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Vulkanasche behindert Flugverkehr über Nordeuropa

Vulkanasche behindert Flugverkehr über Nordeuropa

19.04.2010, 18:22 Uhr | dpa, AFP, apn, AFP, dapd, dpa

Vulkanasche behindert Flugverkehr über Nordeuropa. Von dem in Island ausgebrochenen Vulkan steigt eine gigantische Aschewolke auf - links ein Satellitenbild (Fotos: dpa / Reuters)

Von dem in Island ausgebrochenen Vulkan steigt eine gigantische Aschewolke auf - links ein Satellitenbild (Fotos: dpa / Reuters)

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hat am Donnerstag den Luftverkehr in großen Teilen Europas lahmgelegt. In Großbritannien wird der komplette Luftraum gesperrt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wies allerdings Berichte der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontrol über die Schließung von Teilen des deutschen Luftraums zurück.

"Der deutsche Luftraum ist derzeit unbeeinträchtigt", sagte DFS-Sprecherin Ute Otterbein. Auch die Lufthansa hat nach Aussage eines Sprechers bislang keine Angaben zu Sperrungen des deutschen Luftraums.

Eurocontrol erwartet Behinderungen

Eurocontrol teilte jedoch mit, die Aschewolke werde voraussichtlich am Nachmittag den Luftverkehr im Nordwesten Deutschlands sowie in den Benelux-Ländern stark behindern. Die Störungen würden ab 16 Uhr erwartet, so Eurocontrol. Eine Schließung von Lufträumen sei nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin. "Es liegt allerdings bei den Fluggesellschaften zu entscheiden, ob sie Flüge annulieren oder nicht", sagte sie. "Wir haben sie über die Gefahren einer solchen Wolke informiert." Auch nach Angaben von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist der deutsche Luftraum bisher nicht gesperrt.

Asche gefährlich für Düsentriebwerke

Der nationale Luftraum entspricht in der Regel dem Grenzverlauf. Sperrungen des Luftraums sind eine Sicherheitsmaßnahme, weil Experten davon ausgehen, dass die Lava-Asche gefährlich für Düsentriebwerke ist und die Sicht der Piloten beeinträchtigt.

Frankfurt wird vielleicht Ausweichflughafen für Heathrow

Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt wird voraussichtlich als einer der Ausweichflughäfen nach Schließung des Londoner Großflughafens Heathrow genutzt. Dies sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Welche Airlines dann Frankfurt ansteuern würden, stehe noch nicht fest.

Britische Flughäfen gesperrt

Die britische Flugüberwachung NATS sperrte von 13 Uhr bis mindestens 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit den gesamten britischen Luftraum. Nur in Notfällen werde es Ausnahmen geben. Auch in Irland verhängten die Behörden bis zum Abend ein Flugverbot. Alle Londoner Flughäfen wurden am Mittag geschlossen, darunter auch Heathrow, einer der wichtigsten Flughäfen der Welt. Dort werden pro Tag etwa 1300 Flüge und 180.000 Passagiere abgefertigt. Schon am Morgen hatten alle Flughäfen in Schottland dicht gemacht. Zahlreiche Flüge an anderen Airports fielen aus. An den Flughäfen bildeten sich lange Schlagen. Nach Angaben der NATS ist es das erste Mal, dass der gesamte Luftraum gesperrt wurde.

Flugverkehr in Skandinavien beeinträchtigt

In Norwegen und Schweden wurden nach Behördenangaben fast alle Flughäfen geschlossen. In Dänemark sollte der gesamte Luftverkehr ab 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit bis auf weiteres eingestellt werden. In Finnland teilte der Flughafenbetreiber Finavia mit, dass der Luftraum des Landes bis Freitagnachmittag 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit gesperrt bleibe. Auch in Irland machten die Behörden den Flugraum für den Nachmittag dicht. Am Frankfurter Flughafen fielen rund 30 Flüge in diese Regionen aus.

Vermutlich keine Gefahr für Gesundheit

Experten erklärten derweil, dass die Aschewolke kein Gesundheitsrisiko sei. Umweltwissenschaftler betonten zudem, dass die Wolke von der Erde aus wohl nicht zu sehen sei. Der Sender BBC berichtete, dass Menschen in Schottland schon Schwefel gerochen hätten.

Gigantische Aschewolke steigt auf

Der isländische Vulkan war am Mittwoch zum zweiten Mal binnen vier Wochen ausgebrochen. Dampf und Rauch stiegen kilometerweit in die Höhe. Der Krater stößt weiter eine gewaltige Säule aus Rauch und Asche in den Himmel. Der Wind treibt die Asche in östlicher Richtung auf den europäischen Kontinent zu. Wegen der Windrichtung kann der internationale Flugverkehr von und nach Island über den Flughafen Keflavik weiter ohne Probleme abgewickelt werden. Über die mögliche Dauer dieser Probleme sagte die Sprecherin der isländischen Luftfahrtbehörde ISAVIA, Hjördis Gudmundsdóttir, in Reykjavik: "Das wissen nur die Wettergötter. Es kann ein paar Tage dauern, aber auch ein paar Jahre."

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