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Lego wegen Volksverhetzung verklagt

Dschihad im Kinderzimmer

25.01.2013, 12:36 Uhr | t-online.de, AFP

Lego wegen Volksverhetzung verklagt. Volksverhetzung bei Lego? (Quelle: t-online/Screenshot Türkischer Kulturverein)

Denunzierende Parallelen zwischen Gangsterpalast und Sophienkirche - zumindest nach der türkischen Gemeinde Österreichs. (Quelle: Screenshot Türkischer Kulturverein/t-online)

Harmloses Kinderspielzeug oder doch unterschwellige Botschaften? Die türkische Kulturgemeinde in Österreich will den Spielzeughersteller Lego verklagen. Wegen Volksverhetzung.

Im Bausatz "Star Wars 9516 - Jabba's Palace" gebe es einige "pädagogisch verwerfliche" Elemente, erklärt die Gemeinde auf ihrer Internetseite. Geprüft werde jetzt eine Klage gegen Lego in Österreich, Deutschland und der Türkei.

Jabba oder Hagia?

Zur Begründung heißt es, das dem "Jabba's Palace" aus den "Star Wars"-Filmen von George Lucas nachgebildete Lego-Gebäude ähnele der Hagia-Sophia-Moschee in Istanbul, der Turm einem Minarett. In Verbindung mit den Spielfiguren und ihren Waffen (Raketen, Kanonen, Laserpistolen, Gewehre und Samuraischwerter), könne bei Kindern der Eindruck entstehen, der Islam sei eine gewalttätige Religion. Zumal es sich bei dem Wasserpfeife rauchenden Jabba um den Oberbösewicht aus den Lucas-Filmen handele.

Mit dem Spielzeug würden "rassistische Vorurteile und gemeine Unterstellungen gegenüber den Orientalen und Asiaten als hinterlistige und kriminelle Persönlichkeiten bedient", heißt es weiter. Lego erweise dem friedlichem Zusammenleben verschiedener Kulturen und Gemeinschaften einen schlechten Dienst.

Entschuldigung erwartet

Unabhängig von einer möglichen Klage sei der weltweit führende Konzern in Sachen Kinderspielzeug aufgefordert, "sich für die Verletzung religiöser und kultureller Gefühle öffentlich zu entschuldigen".

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