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Amoklauf Ludwigshafen: Lehrer einer Berufsschule getötet

Amoklauf in Ludwigshafen  

Lehrer einer Berufsschule getötet

27.02.2010, 12:34 Uhr | dapd, dpa

Amoklauf: Polizeibeamte räumen und sichern die Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: ddp)Polizeibeamte räumen und sichern die Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: ddp) Bei einem Amoklauf in einer Berufsschule in Ludwigshafen ist nach Polizeiangaben ein Mann ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Täter, ein 23 Jahre alter Mann, sei festgenommen worden.

Die Polizei hatte zuvor bestätigt, dass ein Lehrer lebensgefährlich verletzt wurde. Der Mann sei dann "im Rahmen der Reanimation verstorben", so Polizeisprecher Norbert Steitz. Der mutmaßliche Täter habe am Donnerstagmorgen mehrere Lehrer angegriffen, sagte ein Polizeisprecher dem Nachrichtensender n-tv. Weitere Verletzte habe es nicht gegeben. Auch einen zweiten Täter gab es wohl nicht, sagte ein Sprecher.

Hintergrund Amokläufe an Schulen

Schule geräumt

Bei der betroffenen Einrichtung handelt es sich nach Polizeiangaben um die Berufsbildende Schule Technik II im Stadtteil Mundenheim. Zu dem gesamten Komplex gehörten Einrichtungen mit insgesamt 3000 Schülern. Laut den Ermittlern ereignete sich die Tat gegen zehn Uhr. Die Polizei räumte nach dem Angriff die Schule und Sicherheitskräfte durchsuchten das Gebäude. Schüler und Eltern werden psychologisch betreut.

Zeuge: Bengalofeuer auf Gang

Ein Berufsschüler sagte der örtlichen Zeitung "Rheinpfalz Online": "Wir saßen im Unterricht, als plötzlich jemand bemerkt hat, dass auf dem Gang ein Bengalofeuer brannte. Fünf Minuten später gab es Feueralarm und wir mussten alle das Gebäude verlassen." Vom eigentlichen Geschehen habe er aber nichts mitbekommen. Etwa 1000 Schüler strömten nach draußen.

Amoklauf an einer Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: dpa)Amoklauf an einer Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: dpa)

Wohl auch Messer verwendet

Bisher sei unbekannt, ob es sich bei dem Festgenommenen um einen früheren Schüler handele, erklärte die Polizei. Zur verwendeten Waffe konnte die Polizei zunächst noch keine genauen Angaben machen. Es sei auch ein Messer verwendet worden. Ein Polizeisprecher betonte: "Wir vermeiden das Wort Amoklauf." Als falsch bezeichnete er auch Gerüchte, es seien Schüsse gefallen: "Niemand ist durch Schüsse verletzt worden."

Ministerpräsident Beck informiert

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) wurde informiert. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) machte sich nach Angaben ihres Sprechers auf den Weg zum Tatort. Um 15 Uhr wollten Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz über Einzelheiten informieren.

Erinnerungen an Winnenden

Die Tat weckt Erinnerungen an den Amoklauf von Winnenden in Baden-Württemberg am 11. März 2009: An diesem Tag hatte der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf in seiner Schule und auf seiner anschließenden Flucht 15 Menschen erschossen hatte, ehe er von der Polizei getötet wurde.

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