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Dieter Degowski: Gericht prüft Freilassung des Gladbeck-Geiselnehmers

Geiselnehmer von Gladbeck  

Gericht prüft Degowskis Antrag auf Freilassung

05.03.2017, 14:59 Uhr | dpa

Dieter Degowski: Gericht prüft Freilassung des Gladbeck-Geiselnehmers. Historisches Foto: Dieter Degowski bei der Gladbecker Geiselnahme. Neben ihm die Geisel Silke Bischoff, die bei einem umstrittenehn Polizeieinsatz auf der Autobahn A3 ums Leben kam - laut Gutachten durch einen Schuss von Degowskis Komplize Hans-Jürgen Rösner. (Quelle: dpa)

Historisches Foto: Dieter Degowski bei der Gladbecker Geiselnahme. Neben ihm die Geisel Silke Bischoff, die bei einem umstrittenehn Polizeieinsatz auf der Autobahn A3 ums Leben kam - laut Gutachten durch einen Schuss von Degowskis Komplize Hans-Jürgen Rösner. (Quelle: dpa)

Er war einer der beiden Täter des Gladbecker Geiseldramas von 1988. Bereits seit Jahren zeichnet sich ab, dass der Rest von Dieter Degowskis lebenslanger Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Nun hat seine Verteidigung einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Landgericht Arnsberg prüft, ob Degowski freikommen kann.

Seit kurzem liege dem Gericht in Nordrhein-Westfalen der Antrag von Degowskis Verteidigung vor, sagte Gerichtssprecher Johannes Kamp. "Jetzt muss die zuständige Strafvollstreckungskammer prüfen, wie weiter vorzugehen ist."

Gutachten kann Prüfung verzögern

Das Gesetz mache bestimmte Vorgaben. Wenn die Kammer beispielsweise erwäge, die Vollstreckung des Restes der lebenslangen Freiheitsstrafe auszusetzen, sei ein Gutachten einzuholen. Wie lange die Prüfung dauere, sei offen. Die Erstellung derartiger Gutachten dauert in der Regel mehrere Monate.

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums hatte vor gut drei Wochen die Chancen, dass Degowski bis Jahresende wieder auf freien Fuß kommt, als "gut" bezeichnet. Er hatte aber betont, dass die Strafvollstreckungskammer in Arnsberg das letzte Wort habe. Das Landgericht hatte die Justizvollzugsanstalt Werl, in der Degowski inhaftiert ist, bereits 2013 aufgefordert, ihn schrittweise auf die Entlassung vorzubereiten.

Im August 1988 hatten Degowski und sein Komplize Hans-Jürgen Rösner die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln vor der Polizei. Drei Menschen starben. Rösner, der zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, sitzt weiter im Gefängnis.

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