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Zyklon "Pam" zerstört Südsee-Paradies Vanuatu: Über 40 Tote

Dutzende Tote befürchtet  

Monster-Zyklon zerstört Südsee-Paradies

14.03.2015, 11:52 Uhr | AP, dpa

Zyklon "Pam" zerstört Südsee-Paradies Vanuatu: Über 40 Tote. Zerstörungen durch Zyklon "Pam" im Hafen von Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu. (Quelle: AP/dpa)

Zerstörungen durch Zyklon "Pam" im Hafen von Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu. (Quelle: AP/dpa)

Zyklon "Pam" könnte der schlimmste Wirbelsturm seit Taifun "Haiyan" auf den Philippinen sein, das Kinderhilfswerk Unicef bezeichnet den Monster-Zyklon als die schlimmste Wetterkatastrophe aller Zeiten im Südpazifik. Jedenfalls hat er auf der pazifischen Inselgruppe Vanuatu eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und dutzende Menschenleben gefordert. Berichte über gar 44 Tote sind bislang allerdings unbestätigte.

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Zyklon, Taifun, Hurrikan: Was ist der Unterschied? Lesen Sie am Ende des Artikels

Bis das wahre Ausmaß der Zerstörung bekannt wird, dürfte es noch einige Zeit dauern. Denn die Kommunikationssysteme auf vielen der kleinen Insel des bislang paradiesischen Archipels sind zusammengebrochen. Deshalb sind Angaben über die Zahl der Todesopfer bislang nur Schätzungen. Augenzeugen berichten und Bilder zeigen, dass etliche Gebäude und Hütten stark beschädigt wurden.

Zyklon "Pam" war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde auf die Inselgruppe getroffen. Zuvor hatte der Wirbelsturm am Freitagabend überraschend seinen Kurs geändert. Der Zyklon hat bereits Schäden auf anderen Pazifikinseln angerichtet, darunter Kiribati und die Salomonen. Nun macht sich Neuseeland für den Sturm bereit, der das Land am Sonntag und Montag treffen soll.

Wie eine Sprecherin der Hilfsorganisation World Vision, Chloe Morrison, am Samstag aus der Hauptstadt Port Vila berichtete, lagen auf den Straßen von Häusern gewehte Dächer und entwurzelte Bäume, Stromleitungen brachen zusammen. Sie habe Berichte gehört, dass ganze Dörfer in entlegeneren Regionen komplett zerstört worden seien, sagte Morrison. Es gebe in Port Vila keinen Strom oder laufendes Wasser mehr. Den Höhepunkt hätten die Winde in der Nacht zum Samstag kurz nach Mitternacht erreicht.

UN sind bereit zu helfen

"Es ist nach wie vor ziemlich gefährlich draußen. Die meisten Menschen haben sich hingekauert", sagte Morrison. "Die Schäden sind ganz erheblich in Port Vila, aber es gibt so viele weitere gefährdete Inseln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es in diesen verletzlichen Gemeinden ist." Sie selbst befinde sich in einem gegen Zyklone geschützten Haus, das in der Nacht von einem umgestürzten Baum und einem dünnen Dach einer anderen Unterkunft getroffen worden sei.

Die Vereinten Nationen bereiten nach eigener Aussage die Entsendung von Katastrophenschutzkräften vor. Australien sei bereit, ein Krisenteam nach Vanuatu zu entsenden, wenn es benötigt werde, sagte Außenministerin Julie Bishop.

"Mit einem Herzen, das so schwer ist"

Vanuatus Präsident Baldwin Lonsdale war zum Zeitpunkt der Katastrophe in seinem Land auf einer Konferenz in Japan. Vor Teilnehmern sagte er resignierend, er wisse nicht im Detail, wie groß die Auswirkungen des Zyklons seien. "Ich spreche heute zu Ihnen mit einem Herzen, das so schwer ist", sagte Lonsdale. "Ich bitte im Namen der Regierung und der Bevölkerung, eine helfende Hand angesichts dieser Katastrophe zu geben."

Vanuatu befindet sich östlich von Australien und besteht aus mehr als 65 Inseln. Insgesamt leben dort rund 267.000 Menschen, 47.000 davon in Port Vila. Der kleine Inselstaat hat wiederholt angemahnt, dass ihn die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark treffen. Küstengebiete sind demnach vom Ozean weggespült worden, Einwohner mussten daraufhin in höher gelegene Gebiete umgesiedelt werden.

Tropische Wirbelstürme: Taifun, Hurrikan, Zyklon

Der Unterschied ist lediglich ein geografischer und sprachlicher: Im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik werden tropische Wirbelstürme Zyklone genannt. Im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik spricht man von einem Hurrikan, im westlichen Pazifik vom Taifun. Gemeinsam ist ihnen: Sie entstehen über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Die durch die Erddrehung entstehende sogenannte Corioliskraft bewirkt, dass die Luft sich um das Zentrum dreht. Über Land verliert der Sturm schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt.

Tropische Wirbelstürme können einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das sogenannte Auge, eine windstille Zone von etwa 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum. Die Luftmassen rotieren rasend schnell entgegen dem Uhrzeigersinn um das Auge des Sturms. Der Sturm selbst bewegt sich hingegen eher gemächlich vorwärts. Sein Weg kann relativ gut vorausberechnet werden. Für Menschen sind nicht nur die Stürme selbst gefährlich, sondern auch die von ihnen ausgelösten Flutwellen.

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