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Urteil im Lügde-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Bewährungsstrafe ein

Urteil im Missbrauchsfall in Lüdge  

Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Bewährungsstrafe ein

18.07.2019, 18:27 Uhr

Urteil im Lügde-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Bewährungsstrafe ein. Der 49-jährige Angeklagten wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn im Gefängnis sehen. Und legt nun Revision ein.  (Quelle: dpa/Friso Gentsch)

Der 49-jährige Angeklagten wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn im Gefängnis sehen. Und legt nun Revision ein. (Quelle: Friso Gentsch/dpa)

Der erste Täter im Missbrauchsfall von Lügde ist verurteilt. Zwei Jahre Haft auf Bewährung entschied das Gericht: Zu wenig, findet die Staatsanwaltschaft – und legt Revision ein. 

Das Landgericht Detmold hatte am Mittwochabend einen Mann aus Niedersachsen wegen Beihilfe zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte mit zwei Jahren und neun Monaten eine deutliche höhere Strafe gefordert, bei der keine Bewährung möglich ist. Für die Revisionsbegründung habe die Staatsanwaltschaft vier Wochen Zeit, nachdem das schriftliche Urteil des Landgerichts eingegangen ist, erklärte Sprecherin Johanna Dämmig.

Sollte die Staatsanwaltschaft bei der Revision bleiben, würde der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Urteil auf Rechtsfehler überprüfen. Würde der BGH fündig, müsste das Landgericht Detmold den Fall neu aufrollen.

Angeklagte hatte Taten über Webcam beobachtet

Der 49-Jährige aus Stade hatte vor über acht Jahren per Webcam in vier Fällen den sexuellen Missbrauch eines Kindes beobachtet und einen Mitangeklagten auch angestiftet. Nach einer mehrmonatigen Untersuchungshaft verließ der Verurteilte am Mittwochabend das Gericht als freier Mann.
 

 
Das Landgericht setzt den Prozess gegen die beiden Hauptangeklagten, die über Jahre mehr als 40 Kinder auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen hundertfach missbraucht haben sollen, am 1. August fort.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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