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Erdbeben auf den Philippinen: Auf tödliche Stöße folgt die Angst vor einem Tsunami

Erdstöße der Stärke 7,2  

Dutzende Tote bei Beben auf den Philippinen

15.10.2013, 18:49 Uhr | dpa, AP

Erdbeben auf den Philippinen: Auf tödliche Stöße folgt die Angst vor einem Tsunami. Erdbeben auf den Philippinen (Quelle: Reuters)

Bei dem Erdbeben auf den Philippinen stürzte auch die Kathedrale Santo Nino in Cebu City ein (Quelle: Reuters)

Ein starkes Erdbeben hat die Visayas-Inseln auf den Philippinen erschüttert und mindestens 93 Menschen in den Tod gerissen. Zudem gab es zahlreiche Verletzte, wie die Behörden mitteilten. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,2 am Morgen (Ortszeit) lag in 33 Kilometern Tiefe bei der Stadt Carmen auf der Insel Bohol.

In der Umgebung leben mehr als 50.000 Menschen. Das Beben war nach Angaben des philippinischen Vulkan-Instituts im Umkreis von hunderten Kilometern deutlich zu spüren.

In der 60 Kilometer entfernten Stadt Cebu stürzten Gebäude ein, wie der lokale Katastrophenschutz berichtete. Drei der ältesten katholischen Kirchen im Land wurden beschädigt, ebenso zwei Flughäfen und der Hafen von Tacloban. Tote und Verletzte gab es auch, als das Dach eines Marktes im Ort Mandaue einstürzte.

Angst vor Tsunami

Menschen rannten in Panik aus ihren Häusern. Aus Angst vor einem Tsunami flüchteten viele in höhergelegene Regionen, doch die befürchtete Flutwelle blieb aus. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region. Wegen eines Feiertags waren am Dienstag Schulen und andere öffentliche Gebäude geschlossen.

"Wir saßen beim Frühstück, als der Boden anfing zu beben", berichtete die Landesschefin der Hilfsorganisation Plan, Rachelle Nuestro. "Es war so schlimm, wir sind sofort auf die Straße gerannt. Ich sah Stromleitungen hin- und herschwingen und viele Menschen auf der Straße."

Vilma Yorong, eine Regierungsangestellte in Bohol, sagte, sie habe sich gerade im Gemeinschaftshaus der Stadt Maribojoc befunden, als die Erdstöße einsetzten. "Die Lichter gingen plötzlich aus und wir fühlten das Beben", sagte sie und fügte hinzu: "Wir rannten aus dem Gebäude und klammerten uns an den Bäumen fest, weil die Erschütterungen so stark waren."

Region bei Touristen beliebt

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln. Die Inselprovinz Cebu liegt rund 570 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, und hat mehr als 2,6 Millionen Einwohner, das benachbarte Bohol 1,2 Millionen Einwohner. Die Region ist wegen ihrer Strände und Badeorte auch bei Touristen sehr beliebt.

Die wegen ihrer Strände und Badeorte auch bei Touristen sehr beliebte Region liegt auf dem dem seismisch aktiven Pazifischen Feuerring, hier reiben drei verschiedene Erdplatten aneinander. Dadurch kommt es häufig zu Erdbeben.

Die folgenschwersten Erdstöße der jüngeren Zeit waren 1976 das Beben der Stärke 7,6 im Golf von Moro im Süden des Landes. Dabei kamen 7000 Menschen um. Bei einem gleichstarken Beben 1990 in Luzon im Norden starben 2400 Menschen.

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