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Urteile: Amanda Knox fehlender Beweise freigesprochen

Gericht erläutert Freispruch  

Keine Beweise gegen Amanda Knox am Tatort

07.09.2015, 18:42 Uhr | AP, dpa

Urteile: Amanda Knox fehlender Beweise freigesprochen. Amanda Knox nach ihrem Freispruch vor dem Haus der Familie in den USA. (Quelle: AP/dpa)

Amanda Knox nach ihrem Freispruch vor dem Haus der Familie in den USA. Ein Gericht entlastet die Frau weiter. (Quelle: ap/dpa)

Amanda Knox saß jahrelang in Haft, wurde wegen Mordes zwei Mal verurteilt und zwei Mal freigesprochen. Jetzt hat Italiens höchstes Strafgericht erläutert, wie es zu dem endgültigen Freispruch kam - und machte den Ermittlern schwere Vorwürfe.

Auch Knox' mitangeklagter Ex-Freund Raffaele Sollecito war demnach aus dem gleichen Grund endgültig freizusprechen. Die Mitbewohnerin der US-Amerikanerin, Meredith Kercher, war getötet worden. Insgesamt waren Knox und Sollecito deshalb mehr als vier Jahre in Haft gewesen.

Der Fall sorgte seit Jahren international für Schlagzeilen - wegen der immer neu aufgerollten Prozesse, aber auch wegen der Grausamkeit der Tat. Im November 2007 war die halbnackte Leiche Kerchers in der Wohnung entdeckt worden. Der Körper war mit Messerstichen übersät, ihre Kehle durchschnitten. Zudem war sie offenbar vergewaltigt worden.

Kritik an Ermittlern

Der Kassationsgerichtshof schrieb, es gebe einen "absoluten Mangel an biologischen Spuren" von Knox oder Sollecito in dem Zimmer oder am Körper des Opfers. Er warf den Ermittlern "tadelnswerte Unterlassungen investigativer Aktivität" vor. Stattdessen seien sie falschen Spuren nachgegangen und hätten sich auch von dem enormen Medieninteresse an dem Fall beeinflussen lassen. Die Polizei habe der Öffentlichkeit möglichst bald Schuldige präsentieren wollen, kritisierte das Gericht.

Das oberste Gericht hatte am 27. März die Verurteilung von Knox und Rafaelle Sollecito zu langen Haftstrafen aus voriger Instanz gekippt. Wie üblich lieferte es die Urteilsbegründung erst später.

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