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Prügelattacke am Alex: Verdächtiger festgenommen

Prügelattacke am Alex: Verdächtiger festgenommen

23.10.2012, 18:09 Uhr | dpa

Prügelattacke am Alex: Verdächtiger festgenommen. Berlin: Der Tod von Jonny K. am Alexanderplatz hat Bestürzung hervorgerufen (Quelle: dpa)

Der Tod von Jonny K. am Berliner Alexanderplatz hat Bestürzung hervorgerufen (Quelle: dpa)

Neun Tage nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei einen 19-jährigen Verdächtigen festgenommen. Zielfahnder nahmen den jungen Mann im Stadtteil Wedding fest, sagte eine Polizeisprecherin. Der 19-Jährige wurde am Nachmittag verhört.

Sieben junge Männer hatten in der Nacht zum 14. Oktober den 20-jährigen Jonny K. vor einem Lokal am Rande des Alexanderplatzes brutal zusammengeschlagen und getreten. Er starb einen Tag später wegen der Blutungen im Gehirn, die durch Fußtritte der Täter gegen seinen Kopf verursacht wurden. Der 20-Jährige hatte einem Freund helfen wollen, als er unvermittelt von der Gruppe angegriffen wurde.

Ermittlungen gegen sieben Verdächtige

Mit der Festnahme konnte die Polizei nach rund 40 eingegangenen Hinweisen erstmals einen Fahndungserfolg verbuchen. Wie sie auf die Spur des 19-Jährigen gekommen ist, dazu machte die Sprecherin keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft hatte 15.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Sie ermittelt gegen sieben bisher unbekannte Männer wegen Mordes. Von dem Überfall gibt es keine Videoaufnahmen.

Es war vermutet worden, dass die Täter aus der nahe gelegenen Bar "Cancun" gekommen waren. Dort hatten in der Tatnacht bis zu 700 Menschen auf Einladung eines Künstlers gefeiert. Ein Zeuge machte die Polizei auf eine Gruppe von jungen Männern vor dem Lokal aufmerksam.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" sowie der "Berliner Zeitung" soll es sich bei den Tätern um Männer mit türkischen Wurzeln und deutscher Staatsbürgerschaft handeln. Einige der Tatverdächtigen sollen sich inzwischen ins Ausland abgesetzt haben, wahrscheinlich in die Türkei, hieß es.

Debatte um Gewalt in Berlin

Die brutale Attacke hatte eine neue Debatte über Gewalt in der Hauptstadt und die Sicherheit an öffentlichen Plätzen ausgelöst. Bundespräsident Joachim Gauck, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Innensenator Frank Henkel (CDU) hatten sich wiederholt gegen jegliche Form von Gewalt ausgesprochen.

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