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Beate Zschäpe bricht im NSU-Prozess ihr Schweigen

Überraschung im NSU-Prozess  

Beate Zschäpe bricht erstmals ihr Schweigen

29.09.2016, 14:33 Uhr | dpa, AFP

Beate Zschäpe bricht im NSU-Prozess ihr Schweigen. Beate Zschäpe hat erstmals im NSU-Prozess selbst das Wort ergriffen. (Quelle: dpa)

Beate Zschäpe hat erstmals im NSU-Prozess selbst das Wort ergriffen. (Quelle: dpa)

Jahrelang hatte sie eisern geschwiegen, dann ließ sie ihre Anwälte Erklärungen verlesen - nun hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe im NSU-Prozess erstmals selbst das Wort ergriffen.

Sie verlas eine kurze Erklärung, in der sie einräumte, sich früher "durchaus mit Teilen des nationalistischen Gedankenguts" identifiziert zu haben.

Dies sei heute jedoch nicht mehr so. "Heute beurteile ich Menschen nicht nach Herkunft und politischer Einstellung, sondern nach Benehmen", sagte Zschäpe.

"Ich bedaure mein eigenes Fehlverhalten"

In ihrer Stellungnahme sagte sie zu den Taten: "Ich verurteile, was Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den Opfern angetan haben." Mundlos und Böhnhardt sollen laut der Anklage der Bundesanwaltschaft die Morde begangen haben, Zschäpe soll aber das jahrelange Leben des Trios im Untergrund organisiert haben. "Ich bedaure mein eigenes Fehlverhalten", sagte die 41-Jährige.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Sie hatte jahrelang auf Anraten ihrer drei Verteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm jede Aussage verweigert.

Nervöse Erklärung

Im vergangenen Dezember hatte sie dann mit Unterstützung von zwei weiteren Anwälten eine Aussage und mehrere Antworten auf Fragen des Oberlandesgerichts München verlesen lassen.

Beim Verlesen ihrer eigenen kurzen Erklärung sprach sie sehr schnell mit leiser Stimme und wirkte nervös. Zschäpe bekräftigte in ihrer kurzen Erklärung ihre Entschuldigung an die Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) und ihre Hinterbliebenen und verwies dabei auf eine ihrer früheren, vom Anwalt verlesenen Erklärungen.

13 Jahre unerkannt im Untergrund

Zschäpe steht seit dem 6. Mai 2013 vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft an zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen vor, die dem "Nationalsozialistischen Untergrund" angelastet werden. Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Ihre beiden Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen die Taten überwiegend aus Fremdenhass verübt haben. Zschäpe hatte mit ihnen 13 Jahre unerkannt im Untergrund gelebt.

In ihrer schriftlichen Aussage im vergangenen Dezember hatte sie angegeben, von den Morden nichts gewusst zu haben und sich bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt.

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