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Winnenden-Prozess: Vater erscheint doch nicht

Amokprozess: Angeklagter Vater erscheint doch nicht

26.10.2010, 12:01 Uhr | dpa, dapd

Winnenden-Prozess: Vater erscheint doch nicht. Der Vater des Amokläufers von Winnenden ist überraschend nicht vor Gericht erschienen (Foto: dpa)

Der Vater des Amokläufers von Winnenden ist überraschend nicht vor Gericht erschienen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Im Prozess um den Amoklauf von Winnenden ist der angeklagte Vater des Täters am Dienstag überraschend nicht zum Verhandlungstermin vor dem Landgericht Stuttgart erschienen. Der 51-jährige Angeklagte sei zwar gesund und verhandlungsfähig, habe aber entschieden, nicht zu kommen, sagte sein Rechtsanwalt Hurbert Gorka. Hierzu habe er einen Antrag des Angeklagten am Montagnachmittag eingereicht.

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Nach den Worten des Vorsitzenden Richters Reiner Skujat hat die Kammer über den Inhalt des Antrags noch nicht befunden. Er sollte zu Beginn des Verhandlungstages verlesen werden. Dies ging nicht, weil den Angaben zufolge wegen des Bahnstreiks noch nicht alle Vertreter der Nebenkläger anwesend waren. Aus diesem Grund soll die für Dienstag geplante Vernehmung einiger Zeugen solange zurückgestellt werden, bis das Gericht "über grundlegende Verfahrensfragen" entschieden habe.

Sicherheitsvorkehrungen nach Morddrohungen verschärft

Skujat fügte hinzu, das Gericht sei bereits seit Anfang Oktober informiert gewesen, das sich der 51-Jährige in einer Bedrohungslage befinde. Medienberichten zufolge hatte sich der Angeklagte nach Morddrohungen vergangene Woche krankschreiben lassen. Aufgrund dessen mussten zwei Verhandlungstermine vergangene Woche verschoben werden. Außerdem wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Gericht verschärft.

Ein Gutachter sollte feststellen, ob der Angeklagte aufgrund der psychischen Belastung nur eingeschränkt verhandlungsfähig ist. Der Unternehmer ist nach Angaben seiner Verteidiger herzkrank und war aufgrund psychischer Probleme in Behandlung.

Der Sportschütze muss sich seit Mitte September vor dem Landgericht Stuttgart verantworten, weil er eine seiner Pistolen unverschlossen aufbewahrt hatte. Sein 17 Jahre alter Sohn erschoss damit am 11. März vergangenen Jahres an seiner früheren Schule in Winnenden und auf der Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und sich selbst.

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