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Riesiges Waffenlager in Südhessen ausgehoben

Riesiges Waffenlager in Südhessen ausgehoben

25.01.2012, 10:58 Uhr | dpa, je

Riesiges Waffenlager in Südhessen ausgehoben. Waffenlager in Viernheim: Nur ein kleiner Teil der Sammlung des Waffennarren aus Südhessen (Quelle: dapd)

Waffenlager in Viernheim: Nur ein kleiner Teil der Sammlung des Waffennarren aus Südhessen (Quelle: dapd)

In der Wohnung eines Sportschützen in Viernheim (Rhein-Neckar-Region) haben Zollfahnder ein riesiges Waffenlager ausgehoben. Die Ermittler stellten in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses der 30.000-Einwohner-Stadt, die im äußersten Süden von Hessen liegt, unter anderem zwei Maschinengewehre, neun Sturmgewehre, zwei Maschinenpistolen und mehr als 62.500 Schuss Munition sicher.

Das teilten die Zollfahndung aus Frankfurt und die Staatsanwaltschaft aus Darmstadt in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann eine Affinität zu Waffen hat und sie einfach gesammelt hat. Anzeichen für eine geplante Straftat wie einen Amoklauf fanden sie bislang nicht.

Der Mann lebt zusammen mit seiner Frau und einem minderjährigen Sohn in der Viernheimer Wohnung. Die schussfähigen Waffen seien vorschriftsmäßig in Waffenschränken und Tresoren untergebracht gewesen. Der Mann hat zwar eine Waffenbesitzkarte, durfte aber danach nur drei Pistolen, eine Langwaffe und zwei Wechselsysteme sowie die dazugehörige Patronenmunition haben.

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"Froh, dass es nun vorbei ist"

Der Beschuldigte soll bereits zwischen 1989 und 2000 mehr als 16.000 Schuss Munition bei einem Waffenhändler in der Schweiz gekauft haben, ohne dafür eine Genehmigung zu besitzen. Dadurch waren ihm die Ermittler auf die Spur gekommen. Den 46-Jährigen, der spontan sagte, er sei "froh, dass es nun vorbei ist", erwartet ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen-, Kriegswaffenkontroll- und Sprengstoffgesetz. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Ein Waffenlager von ähnlichem Umfang war 2009 ebenfalls in Viernheim entdeckt worden. Der Mann dahinter, ein damals 44 Jahre alter Handwerker, war allerdings deutlich gefährlicher und sitzt im Gefängnis. Im August 2009 hatte er in einem wahren Amoklauf mehrere Sprengstoffanschläge verübt, bei denen aber niemand getötet wurde. Danach verschanzte er sich 27 Stunden lang in seiner Wohnung, wo die Polizei später große Mengen Sprengstoff, Waffen und Munition entdeckten. Der Mann wurde im Sommer letzten Jahres zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

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