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1100 Tote in Pakistan - jetzt drohen Seuchen

1100 Tote durch Überschwemmungen - jetzt drohen Seuchen

02.08.2010, 11:04 Uhr | dpa

1100 Tote in Pakistan - jetzt drohen Seuchen. Pakistan: Überlebende der Flut haben sich auf eine Insel geflüchtet (Foto: dpa)

Überlebende der Flut in Pakistan haben sich auf eine Insel geflüchtet (Foto: dpa)

Hunderte Tote, überschwemmte Dörfer und Angst vor Seuchen: Nach Monsunregen und Überschwemmungen im Norden Pakistans sind rund 1100 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30.000 Rettungskräfte und Soldaten waren am Wochenende in der Unglücksregion im Einsatz.

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Wie ein Armee-Sprecher mitteilte, seien etwa 19.000 Menschen mit Hubschraubern und Booten aus den Überschwemmungsgebieten in Sicherheit gebracht worden. Medien des Landes sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als 80 Jahren. In vielen Massenunterkünften wachse wegen mangelnder Hygiene die Gefahr von Seuchen. Die Europäische Union stellte 30 Millionen Euro Soforthilfe für das Land bereit. Auch die Bundesregierung sagte dem Land finanzielle Hilfe zu.

400.000 Obdachlose

Mit dem Geld der EU sollen Notunterkünfte, Decken sowie die Aufbereitung von Trinkwasser und der Bau von Toiletten finanziert werden, teilte die EU-Kommission mit. Die humanitäre Hilfe sei nicht nur für Flutopfer bestimmt, sondern auch für Menschen, die vor Gewalttaten oder Terroranschlägen auf der Flucht seien.

Nach heftigem Regen waren Flüsse über die Ufer getreten und hatten ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Nach offiziellen Angaben wurden bislang etwa 400.000 Menschen obdachlos. Ganze Dörfer seien von der Außenwelt abgeschnitten.

Hautausschläge und Durchfall

Der Informationsminister der besonders getroffenen Nordwest-Grenzprovinz Khyber-Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, bat die internationale Gemeinschaft um rasche Hilfe. Sollte es keine Unterstützung für die örtlichen Rettungskräfte geben, "könnte die Situation zu einem großen humanitären Desaster" werden, sagte er. Die meisten Opfer habe es in den Distrikten Shangla und Swat gegeben.

Ein Arzt aus einem Notlager, in dem Hunderte obdachloser Menschen untergebracht waren, berichtete von Hautausschlägen und Durchfall. Nach Angaben der UN sind rund eine Million Menschen von der Flut betroffen.

Deutschland hilft mit halber Million Euro

Das Auswärtige Amt in Berlin will bis zu 500.000 Euro humanitäre Soforthilfe für Pakistan zur Verfügung stellen. Das kündigte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an. Mit dem Geld sollen unter anderem Notunterkünfte, Decken und Trinkwasser finanziert werden.

Der Monsun beginnt in Südasien in der Regel Anfang Juni und dauert bis September. In diesem Zeitraum wandert das Regengebiet vom Süden des indischen Subkontinents in Richtung Norden. Den Nordwesten Pakistans hatte der Monsun Mitte Juli erreicht. Bei den Unwettern sterben jährlich viele Menschen, schwere Schäden werden verursacht. Die Meteorologen warnten vor weiteren heftigen Regenfällen.

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