Sie sind hier: Home > Panorama > Justiz >

Frankenberg: 22-Jährigen fast zu Tode gequält

Gewaltexzess in Frankberg  

22-Jährigen fast zu Tode gequält

01.07.2008, 18:47 Uhr | dpa

Weil sie einen 22-Jährigen im nordhessischen Frankenberg im vergangenen Januar fast zu Tode gequält haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Marburg gegen vier junge Männer und Frauen Anklage erhoben. Einem 22-Jährigen wird versuchter Mord zur Last gelegt, zwei Frauen im Alter von 17 und 22 Jahren sowie einem 20-Jährigen gemeinschaftliche schwere Körperverletzung.

Das Quartett hatte die Tat bei seiner Polizeivernehmung weitgehend eingeräumt. Das Opfer überlebte, wird aber zeitlebens schwerbehindert und pflegebedürftig sein und auf einen Rollstuhl angewiesen sein, teilte die Staatsanwaltschaft in Marburg mit.

Tritte auf Kopf und Körper

Die fünf jungen Leute sollen im vergangenen Januar in der Wohnung von einem der Täter in Frankenberg einen Abend gemeinsam verbracht und viel Alkohol getrunken haben. Im Laufe des Abends sei es zum Streit gekommen. Daraufhin sollen die Beschuldigten ihre Aggressionen und ihre Lust an Gewalt gemeinsam an dem kleinen und zierlichen 22-Jährigen ausgelebt haben, bis dieser reglos am Boden lag. Sie malträtierten ihn mit Tritten gegen Körper und Kopf und sprangen auch auf sein Gesicht. Der junge Mann habe keine Chance gehabt, sich gegen seine Peiniger zu wehren.

Schwerstverletzten einfach liegengelassen

"Als das Opfer bewusstlos war, verließ der 22-Jährige die Wohnung, ohne etwas dafür zu unternehmen, dass der junge Mann gerettet wird", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Daher sei gegen ihn Anklage wegen versuchten Mordes erhoben worden. Die übrigen drei hatten den Schwerstverletzten auf einen nahe gelegenen Parkplatz geschleppt, ihn dort abgelegt und anonym einen Rettungswagen gerufen. Nur wenige Stunden später war das Quartett ermittelt und festgenommen worden. Drei der Angeschuldigten sitzen in Untersuchungshaft, die 22-Jährige ist in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht. Ein Termin für den Prozess am Landgericht Marburg steht noch nicht fest.


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: