Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani ist nach Angaben des Komitees gegen die Steinigung frei. Wie die in Deutschland lebende Sprecherin der Organisation mitteilte, sind auch Ashtianis Sohn und ihr Anwalt auf freiem Fuß.
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Das Schicksal Ashtianis hatte weltweit Empörung ausgelöst, vor allem wegen der barbarischen Art der Hinrichtung. Nach Protesten rund um den Globus wurde ihre Hinrichtung bereits im Juli zunächst ausgesetzt. Vor allem die US-Regierung hatte scharf protestiert und warf dem Iran vor, die Menschrechte zu missachten. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hatte sich besorgt gezeigt.
Ashtiani wurde nach iranischen Angaben im Jahr 2006 in zwei verschiedenen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Im ersten Fall wurde wegen der Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann schuldig gesprochen. Das Strafmaß legten die Richter auf Tod durch den Strang fest. Ein Berufungsgericht wandelte das Urteil 2007 in eine zehnjährige Haftstrafe um. Im zweiten Fall wurde sie wegen mehrfachem Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt.
