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Ermittler zerschlagen Camorra-Netzwerk in Hamburg

Ermittler zerschlagen Camorra-Netzwerk in Hamburg

05.10.2010, 15:23 Uhr | ddp, AFP

Die Polizei hat mehrere mutmaßliche Mitglieder der italienischen Camorra in Hamburg verhaftet. Es handele sich um vier Personen zwischen 46 und 61 Jahren, sagte eine Sprecherin der Polizei in Hamburg. Zeitgleich verhafteten italienische Beamte einen 22-jährigen mutmaßlichen Mafioso in Neapel. Die Behörden werfen den Männern und Frauen unter anderem gewerbs- und bandenmäßigen Betrug vor, einigen auch Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung.

In ersten Meldungen war noch von 13 Verhafteten die Rede gewesen. Bei der Vereinigung handle es sich um die Camorra, sagte ein Polizeisprecher. Camorra ist der Name für die mafia-artigen Organisationen aus Neapel und der umliegenden Region Kampanien.

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Die Gruppe soll sich vor allem auf den betrügerischen Verkauf von Lederjackenimitaten spezialisiert haben. Insbesondere ältere Menschen habe die Bande um ihr Geld gebracht, wodurch die Täter einen sechsstelligen Gewinn erzielt haben sollen. 14 Wohnungen, darunter auch welche in Buchholz im Landkreis Harburg, hatte die Polizei am Montag durchsucht.

Rund zwei Lastwagenladungen an Beweismaterialien sind allein in Hamburg sichergestellt worden. Den Verhafteten drohen nun Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Kopf der Bande bereits im Februar verhaftet

Bereits im Februar dieses Jahres verhafteten Fahnder einen 47-jährigen Italiener, der als Kopf der Tätergruppe gilt, in einem Lokal in Hamburg-Barmbek. Der 48-jährige Bruder des Mannes soll darauf hin dessen illegale Geschäfte weitergeleitet haben. Ihm werden im Zeitraum von Dezember 2009 bis Juli 2010 über 600 "versuchte und vollendete Betrugstaten" vorgeworfen. Gegen ihn erwirkte die Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl.

Der 61-jährige Betreiber des Lokals in Barmbek gilt ebenfalls als Mitglied der Camorra in Hamburg. Ihm werden mindestens 30 Betrugstaten in Hamburg, Kiel und Lübeck vorgeworfen. Auch gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Gegen einen 46-jährigen Italiener, der als "Kolonnenführer" gilt und Nachwuchskräfte aus Italien logistisch versorgt haben soll, erließ die Staatsanwaltschaft ebenfalls Haftbefehl.


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