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Russland: Putin-Kritiker Alexej Nawalny wegen Unterschlagung verurteilt

Putin-Kritiker  

Alexej Nawalny überraschend verurteilt

30.12.2014, 20:06 Uhr | AP, dpa

Russland: Putin-Kritiker Alexej Nawalny wegen Unterschlagung verurteilt. Alexej Nawalny (Quelle: AP/dpa)

Der Blogger Alexej Nawalny hatte unter anderem Nachforschungen über Korruption in der russischen Elite angestellt (Quelle: AP/dpa)

Der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny ist in einem umstrittenen Prozess der Unterschlagung schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Moskau verurteilte den 38-Jährigen überraschend schnell zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft gefordert.

Nawalny und seinem Bruder Oleg wird vorgeworfen, bei einer französischen Kosmetikfirma Geld hinterzogen und anschließend über ein Geflecht von Firmen legalisiert zu haben. In dem dem Strafrechtsprozess hatte sich aber keine geschädigte Partei gemeldet.

Bruder muss ins Gefängnis

Oleg Nawalny wurde ebenfalls zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er wurde schon im Gerichtssaal verhaftet, wie russische Agenturen berichteten.

Die Brüder weisen die Vorwürfe zurück. Ihre Anwälte kündigten Berufung gegen das Urteil an. Sie kritisieren den Prozess als politisch motiviert.

Urteil vorgezogen

Das Urteil war von Mitte Januar auf diesen Dienstag vorgezogen worden. Das löste Spekulationen aus, die russische Regierung wolle Proteste gegen das Verfahren umgehen.

Nawalny ist einer der bekanntesten Kritiker von Präsident Wladimir Putin. In den Jahren 2011 und 2012 war er eine der Galionsfiguren der Proteste gegen die Regierung. Bei der Moskauer Bürgermeisterwahl 2013 gelang ihm mit einem Ergebnis von mehr als 27 Prozent der Stimmen ein Achtungserfolg.

Bereits 2013 wurde er in einem anderen Fall zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war aber nach Protesten seiner Anhänger in den Straßen Moskaus am folgenden Tag freigelassen worden. Das Urteil wurde in eine Bewährungsstrafe umgewandelt.

Seit 2013 steht Nawalny wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen unter Hausarrest.

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