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Neuer Hinweis im Mordfall Dennis

Neuer Hinweis im Mordfall Dennis

08.02.2011, 21:55 Uhr | dpa

Neuer Hinweis im Mordfall Dennis. Ein Polizeibeamter zeigt einen Muster-Schlafanzug, wie ihn Dennis in der Nacht seiner Entführung im September 2001 getragen hat (Foto: dpa)

Ein Polizeibeamter zeigt einen Muster-Schlafanzug, wie ihn Dennis in der Nacht seiner Entführung im September 2001 getragen hat (Foto: dpa)

Vor fast zehn Jahren verschwand der neunjährige Dennis nachts aus einem Schullandheim im Kreis Cuxhaven. Zwei Wochen später fanden Pilzsammler die Leiche des ermordeten Schülers. Vom Täter fehlt seither jede Spur. Jetzt gehen die Fahnder einem neuen Hinweis nach, von dem sie sich viel versprechen.

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Die Erkenntnisse könnten auch einen Durchbruch bei zahlreichen anderen ungeklärten Fällen bringen. Denn Dennis fiel vermutlich einem Serienmörder zum Opfer.

Information könnte zur Aufklärung beitragen

Es handele sich um eine wichtige Information, die zur Aufklärung beitragen könne, sagte ein Polizeisprecher in Verden. Details wollte er aber nicht nennen. Die "Soko Dennis" will am Donnerstag auf einer Pressekonferenz ihre Ermittlungen vorstellen. Vielen tausend Spuren war sie in den vergangenen Jahren nachgegangen - ohne Erfolg. Auch ein DNA-Test an mehreren hundert Männern in Norddeutschland hatte 2008 keinen Verdächtigen ergeben.

Der Unbekannte hatte Dennis in der Nacht zum 5. September 2001 aus dem einsam gelegenen Schullandheim im niedersächsischen Wulsbüttel entführt, wo sich der Junge gemeinsam mit seiner Klasse aufhielt. Der Täter konnte auf bisher ungeklärte Weise in das Haus eindringen. Er lockte Dennis vermutlich aus seinem Zimmer, in dem auch andere Kinder schliefen. Später erstickte er den Jungen.

Parallelen zu anderen Fällen

Der gewaltsame Tod des Neunjährigen aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen sorgte damals bundesweit für Entsetzen - denn es gibt Parallelen zu anderen Fällen, auf die die Fahnder erst zu diesem Zeitpunkt aufmerksam wurden. 1992 verschwand ein 13-Jähriger nachts aus einem Internat im Kreis Rotenburg. Drei Jahre später wurde ein Achtjähriger aus einem Zeltlager bei Schleswig entführt und getötet. 1998 und 2004 kamen Jungen in den Niederlanden und Frankreich auf gleiche Weise ums Leben.

In der selben Zeit belästigte ein unbekannter Mann rund um Bremen mehr als 40 Jungen sexuell: Dabei drang er immer nachts in Häuser, Zeltlager und Landheime ein, überraschte die Kinder und entkam unerkannt.

Kein Zusammenhang mit dem Fall Mirco

Nach diesem Muster spielte sich auch eine Entführung eines Zehnjährigen in Rheine im Juni 2009 ab. Ein Unbekannter holte den schlafenden Jungen aus einer Jugendherberge und trug ihn in einen Park. Dort musste das Opfer seine Hose ausziehen. Danach ließ der Mann das Kind aber laufen. Der Täter wurde später geschnappt. Mit dem Tod von Dennis hatte er nichts zu tun.

Einen Zusammenhang zwischen dem Mord an Dennis und den gewaltsamen Tod des zehnjährigen Mirco aus dem niederrheinischen Grefrath schließen die Verdener Ermittler ebenfalls aus. Mirco war Anfang September in seinem Heimatort verschwunden. Im Januar fand die Polizei seine Leiche, nachdem ein Familienvater die Tat gestanden hatte.

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