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Landshut: Koch mit 2,27 Euro Stundenlohn abgespeist

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Prozess in Landshut  

Koch mit 2,27 Euro Stundenlohn abgespeist

15.07.2016, 19:25 Uhr | dpa

Landshut: Koch mit 2,27 Euro Stundenlohn abgespeist. Ein chinesischer Koch bekam in Bayern für seine Arbeit nur einen Hungerlohn. (Quelle: imago/Cord)

Ein chinesischer Koch bekam in Bayern für seine Arbeit nur einen Hungerlohn. (Quelle: Cord/imago)

Der Chef von zwei Chinarestaurants hat einen Koch über Monate hinweg mit einem Stundenlohn von gerade einmal 2,27 Euro ausgebeutet. Jetzt gab es dafür die Quittung.

Das Landgericht Landshut verurteilte den 28-Jährigen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und Schadenswiedergutmachung in Höhe von 165.000 Euro. Das teilte der Zoll mit. Der Koch hatte für seinen kargen Lohn mindestens 66 Stunden pro Woche arbeiten müssen.

Das Gericht wies dem Restaurantbetreiber aus dem Kreis Augsburg Sozialversicherungsbetrug in 142 Fällen nach. Weil der Angeklagte in der Berufungsverhandlung ein Geständnis abgelegt habe, reduzierte das Landgericht die in erster Instanz vom Amtsgericht ausgesprochene Gefängnisstrafe von drei Jahren. Das Urteil sei nun rechtskräftig.

Pass des Kochs einkassiert

Der Mann habe seine Angestellten mehr als drei Jahre lang nicht richtig bei der Sozialversicherung angemeldet. "Der Angeklagte unterzeichnete für die chinesischen Spezialitätenköche mit vollem Wissen Arbeitsverträge mit falschen Inhalten bezüglich Arbeitszeit und Arbeitslohn", so eine Sprecherin.

Der Koch konnte den Arbeitgeber nicht wechseln, weil seine Aufenthaltserlaubnis nur für die beiden Betriebe des Angeklagten galt. Zudem hatte der Chef den Reisepass des Kochs einbehalten, damit der Mitarbeiter nicht nach China zurückkehren konnte.

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