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Flutkatastrophe in Pakistan: Fast 30.000 Menschen noch von Wassermassen eingeschlossen

Fast 30.000 Menschen noch von Wasser eingeschlossen

02.08.2010, 13:38 Uhr | dpa, AFP, dapd

Flutkatastrophe in Pakistan: Fast 30.000 Menschen noch von Wassermassen eingeschlossen. In Pakistan warten nach heftigen Überschwemmungen noch immer fast 30.000 Menschen auf Rettung (Foto: AP)

In Pakistan warten nach heftigen Überschwemmungen noch immer fast 30.000 Menschen auf Rettung (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan können die Rettungskräfte den zahlreichen Hilferufen aus der Region kaum nachkommen. Schätzungsweise 28.000 Menschen waren am Montag noch von den Wassermassen eingeschlossen.

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Obwohl die Regierung mindestens 30.000 Soldaten in das Katastrophengebiet entsandt hat, klagten Überlebende über unzureichende Unterstützung: "Wir brauchen Zelte", forderten Einwohner des Dorfes Kamp Koroona im Bezirk Nowshera, einer der am schwersten betroffenen Regionen. Nach Armeeangaben wurden bislang etwa 27.000 Menschen aus überfluteten Bergdörfern gerettet. Rettungskräfte rechnen inzwischen mit mehr als 1500 Toten.

Hunderte Dorfbewohner warteten auf dem Mittelstreifen einer Schnellstraße, die an Kamp Koroona vorbeiführt, in Notunterkünften aus Plastikplanen und Decken auf Hilfe. Der wenige Meter breite Sandstreifen, zu dessen beiden Seiten Autos fahren, war der einzig trockene Zufluchtsort. "Das Hemd, das ich anhabe, ist mein einziges. Alles andere ist hin", sagte einer der Dorfbewohner. Nach Angaben von Hilfsorganisation stellt die Versorgung der Betroffenen mit sauberem Trinkwasser das größte Problem dar.

Vereinte Nationen sagen Soforthilfen zu

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sei "tief betrübt" über die hohe Zahl der Toten und das Ausmaß der Zerstörung durch den heftigen Monsun-Regen, erklärte sein Sprecher in New York. Die Vereinten Nationen stünden zu ihrer Verpflichtung zu humanitärer Hilfe. Über die bereits zugesagten Mittel hinaus habe Ban die Auszahlung weiterer zehn Millionen Dollar aus einem Nothilfeetat freigegeben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Opfern und Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. In einem Schreiben an Premierminister Yousuf Raza Gilani äußerte Merkel "tief empfundenes Mitgefühl". Das teilte Vize-Regierungssprecher Christoph Stegmans mit.

Die vom Monsunregen ausgelösten Überschwemmungen sind die schwersten in Pakistan seit rund 80 Jahren. Bislang gebe es allein in der Nordwest-Grenzprovinz 1116 bestätigte Todesfälle, sagte ein Sprecher des privaten Rettungsdienstes Edhi. Berichte aus den betroffenen Regionen deuteten allerdings darauf hin, dass die Opferzahl noch weit höher steigen könnte.

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