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Mutmaßlicher Kinderschänder Shanti festgenommen

Portugal  

Mutmaßlicher Kinderschänder Shanti festgenommen

30.06.2008, 09:50 Uhr | dpa

Der mutmaßliche Kinderschänder Shanti alias Ulrich Schulz soll in Portugal festgenommen worden sein (Foto: BKA)Der mutmaßliche Kinderschänder Shanti alias Ulrich Schulz soll in Portugal festgenommen worden sein (Foto: BKA) Der seit sechs Jahren gesuchte Musiker und mutmaßliche Kinderschänder Oliver Shanti soll nach portugiesischen Medienberichten in Lissabon festgenommen worden sein. Der 59-jährige Deutsche, der mit bürgerlichem Namen Ulrich Schulz heißt, gilt nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) als einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands. Ihm werden von der Staatsanwaltschaft in München über 100 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zur Last gelegt.

Nach dem aus Hamburg stammenden Shanti wurde seit sechs Jahren mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Als Produzent von esoterischer Musik hatte er erheblichen Erfolg und veröffentlichte zahlreiche Schallplatten. Vor etwa 20 Jahren siedelte Schulz nach Portugal über und lebte in der Kleinstadt Vila Nova de Cerveira. Mit Beginn der Fahndung nach ihm tauchte er unter.



Kinder seiner Sekte missbraucht

Bis dahin war Shanti Guru einer sektenähnliche Kommune gewesen. Nach Angaben des BKA nutzte er in Deutschland und Portugal den engen Kontakt zu seinen Anhängern aus, um sich sexuell an deren Kindern zu vergehen. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Musiker sich in weitaus mehr Fällen an Kindern vergangen habe, als bisher aufgrund von Zeugenaussagen vermutet werde, heißt es in einem Fahndungsaufruf des BKA.


Verdienstmedaille für Kinderschänder

Der bärtige und schwergewichtige Musiker hatte sich bis zu seinem Verschwinden in der portugiesischen Wahlheimat sehr beliebt gemacht. Der Feuerwehr von Vila Nova de Cerveira stiftete er drei Krankenwagen. Der Stadtverwaltung schenkte er die Statue eines Hirsches, die den Platz vor dem Rathaus ziert. 1994 erhielt Schulz von der Stadt eine Verdienstmedaille. "Wir hatten damals nicht die geringste Ahnung davon, dass der Deutsche irgendetwas mit Kindesmissbrauch zu tun haben könnte", sagte der Bürgermeister.

Keine offizielle Bestätigung

Die Ermittler in Portugal verhängten eine Nachrichtensperre und machten keine näheren Angaben zu der Festnahme, die am Sonntag weder die Staatsanwaltschaft München noch das BKA bestätigen wollten. Portugiesische Medien gehen davon aus, dass der mutmaßliche Kinderschänder an Deutschland ausgeliefert wird.


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