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Über 100 Tote in Kirgistan und Tibet

Erdbeben in Asien  

Über 100 Tote in Kirgistan und Tibet

06.10.2008, 19:23 Uhr | AFP , dapd , dpa

Ein Kirgise steht neben seinem zerstörten Haus in dem Dorf Nura (Foto: AFP)Ein Kirgise steht neben seinem zerstörten Haus in dem Dorf Nura (Foto: AFP) Bei zwei schweren Erdbeben in Asien sind seit Sonntagabend über 100 Menschen ums Leben gekommen. Die schweren Erdstöße erschütterten die ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan und Tibet. Allein in Kirgistan starben mindestens 72 Menschen, über 100 seien verletzt, teilte das Katastrophenschutzministerium am Montag mit. In Tibet kamen mindestens 30 Menschen ums Leben.

Besonders schwer betroffen war das kirgisische Bergdorf Nura nahe der Grenze zu China. "Was wir gesehen haben, ist schrecklich, das Dorf Nura ist völlig zerstört - 100 Prozent," sagte der für Katastrophen zuständige kirgisische Minister Kamschibek Taschijew. Die ersten Bilder aus dem Ort seien "erschreckend".

Straßen in Unglücksgebiet unpassierbar

Die aus Lehm und Stroh errichteten Häuser des Dorfes fielen vollständig in sich zusammen, wie ein Sprecher der Erdbebenwarte in Bischkek berichtete. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Erdbebengebiet nur schwer zugänglich ist. Verletzte mussten per Hubschrauber aus dem hoch in den Bergen liegenden Dorf ausgeflogen werden, weil viele Straßen unpassierbar waren. Telefonverbindungen brachen zusammen.

Beben hat eine Stärke von 6,6

Das Beben hatte nach Angaben von US-Seismologen eine Stärke von 6,6. Das Epizentrum lag demnach in einer Tiefe von fast 30 Kilometern etwa 60 Kilometer südöstlich der Stadt Sary-Tasch im Süden des Landes. Wenige Stunden nach dem schweren Erdstoß vom späten Sonntagabend wurde die Region von einem Nachbeben der Stärke 5,1 erschüttert, wie die kirgisischen Behörden mitteilten. Das Zentrum lag demnach beide Male im benachbarten Tadschikistan.

Hunderte Häuser stürzen in Tibet ein

Unterdessen wurde auch Tibet von einem Erdstoß erschüttert, bei dem der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge 30 Menschen starben. Nach Angaben von US-Seismologen hatte das Beben eine Stärke von 6,6. Das Epizentrum lag etwa 85 Kilometer westlich der Hauptstadt Lhasa. Eine Viertelstunde später wurde ein starkes Nachbeben der Stärke 5,1 gemessen. Betroffen war die überwiegend von Hirten bewohnte Region Dangxiong. Hunderte Häuser seien eingestürzt, meldete Xinhua. Mehrere Menschen seien noch unter Trümmern verschüttet. Soldaten und Ärzteteams wurden in die Unglücksregion entsandt.

Erdbeben am Sonntag in China

Am Sonntag hatte es in der chinesischen Provinz Xinjiang ein Erdbeben der Stärke 5,7 gegeben. Xinjiang im fernen Westen Chinas grenzt an Tibet, Tadschikistan und Kirgistan.

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