februar, 23.14 Uhr: 56 weitere TodesfÀlle in Provinz Hubei

China hat den bisher stÀrksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und TodesfÀllen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 TodesfÀlle in China zu beklagen. Die Zahl der bestÀtigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17.205. Weltweit sind rund 180 FÀlle in etwa zwei Dutzend LÀndern bestÀtigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

22.35 Uhr: US-Fluglinien gehen von wochenlangen Unterbrechungen aus

Die US-Fluggesellschaften Delta und American Airlines gehen von wochenlangen Unterbrechungen ihrer Flugrouten zwischen den USA und China aus. Delta erwartet eine Wiederaufnahme nicht vor dem 30. April, American geht zunÀchst vom 27. MÀrz aus.

20.25 Uhr: Russische Eisenbahn stellt Verkehr nach China ein

Die russische Eisenbahn stellt ab Mitternacht den Passagierzug-Verkehr nach China wegen der Epidemie ein.

16.57 Uhr: Aus China nach Deutschland – mit Corona infizierte Passagiere sind "wohlauf"

Den beiden aus China zurĂŒckgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (GrĂŒne) "den UmstĂ€nden entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, JĂŒrgen Graf, ergĂ€nzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationĂ€r aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt wĂŒrden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

16.33 Uhr: Forscher in Rom isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. "Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindĂ€mmen zu können", sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut fĂŒr Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom wĂŒrden der internationalen Gemeinschaft fĂŒr weitere Forschungen zur VerfĂŒgung gestellt.

An dem Spezialinstitut in Rom werden auch Untersuchungen im Fall eines Corona-Verdachts in Italien durchgefĂŒhrt. Es gibt in dem Mittelmeerland zwei bestĂ€tigte FĂ€lle von chinesischen Touristen, die mit dem Virus aus ihrem Heimatland infiziert sind. Die Forscher selbst erlĂ€uterten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa, sie hĂ€tten das Virus weniger als 48 Stunden nach der Diagnose fĂŒr die beiden Patienten isolieren können. Australische Forscher hatten bereits vor einigen Tagen im Labor das Coronavirus nachgezĂŒchtet.

15.50: Thailand meldet erfolgreiche Coronavirus-Behandlung mit Medikamentencocktail

Die thailÀndischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails enorm verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklĂ€rte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von FĂ€llen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in KrankenhĂ€usern behandelt.

15.10 Uhr: Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestĂ€tigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen. Innerhalb der Volksrepublik haben die dortigen Behörden inzwischen mehr als 300 TodesfĂ€lle und rund 14.400 Erkrankungen bestĂ€tigt. Die Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gilt als Ursprungsort der Epidemie.

14.35 Uhr: Flugzeug aus Wuhan mit 250 EuropÀern landet in Frankreich

Ein Flugzeug aus Wuhan mit insgesamt 250 EuropĂ€ern landet in SĂŒdfrankreich auf dem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt Istres. An Bord sind Franzosen und Staatsangehörige anderer europĂ€ischer LĂ€nder. Nach Angaben von Außenminister Jean-Yves Le Drian stammen die Menschen aus insgesamt 30 Staaten. Wer kein Franzose sei, werde in sein Heimatland weiterreisen. Nach Regierungsangaben werden rund 65 Franzosen unter QuarantĂ€ne gestellt.

13.06 Uhr: Frankfurt: Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestÀtigt

Bei dem aus China zurĂŒckgekehrten Passagier, der am Frankfurter UniversitĂ€tsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestĂ€tigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur QuarantĂ€ne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12.59 Uhr: China beschleunigt Bau von KrankenhÀusern in Hubei

China treibt den Bau von Spezialkliniken fĂŒr mit dem Coronavirus Infizierte in der besonders betroffenen Provinz Hubei voran. Das meldet das staatliche Fernsehen. Firmen in den Branchen, die nicht wesentlich seien, könnten flexibel entscheiden, wann sie den Betrieb nach den Ferien anlĂ€sslich des Neujahrsfestes wieder aufnehmen. Diejenigen, die dringend notwendige GĂŒter herstellten, wĂŒrden UnterstĂŒtzung erhalten.

12.32 Uhr: Neues Virus könnte auch ĂŒber Verdauungssystem verbreitet werden

Das neuartige Coronavirus hinter der Lungenkrankheit aus China könnte neben Tröpfeninfektion auch ĂŒber das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt ĂŒblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der UniversitĂ€t Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

10.46 Uhr: Zwei Evakuierte aus China sind mit dem Coronavirus infiziert

Einen Tag nach ihrer RĂŒckkehr aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland sind zwei Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Die beiden Patienten sollten nun von der SĂŒdpfalz-Kaserne in Germersheim, wo sie mit mehr als 110 weiteren RĂŒckkehrern unter QuarantĂ€ne stehen, in einem Infektionsschutz-Fahrzeug in die Uniklinik Frankfurt gebracht werden, teilte der Landkreis Germersheim am Sonntag mit. FĂŒr die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe "kein Grund zur Sorge".

9.22 Uhr: Chinas Zentralbank stĂŒtzt Wirtschaft mit Milliardensumme

Die chinesische Zentralbank will die Wirtschaft des Landes mit Milliardensummen vor den Folgen des sich rasant ausbreitenden neuartigen Coronavirus schĂŒtzen. Die Zentralbank erklĂ€rte am Sonntag, sie werde zur Öffnung der FinanzmĂ€rkte nach den verlĂ€ngerten Neujahrsferien am Montag 1,2 Billionen Yuan (156 Milliarden Euro) bereitstellen. Ziel sei es, das Bankensystem mit ausreichend Geld zu versorgen und den Devisenmarkt stabil zu halten.

6.53 Uhr: Erstmals Bewegungsfreiheit in Stadt außerhalb von Hubei massiv eingeschrĂ€nkt

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China ist erstmals in einer Stadt außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschrĂ€nkt worden. In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der OstkĂŒste Chinas dĂŒrfe nur noch ein Mensch pro Haushalt alle zwei Tage auf die Straße, um das zum Leben Notwendige einzukaufen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. 46 Autobahn-Mautstellen der Stadt wurden derweil geschlossen.

6.47 Uhr: Staatsmedien: Inzwischen mehr als 300 Tote in China

304 Menschen sind laut einem Bericht des chinesischen Staatsfernsehens bis Ende Samstag durch das Coronavirus in der Volksrepublik inzwischen ums Leben gekommen. Die Zahl der in China bestÀtigten KrankheitsfÀlle ist demnach auf 14.380 gestiegen.

6.33 Uhr: Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestĂ€tigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen. Innerhalb der Volksrepublik haben die dortigen Behörden inzwischen mehr als 300 TodesfĂ€lle und rund 14 400 Erkrankungen bestĂ€tigt. Die Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gilt als Ursprungsort der Epidemie.

Samstag, 1. Februar 2020, 20.25 Uhr: EU sendet zwölf Tonnen Schutzkleidung nach China

Im Kampf gegen das Coronavirus liefert die EuropÀische Union zwölf Tonnen Schutzkleidung an China. Wie die EU-Kommission am Samstagabend mitteilte, hatte die Volksrepublik um die Hilfsmittel gebeten. Das EU-Notfall-Koordinierungszentrum habe Kontakt mit den EU-Staaten aufgenommen. Diese hÀtten die zwölf Tonnen Schutzkleidung zusammengetragen, die bereits unterwegs nach China seien.

20.19 Uhr: Ein Passagier des Evakuierungsflugzeugs zur AbklÀrung in Klinik

Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurĂŒckgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (GrĂŒne). Bei einem von ihnen solle abgeklĂ€rt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lĂ€gen andere medizinische GrĂŒnde vor, erlĂ€uterte Klose rund drei Stunden nach der Landung des Fliegers auf dem Frankfurter Flughafen. Die NationalitĂ€t und das Geschlecht des sogenannten AbklĂ€rungsfalls wurden zunĂ€chst nicht bekannt.

19.31 Uhr: Bayern meldet achten Virus-Fall

Bayern gibt eine achte bestĂ€tigte Erkrankung mit dem Coronavirus bekannt. Es handelt sich laut bayerischem Gesundheitsministerium um einen 33-jĂ€hrigen Mann, der in MĂŒnchen wohne. Auch er sei ein Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei dem sechs der bisherigen FĂ€lle auftreten waren. Dabei handelt es sich um den Autozulieferer Webasto mit Sitz in Stockdorf.

19.26 Uhr: Hongkonger Krankenhaus-Mitarbeiter fordern Grenzschließung zu China

Tausende Krankenhaus-Mitarbeiter haben in Hongkong mit einem Streik gedroht, sollte angesichts der raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Grenze zu Festland-China nicht geschlossen werden. Bei einer Versammlung der neugegrĂŒndeten Gewerkschaft fĂŒr medizinisches Personal (HAEA) stimmten am Samstag mehr als 3.000 Angestellte der staatlichen KrankenhĂ€user fĂŒr einen Streik, sollten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone der Forderung nicht nachkommen.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft, Winnie Yu, warnte, dass ohne BeschrĂ€nkungen die Ressourcen fĂŒr eine BekĂ€mpfung des Virus nicht ausreichen könnten. Bislang habe die Regierung Hongkongs die Forderungen der Ärzte und Pfleger ignoriert. Insgesamt stĂŒnden 9.000 HAEA-Mitglieder hinter der Streikdrohung.

Gewerkschaftsvertreter wollen am Sonntag mit Vertretern der Krankenhausbehörde zu GesprĂ€chen zusammenkommen. Sollte dabei keine Einigung gelingen, will die HAEA rund 30 Prozent ihrer Mitglieder in den KrankenhĂ€usern ab Montag in den Streik schicken. Die ĂŒbrigen Mitglieder sollen dann spĂ€ter fĂŒr vier Tage in den Ausstand treten. Die Krankenhausbehörde kĂŒndigte bereits einen Notfallplan an.

Bis Samstag wurden in Hongkong 14 bestĂ€tigte Coronavirus-FĂ€lle gemeldet. 112 weitere Patienten befanden sich in isolierter Behandlung. Hongkongs pekingtreue Regierung weigert sich bislang trotz wachsenden Drucks aus der Bevölkerung, die Grenzen zu China zu schließen. Bislang wurden nur einige weniger stark genutzte Übergange geschlossen.

19.13 Uhr: Einige Passagiere saßen im Flieger separat

Einige Passagiere waren in der Luftwaffen-Maschine aus Wuhan aus SicherheitsgrĂŒnden von den anderen getrennt worden. "Die Passagiere wurden vor dem Start in China untersucht und waren beim Start des Fluges symptomfrei", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hanno Kautz, nach der Landung. "Aus GrĂŒnden der Vorsicht wurde wĂ€hrend des Fluges jeder Passagier mit dem kleinsten Husten wie geplant separat gesetzt." Ein Infektion kann bis zu 14 Tage symptomlos bleiben.

Am Frankfurter Flughafen stiegen zunĂ€chst medizinische FachkrĂ€fte mit Schutzmasken und Schutzkleidung in das Flugzeug, um die Passagiere zu begutachten und zu befragen. Eine nĂ€here Untersuchung sollte im sogenannten Medical Assessment Center geschehen, eine umgewidmete Sporthalle. Danach sollte entschieden werden, ob einige Passagiere in die Frankfurter UniversitĂ€tsklinik in eine Isolierstation gebracht werden, hieß es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Die gesunden RĂŒckkehrer sollen zu einem LuftwaffenstĂŒtzpunkt im rheinland-pfĂ€lzischen Germersheim gebracht werden, wo sie fĂŒr zwei Wochen in QuarantĂ€ne bleiben mĂŒssen.

16.43 Uhr: Maschine mit ausgeflogenen Deutschen landet in Frankfurt

Ein Flugzeug der Bundeswehr, das Deutsche und andere StaatsbĂŒrger aus dem vom Coronavirus betroffenen chinesischen Wuhan ausgeflogen hat, ist am Samstagnachmittag in Frankfurt gelandet. Der Flieger kam wegen einer Umleitung ĂŒber Helsinki verzögert an. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind 128 Passagiere an Bord, darunter 102 deutsche StaatsbĂŒrger.

15.45 Uhr: China will wegen Epidemie Hochzeiten verschieben – Trauerfeiern sollen kleiner ausfallen

China hat Paare aufgefordert, ihre Hochzeiten zu verschieben. Trauerfeiern fĂŒr verstorbene Angehörige sollen die Familien möglichst klein halten. Die Regierung empfahl konkret in einer ErklĂ€rung, die fĂŒr Sonntag geplanten Trauungen abzusagen und die Information an weitere Paare weiterzugeben.

Der 2. Februar ist in diesem Jahr als Hochzeitstag besonders beliebt, da das Datum mit der Zahlenfolge "02022020" rĂŒckwĂ€rts wie vorwĂ€rts gelesen werden kann. Peking, Shanghai und weitere chinesische StĂ€dte hatten ursprĂŒnglich angekĂŒndigt, an diesem Tag Trauungen abzuhalten, obwohl die StandesĂ€mter an Sonntagen normalerweise geschlossen sind. Die Regierung teilte nun mit, sie werde zudem jegliche Hochzeitsberatungen vorlĂ€ufig einstellen.

In der ErklĂ€rung hieß es weiter, Trauerfeiern sollten "einfach und schnell durchgefĂŒhrt werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden". Zudem sollten die Leichen der Coronavirus-Opfer so schnell wie möglich eingeĂ€schert werden. Das Personal solle Schutzkleidung tragen und bei den TrauergĂ€sten Temperaturkontrollen vornehmen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

In der am stĂ€rksten von der Epidemie betroffenen Provinz Hubei kĂŒndigten die Behörden am Samstag an, alle Anmeldungen fĂŒr Hochzeiten ab Montag bis auf weiteres ganz auszusetzen.

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer durch den Erreger 2019-nCoV stieg zuletzt immer schneller. In China sind nach offiziellen Angaben inzwischen knapp 12.000 Menschen infiziert, 259 Menschen starben. Hinzu kommen mehr als hundert InfektionsfÀlle in rund 25 LÀndern.

15.28 Uhr: Verdacht auf Corona-Infektionen in ThĂŒringen

In ThĂŒringen gibt es neue VerdachtsfĂ€lle auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Zwei Studienbewerber aus China sind nach Angaben des Gesundheitsamtes im Landkreis Nordhausen betroffen. Sie seien ins SĂŒdharz-Klinikum eingewiesen, unter QuarantĂ€ne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden. Die Proben wĂŒrden nun ins Labor der Berliner CharitĂ© gebracht. Bis ein sicheres Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es.

In ThĂŒringen hatte es in den vergangenen Tagen bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf das neuartige Virus gegeben. Der hatte sich allerdings nicht bestĂ€tigt, sodass die Behörden am Freitag Entwarnung gaben.

13.01 Uhr: Spahn: Keiner der Deutschen an Bord der Bundeswehrmaschine zeigt Symptome

Keiner der Deutschen an Bord der Bundeswehrmaschine, die BundesbĂŒrger aus China nach Deutschland brintgt, zeigt nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. "Es kommen erstmal gesunde symptomfreie MitbĂŒrger zu uns nach Deutschland zurĂŒck", sagt er in Bonn.

Weil die Inkubationszeit zwei Wochen betrage und um eine Infektion ausschließen zu können, sei eine zentrale Unterbringung fĂŒr zwei Wochen notwendig. In Deutschland gebe es derzeit sieben bestĂ€tigte InfektionsfĂ€lle, fĂŒgt Spahn hinzu. Alle Patienten seien in Behandlung und "in einem sehr guten gesundheitlichen Zustand".

11.04 Uhr: Russland lÀsst deutschen Rettungsflieger nicht landen

Eine Maschine der Bundeswehr bringt derzeit mehr als 100 Deutsche aus der chinesischen Provinz Wuhan nach Frankfurt am Main. Wuhan ist besonders stark vom Coronovirus betroffen. Eine vorgesehene Landung in Moskau kann dabei nicht stattfinden, wie "Bild" berichtet. Russland habe dem Flugzeug die Landung verweigert.

"Bild" zitiert Oberst Daniel Draken, den Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums: "Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt. Aber eine Landung an den Moskauer FlughĂ€fen wurde mit Verweis auf mangelnde KapazitĂ€ten am Boden verweigert." Stattdessen sei nun Helsinki als Ort einer Zwischenlandung eingeplant.

10 Uhr: Großer Fortschritt bei NotfallkrankenhĂ€usern in Wuhan

Nach dem Ausbruch der Pandemie wurde die Millionen-Stadt Wuhan komplett unter QuarantĂ€ne gestellt. Um die Erkrankten behandeln zu können und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden auf einer Großbaustelle zwei NotfallkrankenhĂ€user errichtet. In den Kliniken wird Platz fĂŒr rund 1.500 Betten sein, die StĂ€rke des medizinischen Personals kann bis zu rund 2.000 betragen. Innerhalb von sechs Tagen wurden bereits mehr als die HĂ€lfte der notwendigen Bauarbeiten erledigt, wie Zeitrafferaufnahmen im Videozeigen.

8.42 Uhr: Apple schließt vorĂŒbergehend Filialen in China

Apple schließt wegen des Coronavirus vorĂŒbergehend seine GeschĂ€fte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus PrĂ€ventionsgrĂŒnden und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschließlich 9. Februar geschlossen bleiben.

Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Die Zahl der Infizierten in China stieg bis Samstag auf 11.791. Mit 46 neuen TodesfÀllen sind 259 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete.

8.08 Uhr: Erstmals Coronavirus in Spanien: Deutscher auf La Gomera isoliert

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestÀtigt. Betroffen sei ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit. Er liegt den Angaben nach isoliert in einem Krankenhaus der Insel. Einzelheiten zu Alter oder Herkunftsort des Patienten wurden zunÀchst nicht bekannt.

Insgesamt waren fĂŒnf Deutsche auf La Gomera auf das Virus getestet worden, die in Kontakt mit einem Mann gekommen sein sollen, bei dem in Deutschland das Virus nachgewiesen worden war.

8.02 Uhr: Australien verhĂ€ngt wegen Coronavirus Einreiseverbot fĂŒr China-Reisende

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot fĂŒr Reisende aus China verhĂ€ngt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische StaatsbĂŒrger und Menschen mit stĂ€ndiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklĂ€rte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschĂ€rfte seine Reisehinweise fĂŒr China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Das Einreiseverbot werde von den Grenzbehörden ab sofort umgesetzt, kĂŒndigte Morrison an. Australier und Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in Australien sowie deren Angehörige mĂŒssten sich bei ihrer RĂŒckkehr ins Land in eine zweiwöchige "Selbst-QuarantĂ€ne" begeben, erklĂ€rte der Regierungschef weiter.

Morrisons ErklĂ€rung erfolgte einen Tag, nachdem bereits die US-Regierung ein Einreiseverbot fĂŒr China-Reisende verhĂ€ngt hatte. Auch das US-Verbot gilt nicht fĂŒr StaatsbĂŒrger, AuslĂ€nder mit stĂ€ndiger Aufenthaltsgenehmigung in den USA sowie deren enge Familienmitglieder. Das US-Außenministerium gab zudem eine Reisewarnung fĂŒr China aus, worauf die Regierung in Peking mit scharfer Kritik reagierte.

7.44 Uhr: Australische Qantas fliegt China bis Ende MĂ€rz nicht mehr direkt an

Die australische Fluggesellschaft Qantas kĂŒndigt an, ihre beiden China-Direktverbindungen zwischen Sydney und Peking sowie zwischen Sydney und Shanghai vom 9. Februar bis 29. MĂ€rz einzustellen.

7.36 Uhr: Großbritannien zieht Mitarbeiter aus chinesischer Botschaft ab

Großbritannien zieht wegen des Coronavirus einige Mitarbeiter seiner Botschaft und seiner Konsulate in China ab. Allerdings sei weiterhin Personal vor Ort, um den Dienst aufrecht zu erhalten, teilte die britische Regierung in einer ErklĂ€rung mit.

7.24 Uhr: Zahl der Virus-FĂ€lle in China steigt ĂŒber 11.000, die der Toten auf 258 Tote

Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf mehr als 11.000 gestiegen. Mit 45 neuen TodesfĂ€llen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte. Danach kamen allein in der schwer betroffenen Krisenprovinz 1.347 neue VirusfĂ€lle hinzu, so dass dort 7.153 Patienten gezĂ€hlt wurden. Die Gesamtzahl fĂŒr China dĂŒrfte am Samstag noch steigen, wenn auch die anderen Provinzen ihre Statistiken vorlegen.

7.11 Uhr: Luftwaffenmaschine mit Deutschen aus China auf dem Weg

Aus China ist eine Maschine der Luftwaffe gestartet, die wegen des Coronavirus mehr als hundert Deutsche zurĂŒck in die Heimat bringen soll. Das Flugzeug sei am frĂŒhen Samstagmorgen los geflogen, teilte das Krisenreaktionszentrum des AuswĂ€rtigen Amtes via Twitter mit. Die Bundeswehrmaschine soll am Morgen in Frankfurt am Main eintreffen.

Nach einer Untersuchung am Flughafen werden die Passagiere fĂŒr eine zweiwöchige QuarantĂ€ne in einer Kaserne in Germersheim in Rheinland-Pfalz gebracht. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist von den aus China ausgeflogenen deutschen StaatsbĂŒrgern keiner mit dem Coronavirus infiziert. In Deutschland gibt es aktuell sieben Menschen, bei denen der Erreger nachgewiesen wurde.

Freitag, 31. Januar 2020, 22.19 Uhr: USA verhĂ€ngen Einreiseverbot fĂŒr China-Reisende

Die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump hat aufgrund des Coronavirus eine "gesundheitliche Notlage" in den Vereinigten Staaten ausgerufen. AuslĂ€nder, die potenziell ein Ansteckungsrisiko darstellen könnten, wĂŒrden ab Sonntag (23 Uhr MEZ) vorĂŒbergehend nicht mehr ins Land gelassen, teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Das habe US-PrĂ€sident Trump per PrĂ€sidialproklamation festgelegt.

Zudem mĂŒssten sich US-StaatsbĂŒrger, die in den 14 Tagen zuvor in der stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei waren, fĂŒr bis zu 14 Tage in QuarantĂ€ne begeben. US-StaatsbĂŒrger, die in den 14 Tagen vor der RĂŒckkehr in die USA in anderen Teilen Chinas waren, wĂŒrden aufgefordert, sich selbst fĂŒr 14 Tage zu isolieren.

Das Risiko einer Ansteckung in den USA sei nach wie vor gering, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield. Bislang gibt es sechs bestÀtigte FÀlle des Coronavirus in den USA, 191 Menschen werden untersucht.

20.15 Uhr: Ein weiterer Mensch in Bayern infiziert

In Bayern ist ein weiterer Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen im Freistaat auf sieben. Bei dem neuen Infizierten handele es sich um einen Mann aus dem Landkreis FĂŒrstenfeldbruck, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in MĂŒnchen mit.

Auch er arbeite beim Autozulieferer Webasto aus dem oberbayerischen Gauting-Stockdorf, wie die fĂŒnf ersten bekannt gewordenen FĂ€lle. Zudem war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Von 128 jĂŒngst (Stand 20.30 Uhr) vorliegenden Testergebnissen von Mitarbeitern der Firma waren 127 negativ und einer positiv.

19.30 Uhr: 122 Tests auf Corona-Virus bei Webasto negativ

Nach den bisher sechs Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus haben weitere Tests bei der betroffenen Firma Webasto im Landkreis Starnberg vorerst keine weiteren Erkrankungen ergeben. Dies teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums unter Verweis auf das Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Danach seien insgesamt 122 Tests von Mitarbeitern der Firma Webasto negativ ausgefallen. Testergebnisse von weiteren untersuchten Menschen sollen demnĂ€chst folgen.

Somit bleibt es derzeit bei insgesamt sechs bekannten Coronavirus-FĂ€llen in Deutschland. Alle Betroffenen befanden sich nach Ärzte-Angaben in einem stabilen Zustand.

17.57 Uhr: Delta und American Airlines streichen alle China-FlĂŒge – fĂŒr Wochen

Die US-Fluggesellschaften Delta Air Lines und American Airlines streichen wegen des Coronavirus alle FlĂŒge von und nach China. Aufgrund anhaltender Bedenken wegen des Virus werde der Flugverkehr vom 6. Februar bis voraussichtlich 30. April eingestellt, teilte Delta auf seiner Website mit. American Airlines gab bekannt, den Betrieb auf allen Strecken zum chinesischen Festland ab sofort bis zum 27. MĂ€rz auszusetzen.

American begrĂŒndete den Schritt mit einer Reisewarnung der US-Regierung. Diese hatte Amerikaner am Donnerstagabend in einem verschĂ€rften Reisehinweis aufgefordert, nicht mehr nach China zu reisen. US-BĂŒrger im Land sollten die Ausreise in Betracht ziehen. Delta hatte FlĂŒge nach China zuvor bereits deutlich eingeschrĂ€nkt. Am Mittwoch hatte schon die Lufthansa ihre LinienflĂŒge nach China gestoppt und war damit British Airways und anderen Airlines gefolgt.

16.30 Uhr: Schon bei VerdachtsfĂ€llen – Spahn erlĂ€sst Meldepflicht fĂŒr Coronavirus

Beim Coronavirus gilt ab Samstag schon bei begrĂŒndeten VerdachtsfĂ€llen eine Meldepflicht. Eine entsprechende Eilverordnung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag auf den Weg gebracht, wie sein Ministerium mitteilte. Bislang mussten Ärzte, Kliniken und Labore nur tatsĂ€chliche Corona-Infektionen melden.

Der Verdacht muss der Verordnung zufolge "sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang" begrĂŒndet sein. Spahn hatte die entsprechende Eilverordnung am Donnerstag angekĂŒndigt.

Ärzte und Patienten, die sich auf das Coronavirus testen lassen, mĂŒssen die Kosten dafĂŒr nicht selbst tragen. Darauf einigten sich den Angaben zufolge Krankenkassen und Ärzte. Die neue Abrechnungsmöglichkeit und die damit verbundene KostenĂŒbernahme durch die Kassen soll ebenfalls ab Samstag greifen.

16.28 Uhr: Coronavirus in Schweden nachgewiesen

Auch Schweden hat seinen ersten bestĂ€tigten Fall des neuartigen Coronavirus. Das Virus wurde bei einer Patientin in Jönköping etwa 300 Kilometer sĂŒdwestlich von Stockholm festgestellt, wie die schwedische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Die Frau habe die Region um die chinesische Millionenstadt Wuhan besucht und sei am 24. Januar in Schweden gelandet. Dabei habe sie zunĂ€chst keine Symptome gezeigt, spĂ€ter aber ĂŒber Husten geklagt. Sie befinde sich in einem Krankenhaus in Jönköping in Isolation. Ernsthaft krank sei sie nicht.

In der EU waren FĂ€lle der neuartigen Lungenerkrankung zunĂ€chst in Frankreich, Deutschland und Finnland bestĂ€tigt worden. Zuletzt kamen bestĂ€tigte Funde in Italien und Großbritannien dazu.

15.37: MÀnner und Àltere Menschen besonders gefÀhrdet?

Unter den am neuen Coronavirus erkrankten Personen sind besonders viele Ă€ltere Menschen. Der inzwischen bekannt gewordene Fall eines infizierten Kindes in Deutschland ist somit eher ungewöhnlich. Mehrere kĂŒrzlich veröffentlichte Studien bestĂ€rken die Vermutung, dass sich Ă€ltere Menschen besonders hĂ€ufig mit dem Virus infizieren. Zudem sind MĂ€nner offenbar etwas hĂ€ufiger betroffen als Frauen – möglicherweise deshalb, weil Frauen grundsĂ€tzlich ĂŒber eine etwas bessere Immunabwehr verfĂŒgen.

In einer im Fachblatt "Lancet" veröffentlichten Studie werteten chinesische Forscher den Verlauf der Krankheit bei knapp 100 infizierten Patienten aus Wuhan aus. Demnach waren die Betroffenen durchschnittlich knapp 60 Jahre alt. 67 Prozent von ihnen waren mÀnnlich. Die Auswertungen bekrÀftigen auch die bisherige Annahme, dass sich vor allem Menschen mit schweren Vorerkrankungen anstecken. Laut der Studie hatte die HÀlfte der untersuchten Patienten eine chronische Vorerkrankung.

In einer weiteren Studie, die im "New England Journal of Medicine" (NEJM) erschienen ist, werteten Wissenschaftler aus China die KrankheitsverlÀufe von 425 Patienten aus Wuhan aus, deren Infektion bis zum 22. Januar bekannt geworden war. Auch hier lag das durchschnittliche Alter der Erkrankten bei rund 60 Jahren, 56 der 99 untersuchten Infizierten waren MÀnner. Unter den 425 Erkrankten war kein einziges Kind. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich Kinder nicht so leicht infizieren oder in der Regel nur sehr leichte Symptome entwickeln.

15.18 Uhr: Webasto beklagt Ausgrenzung von Mitarbeitern wegen Coronavirus

Die Angst vor dem Coronavirus fĂŒhrt offenbar zur Ausgrenzung von Webasto-Mitarbeitern und deren Angehörigen. "Uns erreichen vermehrt Meldungen von Mitarbeitern, die nicht zur Risikogruppe gehören, dass sie und ihre Familien von Institutionen, Firmen oder GeschĂ€ften abgewiesen werden, wenn bekannt wird, dass sie bei Webasto arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann. "Wir verstehen, dass die aktuelle Situation Menschen verunsichert und auch Ă€ngstigt, aber das ist eine enorme Belastung fĂŒr die Familien unserer Mitarbeiter."

Einer Sprecherin zufolge haben Mitarbeiter berichtet, dass ihre Eltern oder Ehepartner von deren Arbeitgebern nach Hause geschickt worden seien. Kinder seien von KindergÀrten nicht mehr angenommen worden. In einem Fall habe es zudem eine Autowerkstatt mit Verweis auf das Virus abgelehnt, das Auto eines Mitarbeiters zu reparieren.

In Deutschland wurde das Virus bisher bei fĂŒnf Mitarbeitern des Automobilzulieferers Webasto sowie bei dem Kind eines dieser Mitarbeiter nachgewiesen. Alle Betroffenen in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Weltweit sind inzwischen mehr als 9.700 Menschen infiziert. Die Zahl der Toten in China stieg auf 213.

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Von Michaela Koschak
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