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Costa Concordia: Francesco Schettino traf "richtige Entscheidungen"

Verteidigung fordert Freispruch  

Schettino hat "richtige Entscheidungen" getroffen

09.02.2015, 14:59 Uhr | dpa

Costa Concordia: Francesco Schettino traf "richtige Entscheidungen". Francesco Schettino im Gerichtsaal in Grosseto. (Quelle: Reuters)

Francesco Schettino im Gerichtsaal in Grosseto. (Quelle: Reuters)

Die Verteidigung hat im Prozess um die Havarie der Costa Concordia einen Freispruch für Kapitän Francesco Schettino gefordert. Er habe nach Ansicht seiner Anwälte mit seinem Handeln eine noch größere Katastrophe verhindert.

"Ob Schettino richtige oder falsche Entscheidungen getroffen hat? Richtige!", sagte sein Anwalt Domenico Pepe vor dem Gericht im toskanischen Grosseto. "Wenn er sofort die Evakuierung angeordnet hätte, wären 4000 Menschen gestorben."

Pepe: "Ein Unfall auf dem Meer"

Es gebe keinen Zusammenhang seines Handelns mit dem Tod der 32 Passagiere, sagte Pepe. Das Unglück sei ein "unvorhergesehenes, außergewöhnliches und nicht absehbares" Ereignis gewesen, ein "Unfall auf dem Meer". Die Verteidigung hatte ihr Plädoyer fortgesetzt, nachdem die Verhandlung am Freitag unterbrochen werden musste, weil Schettino mit Fieber das Gericht verlassen hatte.

Staatsanwalt fordert 26 Jahre Haft

Pepe wies die Vorwürfe der Anklage zurück, die Schettino als "unvorsichtigen Idioten" bezeichnet und eine Haftstrafe von 26 Jahren und drei Monaten gefordert hatte. "Schettino ist eine anständige Person. Wenn der Staatsanwalt ihn als einen Idioten bezeichnet, ist das eine Beleidigung", erklärte Pepe.

Der 54 Jahre alte Kapitän muss sich seit Juli 2013 als einziger Angeklagter unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird noch in dieser Woche erwartet. Bei der Havarie der Costa Concordia waren im Januar 2012 insgesamt 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwölf Deutsche.

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