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Mord in Kölner Salatbar: Angeklagter entschuldigt sich

Prozess um Mord in Kölner Salatbar  

Angeklagter entschuldigt sich bei Familie des Opfers

15.08.2016, 13:05 Uhr | dpa, t-online.de

Mord in Kölner Salatbar: Angeklagter entschuldigt sich. Der Angeklagte und sein Anwalt bei dem Prozess um den Mord an einer Inhaberin einer Kölner Salatbar (Quelle: dpa)

Der Angeklagte und sein Anwalt bei dem Prozess um den Mord an einer Inhaberin einer Kölner Salatbar (Quelle: dpa)

Neun Jahre ist es her, dass die 24-jährige Inhaberin einer Kölner Salatbar mit Messerstichen tödlich verletzt wurde. Nun wurde der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter eröffnet. Zum Auftakt des Gerichtsverfahrens entschuldigte sich der 36-Jährige und räumte die Tat "vom Prinzip her" ein.

Vor dem Kölner Landgericht zeigte der mutmaßliche Täter Reue und ließ durch seinen Verteidiger verkünden, die Tat "vom Prinzip her" einzuräumen. Bei der Familie des Opfers wolle er sich in aller Form entschuldigen, auch für die langen Jahre der Ungewissheit.

Einer der mysteriösesten Mordfälle in Köln

Die Inhaberin der Salatbar war in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2007 mit elf Messerstichen so schwer verletzt worden, dass sie verblutete. Sie war gerade aus ihrer Heimat Lingen in Niedersachsen zurück nach Köln gekommen und wollte in ihrem kleinen Restaurant die Warenbestellung für die nächsten Tage machen. Die Tür hatte sie offengelassen.

Das Verbrechen an der Frau galt lange als einer der mysteriösesten Mordfälle in Köln. Die Suche nach dem Täter blieb acht Jahre ergebnislos. Erst im Herbst 2015 führte die DNA-Spur auf einer in der Salatbar zurückgelassenen Menthol-Zigarette die Ermittler zu dem mutmaßlichen Täter. Dieser saß zu dieser Zeit wegen kleinerer Delikte in Hamburg im Gefängnis. Da er bereits häufiger aufgefallen war, forderte die Polizei eine DNA-Probe an - er willigte sofort ein.

Tausende Spuren überprüft

Bei der Vernehmung habe er direkt gestanden, die junge Unternehmerin aus Geldsorgen überfallen zu haben, teilten die Ermittler im Herbst mit. Bis dahin waren mehr als 3500 Spuren und 6000 Personen überprüft, rund 1800 DNA-Proben verglichen worden. Der Fall wurde auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" vorgestellt - alles ohne Erfolg.

Laut Verteidigung will sich der Angeklagte in der Verhandlung am Donnerstag zur Tat und den Hintergründen äußern. Dann soll auch ein psychiatrischer Gutachter anwesend sein.

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