Sie sind hier: Home > Panorama > Unglücke >

Ölpest verdirbt Touristen in Florida den Urlaub

...

Ölpest verdirbt Touristen in Florida den Urlaub

08.06.2010, 10:34 Uhr | Von Royal Brightbill, AFP, AFP

Ölpest verdirbt Touristen in Florida den Urlaub. Ölkatastrophe: Am Strand von Pensacola in Florida werden die Auswirkungen spürbar (Foto: AFP)

Am Strand von Pensacola in Florida werden die Auswirkungen der Ölkatastrophe spürbar (Foto: AFP)

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko weitet sich immer mehr aus. Auch an Floridas Traumstränden sind die schwarzen Klumpen inzwischen angekommen - und gefährden den milliardenschweren Tourismus.

Langsam und in kleinen Dosen lädt das Meer seine giftige Fracht am Strand von Pensacola ab. Jede Welle, die über den weißen Sand des Badeorts im Nordwesten Floridas schwappt, lässt kleine Ölklumpen zurück. Mal sind sie groß wie Erbsen, mal wie Hühnereier. Die klebrigen schwarzen Kugeln im Sand sind Vorboten eines weitaus größeren Unheils: Der Tourismus ist in Florida ein Milliardengeschäft. Seit das Öl aus dem lecken Bohrloch im Golf vor einigen Tagen die Traumstrände des Urlaubsstaats erreicht hat, sind tausende Helfer im Einsatz, um zu retten, was zu retten ist.

"Inzwischen ist die Lage ziemlich hässlich"

Als die Urlauberin Robin Woolsey vor einigen Tagen nach Pensacola kam, war das Strandleben noch wunderschön, wie sie berichtet. "Inzwischen ist die Lage ziemlich hässlich", sagt sie. "Wenn man ins Wasser geht, fühlt man das Öl, es ist klebrig." Woolsey ist enttäuscht von ihrem ersten Florida-Urlaub. Überall bleiben die Ölklümpchen kleben: An den Fußsohlen der Badegäste, an Sandalen und Schuhen. Es klebt auf verhängnisvolle Weise auch am Image Floridas als Ziel für den ungetrübten Traumurlaub am Strand.

Der Bundesstaat zieht im Jahr normalerweise 80 Millionen Urlauber an, der Umsatz der Branche liegt bei 65 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro). Mehr als eine Million Arbeitsplätze hängen von der Branche ab. Die Ölkatastrophe kommt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt: Florida war besonders schwer von der Rezession in den USA betroffen, das Platzen der Immobilienblase war in dem früheren Boom-Staat viel mächtiger ausgefallen als anderswo.

BP lässt Arbeiter den Strand absuchen

Etwa 250 Arbeiter suchen derzeit in Zehnertrupps den Strand von Santa Rosa Island bei Pensacola ab. Bezahlt werden sie vom Ölkonzern BP, dem die havarierte Ölplattform gehört, von der das ausgelaufene Öl nun bis nach Florida geschwemmt wird. Angeleitet werden sie von Experten der US-Nationalparkverwaltung NPS. "Wir wollen sicherstellen, dass der Säuberungseinsatz hier so wenige ökologische Spuren hinterlässt wie möglich", sagt NPS-Mitarbeiterin Katie Wahan.

Das Öl sei ein schwer berechenbarer Gegner, sagt Wahan. Meeresströmungen, Winde und Wellengang bestimmten letztendlich, wo das Öl angespült werde. "Die Situation ändert sich von Tag zu Tag", sagt sie. "Wir kontrollieren die Strände regelmäßig und werden aktiv, wenn irgendwo Öl gemeldet wird." Die Arbeit ist personalintensiv. Wahan kam aus dem fast 2000 Kilometer entfernten Pennsylvania zum Kriseneinsatz nach Florida. Selbst aus dem Yosemite-Park im fernen Kalifornien wurde NPS-Personal zum Stranddienst abkommandiert.

Wahan weiß, dass die Folgeschäden der Ölkatastrophe noch lange auf der Region lasten werden. Am Montag sagte der Krisenbeauftragte der US-Regierung, Thad Allen: "Die langfristigen Aufgaben der Wiederherstellung von Ökosystemen und Lebensräumen wird Jahre dauern." Wahan will sich von solchen Perspektiven nicht einschüchtern lassen. "Wir müssen es eben versuchen", sagt sie. "Es gibt eben nur eine begrenzte Zahl solcher Strände, und unsere Aufgabe ist es, sie zu schützen und zu bewahren."

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Strafft effektiv: der NIVEA Q10 figurformende Shorty
jetzt 30% günstiger auf NIVEA.de
Anzeige
EntertainTV Plus mit 120,- € TV-Bonus sichern!*
hier EntertainTV Plus bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018