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Täter im Fall Bögerl sollen aus der Region Heidenheim stammen

Täter im Fall Bögerl sollen aus der Region Heidenheim stammen

06.09.2012, 14:01 Uhr | dapd

Täter im Fall Bögerl sollen aus der Region Heidenheim stammen. Tragischer Fall: ein Foto von Maria Bögerl über dem Kondolenzbuch. (Quelle: dapd)

Tragischer Fall: ein Foto von Maria Bögerl über dem Kondolenzbuch. (Quelle: dapd)

Die Täter im Fall der vor zwei Jahren entführten und ermordeten Bankiersgattin Maria Bögerl stammen möglicherweise aus der direkten Umgebung. "Die Täter kommen vermutlich aus der Region nordöstlich von Heidenheim", sagte der Leiter der Sonderkommission "Flagge", Volker Zaiß, in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst".

Es sei wahrscheinlich, dass sich der Entführer und etwaige Komplizen regelmäßig in mehreren Orten in dem Gebiet aufhielten, darunter Neresheim und Nattheim. "Vielleicht leben sie sogar in einem der Orte", fügte Zaiß hinzu - der mutmaßliche Entführer soll einen lokalen Dialekt sprechen.

Polizei sucht nach weiteren Zeugen

Den Ermittlern zufolge gibt es Hinweise darauf, dass es sich nicht nur um einen Täter handelt. In einem Brief vom 18. Mai 2010 werde von mehreren Tatbeteiligten gesprochen, hieß es. Die Polizei rief den anonymen Verfasser und weitere Zeugen auf, sich zu melden. Die Ermittler gehen auch davon aus, dass die Tat lange geplant war und Bögerl vor ihrer Entführung beobachtet wurde.

Der Mordfall wurde am Mittwochabend in einem knapp 30-minütigen TV-Beitrag umfassend vorgestellt. Maria Bögerl war am Vormittag des 12. Mais 2010 von einem mit einem Messer bewaffneten Mann aus ihrem Wohnhaus in Heidenheim entführt worden. Der Mann fesselte die Frau mit Handschellen und fuhr in ihrem Auto in ein 15 Kilometer entferntes Waldstück. Mit dem Handy des Opfers rief er Bögerls Ehemann an, der zu dem Zeitpunkt Heidenheimer Sparkassen-Vorstand war.

Lösegeldübergabe an der A7 scheiterte

Der Entführer forderte 300.000 Euro Lösegeld. Weil es aber Probleme bei der Beschaffung gab, wurde das Geld erst rund eineinhalb Stunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt am Übergabeort an der A7 zwischen Heidenheim und Aalen abgelegt.

Das Geld wurde nie abgeholt, die Übergabe scheiterte. Die Leiche von Maria Bögerl wurde rund drei Wochen später eineinhalb Kilometer von der Übergabestelle entfernt gefunden. Der Polizei zufolge wurde die Frau mit zahlreichen Messerstichen getötet. Maria Bögerls Ehemann geriet nach dem Mord zu Unrecht unter Verdacht und nahm sich im Juli 2011 das Leben.

Nach der Sendung gingen bis Donnerstagmittag mehr als 200 neue Hinweise bei der Polizei ein. Die Handschellen, mit denen die Frau gefesselt wurde, spielten dabei eine große Rolle, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Stuttgart. Viele Hinweise bezögen sich auch auf die Mordwaffe, vermutlich ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge.

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