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Leichen in Colonia Dignidad verbrannt

Chile  

Leichen in Colonia Dignidad verbrannt

24.07.2006, 12:12 Uhr | AFP

In der Deutschensiedlung Colonia Dignidad in Chile sind nach Aussage eines Sektenmitglieds während der Pinochet-Diktatur die Leichen von etwa 20 Oppositionellen verbrannt worden. Die Opfer seien Bewohner eines Dorfes aus der Gegend von Parral rund 340 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago gewesen. Das sagte Gerhard Mücke, Ex-Leibwächter des Sektenführers Paul Schäfer, vor Gericht aus, berichtete die Zeitung "La Nación".

Colonia-Dignidad-Gründer
Ex-Guru Paul Schäfer

Erst in Massengrab verschart, dann verbrannt
Die Oppositionellen seien in den ersten Wochen nach dem Militärputsch in die Kolonie gebracht, dort von Militärs getötet und auf dem Gelände in einem Massengrab verscharrt worden. Fünf Jahre später seien ihre Leichen wieder ausgegraben und verbrannt worden. Die Asche wurde über dem Fluss Perquilauquén verstreut.

Colonia Dignidad
Colonia Dignidad

Gräueltaten während Pinochet-Diktatur
Schäfer, Mücke und 16 weitere Menschen sind wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt. Zeugen hatten berichtet, dass während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet in der Zeit von 1973 bis 1990 politische Gefangene auf das weiträumige Gelände der Colonia Dignidad verschleppt und dort zu Tode gefoltert wurden. Der Gründer und Leiter der Deutschensiedlung, der ehemalige Wehrmachtsgefreite Schäfer, war im Mai bereits wegen des Missbrauchs von 25 Kindern in der Siedlung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Seitdem ist er in Santiago inhaftiert.


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