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"Epidemie wird noch Monate in Deutschland unterwegs sein"

Newsblog zum Coronavirus (TESTARTIKEL)  

"Epidemie wird noch Monate in Deutschland unterwegs sein"

19.03.2020, 13:04 Uhr

Exponentielle Coronavirus-Verbreitung: So wirken sich Sozial-Kontakte aus

Das Coronavirus verbreitet sich ohne in Quarantänemaßnahmen exponentiell. Eine Video-Animation zeigt, wie sich die Infektions-Geschwindigkeit verlangsamen lässt. (Quelle: t-online.de)

Videoanimation zeigt: So wirken sich Sozialkontakte und ihre Vermeidung aus bei der Ausbreitung des Coronavirus. (Quelle: t-online.de)


Die Ausbreitung des Coronavirus wird Deutschland nach Ansicht des Robert Koch-Instituts noch Monate beschäftigen. RKI-Präsident Wieler äußert deshalb einen eindringlichen Appell. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland wird das öffentliche Leben aufgrund der Coronavirus-Epidemie weitreichend eingeschränkt – im europäischen Ausland haben mehrere Länder Ausgangssperren verhängt. Es gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Hier finden Sie die neuesten Entwicklungen in der Coronavirus-Krise.


11.04 Uhr: Telekom schickt Handydaten ans RKI

Die Deutsche Telekom hat dem Robert Koch-Institut (RKI) anonymisierte Kundendaten zur Erforschung der Verbreitung des Coronavirus zur Verfügung gestellt. Wissenschaftler würden mit den Informationen Bewegungsströme abbilden, um Prognosen über die Ausbreitung von Covid-19 in Deutschland zu treffen, sagte eine Telekom-Sprecherin. Die Informationen ließen sich auf Bundesländer- wie auch Kreisebene herunterbrechen.

Das Verfahren zur Datenübergabe wurde der Telekom zufolge zusammen mit den Datenschutzbehörden entwickelt und 2015 von der Bundesdatenschutzbeauftragten abgenommen. Es handelt sich demnach nicht um individuelle Informationen, sondern um Massendaten, die keine Rückschlüsse auf den einzelnen Nutzer oder auch Infizierten ermöglichen. "Das ist eine Sondersituation. Wir helfen gern und unentgeltlich", sagte die Sprecherin. Ob es weitere Datenlieferungen geben werde, müsse sich noch zeigen.

10.57 Uhr: Kabinett berät über Maßnahmen gegen Coronakrise

Das Kabinett hat am Morgen über die Umsetzung wesentlicher Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten. In der Runde sei unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch über die anstehenden Fragen des grenzüberschreitenden Verkehrs im Zusammenhang mit dem Warenfluss sowie um die Aktion zur Rückholung von deutschen Staatsangehörigen aus dem Ausland gesprochen worden, hieß es in Regierungskreisen. Zudem sei es um die Reisewarnung im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegangen.

10.45 Uhr: Russland schließt landesweit alle Schulen

Auch Russland schließt nun landesweit seine Schulen. Die Schüler werden vom kommenden Montag an drei Wochen lang in die verlängerten Frühlingsferien geschickt, sagte Bildungsminister Sergej Krawzow der Agentur Interfax zufolge. Einige Schulen haben aber bereits jetzt schon geschlossen, um eine Ausbreitung des neuartigen Virus einzudämmen.

Für Schüler solle die Möglichkeit bestehen, aus der Ferne das Lernen fortzusetzen, erklärte der Minister. Größere Verlage ermöglichen demnach im Internet einen kostenlosen Zugang zu Lernmaterialien. Im flächenmäßig größten Land der Erde gehen mehr als 16 Millionen Kinder und Jugendliche zur Schule.

10.31 Uhr: Merkel hält am Abend Fernsehansprache

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Abend mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden. Die Ansprache soll jeweils nach den Hauptnachrichten in ARD und ZDF ausgestrahlt werden. "Es geht nicht um neue Maßnahmen. Es geht um das, was in Deutschland jetzt zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und wie jeder sich daran beteiligen soll", sagte der Sprecher weiter. Er trat damit möglichen Spekulationen entgegen, Merkel könnte weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens oder gar eine Ausgangssperre verkünden.

10.19 Uhr: "Wenn wir soziale Kontakte nicht reduzieren, könnten wir Millionen Infizierte bekommen"

RKI-Präsident Lothar Wieler rief im Kampf gegen das Virus dazu auf, sich dringend an die Aufrufe der Behörden zu halten. Wieler warnte: "Wenn wir es nicht schaffen, die sozialen Kontakte drastisch zu reduzieren, könnten wir in einigen Monaten 10 Millionen Fälle in Deutschland haben."

Wieler richtete einen dringenden Appell an Ärzte, Krankenhäuser und die Bundesbürger: "Strukturieren Sie Ihre Arztpraxen um, isolieren Sie Ihre Coronavirus-Patienten, koordinieren Sie sich mit anderen Praxen. Bauen Sie in den Kliniken die Beatmungskapazitäten aus, aktivieren Sie alle Möglichkeiten, das Personal aufzustocken. Setzen Sie im Alltag unbedingt die Maßnahmen der Bundesregierung um, halten Sie immer mindestens eineinhalb Meter Abstand zu anderen Menschen, meiden Sie soziale Kontakte. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Symptome zeigen. Schützen Sie alte und gefährdete Menschen."

10.08 Uhr: "Epidemie wird noch Wochen und Monate in Deutschland unterwegs sein"

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland mit Sorge. Mit Blick auf die weiter stark ansteigende Zahl der Neuinfektionen sprach Wieler von einer exponentiellen Entwicklung. "Wir sind am Anfang einer Epidemie, die noch viele Wochen und Monate in unserem Land unterwegs sein wird", sagte er.

9.31 Uhr: Bayern verschiebt Start der Abiturprüfungen

Bayern verschiebt den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020. "Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit.

Wegen der unklaren Entwicklungen bei der Virusausbreitung könnten weitere Veränderungen im Ablauf nicht ausgeschlossen werden. "Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für die ganze Schulgemeinschaft und erfordert flexibles Handeln. Wir müssen auf Veränderungen reagieren", sagte Piazolo.

9 Uhr: Hilfskredite für vom Coronavirus gebeutelte Unternehmen laufen an

Die deutschen Banken haben laut Finanzstaatssekretär Jörg Kukies mittlerweile Klarheit über die konkreten Bedingungen für Hilfskredite an Unternehmen. Die staatliche Förderbank KfW habe die entsprechenden Konditionen am Mittwochmorgen herumgeschickt. Die Förderprogramme seien mit der EU-Kommission abgestimmt und könnten jetzt im großen Volumen anlaufen. Die KfW arbeitet nach dem sogenannten Durchleitungsprinzip, das heißt, sie hat keine eigenen Filialen. Ein Unternehmen muss also bei seiner Geschäftsbank einen Hilfskredit beantragen – und bekommt ihn von der KfW.

8.30 Uhr: Karliczek warnt vor Hoffnungen auf raschen Corona-Impfstoff

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat vor überzogenen Hoffnungen auf die rasche Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus gewarnt. Überall arbeiteten Forscher mit Hochdruck daran, "aber die Entwicklung braucht ihre Zeit", sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch. Bei der Entwicklung von Medikamenten gälten hohe Sicherheitsstandards, die eingehalten werden müssten, um Nebenwirkungen auszuschließen. "Soweit wir es verantworten können, beschleunigen wir die Verfahren", sagte die Ministerin.

Der Miteigentümer des Pharmaunternehmens CureVac, der Investor Dietmar Hopp, sagte der "Bild"-Zeitung, bei einem positiven Verlauf der Impfstoff-Entwicklung könne das Unternehmen "ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen". Weil der Druck enorm hoch sei, "sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern".

7.30 Uhr: China meldet nur eine Neuinfektion

China hat am Mittwoch lediglich eine neue Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Den zweiten Tag in Folge habe es nur eine neue Übertragung in der zentralen Stadt Wuhan gegeben, erklärte die Nationale Gesundheitskommission. Hinzu kämen zwölf neue Fälle, in denen das Coronavirus aus dem Ausland nach China eingeschleppt worden sei. Damit stieg die Zahl der eingeschleppten Infektionen auf 155.

6.37 Uhr: Australien verbietet Auslandsreisen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Australiens Regierung seinen Bürgern bis auf Weiteres jegliche Reisen ins Ausland untersagt. "Es ist das erste Mal, dass dies in der Geschichte Australiens geschieht", sagte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Canberra. Das Verbot gelte für unbestimmte Zeit, betonte er.

Das größte Risiko gehe von Australiern aus, die sich im Ausland mit Sars-CoV-2 infiziert hätten und nun aus Übersee ins Land zurückkehrten. Die meisten Fälle in Australien seien auf solche Rückkehrer zurückzuführen, sagte Morrison weiter. Seit dem Wochenende müssen alle Einreisenden in eine zweiwöchige Quarantäne.

6.31 Uhr: Angst vor Corona-Engpässen: Polizeiprüfungen vorgezogen

Aus Angst vor Engpässen in der Corona-Krise zieht Bayern die Prüfungen für Polizeianwärter vor. Die Abschlussprüfungen sollten ursprünglich im Mai beginnen, nun wurden sie auf den 23. März vorverlegt, wie ein Sprecher der für die Prüfungen zuständigen bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg mitteilte. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

"Grund hierfür ist die Fürsorgepflicht, da die Prüfungen derzeit noch mit allen Prüflingen durchgeführt werden können, was in Zukunft aufgrund möglicher Infektionen eventuell nicht mehr gegeben ist", teilte die Bereitschaftspolizei mit. Nach bestandener Prüfung stünden grundsätzlich 800 neue, fertige Polizeibeamte zur Verfügung – "und es könnte auf mögliche Personalausfälle reagiert werden". Das Problem stelle sich derzeit aber ausdrücklich noch nicht.

6.23 Uhr: NRW: Weitere Einschränkungen geplant

In Nordrhein-Westfalen greifen ab heute weitere massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Geschlossene Spielplätze, Restaurants im Kurzbetrieb, endgültig eingestellter Schulbetrieb: "Die Lage ist jetzt dramatisch", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in einer Videobotschaft. "Und deshalb mein Appell: Bleiben Sie zu Hause."

Alle Spiel- und Bolzplätze sind von Mittwoch an gesperrt. In Schulen gibt es nur noch Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, deren Eltern für die kritische Infrastruktur des Landes gebraucht werden. Gaststätten müssen bereits um 15 Uhr schließen. "Es mag reizvoll sein, jetzt bei dem schönen Wetter draußen zu sitzen in Cafés und Restaurants, aber die Lage ist zu ernst", betonte Laschet mit Blick auf Temperaturen bis zu 19 Grad am Mittwoch. Von den verschärften Maßnahmen gegen das Virus sind auch Urlauber in NRW betroffen: Sie müssen abreisen, weil sie nicht mehr in Hotels und Pensionen übernachten dürfen. Einschnitte auch in der Politik: Der Landtag schränkt seinen parlamentarischen Betrieb drastisch ein.

4.30 Uhr: Die aktuellsten Zahlen in Deutschland

Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Bundesweit gibt es derzeit 9.360 bestätigte Infektionen (Stand: 17. März, 22.45 Uhr), wie die Zahlen aus 16 Bundesländern nach Recherchen von t-online.de zeigen. 26 Menschen sind verstorben. Hier lesen Sie den gesamten Überblick.

4 Uhr: Energiebranche setzt Pandemie-Pläne um – kein Risiko für Versorgung

Die Energiewirtschaft setzt in der Corona-Krise Pandemie-Pläne um, auch um Mitarbeiter in Kraftwerken zu schützen - sieht aber derzeit kein Risiko für die Versorgungssicherheit. In Arbeitsbereichen wie Leitstellen und Entstörungsdiensten würden zusätzlich vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, teilte der Energieverband BDEW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Energie- und Wasserwirtschaft verfüge zudem über einen hohen Automatisierungsgrad.

"Die Energiebranche weiß um ihre Verantwortung als Versorger", sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). "Derzeit sehen die Energieunternehmen kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Sie führen regelmäßig Risikobewertungen durch, da sich die Lage national und international als sehr dynamisch abzeichnet." Die Energiewirtschaft habe im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert würden.

Die Unternehmen vor Ort bewerteten kontinuierlich, welche spezifischen Maßnahmen erforderlich seien. Dazu gehörten Zutrittsbeschränkungen für relevante Gebäudebereiche sowie der Schutz des Schlüsselpersonals, um betriebliche Abläufe innerhalb der Organisation und einen Notbetrieb sicherzustellen. Notwendiges Fachpersonal für den Betrieb sensibler Bereiche werde gegebenenfalls voneinander isoliert. Daneben gebe es Vorkehrungen, dass Personal beim Auftreten eines Verdachtsfalls im Team aus getrennten Räumen arbeiten könne. Außerdem werde der Personaleinsatz nach ausgearbeiteten Notfallschichtplänen geplant.

3.43 Uhr: United kürzt Flugplan im April

United Airlines kündigt für April eine Flugplanreduzierung um 60 Prozent an. Dies beinhalte laut Unternehmensangaben eine Kürzung um 42 Prozent in den Vereinigten Staaten und Kanada und eine Reduzierung der internationalen Flüge um 85 Prozent. Über den Atlantik, den Pazifik und Lateinamerika werde United im April nur noch etwa 45 tägliche Flüge durchführen, teilt das Unternehmen mit. Als Grund gibt die US-Fluggesellschaft die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Reisenachfrage an.

3.30 Uhr: Experten: Einkaufsgewohnheiten auf Dauer verändert

Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich nach Ansicht von Experten wegen der Coronavirus-Krise nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon gehen der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, und der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein aus.

Die Krise gebe dem Online-Handel noch einmal einen kräftigen Schub, sagte Hudetz. Zwar bekomme auch der Internethandel derzeit die generelle Verunsicherung der Verbraucher zu spüren. Aber wenn noch etwas gekauft werde, dann besonders gerne im Internet. "Es ist damit zu rechnen, dass der Online-Handel auch langfristig von dieser Krise profitieren wird. Auch wenn das Thema Coronavirus vorbei ist, wird weiterhin mehr online eingekauft werden als vor der Krise", prognostizierte Hudetz. Verlierer würden die kleinen stationären Läden ohne Internetangebot sein. "Wer jetzt kein Online-Angebot hat steht ohne funktionierenden Vertriebsweg da und kann die Versäumnisse der Vergangenheit auch kaum nachholen."

Die Coronavirus-Krise werde nicht das Ende des stationären Einzelhandels bedeuten, ist auch der E-Commerce-Experte Heinemann überzeugt. "Aber sie wird wie ein Katalysator wirken und das Ende vieler kleiner lokaler Händler ohne Internet-Standbein beschleunigen."

3 Uhr: Weitere Rückholflüge starten: Europa macht die Grenzen dicht

Nach der Ankündigung der Europäischen Union, keine Einreisen von Nicht-EU-Bürgern mehr zu erlauben, sind erste Reisende abgewiesen worden. Am größten deutschen Airport in Frankfurt am Main war am Dienstagabend laut Bundespolizei ein Flug aus der Türkei betroffen. Hier lesen Sie die gesamte Meldung.

02.24 Uhr: 11 Tote in China, über 100 Todesfälle in den USA

In China werden für Dienstag 13 neue Infektionen gemeldet. Am Montag waren es 21 Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80.894. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Dienstags nach offiziellen Angaben bei 3.237, 11 mehr als am Vortag. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle 11 Todesfälle, darunter 10 in der Provinzhauptstadt Wuhan. Die Zahl der importierten Fälle des Virus auf dem chinesischen Festland erreicht am Dienstag 155, 12 mehr als am Vortag.

In den USA hat die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie die symbolische Schwelle von 100 überschritten. Die Johns-Hopkins-Universität schrieb am Dienstagabend (Ortszeit) auf ihrer Website zum Coronavirus von mehr als 6.400 Infektionsfällen sowie 108 Toten. Eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP kam auf mindestens 100 Tote.

Auch in Südkorea ist die Zahl der erfassten Infektionen weiter gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag 93 Neuansteckungen erfasst. Schon am Montag hatten die Fallzahlen über denjenigen am Wochenende gelegen. Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen stieg auf 8.413. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-19-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 84.

1 Uhr: Justiz-Gewerkschaft fordert zweiwöchige Schließung der Gerichte

Die Deutsche Justiz-Gewerkschaft hat eine mindestens zweiwöchige Schließung der Gerichte gefordert. "Die akute Corona-Krise ist eine Gefahr für die Mitarbeitenden in Gerichten und Staatsanwaltschaften. Es ist daher jetzt notwendig, die Gerichte für mindestens zwei Wochen zu schließen", sagte der Bundesvorsitzende Emanuel Schmidt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Prozesse vor Gericht könnten verschoben werden, Dienststellen der Gerichte und der Bewährungshilfe könnten Notfallnummern und Eildienste einrichten. Der Postverkehr etwa zwischen Anwaltschaft und Gerichten könne weiterhin laufen.

Bisher agiere jede Justizbehörde unterschiedlich. "Es ist ein Flickenteppich an Maßnahmen und kein kontrolliertes Krisenmanagement", so Schmidt.

1 Uhr: Applaudieren für Sicherheitskräfte und Gesundheitspersonal

In ganz Frankreich haben am Dienstagabend wegen des Coronavirus in ihren Wohnungen festsitzende Bürger dem Personal des Gesundheitswesens mit lautem Applaus für ihren Einsatz gegen die Pandemie gedankt. Die Menschen traten um 19.00 Uhr und dann nochmal um 20.00 Uhr an ihre Fenster oder auf Balkone und klatschten in die Hände. Der Applaus war unter anderem in Paris, Lyon, Marseille und Ajacccio auf Korsika zu hören.

Zu der Aktion war in den Onlinenetzwerken aufgerufen worden. "Ein großes Dankeschön für diese Unterstützung!" schrieb daraufhin der Verband öffentlicher Krankenhäuser in der Region Paris (AP-HP) im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Auch in Deutschland gab es am Dienstagabend ähnliche Aktionen. So war in manchen Berliner Stadtteilen Applaus für das Gesundheitspersonal zu hören. Auch in Köln wurde die Wertschätzung für Sicherheitskräfte und Pflegepersonal mit Jubel zum Ausdruck gebracht. 

00.37 Uhr: Von der Leyen: "Wir haben das Virus unterschätzt"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einem Medienbericht zufolge eingeräumt, dass das Corona-Virus von der Politik unterschätzt worden ist. "Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt. Aber inzwischen zeigt sich auch, das ist ein Virus, das uns noch lange beschäftigen wird. All diese Maßnahmen, die sich für unsere Ohren noch vor vierzehn Tagen oder drei Wochen drastisch, drakonisch angehört haben – wir haben verstanden, dass das jetzt sein muss. Das ist sehr schwer, aber ich glaube, die Bevölkerung macht da gut mit", so Von der Leyen in einer online Sendung der Zeitung "Bild".

Sie verteidigte die EU-Einreisestopps bei mit den Worten: "Es zeigt das Ausmaß der Krise. Wir wissen, dass im Augenblick das Zentrum der Krise in Europa liegt." Von der Leyen deutete in der Sendung "Bild live" an, dass es Ausgangssperren in weiteren europäischen Ländern geben werde: "Es ist Entscheidung der Mitgliedsstaaten. Das ist wichtig, das auch zu respektieren. Wir sind ganz eng miteinander abgestimmt, die meisten gehen im gleichen Rhythmus vor, mit Abstand von ein bis drei Tagen. Das ist nicht etwas, was man von oben einfach europäisch verordnet, sondern das muss in den Mitgliedsländern mit großer, breiter Zustimmung auch gemeinsam getragen werden."

Zu möglichen Soldateneinsätzen sagte sie in dem Live-Stream der "Bild": "Ich weiß als ehemalige Verteidigungsministerin, wie enorm hilfreich die Bundeswehr in Fällen sein kann, wo es um logistische Fragen geht, wo helfende Hände Unterstützung bieten. So wie ich die Soldatinnen und Soldaten kennengelernt habe: So wie sie gerufen werden, werden sie da sein, für ihr Land einstehen und das machen, was notwendig ist und unterstützten!" 

00.10 Uhr – Bericht: KfW-Notkredite werden erst in "zwei bis drei Wochen fließen"

Die von der Bundesregierung angekündigten KfW-Notkredite zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus können einem Zeitungsbericht zufolge ab dem kommendem Montag beantragt werden. Aktuell würden die Hausbanken (Sparkassen, Volksbanken etc.) auf das offizielle Antragsformular der staatlichen Förderbank KfW warten, die die Kreditvergabe koordiniert, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Bankenkreise.

"Realistisch ist, dass die ersten Gelder in zwei bis drei Wochen fließen", sagte ein KfW-Sprecher dem Blatt. Die Hausbanken müssten die Anträge schnell weiterleiten, damit die KfW sie abschließend prüfen könne. Man könne "die Kredite nicht einfach so rausblasen".

Angesichts der drastischen wirtschaftlichen Entwicklung macht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband Druck: "Die Kreditvergabeprozesse müssen schneller werden", sagte eine Sprecherin der Zeitung. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte ein Kredit-Programm in unbegrenzter Höhe versprochen, um Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler durch die Corona-Krise zu helfen.

00.09 Uhr: Krankenhäuser fordern schnelle Zulassung ausländischer Pflegekräfte

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Coronakrise eine schnelle Zulassung ausländischer Pflegekräfte gefordert, die sich bereits in Deutschland befinden. "Die Gesundheitsämter müssen Ad-hoc-Genehmigungen für ausländische Pflegekräfte erteilen", sagte ihr Präsident Gerald Gaß der "Welt" (Mittwoch). "Diese können dann hinterher immer noch geprüft werden und das formale Verfahren nachgeholt werden."

Mittwoch, 18. März, 00.05 Uhr: Weltärztepräsident gegen Ausgehverbote

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich in der Corona-Krise gegen Ausgehverbote für die Bevölkerung ausgesprochen. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte er der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Da wir ja davon ausgehen müssen, dass uns das Virus noch lange begleiten wird, frage ich mich, wann wir zur Normalität zurückkehren?" Es sei ja nicht möglich, Schulen und Kitas bis Jahresende zu schließen. Denn so lange werde es mindestens dauern, bis es einen Impfstoff gebe.

Als Negativbeispiel nannte Montgomery Italien. "Die waren ganz schnell an ihren Kapazitätsgrenzen, haben aber die Virusausbreitung innerhalb des Lockdowns überhaupt nicht verlangsamt." Ein Lockdown sei eine politische Verzweiflungsmaßnahme, weil man mit Zwangsmaßnahmen meint, weiterzukommen, als man mit der Erzeugung von Vernunft käme.

23.59 Uhr: Patient in Schleswig-Holstein: Coronavirus posthum festgestellt

Bei einem 78 Jahre alten Mann ist in Schleswig-Holstein posthum eine SARS-CoV-2-Infektion bestätigt worden. Der Patient, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb, habe an Speiseröhrenkrebs gelitten, teilte das Klinikum am Dienstag mit. "Man kann nicht sagen, welche Rolle das Virus im Geschehen des Sterbens gespielt hat", sagte der Sprecher des Klinikums der dpa. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolierungsmaßnahmen eingeleitet, hieß es.

23.55 Uhr: Helge Braun: Soziale Kontakte auf ein Minimum begrenzen

Die Bundesregierung hat erneut an die Bevölkerung appelliert, die sozialen Kontakte stark zu reduzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus deutlich zu verlangsamen. Die Reduzierung der sozialen Kontakte müsse jetzt sehr schnell erfolgen. Die Lage sei ernst, da die Zahl der Virus-Infektionen steil ansteige, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Dienstagabend in der ZDF-Sondersendung "Maybrit Illner".

Die Maßnahmen in Deutschland gegen die Ausbreitung der Epidemie seien ähnlich wie in Frankreich. Allerdings erwäge die Bundesregierung derzeit keine Ausgangssperre, machte Braun deutlich. Möglicherweise könne man in zwei Wochen schon erkennen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigten und die Zahl der Neuerkrankungen langsamer zunehme.

Mit Blick auf den notwendigen Ausbau der Klinikkapazitäten deutete Braun an, dass das Krankenhausfinanzierungsgesetz möglicherweise überprüft werden müsse. Es seien auf jeden Fall deutlich mehr Betten und Personal nötig. Auch werde darüber nachzudenken sein, dass künftig die in der Vergangenheit ins Ausland verlagerte Produktion von zurzeit fehlenden Schutzausrüstungen oder Beatmungsgeräten wieder nach Deutschland geholt werden müsse.

23.18 Uhr: Laschet schließt Ausgangsperre nicht aus

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schließt eine Ausgangssperre für die Zukunft nicht aus. Aktuell sei man aber noch nicht so weit, sagt er dem ZDF. "Die Frage ist: Würde es in dieser Situation jetzt helfen?" Noch habe jeder die Chance, eine Ausgangssperre zu verhindern, indem er zuhause bleibe und Abstand zu anderen Menschen halte.

23.09 Uhr: Serbien und Nordmazedonien verschieben wegen Pandemie Parlamentswahlen

Serbien hat wegen der Coronavirus-Pandemie die für den 26. April geplante Parlamentswahl verschoben. Es gebe keine Wahlen, solange das Land gegen das neuartige Coronavirus kämpfen müsse, sagte Präsident Aleksandar Vucic am Dienstag im staatlichen Fernsehen. Über ein neues Datum werde erst entschieden, wenn die Krise beendet sei, fügte er hinzu.

Nach der kürzlichen Ausrufung des Notstands und der Schließung der Schulen sowie der Grenzen für Einreisende aus dem Ausland wurden die Maßnahmen unterdessen nochmals verschärft: Für die sieben Millionen Einwohner gilt nun – abgesehen von wenigen Ausnahmen - eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20.00 und 05.00 Uhr; in den Großstädten dürfen alle Bewohner ab 65 und in den Dörfern alle Bewohner ab 70 Jahren ihre Wohnungen ab Mittwochmorgen gar nicht mehr verlassen.

In der benachbarten Republik Nordmazedonien beschlossen die Parteivorsitzenden ebenfalls am Dienstag eine Verschiebung der für den 12. April vorgesehenen Parlamentswahl. In den Westbalkanstaaten haben sich nach Behördenangaben bisher 250 Menschen mit dem Virus angesteckt. Montenegro, das bisher als einziges europäisches Land verschont geblieben war, meldete am Dienstag seine beiden ersten Infektionen.

Bosnien erklärte unterdessen den landesweiten Katastrophenzustand. "Wir stehen am Anfang des Kampfes gegen die Bedrohung, die eine Coronavirus-Epidemie für unsere Gesundheit und Wirtschaft darstellt", sagte der bosnische Regierungschef Zoran Tegeltija vor Journalisten. Das politisch zersplitterte und arme Land hat derzeit zwar nur 30 bestätigte Fälle, ist aber gegen eine Gesundheitskrise größeren Ausmaßes nur schlecht gewappnet.

Dienstag, 17. März, 23 Uhr: Türkei meldet ersten Toten durch Covid-19

Die Türkei hat den ersten Toten durch die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Zugleich habe sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf 98 mehr als verdoppelt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstag mit.

Bei dem Toten handele es sich um einen 89-Jährigen, der sich bei jemandem angesteckt habe, der mit China in Kontakt gestanden habe. In der Türkei ist ebenso wie in vielen anderen Ländern das öffentliche Leben wegen der Coronaviruskrise bereits stark eingeschränkt worden. Auch sollten 3.614 türkische Staatsangehörige, die aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, in die Heimat geflogen werden, in eine vierzehntägige Quarantäne geschickt werden. 

22.41 Uhr: Erstes Corona-Todesopfer in Schleswig-Holstein

Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Dies teilte das Klinikum mit.

Bei dem Mann, der an einem Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs) litt, wurde bei Untersuchungen posthum das Virus festgestellt. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolierungsmaßnahmen eingeleitet. Das Klinikum steht im Austausch mit dem Gesundheitsamt der Stadt Lübeck.

21.40 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Frankreich um 27 auf 175 gestiegen

In Frankreich breitet sich das Coronavirus weiterhin massiv aus: Die Zahl der Toten stieg binnen eines Tages um 27 auf 175 an, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mitteilte. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich auf 7.730 bestätigte Fälle, das sind über tausend mehr als am Vortag. Sieben Prozent der gestorbenen Patienten waren demnach jünger als 65 Jahre.

Salomon warnte, Frankreich steuere zunehmend auf eine landesweite Epidemie zu. Er rief alle Bewohner dazu auf, zu Hause zu bleiben und alle sozialen Kontakte zu reduzieren. In ganz Frankreich gilt seit Dienstagmittag eine Ausgangssperre: Bürger dürfen ihre Wohnungen in der Regel nur noch aus zwingenden beruflichen oder medizinischen Gründen sowie für Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln verlassen.

21.01 Uhr: Erster Todesfall durch Coronavirus in Hessen

Erstmals ist in Hessen ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Es handele sich um einen Patienten, der stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelt worden sei, teilte die Stadt Wiesbaden mit.

20.45 Uhr: Belgien beschließt fast dreiwöchige Ausgangssperre

In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben.

20.32 Uhr: Sechster Todesfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes vom Dienstagabend um eine über 80-jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits am Montag starb. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf sechs.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Dienstagabend außerdem 536 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 1641 an; 916 von ihnen sind männlich (56 Prozent).

20.22 Uhr: 345 weitere Corona-Todesfälle in Italien

In Italien ist die Zahl der Todesfälle im Zuge der Coronavirus-Epidemie in den vergangenen 24 Stunden um 345 auf 2503 gestiegen, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle legte von 27.980 auf 31.506 zu. Nun sollen 10.000 Medizinstudenten in den Dienst gestellt und ihre Abschlussprüfungen gestrichen werden, um dem angeschlagenen Gesundheitssystem zu helfen, mit dem Coronavirus fertig zu werden.

20.09 Uhr: Merkel – EU stemmt sich gegen wirtschaftliche Corona-Folgen

Die EU will sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel "entschieden" gegen wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise stemmen. Dazu gehöre entscheidend die Bewegungsfreiheit für Güter und Waren im Binnenmarkt, sagte Merkel. Dies sei wichtig, damit die Zulieferung von Teilen etwa für die Autoindustrie gewährleistet sei. Man müsse generell mit "sehr ernsten" Konsequenzen für die Wirtschaft durch die Epidemie rechnen.

Merkel sagte mit Blick auf Grenzkontrollen, derzeit gebe es einige Schwierigkeiten, deswegen sollten nun spezielle Spuren für den Güter- und Warenverkehr eingerichtet werden.

19.58 Uhr: Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger kommt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland zugesagt. "Deutschland wird das sofort umsetzen", sagte Merkel auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise.

Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Die Staats- und Regierungschefs sprachen auch über den gemeinsamen Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Wichtig sei es, den freien Fluss von Waren aufrechtzuerhalten, sagte Merkel. Es müsse mit "ernsten, sehr ernsten Konsequenzen" für die Wirtschaft gerechnet werden.

18.04 Uhr: Bund und Länder beschließen Krankenhaus-Notfallplan

Bund und Länder haben am Dienstag im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss heißt es, durch das "Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden". Zuerst hatte "Der Spiegel" über den Plan berichtet.

Zudem soll die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Die Länder sollten mit den Kliniken nun Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn gibt es derzeit in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

17.43 Uhr: Helfer kämpfen gegen Corona: "Wir bleiben für Euch da"

Zwei Krankenschwestern aus Wien machen es in der Corona-Krise vor, Ärzte und Helfer in Deutschland machen es nach. Sie verbreiten eine wichtige Botschaft im Internet – und haben nur eine Bitte.

17.31 Uhr: Touristen dürfen ab morgen nicht mehr nach Schleswig-Holstein

Aus Angst vor Ausbreitung des Coronavirus dürfen Touristen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das beschloss die Landesregierung, wie Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) berichtete. Zuvor hatte NDR Schleswig-Holstein berichtet. Zugleich schließt das Küstenland, das traditionell von vielen Touristen besucht wird, auch alle Restaurants. Diese dürfen nur noch außer Haus verkaufen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Sondersitzung seines Kabinetts mitteilte.

17.13 Uhr: Daimler stoppt Großteil der Produktion in Europa

Der Autobauer Daimler stoppt einen Großteil seiner Produktion in Europa. Die Maßnahme beginne noch in dieser Woche und dauere zunächst zwei Wochen, teilte der Konzern mit.

17.08 Uhr: Notbetreuung wird bislang kaum in Anspruch genommen

Die Notbetreuung in den Kitas in Hamburg oder den Schulen in Thüringen wird bislang kaum in Anspruch genommen. Von den rund 90.000 Kita-, Krippen- und Tagespflegekindern seien bislang nur fünf Prozent oder etwa 4500 Kinder betreut worden, sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag. "Das ist sehr wenig. (...) Rechnerisch bedeutet das, dass jedes 20. Kind im Moment in Hamburger Kitas betreut wird." In die Notbetreuung können Kinder von Medizinern, Pflegern, Feuerwehrleuten, Polizisten oder Beschäftigten der Müllabfuhr aufgenommen werden.

Ähnlich ist das Bild an den Schulen in Thüringen. Dort sind laut Bildungsminister Helmut Holter derzeit etwas mehr als 500 Schüler in der Notbetreuung. Angesichts von etwa 240.000 Schülern landesweit zeige sich damit, dass nur ein Bruchteil der Kinder und Jugendlichen im Freistaat derzeit in den Bildungseinrichtungen betreut würden, sagte der Linke-Politiker. "Von vielen Schulen kommen Nullmeldungen." Die grundsätzliche Schließung der Schulen funktioniere, so Holter. Wie viele Kinder in den Kindergärten des Freistaats in einer Notbetreuung sind, konnte Holter zunächst nicht sagen. Diese Zahlen würden noch gemeldet.

16.46 Uhr: Von der Leyen hofft auf Corona-Impfstoff bis Herbst

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass es bis zum Herbst einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt. Sie stehe in Kontakt mit dem deutschen Pharmaunternehmen CureVac, das an einer "vielversprechenden Technologie" arbeite, sagte von der Leyen in einer Videobotschaft auf Twitter. Am Montag hatte die EU-Kommission dem Tübinger Unternehmen bereits Kredite in Höhe von 80 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die CureVac-Technologie habe in vorläufigen Studien "eine schnelle Reaktion auf Covid-19" versprochen, erklärte die Kommission am Montag nach einem Gespräch von der Leyens mit dem Management der Firma. Bei einem Nachweis könnten "in den bestehenden CureVac-Produktionsanlagen potenziell Millionen von Impfstoffdosen zu geringen Kosten hergestellt werden".

16.38 Uhr: WHO: Europäer müssen "mutigste" Schritte zur Bekämpfung der Krise unternehmen

Die Staaten Europas sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert, die "mutigsten" Schritte zur Bekämpfung der Krise zu unternehmen. Dies betonte der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge, nach einer Onlinekonferenz mit Vertretern der Gesundheitsministerien. Europa sei das "Epizentrum" der Pandemie. "Dies sind beispiellose Zeiten", so der WHO-Mitarbeiter.

16.29 Uhr: Spielplätze in NRW und Berlin bleiben vorerst offen

Trotz gegenteiliger Auffassungen in Bund und Ländern wollen Nordrhein-Westfalen und Berlin derzeit keine Spielplätze schließen. "Das werden wir in Nordrhein-Westfalen nicht machen", bekräftigte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Deutschlandfunk. Er verwies auf die Lage von Familien mit Kindern in kleinen Stadtwohnungen in Ballungsgebieten wie beispielsweise im Ruhrgebiet und in Köln. "Wenn Sie sich die Lebenssituation einer Familie in einer kleinen Wohnung vorstellen, einer Alleinerziehenden – ich glaube, dass Eltern schon dafür sorgen können, dass ein Kind mal eine Stunde auf dem Spielplatz ist, ohne dass die Sozialkontakte so sind, dass wir uns da große Sorgen machen."

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci argumentierte, es seien bereits "so viele Verbotsregelungen" und Einschränkungen auf den Weg gebracht worden. Eltern riet Kalayci, auf Spielplätzen den Sicherheitsabstand von anderthalb Metern einzuhalten und dies auch ihren Kindern zu vermitteln.

16.09 Uhr: Zurückgeholte Urlauber können mit der Bahn weiterreisen

Bei der Rückholaktion für Urlauber können die Betroffenen kostenlos mit der Deutschen Bahn zu ihren eigentlichen Zielflughäfen weiterreisen. Das Flugticket oder die Bordkarte werden in den Zügen als Fahrschein anerkannt, wie das Bundesunternehmen mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende März.

Mit der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollen Zehntausende Deutsche zurückkehren, die wegen der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100.000 Personen vor allem in den Hauptreisegebieten für diese Jahreszeit unterwegs, die zu einem großen Teil mit Sonderflügen zurückgeholt werden sollen.

16 Uhr: Glockenläuten und Gebet daheim

Gottesdienste sind wegen des Coronavirus vorerst verboten, doch im Erzbistum Köln läuten jetzt zumindest jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken aller Kirchen. Bis Gründonnerstag kurz vor Ostern soll das geschehen, erklärte ein Bistumssprecher. Das Läuten sei ein Zeichen dafür, dass die Gebetsgemeinschaft der Gläubigen weiter bestehen bleibe. Es lade die Gläubigen "und alle Menschen guten Willens" zu einem Gebet für die Betroffenen ein, heißt es auf der Website des Erzbistums.

In Oberhausen geht ein katholischer Pfarrer noch einen anderen Weg. Christoph Wichmann von der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen rief auf der Website der Gemeinde dazu auf, abends um 19 Uhr eine Kerze anzuzünden, diese auf die Fensterbank zu stellen und dann das Vaterunser zu beten. "Durch das Gottesdienstverbot ist unser Gemeinschaftsleben völlig zerbrochen", sagte Wichmann der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen ein neues Gemeinschaftserlebnis schaffen. Die Botschaft ist: In alle Zweifel hinein stehen wir als Christen zusammen."

15.35 Uhr: Kliniken steuern auf Engpässe bei Schutzkleidung zu

Die bayerischen Krankenhäuser steuern durch den Anstieg der Corona-Infektionen auf Engpässe bei der Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger zu. "Die ersten Kliniken haben uns gemeldet, dass es gegen Ende der Woche sehr eng wird mit Masken, mit Brillen, mit Schutzkleidung", sagte Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft am Dienstag in München. "Das wird in der Tat ein Problem." Aktuell würden sich die Krankenhäuser bereits gegenseitig aushelfen, um die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte nach einer Sitzung mit dem bayerischen Kabinett in München, ihm sei die Situation in den Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen absolut bewusst, und kündigte an: "Wie es ausschaut, werden wir in den nächsten Tagen dort konkret zu Lösungen kommen." Details wolle er aber erst verkünden, wenn die Ware in Deutschland angekommen sei. Als Lehre habe er bereits gezogen, "dass wir nicht in diesem Umfang, gerade bei solch sensiblen Produkten – auch Arzneimitteln, Masken, aber auch in den Lieferketten – abhängig sein sollten von einem großen Land, in dem Fall China".

15.05 Uhr: Berlin errichtet Klinik nur für Covid-19-Patienten

Berlin will wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein temporäres Krankenhaus für Covid-19-Patienten errichten. Das teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci bei einer Pressekonferenz mit. Die Klinik werde in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und anderen Partnern geplant und solle bis zu 1.000 Betten haben. Sie sei sowohl für schwere, aber auch leichte Fälle gedacht. Als Ort für das Krankenhaus nannte Kalayci das Gelände der Messe Berlin.

14.57 Uhr: In Berlin schließen viele Geschäfte

Auch in Berlin sollen Geschäfte wegen der Corona-Krise in großem Umfang schließen. Das hat der Berliner Senat bei seiner Sitzung am Dienstag entschieden. Supermärkte und andere Läden, die der Versorgung der Menschen dienen, Banken, Drogerien und Apotheken sollen allerdings offen bleiben. Die Regelungen gelten ab Mittwoch.

14.54 Uhr: Bericht: Trump plant 850 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket

US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge wegen der Coronavirus-Pandemie ein 850 Milliarden Dollar (mehr als 760 Milliarden Euro) schweres Nothilfepaket auflegen. Finanzminister Steve Mnuchin wolle beim Kongress um Zustimmung für die Maßnahmen zur Stützung der US-Wirtschaft werben, berichteten die "Washington Post" und das "Wall Street Journal" am Dienstag.

Das Paket dürfte demnach unter anderem Steuererleichterungen für US-Bürger sowie 50 Milliarden Dollar an Nothilfen für Fluggesellschaften enthalten. Es hätte einen größeren Umfang als jenes in der Zeit der Finanzkrise 2008, das rund 700 Milliarden Dollar schwer war.

Der US-Präsident hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, mit Steuererleichterungen auf die Coronavirus-Krise zu reagieren. Kritiker wenden ein, davon würden viele Menschen nicht profitieren – unter anderem jene, die wegen der Pandemie ihren Job verloren haben oder bereits vorher arbeitslos waren.

14.46 Uhr: Verband fordert Einschränkung von Fluggastrechten

Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) will angesichts der Coronavirus-Pandemie die Passagierrechte einschränken. "Wir sind in einer der schlimmsten Krisen, die wir je hatten", sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac am Sitz des Verbandes in Genf. Die üblichen Rechte auf Erstattungen bei Flugstreichungen oder Verspätungen seien für die Airlines nun problematisch. "Diese Vorschriften sind in so außergewöhnlichen Zeiten zu streng", sagte de Juniac. "Es übersteigt völlig die Kapazität der Fluggesellschaften, diese Vorschriften einzuhalten."

14.43 Uhr: Deutsche Urlauber sitzen in Kapstadt auf Kreuzfahrtschiff fest

Rund 1.300 Urlauber vor allem aus Deutschland und Österreich sitzen im Hafen der südafrikanischen Stadt Kapstadt auf dem Kreuzfahrtschiff "AIDAmira" fest. Für sie sind nach Angaben der Reederei Rückflüge gebucht, die jetzt allerdings zu verfallen drohen. Das Schiff war am Vortag in den Hafen gelassen worden, nachdem am Wochenende laut Reederei schlechtes Wetter ein Einlaufen verhindert hatte. Im Hafen wurden sechs Passagiere von den lokalen Gesundheitsbehörden gebeten, sich "zur Abklärung eines Sachverhaltes" an Land zu begeben. Dabei war es "um die Überprüfung von möglichen früheren Kontaktfällen" gegangen. Die übrigen Passagiere dürfen nun das Schiff nicht verlassen, bis die Ergebnisse der sechs Verdachtsfälle vorliegen. Das kann zwei bis drei Tage dauern.

Laut Reederei hatten die sechs Personen in der vergangenen Woche keinerlei Symptome gezeigt. Wie andere afrikanische Länder will auch Südafrika angesichts der Ausbreitung des Coronavirus seine Häfen künftig für Kreuzfahrtschiffe sperren.

14.38 Uhr: Griechenland verhängt Besuchsverbot in allen Flüchtlingslagern

Wegen der Corona-Krise werden in Griechenland alle Flüchtlingslager vorläufig für Besucher geschlossen. "Besuche von Einzelpersonen und Organisationen werden für mindestens 14 Tage ausgesetzt", erklärte das Einwanderungsministerium. Zutritt erhalte nur noch das Personal. Neu eingetroffene Migranten müssen sich den Angaben zufolge nach ihrer Ankunft einer Temperaturkontrolle unterziehen.

14.33 Uhr: Berlin verschiebt Vollstreckung aller Haftstrafen unter drei Jahren

Wegen des Risikos von Coronavirusinfektionen in Gefängnissen wird in Berlin ab sofort die Vollstreckung aller Haftstrafen von bis zu drei Jahren ausgesetzt. Wie Justizbehörde und Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt mitteilten, sollen auf diese Weise die nötigen personellen und medizinischen Ressourcen für den Fall von Erkrankungswellen und Quarantänemaßnahmen im Strafvollzug geschaffen werden. Die Maßnahme gilt ab sofort und soll bis zum 15. Juli dauern.

Die Regelung gilt allerdings nur für rechtskräftig Verurteilte, die sich bereits nicht wegen Fluchtgefahr oder ähnlicher Gründe vor ihrem regulären Haftantritt in Untersuchungshaft befinden. Auch bei einer drohenden sogenannten Vollstreckungsverjährung oder aus anderen zwingenden Gründen wird die Regel nach Justizangaben nicht angewendet.

14.26 Uhr: Maas rechnet mit 30 bis 40 Rückholflügen

Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet mit 30 bis 40 Rückholflügen für Urlauber, die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandet sind. "Es ist eine unglaublich große Aktion, die aber auch nötig ist", sagte Maas am Dienstag in einem "Bild"-Interview. "Faktisch hat das tatsächlich jetzt mit einer Luftbrücke zu tun, ohne dass das an historische Vergleiche anknüpfen soll."

Mit dem Begriff Luftbrücke verbindet man vor allem die Berliner Luftbrücke 1948/49, als die Westalliierten den durch eine sowjetische Blockade abgeschnittenen Westteil Berlins fast elf Monate lang aus der Luft versorgten.

Maas hatte am Morgen angekündigt, dass die Bundesregierung 50 Millionen Euro für Sonderflüge zur Verfügung stellt, um Reisende zurückzuholen. 

14.07 Uhr: Merz mit Coronavirus infiziert

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der 64-Jährige ergänzte: "Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome. Alle Termine sind abgesagt. Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes."

Merz gilt als einer von drei aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge der scheidenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und damit auch als möglicher nächster Kanzlerkandidat der Union. Neben Merz kandidieren auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen für das Amt.

Ein ursprünglich für den 25. April geplanter Parteitag zur Wahl des neuen Vorsitzenden war von der CDU-Spitze wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben worden. Einen neuen Termin für das Treffen der 1.001 Delegierten gibt es noch nicht, es ist unklar, ob die Wahl angesichts der aktuellen Lage im Land noch vor der Sommerpause stattfinden kann. Merz, Laschet und Röttgen hatten wegen des Coronavirus auch sämtliche parteiinternen Wahlkampftermine abgesagt. Auf dem schon lange feststehenden CDU-Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart muss sowieso die komplette Führungsspitze der Partei neu gewählt werden.

13.46 Uhr: Laschet: "Es geht um Leben und Tod"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Corona-Lage im Land als "nicht nur dynamisch, sondern dramatisch" bezeichnet. Es sei eine "schwere Krise für Gesundheit, Wohlstand und den Zusammenhalt in unserem Land". Laschet sagte weiter: "Es geht um Leben und Tod – so einfach ist das." Sein eindringlicher Appell sei daher: "Bleiben Sie zu Hause." Nur so helfe man, das Virus einzudämmen, so Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Derweil habe sich die Zahl der Infizierten in den letzten Tagen verdoppelt. Mittlerweile sind 3.060 Menschen in NRW mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesopfer steigt auf zwölf.  

13.36 Uhr: Flixbus stellt Betrieb ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf Weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März um 24 Uhr aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

13.20 Uhr: Balearen rufen Touristen zum Verlassen der Inseln auf

Wegen der Coronavirus-Krise hat die Regionalregierung der Balearen alle rund 25.000 auf Mallorca und den anderen spanischen Inseln noch verbliebenen Touristen dazu aufgerufen, schnellstmöglich in ihre Heimat zurückzukehren. Es mache keinen Sinn, dass die Menschen in den Hotels eingesperrt blieben, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol am Dienstag in einem Interview des Radiosenders Cadena Ser.

Man arbeite an einer "Operation Rückkehr" für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte sie. Wie andere Regionen Spaniens erwägen auch die Balearen, einige Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren. Armengol appellierte außerdem erneut an die Zentralregierung, die Schließung aller Häfen und Flughäfen der Balearen anzuordnen. Mit dieser Maßnahme wäre es "viel einfacher", die Coronavirus-Epidemie zu bekämpfen, beteuerte sie. Die Behörden zählten auf den Balearen bisher bereits mehr als 70 Menschen, die sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert haben.

Am Montag waren bereits 25 Sonderflüge von den Balearen-Flughäfen vor allem Richtung Deutschland und England gestartet. Gleichzeitig wurden aber nach Behördenangaben auch 67 reguläre Flüge storniert. Die Streichungen und Überbuchungen hätten vor allem auf dem Flughafen von Palma de Mallorca beträchtliche Sorge und Unruhe unter Touristen ausgelöst, die zurück in die Heimat wollten, berichtete die Regionalzeitung "Diario de Mallorca".

13.17 Uhr: Lange Staus an Grenzen

Nach der Schließung von Polens Grenzen wegen der Corona-Krise haben sich die Wartezeiten an den deutsch-polnischen Übergängen deutlich verlängert. Vor dem Grenzübergang Jedrzychowice an der A4 bei Görlitz gab es durch die Kontrollen mehr als 18 Stunden Wartezeit, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Deutschen Presse-Agentur in Warschau.

In Olszyna an der A15 in der Nähe von Cottbus mussten Autofahrer zwölf Stunden warten, ebenso in Swiecko an der A12 bei Frankfurt (Oder). Die Sprecherin sagte: "Wir raten davon ab, diesen Grenzübergang anzusteuern." Um eine Verbreitung des Virus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an den Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wieder Kontrollen eingeführt.

12.59 Uhr: Supermarktkette in Australien öffnet nur für Ältere – eine Stunde lang

Bilder aus Australien zeigen gähnend leere Supermarktregale. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist oft sogar Toilettenpapier ausverkauft. Nun reagiert die größte australische Supermarktkette. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Video von t-online.de. Die Märkte von Woolworths öffnen eine Stunde täglich nur für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, damit diese nicht Schlange stehen müssten. Die exklusive Stunde soll ab Dienstag morgens zwischen 7 und 8 Uhr starten.

12.52 Uhr: Polizei beendet Unterricht an Berliner Schule

Trotz der verordneten Schließung aller Berliner Schulen ab heute fand an einer Berufsschule in Charlottenburg Unterricht statt. Das fiel der Polizei bei ihren Kontrollen auf, wie sie bei Twitter schrieb. Nach einem Hinweis von Polizisten sei der Unterricht freiwillig beendet und die Schule geschlossen worden.

12.44 Uhr: Zehn Todesfälle in Nordrhein-Westfalen

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist in Nordrhein-Westfalen auf zehn gestiegen. Zwei ältere vorerkrankte Menschen starben in Aachen und Eschweiler, wie Stadt und Städteregion Aachen mitteilten. Ein etwa 80 Jahre alter Mann aus Aachen sei mehrfach vorerkrankt gewesen. Er starb am Montagabend in einem Aachener Krankenhaus. Ein über 80 Jahre alter Mann aus Würselen war demnach ebenfalls vorerkrankt. Er starb in einem Eschweiler Krankenhaus.

Landesweit ist die Zahl der Infektionen von mehr als 2.700 am Vortag auf 3.060 gestiegen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist der Kreis Heinsberg mit rund 710 Nachweisen (Vortag 690) und sechs Todesfällen besonders betroffen.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister. (Quelle: dpa)Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister. (Quelle: dpa)

12.39 Uhr: Söder: Ausgangssperre nicht geplant

Bayern plant nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder bewusst keine Ausgangssperre, sondern setzt darauf, dass Bürger nur notwendige Gänge in die Öffentlichkeit unternehmen. "Wir hoffen, dass die jetzigen Einschränkungen reichen", sagte Söder in München.

12.32 Uhr: Spahn: "Tiefster Einschnitt im Alltag in der Geschichte der Bundesrepublik"

"Wir erleben den wohl tiefsten Einschnitt im Alltag in der Geschichte der Bundesrepublik", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Söder in München. Es brauche etwas Zeit, sich darauf einzustellen. Das gehe den Bürgern so, das gehe ihm auch so. "Wir werden das bewältigen, wenn wir besonnen reagieren und aufeinander achtgeben."

Er nehme eine sehr große Bereitschaft wahr, einander zu helfen, sagte Spahn. Es sei nicht einfach, auf Dinge zu verzichten, die man lieb gewonnen habe und die Freude machten. Doch es gehe darum, jene zu schützen, die besonders gefährdet seien. "Und ich denke für die meisten ist die Entscheidung klar, dass sie verhindern wollen, dass ihre Nächsten womöglich schwer erkranken könnten."

Verkäuferinnen in Supermärkten und Drogeriemärkten könne jeder ein Lächeln oder Lkw-Fahrern einen freundlichen Wink schenken. Spahn hob eine gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in der Corona-Krise hervor. Manchmal brauche es im Föderalismus mit Entscheidungen ein, zwei Tage länger, bei der Umsetzung zeige er dann aber seine Stärke.

12.10 Uhr: Söder nennt neue Details zum Katastrophenfall

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat neue Beschlüsse der Landesregierung in Bayern bekannt gegeben. So sollen etwa die Kompetenzen in dem am Montag über Bayern verhängten Katastrophenfall in der Staatskanzlei in München in einem Katastrophenstab gebündelt werden. 400 Mitarbeiter aus anderen Behörden würden in die Gesundheitsbehörden abgeordnet, sagte Söder in München. Krankenhäuser würden angewiesen, nur noch dringend notwendige Operationen durchzuführen. Alle anderen Eingriffe würden verschoben. Die bayerischen Unikliniken sollten ab sofort primär versorgen und nicht forschen.

11.44 Uhr: Lufthansa plant "Luftbrücke" zur Warenversorgung

Die Lufthansa arbeitet an Plänen zur Warenversorgung aus der Luft in Zeiten der Corona-Krise. Hintergrund sind die weltweiten Reisebeschränkungen, die auch Auswirkungen auf die Kapazität der Frachtflüge haben. Konzernchef Carsten Spohr sagte der "Bild"-Zeitung: "Lufthansa wird alles dafür tun, um auch die Lieferketten für die Versorgung der deutschen Bevölkerung aus der Luft aufrechtzuerhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Luftbrücke für ganz Deutschland."

Die Flotte der 747-Passagiermaschinen und die Frachttochter LH Cargo spielen demnach bereits Szenarien durch, "wie und wo unsere Jumbos für Frachtflüge eingesetzt werden können". Seit Ende Januar seien 185.000 Flüge weltweit wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden, erklärte die Luftverkehrsvereinigung IATA in Genf. Damit sei auch ein Großteil der Frachtkapazität "verschwunden".

Grundsätzlich wird Luftfracht vor allem für höherwertige Güter eingesetzt. Der Preis pro Kilo beträgt zu normalen Zeiten etwa das 40-fache der Seefracht. IATA-Chef Alexandre de Juniac rief die Regierungen weltweit auf, Frachtflugzeuge von Flugbeschränkungen auszunehmen und das notwendige Personal nicht in Quarantäne zu stecken.

11.42 Uhr: Audi stoppt Produktion ab Montag

Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke "wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen", teilte Audi mit. In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte.

11.36 Uhr: Keine Ansteckungen über Lebensmittel

Bisher gibt es nach Angaben der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein keine nachgewiesenen Fälle einer Übertragung des Coronavirus über Lebensmittel oder importierte Produkte. "Wie überall spielen auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln die Hygieneregeln eine entscheidende Rolle", betonte die Verbraucherzentrale in einer Pressemitteilung in Kiel. Diese seien streng einzuhalten, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Nach derzeitigem Wissensstand sei eine Übertragung des Virus über Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich.

Das gelte laut Umweltbundesamt auch für eine Übertragung durch Trinkwasser. Um sich selbst und andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen, seien die allgemeinen Hygieneregeln wie häufiges, gründliches Händewaschen sowie Husten oder Niesen in die Armbeuge besonders wichtig. Auf Hygiene kommt es auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln an. Da die Viren hitzeempfindlich seien, könne das Risiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln gesenkt werden.

11.19 Uhr: In Frankreich nur mit Formular vor die Tür

Wer in Frankreich ab dem Mittag das Haus verlassen will, kann dies nur noch mit einem Formular tun. Wegen der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Ausgangssperre sollen die Menschen im Land nur vor die Tür, wenn es unbedingt notwendig ist. Erlaubt ist: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbedürftigen helfen oder allein Sport machen. Auch Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten können, dürfen ihre Wohnung verlassen. Den Grund müssen die Menschen auf einem Formular ankreuzen sowie ihren Namen, ihr Geburtsdatum und den Wohnort eintragen.

Menschen, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen bis zu 135 Euro Strafe zahlen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer TV-Ansprache eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre wegen des neuartigen Coronavirus verhängt.

11.08 Uhr: EU-Kommission warnt vor Fake News

Vor falschen Informationen über das Coronavirus hat die Europäische Kommission gewarnt. Es sei wichtig, über die neuesten Entwicklungen in der Virus-Krise auf dem Laufenden zu bleiben. Allgemeine Ratschläge gebe die Generaldirektion Gesundheit der Kommission, teilte die Brüsseler Behörde via Twitter mit. Über Einzelheiten informierten die lokalen Gesundheitsbehörden. "Nehmen Sie sich vor arglistigen und irreführenden Fake News und Desinformationen in Acht – überprüfen Sie es anhand verlässlicher Quellen", riet die Kommission.

10.55 Uhr: Ikea schließt seine Einrichtungshäuser

Schon vor der angeordneten Schließung der meisten Geschäfte in Deutschland ist die große Möbelkette Ikea aktiv geworden. "Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus so gering wie möglich zu halten, haben wir alle Ikea Einrichtungshäuser in Deutschland bis auf Weiteres geschlossen", teilte der Konzern mit. Die Gesundheit der Kunden und Angestellten habe oberste Priorität.

10.23 Uhr: Polens Regierung macht den Test

In Polen sind alle bei der letzten Kabinettssitzung anwesenden Regierungsmitglieder auf das Coronavirus getestet worden, nachdem ein Test von Umweltminister Michal Wos positiv ausgefallen war. Die Untersuchungsergebnisse würden am Dienstag erwartet, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur PAP. Bis dahin würden die betroffenen Minister unter Quarantäne arbeiten. Dem infizierten Umweltminister geht es den Angaben zufolge gut.

10.08 Uhr: RKI bezeichnet Gesundheitsgefährdung als "hoch"

Das Robert Koch-Institut hat die Risikoeinschätzung wegen des Coronavirus auf "hoch" gesetzt. RKI-Präsident Lothar Wieler begründete die Änderung der Risikoeinschätzung mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen. Das Risiko für die Bevölkerung variiere von Region zu Region und könne regional auch "sehr hoch" sein wie im Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Bislang war die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch das Coronavirus als insgesamt "mäßig" eingestuft worden. Wieler betonte zugleich, dass weiterhin der sehr große Teil der Erkrankungen mild verlaufe.

9.59 Uhr: Ungarn seit heute dicht

In Ungarn sind seit heute wegen der Coronavirus-Pandemie die Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. Ausgenommen sind lediglich Tagespendler in den grenznahen Regionen und heimkehrende ungarische Staatsbürger. Auch Lastwagen sollen die Grenzen weiterhin ungehindert passieren können. 

9.41 Uhr: "Luftbrücke" gilt besonders für folgende Länder

Die von Außenminister Maas angekündigte Rückholaktion gilt insbesondere für deutsche Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, den Philippinen, Ägypten und den Malediven. In diesen Ländern sind aktuell die meisten Reisenden gestrandet. Der SPD-Politiker verwendete den Begriff "Luftbrücke", jene legendäre Aktion der Westalliierten, bei der das von der Sowjetunion blockierte West-Berlin in den späten 1940er-Jahren für gut ein Jahr mit Lebensmitteln und Waren aus der Luft versorgt wurde.

9.30 Uhr: Maas spricht weltweite Reisewarnung aus

Der Außenminister hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Das Auswärtige Amt rät von allen Reisen ins Ausland ab. Schon jetzt sei der Reiseverkehr durch die Corona-Krise massiv eingeschränkt. Maas geht davon aus, dass die Zahl der Flug- und Zugausfälle weiter steigt. Schon jetzt seien Tausende Reisende gestrandet.

9.10 Uhr: Maas nennt zwei Notwendigkeiten für Auswärtiges Amt

Das Auswärtige Amt will Tausenden Reisenden, die im Ausland gestrandet sind, die Heimreise ermöglichen – "in den nächsten Tagen". 50 Millionen Euro werden für diese Rückholaktion bereitgestellt. Außerdem soll verhindert werden, dass weitere Urlauber stranden. Maas warnt vor allen touristischen Reisen ins Ausland. "Bitte bleiben Sie zu Hause." Diese Warnung gilt weltweit.

9 Uhr: Rückholaktion für gestrandete Deutsche geplant – Maas äußert sich

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will sich zu "aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise" äußern. Dabei dürfte es um die Rückholung Tausender Deutscher gehen, die wegen massiver Reisebeschränkungen in der Corona-Krise in zahlreichen Ländern festsitzen. Das Auswärtige Amt hatte deswegen bereits am Sonntag generell von Reisen ins Ausland abgeraten und bemüht sich mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften darum, die Gestrandeten zurück nach Hause zu bringen.

Allein in Marokko soll es um eine höhere vierstellige Zahl gehen. Aber auch für Deutsche in der Türkei, auf den Philippinen, in Malta, Zypern, auf den Malediven oder in der Dominikanischen Republik gestaltet sich die Rückreise schwierig.

8.30 Uhr: Indien schließt Taj Mahal

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließt Indien das berühmte Mausoleum Taj Mahal sowie andere Denkmäler und alle Museen im Land. Die Orte, darunter mehrere Unesco-Weltkulturerbestätten, sollen zunächst bis Ende März geschlossen bleiben, hieß es aus dem Tourismusministerium. Das Taj Mahal besuchen nach Angaben des Ministeriums normalerweise täglich mehrere Zehntausend Besucher. Reisenden aus der EU und anderen Teilen Europas ist ab Mittwoch die Einreise nach Indien verboten worden. Touristen dürfen schon jetzt generell nicht mehr ins Land. Indien hat rund 1,3 Milliarden Einwohner und ist mit 125 bestätigten Fällen und drei nachgewiesenen Corona-Toten noch vergleichsweise wenig betroffen. Inzwischen sind im Land die meisten Schulen und Freizeiteinrichtungen wie Kinos geschlossen.

8.25 Uhr: "Hart aber fair" – Virologe erklärt, ob Sie noch Bahn fahren können

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit gibt Überraschendes preis, wo doch überall vor dem Bahnfahren gewarnt wird: Er fährt noch unbesorgt Bahn. Weil das Risiko für Schmierinfektionen gering sei, könnten Züge "sehr unproblematisch benutzt werden". Auch, weil sie im Moment so leer sind. Aber er berührt nach Möglichkeit nichts und wenn er einen Knopf drücken muss, benutzt er ein Tuch, "was ich danach wegschmeiße". Mehr dazu lesen Sie hier.

7 Uhr: Lindner fordert in Corona-Krise Überprüfung "föderaler Strukturen"

Mit Blick auf die Corona-Krise hat FDP-Chef Christian Lindner "Schwächen bei den Durchgriffsmöglichkeiten des Bundes" beklagt – und eine Überprüfung der "föderalen Strukturen" in Deutschland verlangt. Anders als Deutschland habe etwa Österreich ein Pandemiegesetz und sei in den vergangenen Wochen "erkennbar handlungsfähiger" gewesen als Deutschland, sagte Lindner am Montag dem "Focus".

"Wenn die akute Krise vorbei ist, sollte man auswerten, ob unsere föderalen Strukturen in jeder Beziehung effizient sind", forderte Lindner. Angesichts der negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie forderte Lindner überdies effektivere Liquiditätshilfen vor allem für kleine Unternehmen. Ein Unternehmen, das einen Umsatzeinbruch habe, müsse sich direkt beim Finanzamt melden können. "Dann überweist das Finanzamt eine Liquiditätshilfe auf Basis der letzten Steuerbescheide", forderte Lindner.

Angesichts der Krise erwarte er nicht, "dass die schwarze Null zu halten ist", betonte der FDP-Chef. Was an Maßnahmen nötig sei, übersteige "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Spielräume im Haushalt. Deutschland sei in einer Ausnahmesituation. "Das erkennt auch die FDP an", sagte Lindner.

5.30 Uhr: Pistorius: Verbreitung von Fake News zum Coronavirus bestrafen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Corona-Krise. "Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Corona-Krise sind brandgefährlich", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel". "Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken", verlangte Pistorius.

Er rief die Bundesregierung auf, dafür entweder Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstmöglich das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen. Es müsse verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen über die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie der Erkrankung Covid-19 zu verbreiten, sagte Pistorius.

4 Uhr: Verbraucherzentralen kritisieren: Hamsterkäufe unsolidarisch

Die Verbraucherzentralen haben Hamsterkäufe in vielen Supermärkten in der Coronavirus-Krise kritisiert. Der Chef des Bundesverbands, Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt aktuell keine Anzeichen für Versorgungsengpässe und deshalb keinen Grund für Panik- oder Hamsterkäufe." Sie seien in der jetzigen Situation auch "unsolidarisch, da sie die Verunsicherung in der Bevölkerung vergrößern und in manchen Fällen tatsächlich zu zeitweisen Engpässen in der Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder medizinisch notwendigen Produkten im Handel führen könnten".

Müller verwies zugleich darauf, dass der Umgang mit der Corona-Krise für Verbraucher keine leichte Situation sei. "Es gibt die Maßgabe, soziale Kontakte zu minimieren. Demnach wäre es zum Beispiel besser, selten viel einzukaufen als oft wenig." Über die Auswirkungen der Krise auf Supermärkte und die Landwirtschaft will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Dienstag gemeinsam mit der Lebensmittelbranche informieren.

3 Uhr: Anstieg der Infektionen in China und Südkorea, Deutscher unter Infizierten in der Mongolei

In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um "importierte Fälle", die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist wieder leicht angestiegen. Am Montag seien 84 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen stieg auf 8.320. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem SARS-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 81.

Die Mongolei meldete derweil drei neue Coronavirus-Fälle, die von gecharterten Flugzeugen aus Deutschland und Südkorea zurückgeführt wurden. Der Patient aus Deutschland befinde sich in einem kritischem Zustand. Die Mongolei, die ihre südliche Grenze zu China geschlossen hat, bestätigte letzte Woche ihren ersten Coronavirus-Fall, einen französischen Staatsangehörigen, der in dem Land arbeitet.

2.30 Uhr: Deutsche Kliniken erwarten drastische Zunahme der Zahl von Patienten

Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen drastisch steigen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1.500 Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies wäre nach seinen Angaben eine Verdreifachung der Zahl der derzeit in den Klinken behandelten Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien aber auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, betonte Gaß. "Das würde sie nicht überfordern." 

Der DKG-Präsident sagte, es gehe angesichts der Pandemie jetzt darum, die Kapazitäten der Intensivstationen "von Tag zu Tag auszudehnen". In zwei oder drei Monaten sei es möglich, die Zahl der Intensivbetten von derzeit 28.000 auf rund 34.000 aufzustocken. Auch die Zahl der Beatmungsgeräte von derzeit 20.000 Stück müsse erhöht werden. "Steigt die Zahl der behandlungsbedürftigen Corona-Kranken weiter an, wird im Extremfall in den nächsten Monaten die Hälfte der Patienten auf den Intensivstationen aus Corona-Patienten bestehen", sagte Gaß.

Die Krankenhäuser müssten bis zu 50 Prozent ihrer sonst üblichen Leistungen zurückstellen, erläuterte der DKG-Präsident. Sie hätten bereits begonnen, Patienten mit planbaren Eingriffen abzubestellen. Im Moment hätten die davon betroffenen Patienten zwar "viel Verständnis". Doch viele sähen sich selbst als dringend behandlungsbedürftig, sagte Gaß und fügte hinzu: "In einzelnen Fällen wird es Klagen geben."

Der DKG-Präsident forderte noch für diese Woche einen finanziellen "Schutzschirm für alle Krankenhäuser", damit Kliniken in der Corona-Krise nicht pleitegingen. "Ohne außergewöhnliche Finanzierungsmaßnahmen werden wir die Epidemie nicht bewältigen", warnte er in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die öffentlichen wie privaten Kliniken könnten sich nur dann konsequent auf die Behandlung von Corona-Patienten konzentrieren, "wenn sie jetzt schnell die unbedingte Sicherheit erhalten, dass die Absagen anderer Behandlungen nicht zu Liquiditätsengpässen führen", sagte Gaß. Ansonsten stünden etliche Kliniken sehr schnell vor der Insolvenz.

2 Uhr: Staats- und Regierungschefs beraten über EU-Einreisestopp wegen Corona-Krise

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am heutigen Dienstag über ihr weiteres Vorgehen bei der Eindämmung des Coronavirus. Sie halten dazu am Nachmittag (17 Uhr) wie schon vor einer Woche eine Videokonferenz ab. Die EU-Kommission hatte am Montag vorgeschlagen, wegen der rasanten Ausbreitung der Epidemie einen vorübergehenden Einreisestopp in die EU zu verhängen. Dem müssten die EU-Regierungen zustimmen.

EU-Ratspräsident Charles Michel nannte als wichtige Ziele der Beratungen auch eine ausreichende Versorgung mit medizinischer Ausrüstung und die Förderung der Forschung. Zudem gehe es um "die Begrenzung der wirtschaftlichen Folgen" der Epidemie.

1.30 Uhr: Coronavirus schränkt Arbeit der Gerichte in Bund und Ländern ein

Verschobene Urteile, abgesagte Verhandlungen, Richter im Homeoffice – die Ausbreitung des Coronavirus zwingt auch die Gerichte und Justizbehörden zu einschneidenden Maßnahmen: 

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verlegte am Montag die Verkündung eines wichtigen Urteils vom 24. März auf den 5. Mai. Der Bundesgerichtshof (BGH) sagte erste Verhandlungen ab. In Baden-Württemberg werden nur noch wichtige Prozesse verhandelt und die meisten Angestellten und Beamten nach Hause geschickt. Auch in Bayern und Nordrhein-Westfalen kommt es zu Einschränkungen.

Das Verfassungsgericht hatte eigentlich am Dienstag kommender Woche sein Urteil zu den milliardenschweren Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) verkünden wollen. Im Raum steht der Vorwurf, dass die EZB damit verbotenerweise Staatsfinanzierung und Wirtschaftspolitik betreibt. Dieser Termin sei "zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt", teilte das Gericht mit.

Am Bundesgerichtshof (BGH) wurden am Montag mehrere für diese Woche angesetzte Verhandlungstermine aufgehoben. Die Entscheidung hätten die jeweiligen Senatsvorsitzenden getroffen, sagte eine Sprecherin des obersten Zivil- und Strafgerichts mit Hauptsitz in Karlsruhe und Außenstelle in Leipzig. "Unser primäres Ziel ist es, die persönlichen Kontakte zu verringern." Die Reduzierung der Verhandlungen sei eine Möglichkeit. Die Lage werde jeden Tag neu bewertet. Die Durchführbarkeit von Haftprüfungen müsse aber gewährleistet bleiben.

Auf Landesebene in Baden-Württemberg wird der Betrieb nach den Worten von Justizminister Guido Wolf (CDU) stark beschränkt, aber nicht eingestellt. Ermittlungsrichter würden ebenso weiterarbeiten wie Haftrichter, auch eilige Familiensachen würden entschieden. Verhandlungen, die stattfinden müssten, seien weiter öffentlich. Die Richterinnen und Richter könnten über die elektronische Akte der Gerichtsstandorte vollwertig mobil im Homeoffice arbeiten.

In Bayern sollen an den Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Verwaltungsgerichtshof in München habe dazu aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Münchner Verwaltungsgerichts. Auch an Zivilgerichten wie dem Landgericht München I fallen nach Angaben einer Sprecherin Verhandlungen aus.

1.20 Uhr: EU bietet Tübinger Impfstoffentwickler CureVac Kredit von bis zu 80 Millionen Euro an

Im Ringen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus will die Europäische Union dem deutschen Biotechunternehmen CureVac finanziell unter die Arme greifen. Die EU-Kommission habe CureVac einen Kredit von bis zu 80 Millionen Euro angeboten, um die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in Europa zu beschleunigen, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit. Die Unterstützung würde über ein mit einer EU-Garantie abgesichertes Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgen. Zuvor gab es nach Angaben der Komission Gespräche zwischen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem CureVac-Management.

CureVac hatte am Wochenende im Zentrum von Übernahmespekulationen gestanden. Denn das Unternehmen, das nach eigenen Angaben zu den Führenden beim Rennen um einen Corona-Impfstoff steht, hat das Interesse der USA auf sich gezogen, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Innenminister Horst Seehofer am Sonntagabend bestätigten. Doch sowohl das Tübinger Unternehmen als sein Hauptinvestor, SAP-Gründer Dietmar Hopp, unterstrichen, dass man einen Impfstoff nicht exklusiv für die USA produzieren wolle. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Montag, das Thema sei "gelöst". "Die Bundesregierung hat sich sehr frühzeitig darum gekümmert."

1 Uhr:  Berichte: Coronavirus bedroht Boeing-Produktion – Staatshilfen

Die Probleme des US-Luftfahrtriesen Boeing nehmen laut US-Medien weiter zu. Aufgrund von Mitarbeitern, die mit dem Coronavirus infiziert seien, müssten die Gesundheitsbehörden nun über die weitere Produktion des Flugzeugbauers entscheiden, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag (Ortszeit). Laut einem internen Memo, auf das sich das Blatt bezieht, hatte der Konzern bis Sonntag 11 positiv auf den Virus getestete Beschäftigte und 339, die wegen des Verdachts auf Infizierung in Quarantäne seien. Weitere 87 seien in Quarantäne gewesen, aber schon wieder zur Arbeit zurückgekehrt.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, dass Boeing bei der US-Regierung auf kurzfristige Finanzhilfen für sich selbst sowie für Zulieferer und Fluggesellschaften dränge. Der Airbus-Rivale versuche, Entlassungen und Schäden für Hunderte von kleineren Firmen in der Fertigungskette zu vermeiden. Boeing wollte sich zu beiden Berichten auf Nachfrage nicht äußern. An der Börse geriet das Unternehmen am Montag mit einem Kurssturz um 24 Prozent massiv unter Druck. Der Konzern steht wegen seines nach zwei Abstürzen binnen kurzer Zeit weltweit mit Flugverboten belegten Verkaufsschlagers 737 Max ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand.

00.25 Uhr: Qantas streicht internationale Flüge um 90 Prozent

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways reduziert ihre internationalen Flüge bis mindestens Ende Mai um 90 Prozent. Die Reisenachfrage nach Australien sei wegen neuer Beschränkungen für Einreisende im Zusammenhang mit dem Coronavirus deutlich zurückgegangen, berichtet der Konzern. Auch Inlandsflüge würden um 60 Prozent zurückgefahren. Die Auswirkungen auf die Routen würden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Fast die gesamte Großraumflotte mit rund 150 Flugzeugen bleibt damit am Boden. Qantas-Rivale Air New Zealand reduziert seine Langstreckenkapazität um 85 Prozent, bei Virgin Australia wurde die Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Montag, 16. März, 23 Uhr: Rückholaktion für gestrandete Deutsche geplant – Maas äußert sich

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will sich am Dienstag (9 Uhr) zu "aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise" äußern. Dabei dürfte es um die Rückholung Tausender Deutscher gehen, die wegen massiver Reisebeschränkungen in der Corona-Krise in zahlreichen Ländern festsitzen. Das Auswärtige Amt hatte deswegen bereits am Sonntag generell von Reisen ins Ausland abgeraten und bemüht sich mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften darum, die Gestrandeten zurück nach Hause zu bringen.

Allein in Marokko soll es um eine höhere vierstellige Zahl gehen. Aber auch für Deutsche in der Türkei, auf den Philippinen, in Malta, Zypern, auf den Malediven oder in der Dominikanischen Republik gestaltet sich die Rückreise schwierig.

Die deutschen Reiseveranstalter hatten bereits am Montag erklärt, dass sie Pauschalurlauber zusammen mit dem Auswärtigen Amt zurückholen wollten, hatten aber noch keine Details genannt. Der Deutsche Reiseverband (DRV) erklärte lediglich, dass sich die Bundesregierung um die "Flugkapazitäten" kümmern werde. Da Auswärtige Amt hatte sich dazu nicht geäußert.

22.20 Uhr: Söder fordert mehr Tempo von der Politik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert im Kampf gegen das Coronavirus ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln von Bund und Ländern. "Ich glaube, wir brauchen auch ein Stück mehr Tempo in der deutsche Politik", sagte Söder am Abend im ZDF. "Die Herausforderung ist größer als gedacht. Wir können nicht endlos darüber debattieren, wir müssen entscheiden." Es gebe in den Ländern "den einen oder anderen, den muss man noch überzeugen". Er sei aber froh, dass am Ende doch alles klappe "und dass wir jetzt im Gleichklang sind", sagte der CSU-Chef.

Ausgangssperren wie in einigen anderen europäischen Ländern schloss Söder erneut nicht aus. "Ich kann Ihnen keine Garantie abgeben, was in einer Woche ist", sagte er, betonte aber: "Wir handeln immer angemessen, wir handeln immer nach Empfehlung der Virologen." Grundsätzlich sagte Söder: "Ich möchte, dass wir keinen Tag zögern, wenn wir die Empfehlung bekommen, jetzt zu handeln."

22.19 Uhr: EIB schlägt Corona-Hilfspaket von 40 Milliarden Euro vor

Angesichts der massiven Belastungen für europäische Unternehmen durch die Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Investitionsbank-Gruppe ein Finanzpaket im Umfang von 40 Milliarden Euro vorgeschlagen. Vorgesehen seien Überbrückungskredite, Zahlungsaufschübe sowie weitere Maßnahmen, um Liquiditätsengpässen und der Einschränkung von Betriebsmitteln bei kleinen, mittleren und mittelgroßen Unternehmen entgegenzuwirken, teilte die EIB-Gruppe am Montagabend in Luxemburg mit.

Auch sollten zusätzliche Mittel für den Gesundheitssektor, für Notfallinfrastruktur sowie die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen zur Verfügung gestellt werden, hieß es weiter. EIB-Präsident Werner Hoyer appellierte an die EU-Mitgliedstaaten, "eine bedeutende zusätzliche Garantie" für die EIB und die nationalen Förderbanken einrichten: "Dies würde dazu beitragen, Märkte und Bürger in dieser Zeit beispielloser Unsicherheit zu beruhigen."

Die Maßnahmen zur Unterstützung von Banken ließen sich kurzfristig umsetzen, um Finanzierungsengpässen zu begegnen, erklärte die EIB-Gruppe. Sie sollten, wo immer möglich, zusammen mit nationalen Förderbanken umgesetzt werden.

22 Uhr: Talfahrt an den Börsen – Dax und Dow Jones brechen ein

Die Talfahrt der Börsen wegen der Coronavirus-Pandemie hat sich auch zu Beginn der neuen Woche fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss am Montag in Frankfurt am Main mit 8.742 Punkten und einem Minus von 5,31 Prozent. Auch die US-Börsen erlebten erneut einen schwarzen Tag. An der New Yorker Wall Street brach der Leitindex Dow Jones um knapp 13 Prozent ein und endete bei rund 20.188 Punkten. Hier lesen Sie die gesamte Meldung.

Bereits zum Handelsauftakt war der Index der 30 größten deutschen Unternehmen erstmals seit dem Jahr 2016 unter die Schwelle von 9.000 Punkten gerutscht. Dabei hatten sich in Frankfurt im Tagesverlauf zeitweilig noch deutlich höhere Verluste angedeutet. Zwischenzeitlich lag der deutsche Leitindex sogar mehr als zehn Prozent im Minus, am frühen Nachmittag notierte er bei 8.335 Punkten, was einem Minus von 9,72 Prozent entspricht.

Auch an den Handelsplätzen in London, Paris und Mailand ging der Abwärtstrend weiter. In der britischen Hauptstadt betrug das Minus vier Prozent, in Paris sackte der CAC der 40 größten Unternehmen um rund 5,8 Prozent ab, in Mailand lagen die Verluste am Montag bei Handelsschluss bei 6,1 Prozent.

21.40 Uhr: US-Metropole verhängt Ausgangssperre

Die US-Westküstenmetropole verhängt wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangssperre. Die Bürgermeisterin der Stadt, London Breed, kündigte am Montag auf Twitter an, ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag, 8 Uhr MEZ) seien die Bewohner San Franciscos aufgefordert, zu Hause zu bleiben, "außer für grundlegende Bedürfnisse". Notwendige Regierungsstellen und wesentliche Geschäfte blieben geöffnet, betonte sie. Der Schritt basiere auf dem Rat von Gesundheitsexperten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Das Wichtigste ist, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben", mahnte Breed. Es sei nicht nötig, umherzueilen, um Lebensmittel zu besorgen. Diese Läden blieben geöffnet.

20.40 Uhr: Trump rät Amerikaner zum Verzicht

US-Präsident Donald Trump ruft alle Amerikaner dazu auf, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den kommenden 15 Tagen auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Als Teil der neuen verschärften Richtlinien fordere er außerdem dazu auf, auf Besuche von Bars und Restaurants zu verzichten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen zu vermeiden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Wo immer es möglich sei, sollten Kinder zu Hause unterrichtet werden.

20.31 Uhr: Macron: EU-Außengrenzen ab Dienstag dicht

Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen die EU-Außengrenzen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge ab Dienstagmittag geschlossen werden. Es handle sich um eine gemeinsame Entscheidung, die am Montagmorgen von den Europäern getroffen wurde, sagte Macron am Abend in einer TV-Ansprache. Konkret würden alle Reisen zwischen außereuropäischen Ländern und EU-Ländern für 30 Tage ausgesetzt. Die Franzosen, die sich derzeit im Ausland befinden und zurückkehren wollen, könnten natürlich in ihr Land zurückkehren.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Nachmittag einen solchen Vorschlag unterbreitet und weitreichende Einreisebeschränkungen in die Europäische Union für zunächst 30 Tage vorgeschlagen. An diesem Dienstag soll der weitgehende Einreisestopp von den 27 Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz beschlossen werden.

20.18 Uhr: Frankreich verhängt Ausgangssperre für ganz Frankreich

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. Auch Sport sei unter bestimmten Bedingungen möglich.

Die Einschränkungen sollen von Dienstagmittag an gelten und für mindestens 15 Tage aufrechterhalten werden. "Wir sind im Krieg", sagte Macron. "Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation. Aber der Feind ist da, unsichtbar – und er rückt vor." Um die Ausgangssperre durchzusetzen, will Frankreich 100.000 Polizisten mobilisieren. Das teilte das Innenministerium mit. 

19.02 Uhr: Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

Damit sind fünf Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mindestens 1.067 Menschen wurden bislang positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Ein Labor in den USA: Ein erster Versuchsteilnehmer bekam am Montag den neu entwickelten Impfstoff. (Quelle: AP/dpa)Ein Labor in den USA: Ein erster Versuchsteilnehmer bekam am Montag den neu entwickelten Impfstoff. (Quelle: AP/dpa)

18.50 Uhr: Erste klinische Tests für Corona-Impfstoff in den USA gestartet

In den USA haben erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Wie die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) mitteilte, bekam ein erster Versuchsteilnehmer am Montag den neu entwickelten Impfstoff. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

Kanzlerin Angela Merkel spricht im Kanzleramt über das neue Maßnahmenpaket in der Corona-Krise. (Quelle: AP/dpa)Kanzlerin Angela Merkel spricht im Kanzleramt über das neue Maßnahmenpaket in der Corona-Krise. (Quelle: AP/dpa)

18.20 Uhr: Merkel beendet Pressekonferenz

Kanzlerin Merkel hat die Pressekonferenz nach nur wenigen Minuten beendet.

18.19 Uhr: Merkel: G7 mit Bekenntnis zum internationalen Handel

Die G7-Länder sind sich laut Bundeskanzlerin Angela Merkel einig, dass es ein koordiniertes Vorgehen geben muss. Die G7-Länder hätten ein Bekenntnis zum internationalen Handel abgegeben, sagt Merkel.

18.17 Uhr: Merkel: Grenzschließungen vorübergehend

Bei den Grenzschließungen handelt es sich nach den Worten von Merkel um befristete Maßnahmen.

18.15 Uhr: Merkel setzt auf Einsehen der Bürger

Maßnahmen wie auch Spielplatzschließungen werden und können kontrolliert werden, sagt Merkel. "Ich setze aber auch darauf, dass es ein Einsehen bei den Bürgern gibt."

18.13 Uhr: Merkel: Keine Urlaubsreisen mehr

Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen zudem keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen, sagte die Kanzlerin. 

18.05 Uhr: Merkel zählt Schließungen auf

Es brauche einschneidende Maßnahmen, betont die Kanzlerin: Für den Publikumsverkehr zu schließen sind unter anderem Gaststätten, Kinos, Theater, Freizeit- und Tierparks sowie Bordelle, sagt Merkel. Der Sportbetrieb in sämtlichen Einrichtungen werde ebenfalls gestoppt. 

18.02 Uhr: "Maßnahmen, die es so noch nicht gegeben hat"

Merkel betont, dass es sich bei den Leitlinien um "Maßnahmen handelt, die es so noch nicht in Deutschland gegeben hat." Aber nur so sei die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Länder haben diese Maßnahmen durchzusetzen. 

18.01 Uhr: Merkel beginnt 

Kanzlerin Merkel beginnt die Pressekonferenz. Sie teilt mit, dass zusammen mit den Bundesländern weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus beschlossen wurden. 

17.55 Uhr: Journalisten warten auf Merkel

Kanzlerin Angela Merkel wird in wenigen Minuten zur Pressekonferenz im Kanzleramt erwartet. Es wird erwartet, dass sie sich zu den weitreichenden Maßnahmen äußern wird, die heute zwischen Bund und Ländern beschlossen wurden.  

17.20 Uhr: Schweiz erklärt Notstand und mobilisiert die Armee

Die Schweiz führt wegen der rasanten Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen Notrecht ein. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe müssen bis am 19. April 2020 geschlossen bleiben, ordnete die Regierung am Montag an. Ausgenommen seien unter anderem Lebensmittelläden und die Gesundheitseinrichtungen. Die Regierung kündigte zudem an, ab Mitternacht Kontrollen auch an den Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich einzuführen. Sie bewilligte zur Unterstützung von Spitälern, der Logistik und des Sicherheitsbereichs den Einsatz von bis zu 8.000 Armeeangehörigen.

Leipzig: Besucher der Leipziger Innenstadt gehen durch eine Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt.  (Quelle: dpa)Leipzig: Besucher der Leipziger Innenstadt gehen durch eine Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt. (Quelle: dpa)

16.05 Uhr: Bund und Länder beschließen weitgehende Schließung von Läden

Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus soll das öffentliche Leben in Deutschland drastisch eingeschränkt werden. Die Bundesregierung vereinbarte nach eigenen Angaben am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder, dass zahlreiche Geschäfte geschlossen werden sollen. Ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Drogerien sowie Tankstellen, Banken, Poststellen und der Großhandel. Hier sollen aber Hygiene- und Zugangsauflagen erlassen werden.

Wie in verschiedenen Bundesländern bereits geschehen, sollen außerdem überall zahlreiche Einrichtungen zugemacht werden. Einen Überblick finden Sie hier.

15.19 Uhr: Regierung empfiehlt Schließung von Läden

Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Corona-Krise aus Regierungskreisen erfuhr. 

Das Papier mit Empfehlungen des Kabinettsausschuss an die Länder liegt t-online.de vor. Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen und Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel sollen geöffnet bleiben. Outlet-Center beispielsweise sollen aber schließen. 

Bau- und Tierbedarfsmärkte dürfen nach den Empfehlungen öffnen, dabei gelten aber strenge Auflagen, die sicherstellen sollen, das es keine Warteschlangen gibt und nicht zu viele Menschen zugleich die Läden betreten.

15.09 Uhr: Merkel tritt am Abend vor die Presse

Kanzlerin Merkel will am Abend über die Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus informieren. Merkel werde um 18 Uhr vor die Medien treten, kündigte das Bundespresseamt am Montag an. Zuvor hatte der von Merkel geleitete Kabinettsausschuss Corona getagt.

Die Pressekonferenz werden wir für Sie live begleiten. 

14.57 Uhr: IWF stellt eine Billion US-Dollar für Finanzhilfen bereit 

Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise bietet der Internationale Währungsfonds (IWF) betroffenen Ländern massive Finanzhilfen an. Die Kreditkapazität von einer Billion US-Dollar des Fonds könne zur Unterstützung von Mitgliedstaaten eingesetzt werden, die mit der Ausbreitung des Virus kämpfen, teilte IWF-Direktorin Kristalina Georgieva am Montag in einem Blogeintrag mit.

Sie machte jedoch deutlich, dass Regierungen gefordert seien, finanzpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Weltweit abgestimmte Konjunkturhilfen würden Stunde für Stunde dringender. Der IWF habe flexible Notfallkredite im Volumen von 50 Milliarden Dollar zur raschen Verwendung für Schwellen- und Entwicklungsländer parat. 10 Milliarden Dollar könnten zum Nullzins vergeben werden.

14.45 Uhr: "Bild": Regierung empfiehlt Schließung von Geschäften 

Die "Bild"-Zeitung berichtet, das Krisenkabinett der Bundesregierung habe weitere Empfehlungen verabschiedet: Danach sollen die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden. Dafür sollen Läden geschlossen werden, Restaurants frühestens ab 6 Uhr öffnen und spätestens um 18 Uhr (MEZ) schließen. Dies gelte nicht für Geschäfte für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen und Waschsalons. Umgesetzt werden müssen die Empfehlungen aber von den Ländern.

14.28 Uhr: Eurogruppen-Chef: Volkswirtschaften befinden sich "in kriegsähnlichen Zeiten"

Eurogruppen-Chef Mario Centeno sieht Europa noch vor einem langen Kampf gegen das Coronavirus. Es sei klar, dass das Virus noch nicht seine maximale Verbreitung erreicht habe, sagte Centeno vor einer Video-Konferenz der EU-Finanzminister zu den wirtschaftlichen Folgen der Epidemie am Montag. Die EU habe "die ersten Schritte in einem vorübergehenden, aber langen Kampf ergriffen". Die erzwungene Eindämmungsmaßnahmen brächten Europas Volkswirtschaften "in kriegsähnliche Zeiten".

Die EU-Kommission rechnet bereits damit, dass die europäische Wirtschaft dieses Jahr wegen der Corona-Krise schrumpfen wird. Mehrere EU-Länder haben Milliardenprogramme angekündigt, um sich gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu stemmen und Unternehmenspleiten zu verhindern.

Die EU-Kommission will ihrerseits Entgegenkommen bei den Vorgaben für Haushaltsdefizite und Staatsbeihilfen für Firmen zeigen. Zudem will sie betroffene Länder mit einem bis zu 37 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm unterstützen. Für all diese Maßnahmen braucht sie noch die Unterstützung der Mitgliedstaaten. "Wir werden sicherstellen, dass Regeln der EU für Haushalte und Staatsbeihilfen der Unterstützung unserer Volkswirtschaften nicht entgegen stehen", sagte Centeno in einer Video-Botschaft. "Es gibt Flexibilität und sie wird genutzt werden."

14.20 Uhr: Österreichische Fluglinien stellen Betrieb ein 

Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines und die Ryanair-Tochter Laudamotion stellen wegen der Corona-Krise ihren regulären Flugbetrieb temporär ein. Austrian werde die Flüge ab Donnerstag aussetzen, der vorerst letzte Flug werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die Fluglinie mit. Bis dahin werde der Flugbetrieb kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um möglichst alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen. Zunächst streicht Austrian Airlines alle Flüge bis zum 28. März. Passagiere, die in diesem Zeitraum einen gebuchten Flug haben, würden wenn möglich auf andere Fluglinien umgebucht, hieß es.

Die zur irischen Billigfluglinie Ryanair gehörende Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ab sofort bis auf weiteres ein. Bis 8. April werden sämtliche Flüge aus dem Programm gestrichen. Betroffene Passagiere werden umgehend per E-Mail informiert und können kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten.

14.10 Uhr: Ausgangssperre in Spanien soll länger dauern 

Der am Samstagabend in Spanien ausgerufene Alarmzustand samt Ausgangssperre soll länger als die zunächst angepeilten 15 Tage dauern. Zwei Wochen würden "nicht ausreichen, um den Kampf zu gewinnen", sagte Transportminister José Luis Ábalos am Montag in einem Radiointerview mit dem Sender RTVE. "Es ist offensichtlich, dass wir keinen sicheren Zeitplan haben. Aber wenn wir jetzt keine besonders strengen Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Leben zu stoppen, dann hat das überhaupt keinen Effekt", so Ábalos.

Im Rahmen des sogenannten Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, wurden auch die meisten Läden geschlossen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr drastisch reduziert. Die Menschen dürfen aber etwa in Supermärkten und Apotheken einkaufen sowie zu ihrer Arbeit fahren. Die längstmögliche Dauer des Alarmzustands beträgt eigentlich 15 Tage – eine Verlängerung muss vom Parlament genehmigt werden, wie Regierungschef Pedro Sánchez in einer Fernsehansprache betont hatte.

14.05 Uhr: BASF will mit Produktion von Desinfektionsmitteln beginnen

Wegen der Coronavirus-Krise will der BASF-Konzern im Laufe dieser Woche mit der Herstellung von Desinfektionsmittel beginnen. Derzeit würden die organisatorischen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, da Desinfektionsmittel nicht zum Produktportfolio des Unternehmens gehörten, teilte ein Konzernsprecher am Montag in Ludwigshafen mit.

BASF plane derzeit, Krankenhäusern in der Metropolregion Rhein-Neckar Hand-Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen, hieß es. Für die Herstellung habe das Chemieunternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums erhalten. 

13.55 Uhr: EU-Kommissionsvize Timmermans in Quarantäne 

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hat sich wegen der Coronavirus-Krise in freiwillige Quarantäne begeben. Hintergrund ist der Kontakt mit einer später positiv auf das Virus getesteten Person bei einem Termin am 6. März, teilte die EU-Kommission mit. Timmermans habe aber keine Symptome und sage selbst: "Ich fühle mich vollkommen in Ordnung." Die Selbstisolation soll bis zum 20. März dauern. Bisher gebe es keinen weiteren Infektionsverdacht in den Reihen der 27 Kommissare, stellte ein Sprecher klar.

13.30 Uhr: Neue Todesfälle in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg 

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf acht gestiegen. Im Kreis Heinsberg sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis. Im Krankenhaus Erkelenz verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg, ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirusinfektion. "Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet", hieß es. Damit sind allein im Kreis Heinsberg insgesamt bereits sechs Coronatote zu beklagen. Außerdem starb in Essen und in Düsseldorf jeweils eine infizierte Person.

Auch in Hamburg ist erstmals ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen Bewohner einer Seniorenresidenz, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Der Mann sei bereits am Freitag gestorben und man habe nun bei Untersuchungen posthum das Virus festgestellt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 18.

13.22 Uhr: Griechenland verhängt Quarantäne für Einreisende 

Griechenland verhängt eine zweiwöchige Quarantäne für Menschen, die aus dem Ausland einreisen. Einzelhandelsgeschäfte sollen ab Mittwoch geschlossen bleiben. Supermärkte, Apotheken und Essenlieferdienste seien davon ausgenommen, sagt ein Regierungssprecher in Athen.

13.20 Uhr: US-Militärmanöver "Defender Europe 20" wird beendet 

Die von den USA geführte Militärübung "Defender Europe 20" wird wegen der Corona-Epidemie kontrolliert eingestellt. "Nach meiner Kenntnis ist die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, jetzt geordnet diese Übung zu beenden", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. 

Nach seinen Angaben sind maximal 5.500 US-Soldaten über Deutschland eingereist. Schiffe auf dem Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Abgesagt seien von deutscher Seite "alle aktiven Übungsanteile". Die Bundeswehr leiste nun logistische Unterstützung dabei, die US-Kräfte geordnet zurückzuführen.

13.04 Uhr: Eigentümer von CureVac glaubt an Impfstoff bis zum Herbst

SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp geht davon aus, dass bis zum Herbst ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. "Das müsste dann verfügbar sein, aber es müssten ja erstmals Tests gemacht werden an Tieren und dann an Menschen", sagte der Mehrheitseigner des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim in einem Sport1-Interview.

Der 79-Jährige ist Mehrheitseigner der Tübinger Firma CureVac, die seit Jahresbeginn nach einem Impfstoff forscht. US-Präsident Donald Trump sollte offenbar vergeblich versucht haben, Hopp das Exklusivrecht für den neuen Impfstoff abzukaufen. Die Firma hat entsprechende Berichte dementiert.

12.55 Uhr: Opel-Mutter PSA schließt Werke in Frankreich 

Der Mutterkonzern des Autobauers Opel, die französische PSA-Gruppe, schließt wegen der Coronavirus-Pandemie alle Werke in Frankreich. Das verlautete am Montag aus Gewerkschaftskreisen. Zuvor hatten schon der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler, der französische Autobauer Renault sowie der französische Reifenhersteller Michelin Werksschließungen wegen der Corona-Krise angekündigt.

12.46 Uhr: Firma mit möglichem Impfstoff hat kein Angebot von Trump erhalten

Der Vertrieb eines möglichen Corona-Impfstoffs des Tübinger Biotech-Unternehmens CureVac ist nach Angaben der Firma noch völlig offen. Medienberichten zufolge versucht US-Präsident Donald Trump, das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern und bietet der Firma dafür einen hohen Betrag. "Ein Angebot liegt uns nicht vor", sagte ein CureVac-Sprecher am Montag.

CureVac forscht derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus und hat dafür 8,3 Millionen US-Dollar Fördergeld (rund 7,5 Millionen Euro) von der Internationalen Impfstoff-Allianz CEPI ("Coalition for Epidemic Preparedness Innovations") bekommen. Auch die Bundesregierung ist Mitglied von CEPI. Wenn ein geeigneter Impfstoffkandidat gefunden und in klinischen Studien geprüft ist, will CureVac das Medikament selbst herstellen.

12.42 Uhr: Nahverkehr in Sachsen eingeschränkt 

Die Ausbreitung des Coronavirus führt in Sachsen zu Einschränkungen im Nahverkehr. "Wir denken darüber nach, unser Angebot dem anzupassen, was vorgegeben wird", sagte etwa Falk Lösch, Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe, am Montag. Seit Anfang der Woche entfallen in Dresden Verstärkungsfahrten zur Beförderung von Schülern. Um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist in Sachsen seit Montag die Schulpflicht aufgehoben.

Ebenso wie in Dresden öffnen auch in Leipzig die Türen von Bussen und Straßenbahnen automatisch. Damit soll vermieden werden, dass sich Passagiere beim Drücken der Haltewunschtaste mit dem Erreger SARS-CoV-2 infizieren. Verkehrsbetriebe im Freistaat fordern außerdem dazu auf, hinten im Bus einzusteigen und Tickets vor der Fahrt zu kaufen. In Chemnitz entfallen seit Montag drei Buslinien bis auf Widerruf, teilte die Chemnitzer Verkehrs AG mit.

12.40 Uhr: Bundesregierung will Luftfahrtbranche unterstützen 

Die Coronavirus-Krise wird nach Einschätzung von Branchenexperten zu einer riesigen Pleitewelle in der internationalen Luftverkehrswirtschaft führen. Ende Mai dürften die meisten Airlines der Welt zahlungsunfähig sein, schreibt die Beratungsgesellschaft Capa am Montag. Die Folgen des neuartigen Coronavirus und die vielfältigen Reiseeinschränkungen durch die nationalen Regierungen hätten bereits jetzt zahlreiche Gesellschaften in die technischen Insolvenz getrieben.

Die Barreserven schmelzen angesichts der Flottenstilllegungen und der nur noch weniger als halb vollen Flüge, hieß es. Jede neue Reisebeschränkung trockne die Nachfrage weiter aus und Normalisierung sei nicht in Sicht. Das Zentrum für Luftfahrt Capa kritisierte das unkoordinierte Vorgehen der nationalen Regierungen. So habe es US-Präsident Donald Trump beispielsweise unterlassen, die europäischen Regierungen vorab über das faktische Landeverbot für EU-Gesellschaften in den USA zu unterrichten.

12.35 Uhr: Muslime sollen nicht in die Moschee gehen 

Muslime in Deutschland sind aufgerufen, wegen des Coronavirus nicht mehr in der Moschee, sondern zu Hause zu beten. Das teilten der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und der Koordinationsrat der Muslime (KRM) mit. Sie legten allen Gemeinden, Vereinen und Verbänden nahe, die fünf täglichen Pflichtgebete nicht in der Moschee zu vollziehen. Dies gelte ab sofort, hieß es. Für seelsorgerische Angelegenheiten und Einzeltermine bleiben die Moscheen den Angaben zufolge aber geöffnet.

12.28 Uhr: Scheuer will große Flughäfen offen halten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will in der Coronavirus-Krise große deutsche Flughäfen wie Frankfurt und München offen halten. "Wir arbeiten daran, die Infrastruktur aufrecht zu halten, vor allem wegen Versorgung und Logistik", sagte Scheuer der Deutschen Presse-Agentur. "Ich stehe in dieser Frage in enger Abstimmung mit den Ländern und den Flughafenbetreibern." Die Landesregierung von Baden-Württemberg will den Betrieb an allen Flughäfen in dem Bundesland wegen des Coronavirus einstellen.

12.27 Uhr: Bundesfinanzminister Scholz will an der Schuldenbremse festhalten

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht derzeit einem Medienbericht zufolge keinen Grund, wegen der Corona-Krise von der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse abzuweichen. "Die Schuldenbremse hemmt uns gegenwärtig nicht", zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Montag einen Sprecher des Finanzressorts. Dagegen verlangt Bayern mehr Spielraum für die Neuverschuldung, um die Wirtschaft in der Krise stärker unterstützen zu können.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will deswegen die Schuldenbremse für ein Jahr aussetzen. Dies soll Hilfsleistungen in Milliardenhöhe ermöglichen. Allerdings sieht das Grundgesetz bereits jetzt Ausnahmen von der Schuldenbremse vor "für Naturkatastrophen oder außergewöhnliche Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigen".

12.22 Uhr: Robert Koch-Institut warnt vor "Corona-Partys" 

Der Klub hat dicht, also steigt die Party zu Hause? Von solchen Überlegungen hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Coronavirus-Ausbreitung vehement abgeraten. Nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen, sei im Sinne der Eindämmungsbestrebungen nicht sinnvoll, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaadeg in Berlin. "Ich sage das deshalb, weil es inzwischen offenbar bereits sogenannte Corona-Partys gibt, wenn die Klubs geschlossen wurden." Er appellierte: "Bitte tun Sie das nicht. Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein."

Da die Zahlen weiter relativ stark anstiegen, sei es wichtig, die nun eingeleiteten Maßnahmen konsequent umzusetzen. Inwieweit sich die Schließung etwa von Schulen und Klubs auf die Statistik auswirkt, zeige sich voraussichtlich nach zehn bis zwölf Tagen, erläuterte Schaade. Er verwies auf die Inkubationszeit sowie Verzug bei Diagnose und Meldung.

Medienberichte über Aussagen eines Wissenschaftlers, wonach ein acht Wochen lang unerkannt infiziertes Kind 3.000 andere Menschen ansteckt, wies Schaade als "völlig unrealistisch" zurück. Welche Rolle Kinder spielten, um die Infektion weiterzugeben, sei für SARS-CoV-2 noch nicht ganz beantwortet. Klar sei bisher, dass Kinder infiziert werden und das Virus weitergeben können, aber sie hätten weniger Symptome. Die Schulschließungen seien daher "plausibel".

12.20 Uhr: Tausende Deutsche sitzen wegen des Corona-Virus im Ausland fest

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere Tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, "um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen" für eine Ausreise zu finden, sagte Sprecherin Maria Adebahr am Montag in Berlin.

In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Länder Flugverbindungen gekappt und Grenzen weitgehend geschlossen. Deswegen rät das Auswärtige Amt seit Sonntag grundsätzlich von Reisen ins Ausland ab – ein beispielloser Vorgang. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) dazu auf Twitter.

12.09 Uhr: Ryanair will Großteil der Flotte am Boden lassen 

Europas größter Billigflieger Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Krise sein Flugprogramm um bis zu 80 Prozent zusammen. Unternehmenschef Michael O'Leary will den Herausforderungen aber trotzen und die Fluggesellschaft heil durch die Turbulenzen steuern. "Ryanair ist ein belastbarer Airline-Konzern mit einer starken Bilanz und erheblichen Barreserven", sagte der Manager am Montag laut Mitteilung. "Wir können und werden durch angemessenes und zeitiges Handeln auch eine längere Zeit mit weniger oder sogar gar keinen Flügen überstehen."

In den Monaten April und Mai wird Ryanair das Flugangebot voraussichtlich um bis zu 80 Prozent zurückfahren. Binnen der nächsten sieben bis zehn Tage werde es dazu kommen, dass der Großteil der Flotte in Europa nicht mehr abheben kann. Bis dahin will Ryanair die geplanten Flüge noch so weit wie erlaubt durchführen, um Kunden zurück in ihre Heimat zu bringen. Einige Länder hätten internationale Flüge jedoch untersagt. Zu Ryanair gehören auch die österreichische Airline Lauda und die polnische Fluglinie Buzz.

11.58 Uhr: Kölns Oberbürgermeisterin Reker ist in Quarantäne 

Nachdem Sie Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte, befindet sich nun auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker in häuslicher Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

11.56 Uhr: Auch Ungarn schließt die Grenzen

Ungarn wird nach Worten von Ministerpräsident Viktor Orban seine Grenzen für Reisende aus anderen Ländern schließen. Zudem kündigt Orban im Parlament eine Absage von Kultur- und Sportveranstaltungen sowie eine Schließung entsprechender Einrichtungen an. Alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien müssen schließen. Die Öffnungszeiten von Restaurants werden verkürzt.

11.48 Uhr: EU-Sondergipfel am Dienstag per Video 

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus halten die EU-Staats- und Regierungschefs am Dienstag per Video-Konferenz einen weiteren Sondergipfel ab. Wie EU-Ratspräsident Charles Michel am Montag im Onlinedienst Twitter mitteilte, geht es um das weitere Vorgehen bei der Eindämmung der Epidemie. Er nannte als wichtige Ziele insbesondere eine ausreichende Versorgung mit medizinischer Ausrüstung, die Förderung der Forschung und "die Begrenzung der wirtschaftlichen Folgen" der Epidemie.

11.45 Uhr: Hunderte Berliner Polizisten in Quarantäne 

Die Zahl der Corona-Infizierten und Betroffenen bei der Berliner Polizei und Feuerwehr ist weiter gestiegen. Bei der Polizei gebe es inzwischen 7 infizierte Beamte und weitere 95 seien in Quarantäne, sagte Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Zudem seien 202 Polizisten auf Anordnung des Amtsarztes vorsorglich in Quarantäne, außerdem gebe es 3 Rückkehrer aus Risikogebieten. Insgesamt betroffen seien also 307 Polizisten und Polizeiangestellte.

Bei der Feuerwehr gebe es einen Infektionsfall, 31 Menschen seien in Quarantäne und ein weiterer Mitarbeiter der Feuerwehr in vorsorglicher Quarantäne. Zudem gebe es 6 Menschen, die aus Risikogebieten zurückkamen. Insgesamt seien 39 Menschen bei der Feuerwehr betroffen. Akmann sagte: "Die Gesundheitslage ist längst eine Sicherheitslage." Die Funktionsfähigkeit von Polizei und Feuerwehr müsse unbedingt bewahrt bleiben.

11.38 Uhr: Deutsches Rotes Kreuz bittet um Blutspenden 

In der Corona-Krise arbeitet der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nach eigenen Angaben mit Hochdruck an einer Sicherung der Patientenversorgung mit Spenderblut. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten "noch auf niedrigstem Niveau gesichert", erklärte der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, Torsten Tonn. Dies könne sich aufgrund der weiteren Ausbreitung des Erregers und den zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Teilen des Landes aber "in kurzer Zeit grundlegend ändern". Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung "innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert".

Der Blutspendedienst Nord-Ost rief alle gesunden Bürger dringend zu Blutspenden auf. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Gerade in der derzeitigen Frühphase der Epidemie in Deutschland seien zahlreiche Spenden wichtig, weil die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung noch vergleichsweise begrenzt sei.

Alle Menschen, die in Risikogebieten waren oder Kontakt zu Coronainfizierten hatten, dürfen dabei nicht spenden. Wie das DRK weiter betonte, sind auch alle Menschen mit Symptomen einer Erkältung oder grippaler Infekte generell nicht zu Blutspenden zugelassen. Es gibt bisher keine Hinweise, dass Corona durch Blutspenden übertragen wird.

11.24 Uhr: Ostbeauftragter der Bundesregierung: Wirtschaft im Osten "stärker gefährdet"

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sieht die Wirtschaft im Osten Deutschlands angesichts der Corona-Pandemie "potenziell stärker gefährdet" als andere Regionen. Das liege an der "kleinteiligeren Wirtschaftsstruktur und der tendenziell geringeren Kapitaldecke", sagte Wanderwitz den Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag. Die Regierung sei im ständigen Austausch mit Unternehmen.

Das von der Bundesregierung errichtete Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen umfasse aber für die "derzeitige Situation alles Erforderliche", sagte der Ostbeauftragte. Er halte die Ansätze auch im Osten "für gut geeignet", um die Nachteile aufzufangen.

11.22 Uhr: Robert Koch-Institut erklärt drei US-Bundesstaaten zum Risikogebiet

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein. Dort gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Schritt. Bisher sind Italien und Iran sowie Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien als Risikogebiete eingestuft. In Deutschland gilt der Kreis Heinsberg in NRW als "besonders betroffen".

11.05 Uhr: Baden-Württemberg will den Flugverkehr stoppen

Die Landesregierung will den Betrieb an allen Flughäfen in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus einstellen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen in Stuttgart. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Der Beschluss soll im Laufe der Woche in Kraft treten.

11.02 Uhr: Wirtschaftsministerium rechnet mit "relevanten konjunkturellen Auswirkungen"

 Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet infolge der Coronavirus-Krise mit "relevanten konjunkturellen Auswirkungen". Das Coronavirus setze der deutschen Wirtschaft zu, heißt es im Bericht zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im März, der am Montag vorgelegt wurde. Wie stark und wie lange, sei gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar seien. "Auch ist noch zu ungewiss, wie schnell und wie stark sich das Coronavirus verbreiten wird."

Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus werden immer gravierender. Viele Ökonomen rechnen damit, dass Deutschland in diesem Jahr in die Rezession rutscht. Die Bundesregierung hatte bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen.

11.02 Uhr: Kanzleramtschef: "Das Hamstern ist nicht notwendig"

Die Bundesregierung will nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) Engpässe in der Versorgung der Bürger vermeiden. "Die Supermärkte, die Apotheken, die Banken - die bleiben alle offen", sagte Braun am Montag im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen". "Wir werden das Wirtschaftsleben so aufrechterhalten, sodass es da keine Engpässe gibt." Zugleich betonte er: "Die Warenzuflüsse sind nicht gefährdet. Das Hamstern ist nicht notwendig."

11.00 Uhr: 730 Freiwillige melden sich auf Bundeswehr-Aufruf 

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise seit Freitag 730 Anfragen erhalten. "Davon können recht zeitnah 380 Reservistinnen und Reservisten beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden", sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sich auch Fachpersonal gemeldet, das vorher nicht in der Bundeswehr gearbeitet habe. Diese Interessenten seien an zivile Hilfsorganisationen, wie das DRK, die Johanniter oder die Malteser verwiesen worden.

Um Reservisten kurzfristig für den Dienst in sogenannten stationären Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr zu gewinnen, hat der Sanitätsdienst eine Hotline unter der Nummer 0261 896 32444 eingerichtet. Gesucht werden militärisch ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laborassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten.

10.15 Uhr: Bayern ruft den Katastrophenfall aus 

Bei einer Pressekonferenz hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekannt gegeben, dass Bayern aufgrund der Corona-Krise den Katastrophenfall ausruft. Der Freistaat stellt zum Schutz der Wirtschaft bis zu 10 Milliarden Euro Sondervermögen bereit. Auch die Schuldenbremse wird außer Kraft gesetzt. "Wir lassen niemanden allein", sagte Söder. Nicht nur Kinos, Klubs, Vereinsräume und Ähnliches werden ab Dienstag geschlossen, sondern auch Sportplätze und Spielplätze werden gesperrt. 

9.45 Uhr: Klöckner: Gastro-Personal kann bei Ernte auf Bauernhöfen aushelfen 

Beschäftigte der Gastronomie könnten nach Ansicht von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft aushelfen. Denn einerseits kämen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa viele Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland nicht mehr nach Deutschland, wie Klöckner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag) sagte. Andererseits blieben den Restaurants und Kneipen in Deutschland die Gäste aus. "Ob diejenigen Mitarbeiter, die in der Gastronomie leider immer weniger zu tun haben, in der Landwirtschaft einspringen können und möchten – auch so etwas müssen wir überlegen", so Klöckner.

Dafür müsse auch geprüft werden, ob während der Krise für derart "unkonventionelle Wege" bürokratische Anforderungen heruntergefahren werden können. Im Frühjahr beginnt die Erntesaison auf deutschen Gemüsefeldern, für die häufig Arbeitskräfte aus dem benachbarten Ausland kommen. Ihre Einreise dürfte wegen Einschränkungen durch das Coronavirus nun zum Problem werden. 

9 Uhr: Macron, Merkel und von der Leyen sprechen über Grenzkontrollen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird heute zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen über die Virus-Krise und das Thema Grenzkontrollen sprechen, wie Macrons Büro mitteilt.

8.50 Uhr: Kontrollen an Grenzen im Süden und Norden begonnen

Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark am Montagmorgen um 8 Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

An der Grenze zu Österreich blieb es kurz vor und zu Beginn der Kontrollen ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter, der Rückstau nach Österreich war gering, wie dpa-Reporter vor Ort berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer.

8.36 Uhr: NRW: "Mehr als jeder zweite Eingriff" von Corona betroffen

Die Verschiebung von planbaren Operationen könnte in Nordrhein-Westfalen mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen, wie der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, am Montag im WDR verkündete. Für die Krankenhäuser bedeute das eine "gewaltige Herausforderung". Aktuell seien die Krankenhausleitungen überall im Land damit beschäftigt, ihre Betriebsabläufe umzuorganisieren. Welche Eingriffe ohne Schaden der Patienten um einige Monate verschoben werden könnten, entscheide der behandelnde Arzt. Die Patienten reagierten nach seinem ersten Eindruck "sehr verständnisvoll", sagte Brink.

Mit der Verschiebung, die bundesweit und vom NRW-Gesundheitsministerium empfohlen worden war, sollen Intensivbetten und Beatmungsgeräte für die Behandlung schwer kranker Coronavirus-Patienten frei gehalten werden.

7.45 Uhr: Italien will mehr Geld für Corona-Krise bereitstellen

Die italienische Regierung will ihre Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise weiter hochfahren. "Was bislang genehmigt wurde, reicht nicht aus", sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte im Interview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera". "Wir brauchen einen richtigen Plan zum Wiederaufbau." Bislang sind insgesamt 25 Milliarden Euro vorgesehen, um die Wirtschaft zu stützen.

6 Uhr: New York City und der Bundesstaat Washington schließen Restaurants

Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, schränken die Ostküstenmetropole New York und der Bundesstaat Washington an der Westküste der USA das Sozialleben in den kommenden Tagen weiter ein. Bars, Restaurants und Cafés würden vorerst weitgehend geschlossen bleiben, kündigten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) an. Nur Lieferdienste sowie Speisen und Getränke zum Mitnehmen seien weiter verfügbar. In New York müssten ab Dienstagmorgen um 9 Uhr (14 Uhr MEZ) zudem Nachtklubs, Kinos und andere Veranstaltungsorte schließen, hieß es.

"Geht nach Hause!": Einwohner in New York forderten Passanten auf, freiwillig in Isolation zu gehen. (Quelle: Reuters)

Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. "Aber unsere Stadt ist bedroht wie nie zuvor, und wir müssen mit einer Kriegsmentalität darauf reagieren", so de Blasio weiter. Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, teilte mit, er werde am Montag den Notstand ausrufen, um Veranstaltungsorte schließen zu lassen. Alle Versammlungen von mehr als 50 Teilnehmern würden verboten.

5 Uhr: Nach Grenzschließung in Polen: Acht Stunden Wartezeit auf A4

Autofahrer auf dem Weg nach Polen haben auf der Autobahn 4 am Grenzübergang von Ludwigsdorf zum polnischen Jedrzychowice mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Die Abfertigung habe am Sonntagabend zeitweise bis zu acht Stunden gedauert, teilte die Bundespolizei mit. Die Autos hätten sich bis zu drei Kilometer angestaut. Hauptsächlich wollten polnische Staatsbürger über die Grenze. Nach Angaben der Bundespolizei wurden unter anderem Deutsche an der Grenze abgewiesen.

Polen hatte wegen der Coronavirus-Krise in der Nacht zu Sonntag seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Nachbarländern für Ausländer geschlossen. An insgesamt 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wurden Kontrollen eingeführt, wie aus einem Erlass des polnischen Innenministeriums hervorging.

2.30 Uhr: Mittlerweile 13 Menschen in Deutschland an Coronavirus verstorben 

Am Sonntagabend gab es Meldungen über einen dreizehnten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

2 Uhr: Ab heutigem Montag strenge Kontrollen an deutschen Grenzen

Mit Einreiseverboten und strengen Grenzkontrollen will Deutschland von Montag an die Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Die Maßnahmen sollen um 8 Uhr in Kraft treten, und zwar an den Grenzübergängen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Sonntag ankündigte. "Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können", sagte er.

Ausnahmen gibt es etwa für den Warenverkehr und für Pendler. Außerdem: "Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen", erklärte Seehofer. Das Gleiche gelte auch für Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland, erklärte Staatssekretär Hans-Georg Engelke.

1.42 Uhr: 16 neue Infektionen in China

In China werden für Sonntag 16 neue Infektionen gemeldet. Am Samstag waren es 20 Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80.860. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Sonntags bei 3.213, 14 mehr als am Vortag. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle neuen Todesfälle, darunter 13 allein auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

1.09 Uhr: EU will koordinierte wirtschaftliche Reaktion 

Die Finanzminister der Europäischen Union wollen sich am Montag auf eine koordinierte wirtschaftliche Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie einigen. "Unsere Eurogruppe am Montag wird sich der Reaktion auf Covid-19 widmen", erklärt der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, Mario Centeno aus Portugal, auf Twitter. "Der größte Teil der ersten politischen Maßnahmen kommt aus den Hauptstädten, aber ich werde unsere Gruppe dazu bringen, sich auf eine umfassende und koordinierte wirtschaftspolitische Reaktion der EU auf diese Gesundheitskrise zu einigen", sagte er.

1 Uhr: Alle norddeutschen Inseln werden für Touristen gesperrt

Rügen statt Rom? Wer ob geschlossener europäischer Grenzen hoffte, nun auf einer Insel in Deutschland Urlaub genießen zu können, wird erneut enttäuscht: Alle norddeutschen Küstenländer sperren wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mitteilte. Für den Tourismus auf dem Festland kündigten die Landesregierungen auch Regelungen an. "Morgen werden wir uns darüber unterhalten, wie wir mit dem Festland umgehen", sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern der dpa.

Schleswig-Holstein hatte bereits am Sonntagnachmittag mitgeteilt, seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montagfrüh 6 Uhr für Touristen abzuriegeln. Das habe die Landesregierung in Kiel beschlossen, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend; wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) twitterte: "Wir sind gerne beliebtestes Urlaubsland und ich selbst mache auch wahnsinnig gerne Urlaub in #MV. Deshalb ist dieser Schritt bitter: Wir werden den Tourismus auf den Inseln und auf dem Festland für die nächsten Wochen massiv einschränken. Zum Schutz der Bevölkerung & Gäste."

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen seien lediglich Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der norddeutschen Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen – oder von der Arbeit auf dem Festland zurückkehren. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt. Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste. Urlauber, die bereits auf einer der Inseln Quartier bezogen haben, werden gebeten, den Heimweg anzutreten.

0.40 Uhr: Schulen und Kitas machen dicht

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus werden von diesem Montag an deutschlandweit Tausende Schulen und Kitas geschlossen. Die beispiellosen Anordnungen gelten in den meisten Bundesländern bis zum Ende der Osterferien, also bis Mitte oder Ende April. Betroffen sind Millionen Menschen: Deutschlandweit gibt es 2,8 Millionen Grundschüler, in Tageseinrichtungen und Horten werden 3,7 Millionen Kinder betreut.

Die wochenlange Schließung stellt Eltern und Arbeitgeber vor massive Probleme. Arbeitsminister Hubertus Heil appellierte an Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit ihren Mitarbeitern unbürokratische und einvernehmliche Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden, sodass den Eltern keine Lohneinbußen drohen. Die Länder versuchen auch, Notbetreuungen auf die Beine zu stellen. Es geht dabei aber vor allem darum, dass Eltern in sogenannten kritischen Berufen wie Polizei, Feuerwehr, Krankenpflege oder Rettungsdienst weiterhin zur Arbeit gehen können.

Sonntag, 15. März, 23.55 Uhr: Führende Notenbanken stellen Dollar-Versogung sicher

Weltweit führende Notenbanken stellen angesichts der Coronavirus-Krise die Versorgung des Finanzsystems mit der Weltreservewährung US-Dollar sicher. Zum einen werden die Kosten bereits bestehender gegenseitiger Dollar-Leihgeschäfte (Swaps) verringert. Zum anderen werden zusätzliche Leihgeschäfte mit einer längeren Laufzeit durchgeführt. Dies teilten die sechs beteiligten Notenbanken, darunter die Europäische Zentralbank (EZB), am Sonntag gemeinsam mit.

Wie die Notenbanken bekanntgaben, sollen neben den bestehenden Dollar-Geschäften mit einwöchiger Laufzeit Geschäfte mit rund dreimonatiger Laufzeit angeboten werden. Die ersten Geschäfte sollen schon an diesem Montag ablaufen und so lange wie notwendig fortgeführt werden. Damit soll die ordnungsgemäße Funktion des Marktes für Dollar-Liquidität sichergestellt werden. Banken benötigen Dollar für viele wichtige Finanzgeschäfte, nicht zuletzt mit Unternehmen.

Beteiligt an der konzertierten Aktion sind die US-Notenbank Fed, die EZB, die Bank of England, die Bank of Japan, die Schweizerische Nationalbank SNB und die Bank of Kanada.

23.50 Uhr: Frankreich bereitet offenbar Ausgangssperre vor

Nach Italien und Spanien bereitet Insidern zufolge auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre vor. Die Einwohner würden demnach angewiesen, zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen, für Lebensmitteleinkäufe oder wenn man zur Apotheke, ins Krankenhaus oder zur Arbeit müsse, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Maßnahme könnte ab Dienstagmitternacht gelten.

23.17 Uhr: Trump: Keine Notwendigkeit für Panikkäufe in den USA

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner dazu aufgerufen, von Panikkäufen wegen der Ausbreitung des Coronavirus abzusehen. Trump sagte am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus nach einer Telefonschalte mit Chefs großer Handelsketten an die Adresse der US-Bürger: "Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach." Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Sie würden ihre Läden während der Krise offen halten.

Trump sagte, die Menschen kauften derzeit "drei bis fünf Mal so viel, wie sie normalerweise einkaufen würden". Als Reaktion darauf würden Supermärkte ihre Lager deswegen in einem Ausmaß auffüllen, das jenes für das Weihnachtsgeschäft übersteigen werde. Trump betonte: "Es gibt für niemandem im Land die Notwendigkeit, Grundnahrungsmittel zu horten." Seine Gesprächspartner hätten ihn gebeten, den Amerikanern auszurichten, dass sie "bitte ein bisschen weniger kaufen" sollten.

In den USA gibt es – wie auch in anderen von dem Virus betroffenen Ländern – einen Run auf Klopapier, Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel wie Nudeln sowie Wasser. Vor manchen Supermärkten bildeten sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen. Einige Läden begrenzen den Verkauf von Waren, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus besonders gefragt sind, auf eine bestimmte Stückzahl.

23.15 Uhr: Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend zur Begründung auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Bisher hatte das Auswärtige Amt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus nur von Reisen in besonders betroffene Länder wie Italien oder Iran abgeraten. Eine Reisewarnung gibt es bisher nur für die chinesische Region Hubei, von wo aus sich das Virus ausgebreitet hatte. Reisewarnungen werden nur bei einer akuten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen und sind daher selten. Sie können eine kostenfreie Stornierung von Reisen ermöglichen.

22.55 Uhr: Scholz: 10.000 Beatmungsgeräte werden in Sonderschichten produziert

Die von der Bundesregierung beim Hersteller Drägerwerk bestellten 10.000 Beatmungsgeräte für die Bewältigung der Corona-Krise werden nach Worten von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in Sonderschichten hergestellt. "Das wird sich über das ganze Jahr hinstrecken", sagte der Bundesfinanzminister am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will". Nach seinen Worten bringt der Medizintechnikhersteller seine Kapazität bis ans Limit. Nach seinen Worten sind für medizinische Beschaffungen, darunter auch Materialien wie Schutzmasken, mehr als eine Milliarde Euro mobilisiert.

22.30 Uhr: Bericht: Britische Behörde rechnet mit Corona-Krise für ein Jahr

Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England rechnet einem Bericht der Zeitung "The Guardian" zufolge damit, dass die Corona-Krise bis zum Frühjahr 2021 anhalten könnte. Das geht angeblich aus einem geheimen Briefing-Dokument hervor, das dem Blatt zugespielt wurde. Bis zu 80 Prozent der Briten könnten sich demnach in den kommenden 12 Monaten mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren, heißt es demnach weiter. Für 15 Prozent der Bevölkerung wäre aufgrund der Erkrankung Covid-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Das wären in Großbritannien rund acht Millionen Menschen. Der ohnehin schon weitgehend ausgelastete Nationale Gesundheitsdienst NHS käme damit weiter unter Druck.

Einem Experten für Epidemiologie von der University of East Anglia zufolge wird die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten aber nachlassen und erst im November wieder an Fahrt aufnehmen. "Ich denke es wird immer da sein, aber weniger heftig werden, wenn die Immunität zunimmt", sagte Professor Paul Hunter dem "Guardian" zufolge.

Die britische Regierung gerät derzeit immer stärker unter Druck, drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie einzuführen. Bislang sind in dem Land die Schulen geöffnet und Großveranstaltungen weiterhin erlaubt. Nur wer Symptome wie Husten und Fieber entwickelt, soll sich für sieben Tage isolieren. Die Regierung will damit verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit unverminderter Stärke zurückkehrt.

22.13 Uhr: Bayern kündigt Ausrufung des Katastrophenfalls an

Bayern will wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausrufen. Das bestätigte Ministerpräsident Markus Söder im Bayerischen Fernsehen. "Es muss eine Strategie geben unter einer Führung", begründete der CSU-Politiker den Schritt. "Die Herausforderung wächst täglich."

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

21.37 Uhr: Neue Infektionszahlen für Deutschland

In Deutschland gibt es nach Informationen von t-online.de derzeit 5.771 bestätigte Covid-19-Infektionen. Das sind über 200 mehr als noch vor wenigen Stunden. Lesen Sie alles dazu HIER.

20.19 Uhr: Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat um Verständnis für drastische Maßnahmen geworben, um gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus "das öffentliche Leben herunterzufahren". In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte er: "Supermärkte, Apotheken, Banken – die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher."

19.22 Uhr: Teilweise Grenzschließungen nun offiziell

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht die verstärkten Kontrollen an mehreren deutschen Grenzen in einer Pressekonferenz offiziell. Noch ein weiterer Nachbarstaat ist betroffen. Lesen Sie alles dazu HIER.

18.42 Uhr: Neue Infektionszahlen für Deutschland

In Deutschland gibt es nach Informationen von t-online.de derzeit 5.567 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Lesen Sie alles dazu HIER.

18.30 Uhr: Zahl der Toten in Italien steigt binnen eines Tages um 25 Prozent

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 368 auf 1.809 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages von 21.157 auf 24.747. 

18.30 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Todesfall in Deutschland

Aus Bayern wird der zwölfte Todesfall aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in Deutschland gemeldet. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Es ist der vierte Todesfall in Bayern.

18.15 Uhr: Auch Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen bevor

Auch in Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronavirus-Krise bevor. Einheitliche bundesweite Regelungen für die auch in Niedersachsen anstehenden Schließungen weiterer Einrichtungen und das Ausweiten von Besuchsverboten sollten am Montag bekanntgegeben werden, teilte die Staatskanzlei mit.

17.58 Uhr: NRW schließt weitgehend die Freizeitbetriebe

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich beschlossen. "Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen", sagte Ministerpräsident Armin Laschet. "Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden."

Noch am Sonntag sollen deswegen durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Demnach müssten bereits ab Montag alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Ab Dienstag sei dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt.

Ebenso ab Dienstag sind den Angaben zufolge Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen nicht mehr gestattet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden. Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April gelten.

17.22 Uhr: Deutschland schließt auch Grenze zu Dänemark

Nach den angekündigten Einreisebeschränkungen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich wird Deutschland auch die Grenze nach Dänemark am Montag schließen. Das sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Lesen Sie mehr dazu HIER.

17.05 Uhr: Hamburg ordnet weitgehende Schließungen an

Der Hamburger Senat ordnet nach der Entscheidung zur Aussetzung des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an. Per Allgemeinverfügung "werden grundsätzlich alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl untersagt". Private Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen dürften weiterhin durchgeführt werden. Es werde jedoch dringend empfohlen, auch diese abzusagen oder zu verschieben.

Geschlossen werden laut Senat: Messen und Ausstellungen, Theater, Museen, Kinos, Jugend- und Stadtteilkulturzentren, Seniorentreffs, Bibliotheken, Musikschulen und Einrichtungen der Hamburger Volkshochschule, Bars und Musikclubs, Bordelle, Tanz- und Nachtlokale, Spielhallen und Casinos, Schwimmbäder, Saunas, Fitness- und Sportstudios sowie alle öffentlichen und privaten Sportanlagen. 

16.48 Uhr: Fünfter Coronavirus-Todesfall in NRW – deutschlandweit nun elf Tote

In Nordrhein-Westfalen ist eine fünfte mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Damit steigt die Zahl der tödlich verlaufenen Covid-19-Erkrankungen in Deutschland auf bislang 11. Zuvor waren zwei weitere Tote aus Bayern gemeldet worden.

Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen sei in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, teilte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, mit. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt. "Jede dieser Nachrichten betrübt mich zutiefst. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie", erklärte der Landrat.

16.36 Uhr: Deutsche Inseln werden für Touristen abgeriegelt

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Schleswig-Holstein seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montag früh 6 Uhr für Touristen abriegeln. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte. 

Urlauber, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen haben, sollten den Heimweg antreten. Die medizinische Versorgung für die Inselbewohner müsse gesichert werden, sagte Landesinnenminister Heiner Garg. Für eine große Zahl Touristen seien die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht ausgelegt. 

16.28 Uhr: RKI erklärt Kalifornien und New York zu Risikogebieten

Das Robert Koch-Institut hat erstmals drei US-Bundesstaaten wegen des Coronavirus zu Risikogebieten erklärt. Kalifornien, Washington und New York gehörten zu den Gebieten, in denen eine "fortgesetzte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch vermutet werden" könne, erklärten die Virologen.

16.15 Uhr: Lufthansa holt Urlauber mit Sonderflügen nach Hause

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben heute und in den kommenden Tagen kurzfristig Sonderflüge organisiert, um vor allem Kreuzfahrtpassagiere und Urlaubsgäste wieder nach Deutschland zurückzufliegen. Die Fluggesellschaft fliege diese Charterflüge im Auftrag von Reedereien und Touristikunternehmen.

Schwerpunkte seien die Kanaren und die Karibik. Es würden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340 eingesetzt. Insgesamt rechnet die Airline damit, rund 3.000 bis 4.000 Fluggäste kurzfristig nach Deutschland zurückzufliegen.

15.24 Uhr: Bayern plant Gastronomie- und Läden-Beschränkungen

Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind ab Dienstag eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars, Kinos und Schwimmbädern. Ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Landesregierung in München erfuhr. Zuvor hatte bereits Berlin alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das betraf unter anderem Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs.

15.20 Uhr: Deutschland schließt teilweise die Grenzen zu drei Staaten

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden die Maßnahmen an den Grenzen zu Frankreich, Schweiz und Österreich drastisch verschärft. Lesen Sie alles dazu HIER.

15.19 Uhr: Infizierter feierte in berühmtem Berliner Techno-Club

Ein am Coronavirus Erkrankter hat in einem der bekanntesten Berliner Clubs ausgiebig gefeiert. Nun appellieren Stadt und Club an die Gäste. Offenbar werden weitere Infektionen befürchtet. Lesen Sie alles Weitere dazu HIER.

15.15 Uhr: Neuer Newsblog 

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Interessieren Sie sich für die vorherigen Neuigkeiten? Lesen Sie alle bisherigen Entwicklungen HIER.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP
  • eigene Recherchen

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