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Cannes verhängt Burkini-Verbot am Strand: Sorge vor islamistischem Terror

Sorge vor islamistischem Terror  

Cannes verbietet Burkinis am Strand

12.08.2016, 10:47 Uhr | AFP

Cannes verhängt Burkini-Verbot am Strand: Sorge vor islamistischem Terror. Eine Frau badet in traditionell muslimischer Kleidung am Strand von Marseille. (Quelle: AP/dpa)

Eine Frau badet in traditionell muslimischer Kleidung am Strand von Marseille. (Quelle: AP/dpa)

Die Angst vor islamistischem Terror in Frankreich hat sogar Folgen für die Bademode. Die südfranzösische Stadt Cannes an der Côte d’Azur hat das Tragen sogenannter Burkinis am Strand verboten. 

"Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole am Strand zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen", sagte der Generaldirektor der städtischen Dienste, Thierry Migoule zu dem Verbot.

Der Burkini bedeckt den ganzen Körper. Das Kleidungsstück wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islam entsprechen wollen.

"Störung der öffentlichen Ordnung"

Cannes konservativer Bürgermeister David Lisnard hatte das Verbot bereits Ende Juli per Dekret erlassen. Darin heißt es, der Zutritt zum Strand und das Baden sei Menschen verboten, die "keine korrekte Kleidung tragen, die die guten Sitten und die Laizität respektiert sowie die Hygiene- und Sicherheitsregeln achtet".

Laut dem Dekret droht "eine Strandbekleidung, die auf ostentative Weise eine religiöse Zugehörigkeit bezeugt, während Frankreich und die religiösen Kultstätten Ziel terroristischer Angriffe sind, zur Störung der öffentlichen Ordnung zu führen".

In Frankreich ist der Ganzkörperschleier verboten. Allerdings gibt es kein Gesetz gegen das Tragen religiöser Symbole. Kürzlich hatte eine geplante Burkini-Veranstaltung bei Marseille eine derartige Kontroverse ausgelöst, dass sie schließlich abgesagt wurde.

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