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Taifun "Haiyan":Polizei befürchtet mehr als 10.000 Tote

Nach Taifun "Haiyan"  

Opferzahl steigt: Polizei vermutet 10.000 Tote

11.11.2013, 07:09 Uhr | rtr, AFP, dpa

Taifun "Haiyan":Polizei befürchtet mehr als 10.000 Tote. Taifun "Haiyan", Philippinen (Quelle: AP/dpa)

"Haiyan" hat mit enormer Kraft auf den Philippinen gewütet (Quelle: AP/dpa)

Die Zahl der Opfer von Super-Taifun "Haiyan" könnte explodieren: Auf den Philippinen sind nach Befürchtungen offenbar mindestens 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl beziehe sich alleine auf die Provinz Leyte mit ihrer Hauptstadt Tacloban, sagte der regionale Polizeichef Elmer Soria. Derweil konnten die Menschen in Vietnam aufatmen: "Haiyan" hat sich auf dem Weg über das Südchinesische Meer abgeschwächt. Das Tiefdruckgebiet drehte zudem Richtung Norden ab.

Auf den Philippinen wird erst allmählich das Ausmaß der Katastrophe ersichtlich. Der Super-Taifun habe auf seinem Weg über das Land in der Provinz Leyte eine Schneise fast völliger Zerstörung geschlagen, schilderte Polizeipräsident Soria. Der Gouverneur der Provinz habe die Zahl der Opfer auf einem Experten-Treffen mit etwa 10.000 allein in dieser Provinz angegeben.

Der Sturm gilt als einer der stärksten, der jemals auf Land getroffen ist, und trieb rund eine Million Philippiner in die Flucht, nachdem Präsident Benigno Aquino die Bürger zum Verlassen der am stärksten gefährdeten Gebiete aufgefordert hatte. Akut in Gefahr waren nach Schätzungen der Behörden mehr als zwölf Millionen Menschen. Viele Regionen waren nach Angaben des Roten Kreuzes von der Außenwelt abgeschnitten.

"Wie nach einem Tsunami"

Innenminister Manuel Roxas machte sich aus dem Hubschrauber ein Bild. "Es ist schrecklich", sagte er danach. "Von der Küste bis zu einem Kilometer weit ins Landesinnere steht so gut wie nichts mehr. Es ist wie nach einem Tsunami." Ähnlich äußerte sich Sebastian Rhodes Stampa, UN-Chefkoordinator für Katastrophen-Einsätze, der ebenfalls an die Katastrophe von Weihnachten 2004 zurückdachte, als Hunderttausende in Südostasien starben.

Chaotische Szenen spielten sich Tacloban ab: Meerwasser bahnte sich seinen Weg durch die mit 200.000 Einwohnern größte Stadt Leytes. Augenzeugen zufolge lagen Hunderte Leichen in den Straßen und unter eingestürzten Häusern. Plünderer zogen umher. Umgeknickte Strommasten und Bäume blockierten die Straßen, der Flughafen wurde zerstört. Helfer konnten die Überlebenden daher nur mühsam und eingeschränkt mit Lebensmitteln versorgen. Bernd Schell, Koordinator des Deutschen Roten Kreuzes, geht davon aus, dass 80 Prozent der Stadt zerstört sind.

Entwarnung für Vietnam

Rund eine halbe Million Menschen waren im Zentrum Vietnams in Sicherheit gebracht worden. Dann kam die Entwarnung. "Haiyan", der an Kraft verloren hat und jetzt nur noch als Tropensturm eingestuft wird, hat die vietnamesische Küste offenbar nur gestreift. Dann zog er gen Norden weiter in Richtung der chinesischen Inselprovinz Hainan.

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