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Julian Assange ist laut UN-Gremium "willkürlich inhaftiert"

Wikileaks-Gründer  

UN bescheinigen Assange "willkürliche Inhaftierung"

05.02.2016, 12:18 Uhr | AP , AFP

Julian Assange ist laut UN-Gremium "willkürlich inhaftiert" . Julian Assange: Der Wikileaks-Gründer sitzt seit Jahren in London fest. (Quelle: AP/dpa)

Julian Assange: Der Wikileaks-Gründer sitzt seit Jahren in London fest. (Quelle: AP/dpa)

Julian Assange ist "willkürlich inhaftiert" und sollte freigelassen werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein UN-Gremium. Der Wikileaks-Gründer, der sich seit drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält, solle zudem eine Entschädigung erhalten.

Die UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen (WGAD) in Genf "sieht die verschiedenen Formen der Freiheitsberaubung, denen Julian Assange ausgesetzt wurde, als eine Form der willkürlichen Inhaftierung an." Das erklärte der Vorsitzende Seong-Phil Hong, ein südkoreanischer Experte für internationales Recht. Der Australier müsse für den Zwangsaufenthalt von Großbritannien und Schweden entschädigt werden. 

Assange hatte sich im Juni 2012 in die Botschaft geflüchtet, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo zwei Frauen Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben hatten. Er bestreitet die Anschuldigungen und befürchtet nach eigenen Angaben, Schweden könnte ihn wegen seiner Enthüllungen auf Wikileaks an die USA überstellen. Die Plattform hatte unter anderem Tausende geheimer diplomatischer US-Depeschen zugänglich gemacht.

Das schwedische Außenministerium hatte am Donnerstag bereits vor der Veröffentlichung des offiziellen Berichts des UN-Gremiums erklärt, dass dieses zu dem Urteil gekommen sei, dass das erzwungene Exil Assanges einer "willkürlichen Haft" gleichkomme.

Unabhängig von der Bewertung der UN-Experten sehen sich Polizei und Behörden in Großbritannien laut verschiedener Medienberichte weiterhin in der Pflicht, Assange festzunehmen und an Schweden auszuliefern.

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