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Raubüberfälle: Millionenräuber beugt sich dem Fahndungsdruck

Geldtransporter ausgeraubt  

Millionenräuber beugt sich dem Fahndungsdruck

24.11.2008, 08:08 Uhr | dpa, dapd

Ende Oktober hatte Metin Y. seinen eigenen Geldtransporter ausgeraubt - lange konnte er sich über seine Beute nicht freuen (Quelle: ddp) Die Fahnder waren ihm dicht auf der Spur - und zum Schluss war der Druck zu groß: Ein seit Wochen international gesuchter Geldtransporter-Fahrer, der sich aus Ulm (Baden-Württemberg) mit einer Millionenbeute abgesetzt hatte, hat sich am Wochenende gestellt und die Polizei zum Geldversteck geführt. Metin Y. hatte die Millionen am Rande eines Feldes nahe Neu-Ulm (Bayern) vergraben.

Vom gestohlenen Geld fehlte fast nichts. Der Gesuchte, der sich nach Spanien abgesetzt hatte, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Nun fahnden die Ermittler nach einem möglichen Mittäter, der Metin Y. während der dreiwöchigen Flucht geholfen haben könnte.

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Unbemerkt vom Kollegen

Der Geldkurier hatte am 30. Oktober mit einem Kollegen in Ulm mehrere Millionen Euro von Geschäften abgeholt, um das Geld zur Bank zu bringen. Unbemerkt von seinem Partner gelang es ihm jedoch, einen Millionenbetrag auf die Seite zu schaffen. Nachdem er seinen Kollegen abgesetzt hatte, verschwand der 36-Jährige mit der Beute. Der Transporter wurde später in einer Tiefgarage in Ulm entdeckt.

160 Spuren

Nach dem Millionendieb wurde sofort groß gefahndet. Zahlreiche Hinweise kamen vor allem nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Die Ulmer Kriminalpolizei verfolgte rund 160 Spuren bis in die Türkei und nach Spanien. Ein heißer Tipp kam schließlich am vergangenen Freitag aus Barcelona, wo einem Hotelangestellten ein verdächtiger Gast aufgefallen war. Die spanische Polizei fand das Fluchtauto in der Nähe des Hotels und ermittelte, dass der flüchtige Geldtransporter-Fahrer offenbar unter falschen Namen in dem Hotel gewesen war.

Zum Versteckt geführt

Während die spanische Polizei noch nach dem 36-Jährigen suchte, meldete sich am Freitag ein Rechtsanwalt bei der Ulmer Polizei. Der kündigte an, dass sich der Mann stellen wolle. Zusammen mit seinem Anwalt führte der Geldkurier dann am Samstag die Polizei zu dem Versteck bei Neu-Ulm. Danach machte der 36-Jährige vorerst keine weiteren Angaben mehr. Auch die Polizei verriet bislang nicht mehr Details.

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