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Berlin: Polizei erschießt nackten Mann nach Messerattacke vor Rathaus

Polizist erschießt nackten Mann in Berlin

28.06.2013, 18:56 Uhr | t-online.de, AFP, dpa

Berlin: Polizei erschießt nackten Mann nach Messerattacke vor Rathaus. Rotes Rathaus, Berlin (Quelle: dpa)

Vor dem Roten Rathaus in Berlin soll die Polizei einen Mann erschossen haben. (Quelle: dpa)

Tod am Roten Rathaus in Berlin: Ein nackter Mann ist am Freitag im Zentrum der Hauptstadt von einem Polizisten erschossen worden. Er erlitt einen Lungendurchschuss und starb daran, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dies habe die Obduktion ergeben.

Der nach ersten Erkenntnissen 31-Jährige habe mit einem Sägemesser in der Hand im Neptunbrunnen vor dem Rathaus gesessen und sich selbst mit der Klinge verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Er habe geblutet.

"Wirres Zeug" geredet

Als sich ihm Polizisten näherten, ging der bewaffnete Mann auf einen der Beamten zu, "soweit wir wissen mit nach vorne gerichtetem Messer", sagte Polizeisprecher Klaus Schubert gegenüber t-online.de. Auf die "Stop"-Aufforderungen der Beamten habe er nicht reagiert. Daraufhin habe ein zweiter Polizist einen Schuss abgegeben.

Nach Angaben von Zeugen habe der Mann "wirres Zeug" geredet, sagte der Polizeisprecher. Die von Passanten herbeigerufenen Beamten hätten ihn vergeblich angesprochen und aufgefordert, sein Messer wegzulegen. Stattdessen habe er sich weiter selbst damit verletzt.

Einen Zusammenhang des Geschehens mit dem Berliner Rathaus, dem Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), schloss der Polizeisprecher aus. Der Mann habe auch keinerlei politische Forderungen geäußert. Das Rote Rathaus im Bezirk Mitte ist der Regierungssitz des Bürgermeisters und des Senats der Hauptstadt.

War Schuss angemessen?

Der Polizist, der geschossen hat, hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln routinemäßig gegen den Beamten.

Dabei soll auch geklärt werden, ob der Schuss angemessen war. Laut Polizeisprecher sehe die entsprechende Richtlinie vor, dass der Schuss geeignet sein müsse, die Gefahr abzuwenden. "Wir haben durchaus schon Leute gehabt, die nach einem Schuss in Arm oder Bein einfach weiter gelaufen sind", sagte Schubert.

Erst gestern hatte ein Fall von Polizeigewalt in Deutschland für Entsetzen gesorgt: Zwei rheinland-pfälzische Polizisten hatten auf offener Straße einen wehrlosen Festgenommenen misshandelt. Durch Zufall war ein Video des Vorfalls in die Öffentlichkeit gelangt.

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