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Duisburg: Wüste Schießerei auf offener Straße

Wüste Schießerei auf offener Straße in Duisburg

10.05.2010, 07:48 Uhr | Von Jörg Diehl, Spiegel Online, Spiegel Online

Es war am Samstagmorgen um 4.44 Uhr, als die Polizei in Duisburg wieder einmal Großalarm auslösen musste. Ein gutes halbes Jahr, nachdem der Hells Angel Timur A. laut Staatsanwaltschaft im Rotlichtviertel der Ruhrgebietsmetropole den Bandido Eschli E. erschoss, krachten unweit des früheren Tatorts erneut Schüsse durch die Nacht. Auf einem Parkplatz vor einer Diskothek sollen sich mehrere Männer eine wilde Schießerei geliefert haben. Beamte sprachen anschließend von einer Vielzahl von Hülsen, die sie hätten sicherstellen müssen.

Die Polizei fasste zudem einen 29-Jährigen, der nach Spiegel-Online-Informationen mit einem Revolver, einer Sturmhaube und einer schusssicheren Weste ausgerüstet war. Der Mann, von dem es heißt, er sei mit dem Hells Angel Timur A. mindestens gut bekannt, ist auch bei den Ermittlern alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Selbst wenn Behördensprecher Ramon van der Maart Spiegel Online am späten Samstagabend noch sehr zurückhaltend sagte: "Wir hatten schon mit ihm zu tun."

Hells Angels und Bandidos wissen von nichts

Gerüchte aus Polizeikreisen, wonach es sich bei der Schießerei um eine weitere Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Rockerbanden handeln könnte, wollte van der Maart noch nicht kommentieren. Auch Hells-Angels-Sprecher Rudolf "Django" T. sagte Spiegel Online, er habe bislang nichts von einer Schießerei in Duisburg gehört und folgerte daraus: "Der Mann gehört also nicht zu uns." Die Bandidos ließen eine Anfrage zunächst unbeantwortet.

Verdächtige sollen in Vereinsheim geflüchtet sein

Das Vereinsheim der Duisburger Bandidos, vor dem im Oktober 2009 Eschli E. erschossen worden war, liegt ganz in der Nähe des neuen Tatorts. Angeblich sollen dorthin verdächtige Personen nach der Schießerei geflüchtet sein.

Mordkommission ermittelt

Die Polizei richtete noch in der Nacht eine Mordkommission ein, obschon sie gegen den Festgenommenen bislang nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt: Verletzte gab es aber offenbar nicht - oder sie verschwanden, ehe die Beamten in der Steinschen Gasse, Ecke Klosterstraße eingetroffen waren. "Wir werden das mit aller Sorgfalt klären", sagte Behördensprecher van der Maart.

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