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Familiendrama in Wien: Axtmörder plante Massaker seit Wochen

Bluttat in Wien  

Axtmörder plante Familienmassaker seit Wochen

15.05.2008, 21:30 Uhr | dpa

Polizeisprecher Thomas Stecher hält bei einer Pressekonferenz ein Foto der Tatwaffe in die Höhe (Quelle: dpa)Polizeisprecher Thomas Stecher hält bei einer Pressekonferenz ein Foto der Tatwaffe in die Höhe (Quelle: dpa) Der 39-jährige Österreicher, der nach eigenen Aussagen fünf seiner Familienmitglieder mit einer Axt erschlagen hat, hatte die Tat bereits vor Wochen geplant. Er sei bei den Bluttaten ungewöhnlich kaltblütig vorgegangen, erklärte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der Mann habe bereits seit Ende April mit dem Gedanken gespielt, seine Familie aus Scham über die von ihm verursachten Spekulationsschulden von über 300.000 Euro zu töten.

Mann meldete seine Frau krank

Wie der Mann bei seinen Vernehmungen inzwischen gestand, fasste er den endgültigen Entschluss zur Tat am vergangenen Freitag. Einen Tag später habe er die Tatwaffe, eine Axt, gekauft. Das Pfingstwochenende verbrachte er noch mit Frau und Kind, bevor er am Dienstagmorgen zunächst die Ehefrau und danach seine siebenjährige Tochter mit mehreren Hieben auf den Kopf erschlug, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Danach meldete er seine Frau telefonisch bei ihrem Arbeitgeber krank.

Familie in Österreich ausgelöscht Mann tötet fünf Menschen mit Axt

Briefe an Verwandte und Behörde

Nach der Bluttat habe sich der Täter zunächst angezogen und die Tatwaffe vom Blut gesäubert. Anschließend fuhr er mit einem eigens gemieteten Auto nach Ansfelden in Oberösterreich, wo er seine beiden Eltern erschlug. Anschließend schrieb er drei Entschuldigungsbriefe: Einen an seine Geschwister, einen zweiten an seine Opfer und einen dritten an eine nicht näher genannte Behörde.

Spaziergang vor dem letzten Mord

Schließlich fuhr der 39-Jährige nach Linz, wo er zunächst spazieren ging, weil sein Schwiegervater nicht zu Hause war. Nach Aussagen des mutmaßlichen Täters habe er sich danach zunächst noch in der Küche mit dem 80-Jährigen unterhalten, bevor er erneut zur Axt griff. Schließlich schrieb er einen vierten Entschuldigungsbrief an seinen Schwager, bevor er nach Wien zurückfuhr. Dort, so Polizeisprecher Thomas Stecher, habe sich der 39-Jährige erst nach einem erneuten Spaziergang dann der Polizei gestellt.

"Erschöpft und erleichtert"

Wie der Mann der Polizei gestand, habe er sich nach den Morden "erschöpft und erleichtert" gefühlt. Seine drei Geschwister habe er bei der Mordserie verschont, weil diese selbst Familien hätten, meinte er. Ursprünglich habe er auch einen Selbstmord geplant, aber nicht die Kraft dafür gehabt. Ungeachtet seines Geständnisses gilt der 39-Jährige als hochgradig suizidgefährdet.


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