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Justizirrtum: Japaner saß 17 Jahre unschuldig im Gefängnis

Neuer DNA-Test entlastet 62-Jährigen  

Japaner saß 17 Jahre unschuldig im Gefängnis

04.06.2009, 15:33 Uhr | AFP

Toshikazu Sugaya: "Ich werde den Ermittlern das nie verzeihen" (Foto: AFP)Toshikazu Sugaya: "Ich werde den Ermittlern das nie verzeihen" (Foto: AFP)

Ein Japaner hat mehr als 17 Jahre unschuldig wegen Mordes im Gefängnis gesessen, bis ein neuer DNA-Test ihn entlastete. Der 62-jährige Toshikazu Sugaya verließ nun ein Gefängnis nahe Tokio als freier Mann. Dort saß er seit 1991 ein, weil er ein vierjähriges Mädchen umgebracht haben soll.

"Ich bin unschuldig und nicht der Mörder. Das kann ich Ihnen versichern", sagte der inzwischen ergraute Sugaya nach seiner Freilassung. 17 Jahre lang habe er sich damit getröstet, dass er von den Ermittlern eine persönliche Entschuldigung fordern werde, wenn er jemals wieder freikomme. "Ich werde ihnen das nie verzeihen."

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Vorwurf: Entführung und Mord

Sugaya war im Dezember 1991 festgenommen worden. Dem Busfahrer eines Kindergartens wurde vorgeworfen, im Mai 1990 eine Vierjährige aus einer Spielhalle entführt und ermordet zu haben. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem ein DNA-Test ergeben hatte, dass Spuren an der Unterwäsche des Kindes von ihm stammten.

Prozess wird neu aufgerollt

Jahre später hatten Sugayas Anwälte einen neuen DNA-Test gefordert und argumentiert, Anfang der 90er Jahre seien die Testmethoden noch weniger zuverlässig gewesen. Ein neuer Test ergab schließlich laut Gericht, dass Sugaya "sehr wahrscheinlich unschuldig" ist. Nun soll der Prozess gegen ihn neu aufgerollt werden, mit einem Freispruch wird gerechnet.



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