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Todesschütze von Berlin gesteht

Todesschütze von Berlin gesteht

08.08.2011, 18:17 Uhr | dapd

Todesschütze von Berlin gesteht . Der Todesschütze von Berlin hat den Doppelmord gestanden (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der Todesschütze von Berlin hat den Doppelmord gestanden (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der 25-jährige Mehmet Y. hat den Doppelmord von Berlin gestanden. Er habe zugegeben, am Donnerstag im Stadtteil Gesundbrunnen auf das voll besetzte Auto geschossen zu haben, in dem auch seine Ex-Frau saß, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag.

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Gegen den am späten Sonntagabend festgenommenen Mann wurde am Montag Haftbefehl erlassen. Der Vorwurf lautet auf zweifachen Mord und dreifachen Mordversuch.

Ermittler vermuten Beziehungstat

Bei der Tat starben Mutter und Schwester der Ex-Frau, deren Bruder wurde lebensgefährlich verletzt. Die 24-Jährige selbst blieb unverletzt. Opfer und Täter stammen aus türkischen Zuwandererfamilien. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Die Ex-Frau erlitt einen Schock.

Die Bluttat hatte sich am helllichten Tag auf offener Straße unter den Augen von Anwohnern abgespielt. Der Todesschütze war anschließend bewaffnet zu Fuß geflüchtet. Die Polizei fahndete europaweit mit Fotos nach Y. und stellte ihn am späten Sonntagabend in Berlin.

Ex-Frau zeigte Y. schon vor der Bluttat an

Der 25-Jährige habe sich am U-Bahnhof Grenzallee in Neukölln widerstandslos festnehmen lassen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Anschließend habe er die Ermittler zur Tatwaffe geführt, die in einem Gebüsch versteckt gewesen sei.

Die Ex-Frau des mutmaßlichen Täters hatte diesen laut Gerichtssprecher Tobias Kaehne schon im September vergangenen Jahres angezeigt, weil er damit gedroht hatte, sie zu töten, falls sie nicht zu ihm zurückkäme. Zudem war der Mann den Berliner Behörden als Gewalttäter bekannt. Er war im Oktober 2008 wegen gefährlicher Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte Kaehne.

Früheres Verfahren gegen Y. lief zögerlich

Das Verfahren gegen den Türken wegen der Bedrohung seiner Ex-Frau habe sich jedoch verzögert, weil er nur schlecht Deutsch sprach und alle relevanten Dokumente für ihn ins Türkische übersetzt werden mussten. "Dies schreibt die europäische Menschenrechtskonvention so vor", sagte Kaehne.

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