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Flutkatastrophe in Pakistan: Drei Millionen Menschen betroffen

Drei Millionen Menschen von Flut in Pakistan betroffen

03.08.2010, 14:11 Uhr | dapd , dpa

Flutkatastrophe in Pakistan: Drei Millionen Menschen betroffen. Mehr als drei Millionen Menschen sind nach Angaben von UNICEF von der Flut betroffen (Foto: dpa)

Mehr als drei Millionen Menschen sind nach Angaben von UNICEF von der Flut betroffen (Foto: dpa)

Die Flutkatastrophe in Pakistan trifft immer mehr Menschen - ihre Zahl erhöhte sich am Dienstag auf rund drei Millionen. Tausende Pakistaner warten auf Hilfe. Schätzungen zufolge sind mehr als 1500 Pakistaner ums Leben gekommen. Einige Helfer befürchten nun aber, dass ihre Zahl bis auf 3000 steigen könnte. Neue Regenfälle drohen unterdessen, den drittgrößten Staudamm des Landes zu überfluten.

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3,2 Millionen Menschen sind nach Angaben von UNICEF-Sprecher Marco Jimenez auf Hilfe angewiesen. Sie zu erreichen sei schwer, schildert Dirk Kamm, Leiter des Deutschen Roten Kreuzes in Islamabad: "Oft führen nur Geröllstraßen in manche Orte. Die sind wegen der Flut jetzt unpassierbar geworden. Statt vier oder fünf brauchen unsere Transporte nun oft neun bis zwölf Stunden." Wenn sie überhaupt ihr Ziel erreichten. Die Überschwemmungen haben nach Angaben der Behörden rund 100 Brücken und viele Straßen mitgerissen.

Kamm warnte, dass sich Seuchen wie die Cholera schnell ausbreiten könnten. In den Fluten schwimmen auch Tierkadaver. "Die Zahl der registrierten Fälle von Durchfall und ähnlichen Erkrankungen liegt bei rund 100.000." Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond haben an einigen Orten mobile Medizinstationen eingerichtet. Viele Helfer sind seit einer Woche im Dauereinsatz.

Manche Orte nur mit Helikopter erreichbar

In Regionen wie dem Swat-Tal im Nordwesten des Landes beschweren sich Pakistaner auch über unzureichende Unterstützung von den Behörden. "Das kann ich verstehen, aber auch sie tun ihr Bestes", sagte Kamm. Ein großes Problem ist für die Helfer auch die geringe Zahl von Helikoptern, ohne die manche Orte gar nicht zu erreichen sind. "Einige westliche Nationen könnten bestimmt helfen, wenn sie temporär einige Ressourcen aus Afghanistan hierher verlegen."

"Rund 30.000 Häuser sind beschädigt oder zerstört, Zehntausende leben unter freiem Himmel", sagte Latif ur-Rehman von der regionalen Katastrophenhilfe. Das Swat-Tal mit dem gleichnamigen Fluss trifft es besonders hart, weil hier zuletzt Kämpfe zwischen den radikalislamischen Taliban und pakistanischen Regierungstruppen viel Verwüstung angerichtet haben.

Weitere Regenfälle vorhergesagt

Auch andere Regionen wurden hart getroffen. Ein Programmmanager von Oxfam wurde nach seiner Rückkehr aus der zentralpakistanischen Provinz Punjab mit den Worten zitiert: "Die Überschwemmungen sind von überwältigendem Ausmaß. Das Wasser hat alles mit sich gerissen." Wasserquellen seien zerstört und die Ernte verloren. Unterdessen werden weitere Regenfälle für den Nordwesten des Landes, aber auch für Punjab vorausgesagt.

In der Folge droht auch einer der größten Staudämme des Landes überflutet zu werden. Der Pegel am Warsak-Damm, dem drittgrößten in Pakistan, stieg unaufhörlich. Der Katastrophenschutz der Provinz Khyber-Pakhtoonkhwa forderte die Anwohner der nördlichen Außenbezirke von Peshawar auf, ihre Häuser zu verlassen. Wenn notwendig, werde zwangsweise evakuiert, kündigte ein Sprecher an.

Spenden für Pakistan

Mehrere Organisationen haben Spendenkonten für die Betroffenen der Flutkatastrophe eingerichtet, darunter auch:

UNICEF: Spendenkonto 300 000, Stichwort "Nothilfe Pakistan»" Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00

DEUTSCHES ROTES KREUZ: Spendenkonto 41 41 41, Stichwort "Pakistan", Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00

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