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Mutmaßlicher Kinderschänder stellt sich

Kinderpornografie  

Mutmaßlicher Kinderschänder stellt sich

07.08.2009, 12:52 Uhr | dapd , AFP

Der 37-Jährige aus der Eifel war offenbar Übungsleiter in einem Sportverein und betreute dort Kinder (Foto: dpa)Der 37-Jährige aus der Eifel war offenbar Übungsleiter in einem Sportverein und betreute dort Kinder (Foto: dpa)

Nach weniger als 24 Stunden öffentlicher Fahndung mit Fotos, Videos und Stimmproben hat sich der mutmaßliche Kinderschänder den Behörden gestellt. Der Mann sei im bayrischen Sonthofen im Allgäu in Gewahrsam genommen worden, bestätigte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Schon zuvor hatten die Ermittler bereits konkrete Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Gießen mitteilten.

Der Täter nahm auf Videos auf, wie er kleine Jungen zum Teil mit grober Gewalt sexuell missbrauchte und stellte die Aufnahmen ins Internet. Am Freitag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung

Mithilfe der von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" veröffentlichte das BKA einen ersten Fahndungsaufruf nach dem Kinderschänder. Der öffentliche Druck führte offenbar dazu, dass der Mann sich stellte. "Im Rahmen der Fahndung waren zahlreiche Hinweise auf seine Person eingegangen", teilten die Behörde mit. Details zum mutmaßlichen Täter und dessen Ergreifung teilten Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit, da der Täter möglicherweise Komplizen haben könnte. "Die Ermittlungen zur weiteren Tataufklärung dauern an, so dass derzeit keine weiteren Informationen zu dem Fall gegeben werden können", hieß es in einer Mitteilung des BKA.

Videos von Journalisten zugespielt

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch sowie die Herstellung und Verbreitung von kinderpornografischen Videos vor. Der Täter verging sich an kleinen Jungen im Alter zwischen fünf und sieben Jahren. Aufnahmen davon stellte er ins Internet. Dem BKA liegen 42 entsprechende Videos vor. Wie der Gießener Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner erklärte, wurden 40 Videos den Ermittlern von einem Zeitungsjournalisten zugespielt, zwei Aufnahmen wurden auf einem Computer nach einer Durchsuchung gefunden.

Aufnahmen entstanden wahrscheinlich schon 2006

Die Ermittler gehen davon aus, dass diese vor allem im Jahr 2006 entstanden. Die Opfer sind heute vermutlich acht bis zehn Jahre alt. Das BKA entschied sich für eine öffentliche Fahndung auch aus dem Grund, um möglicherweise gefährdete Kinder zu schützen. Der Mann, der in einem Video "Christoph" genannt wurde, war auf den Bildern klar zu erkennen. Bis zum Donnerstagmittag gingen 25 Hinweise beim BKA ein.

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