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Loveparade-Prozess: kein Schmerzensgeld für Feuerwehrmann

Loveparade-Katastrophe  

Gericht verwehrt traumatisiertem Helfer Schmerzensgeld

28.09.2015, 14:27 Uhr | dpa

Loveparade-Prozess: kein Schmerzensgeld für Feuerwehrmann. Im Juli 2010 kam es auf der Loveparade in Duisburg zu einer Massenpanik - 21 Menschen starben. (Quelle: dpa)

Im Juli 2010 kam es auf der Loveparade in Duisburg zu einer Massenpanik - 21 Menschen starben. (Quelle: dpa)

Es war das erste Verfahren zur Loveparade-Tragödie von 2010: Das Landgericht Duisburg hat die Entschädigungsklage eines Feuerwehrmannes abgewiesen. Der Mann erlitt durch seinen Einsatz bei der Katastrophe nach eigenen Worten eine posttraumatische Belastungsstörung.

Der 53-jährige Helfer forderte 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Land und vom Veranstalter. Durch sein Trauma sei er heute arbeitsunfähig und leide an psychischen Problemen.

Die Kammer hatte jedoch bereits bei der öffentlichen Verhandlung in dem Zivilprozess Anfang September erklärt, dass sie keinen Anspruch auf Entschädigung erkennen kann. Im Fall des Feuerwehrmannes gehe es "um ein typisches Berufsrisiko". Zudem zähle er nicht zu den unmittelbar Geschädigten.

"Wie im Krieg"

Bei dem Technofestival war es an einer Rampe zu einem Gedränge gekommen. 21 Menschen starben und mehr als 500 Besucher wurden verletzt.

Sein Einsatz in Duisburg sei "wie im Krieg" gewesen, berichtete der Feuerwehrmann vor der Verhandlung. Es sei kein Berufsrisiko, sondern ein Grauen, das er auf der Veranstaltung erleben musste.

Sieben weitere Zivilklagen sind neben dem Antrag des Feuerwehrmannes in Sachen Loveparade anhängig. Die Richter hatten von zunächst zehn Anträgen auf Prozesskostenhilfe bereits vier abgelehnt, da sie keine Chancen auf einen Erfolg erkennen konnten.

Bei der strafrechtlichen Aufarbeitung steht noch die Entscheidung des Landgerichts aus, ob es die Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zulässt und es zu einer Hauptverhandlung kommt. Beschuldigt sind zehn Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters.

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