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Vulkanasche kann den Flugverkehr gefährden

Wie Vulkanasche den Flugverkehr gefährden kann

15.04.2010, 17:40 Uhr | apn, dapd

Die Aschewolke eines Vulkans kann nach Einschätzung von Experten an Flugzeugen so schwere Schäden anrichten, dass selbst ein Absturz nicht ausgeschlossen werden kann. Die Vulkanasche hat mehrere Gefährdungspotenziale, erklärte Jörg Handwerg, Pressesprecher und Flugkapitän der Vereinigung Cockpit.

Durch die Teilchen entsteht eine Art Film auf dem Flugzeug, der erkaltet und erstarrt und so die Aerodynamik verändern kann. "Diesen Film gibt es aber nur, wenn die Aschepartikel noch heiß sind", betonte er, was beispielsweise im mehrere hundert Kilometer von dem Vulkan entfernten London natürlich nicht mehr der Fall sei. "Hier sind die Hauptgefahren die Störung der Messsonden und blinde Scheiben", erklärte er. Wenn die Ascheteilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Frontscheibe des Cockpits treffen, wirke das wie eine Art Sandstrahlgebläse. Davon könnten die Scheiben blind werden. "Und spätestens beim Landen müssen die Piloten ja rausgucken können", erklärte Handwerg.

Blindflug bei Landung

In den 80er Jahren flog eine 747 der British Airways in eine Staubwolke und die feinen Körner wirkten wie Schleifpapier auf die Cockpitscheiben und machten sie blind. Der Pilot musste aus einem Seitenfenster schauen, um sicher zu landen.

Motorausfall in 7500 Metern Höhe

Die Asche kann nach Einschätzung von Handwerg in den Turbinen auch zu Verbrennungsstörungen und somit zu Triebwerkausfällen führen. So geschehen 1989. Als eine Boeing 747 der KLM Royal Dutch Airlines in eine Aschewolke des Vulkans Redoubt in Alaska flog, fielen alle Triebwerke aus. Die Maschine sank von 7500 Metern Höhe auf 3600 Meter, bis die Crew die Motoren endlich wieder starten konnte. Das Flugzeug konnte sicher gelandet werden.

Ohne Sauerstoff stirbt Motor ab

Odilo Mühling, Pressesprecher von MTU Aero Engines, hält die Ascheteilchen aber nur für ein Randproblem. "Das muss ein Triebwerk abkönnen, zumal ein Großteil der angesaugten Luft als Mantel am Triebwerk vorbeigeht und die Asche durch die Fliehkraft eh nach außen gedrückt wird. Da muss es sich schon um eine sehr dichte Staubwolke handeln", sagte er. Vielmehr zeichneten sich solche Aschewolken durch ihren geringen Sauerstoffgehalt aus. "Und Triebwerke brauchen Sauerstoff wie jeder andere Verbrennungsmotor auch. Haben sie den nicht, fallen sie eben aus", erklärte er.

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